Klimwandel
Was heizt die Erde auf?
Die Computermodelle der Klimaforscher haben Schwächen. Die Schuld des Menschen an der globalen Erwärmung aber konnten die Rechner inzwischen beweisen.
Wer durch den Bericht blättert, den Hunderte Wissenschaftler für das UN-Klimagremium IPCC in fünfjähriger Arbeit erstellt haben, erlebt manche Irritation. Die dargestellten Widersprüche und Wissenslücken zerschlagen schnell die Hoffnung des Lesers auf eindeutige Erkenntnisse der Wissenschaft über das Klima. Am Ende jedoch ist er beeindruckt davon, was und wie viel Forscher in den vergangenen Jahren über das Treibhaus Erde herausgefunden haben. Und immerhin eine unumstößliche Erkenntnis gibt es: Kohlendioxid (CO 2 ) hält wärmende Sonnenstrahlung in der Atmosphäre zurück. Seit 150 Jahren pusten Autos, Kraftwerke, Heizungen und Fabriken CO 2 in die Luft. Dadurch erhöhte sich der Anteil des Gases in der Atmosphäre um mehr als ein Drittel. Die Temperatur der bodennahen Luft stieg gleichzeitig im weltweiten Durchschnitt um 0,8 Grad.
Wahrscheinlich habe vor allem CO 2 zur Erwärmung beigetragen, sagt der IPCC-Bericht. Daneben scheinen aber auch natürliche Kräfte wie Schwankungen der Sonnenaktivität oder die Veränderung der Bewölkung die Erde aufgeheizt zu haben. Die Sonne könnte gar die Hälfte der Erwärmung im vergangenen Jahrhundert verursacht haben, meinen manche Forscher (Geophysical Research Letters, Band 33, L05708, 2006). Andere Experten kontern, die Sonne habe kaum Einfluss gehabt (Atmospheric Chemistry and Physics, Band 6, Seite 4905, 2006).
Wie stark die Zunahme an CO 2 der Erde einheizt, ist ebenfalls noch immer umstritten. Die Wirkung des Gases – seine sogenannte Klimasensitivität – wurde mit unterschiedlichen Methoden getestet. Ergebnis: Die Luft erwärmt sich um 1,5 bis 4,5 Grad, wenn sich die CO 2 -Menge verdoppelt. Genauer ließ sich der Wert bislang nicht festlegen. Die lautesten Warnungen beruhen vor allem auf der Annahme, dass nach der CO 2 -Zunahme ein weiteres Treibhausgas die Erwärmung verstärkt: Wasserdampf. Die Vermutung liegt nahe, denn wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen.
Die industrielle Luftverschmutzung bremst die Erwärmung der Erde
Doch in der Praxis spielt der Wasserdampf womöglich eine andere Rolle als in der Theorie, denn der Wassergehalt der Luft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht verändert. Die Niederschlagsmenge blieb von 1979 bis 2004 im weltweiten Durchschnitt quasi konstant, berichtete unlängst eine Gruppe um Thomas Smith vom Nationalen Klimadatenzentrum der USA und löste große Verblüffung aus (Geophysical Research Letters, Band 33, L06705, 2006). Offenbar verdunstet also nicht mehr Wasser, das den Treibhauseffekt verstärken würde. Tatsächlich hinkt die gemessene Erwärmung bislang hinter der Klimasensitivität her – selbst wenn berücksichtigt wird, dass die Ozeane ihre Wärme erst mit Verzögerung freisetzen. Wird die Wirkung von CO 2 also überschätzt?
Nein, sagt der IPCC-Bericht und liefert eine Erklärung für die gebremste Erwärmung: Dem Report zufolge wurde der Erde quasi eine »Sonnenbrille« aufgesetzt, die für Kühlung sorgt. Winzige Partikel aus Industrie-, Heizungs- und Autoabgasen, aus Ozeanen, Vulkanen und dem Erdboden – sogenannte Aerosole – schweben in der Luft und blockieren das Sonnenlicht. Sauberere Luft könnte die Erderwärmung beschleunigen, warnt etwa Reto Knutti vom Zentrum für Atmosphärenforschung in Boulder, USA.
Allerdings machen die Klimaforscher keinen Hehl daraus, dass sie kaum verstanden haben, wie sich Aerosole aufs Klima auswirken; monatlich überraschen sie mit neuen Erkenntnissen. Rußteilchen etwa heizen die Luft auf, stärker noch als CO 2 . Manches spricht jedoch dafür, dass der Kühleffekt der Aerosole überwiegt. Denn viele Aerosole fungieren als Kondensationskeime für Regentropfen und somit als Saatgut für Wolken. Schweben etwa Sulfatpartikel umher, verteilt sich Kondenswasser auf mehr Teilchen als in klarer Luft. Folglich bilden sich kleinere Tropfen, die Wolken erscheinen weißer. Weiße Wolken reflektieren Sonnenstrahlung ins All – die Erde kühlt ab.
Die Wolken bilden einen entscheidenden Schwachpunkt der Klimamodelle. Es scheint, als gäben sie ihre Geheimnisse nicht preis. Unklar ist etwa, in welcher Höhe sie sich künftig hauptsächlich bilden werden. Während tief stehende Wolken wie ein Sonnenschirm wirken und die Erde kühlen, halten hohe wie ein Deckel die Wärme auf der Erde zurück.
Nicht nur wegen ihres unvorhersehbaren Verhaltens erschweren Wolken die Klimaprognosen. Sie lassen sich nicht mit den Computermodellen erfassen, anhand deren das Klima der Zukunft berechnet wird. Sie sind schlicht zu klein, um wirklichkeitsgetreu simuliert zu werden. Für die Klimarechnungen wird die Erdatmosphäre in ein Raster mit einer horizontalen Maschenweite von 200 Kilometern und in 50-Meter- bis 2-Kilometer-Abschnitte in der Vertikalen zerlegt. An den Knoten der Gitterpunkte ermittelt der Rechner zehn Wettergrößen. Dazu gehören Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windstärke für Zeitintervalle von etwa einer Viertelstunde. Insgesamt ergeben sich eine Million Rechenpunkte. Die Wolken fallen durch das Raster – ihre Wirkung geht als vage Schätzung in die Rechnungen ein.
Dennoch spricht manches dafür, dass die Modelle realistische Prognosen liefern. Sie reproduzieren jahreszeitliche Klimaschwankungen, etwa den Jahresgang von Monsun- und Passatzonen oder die periodische Verschiebung mancher Meeresströme. Auch die örtlich unterschiedlich starke Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte wird von den Modellen recht gut wiedergegeben – Klimamodellierer erkennen darin den »Fingerabdruck« des Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Muster der Erwärmung auf vom Menschen verursachte Treibhausgase zurückgehe, betrage 95 Prozent, sagen sie.
Baumringe geben über das Klima vergangener Jahrhunderte Auskunft
Klimaänderungen für einzelne Regionen können Computerprogramme nur ungenau berechnen. Selbst sogenannte Regionalmodelle mit engeren Atmosphären-Maschen scheitern daran. Ein erheblicher Makel, denn aus den Szenarien einer weltweiten Erwärmung lässt sich kaum ableiten, wie sich die Umwelt bestimmter Länder verändern wird. Einzig der erwartete Anstieg des Meeresspiegels kann auf einzelne Regionen übertragen werden.
Doch viele bedeutende Vorgänge in der Natur sind unverstanden. Die Ergebnisse der Forscher kranken am kurzen Untersuchungszeitraum. Um festzustellen, ob sich Meeresströme ändern oder die Eiskappen Grönlands und der Antarktis wachsen oder schrumpfen, müssten die Regionen jahrzehntelang beobachtet werden. Sonst drohen kurzfristige Zyklen einen Trend vorzugaukeln.
Unklar ist zudem, wie Böden und Pflanzen auf eine Erwärmung reagieren. Sie könnten den Klimatrend erheblich verstärken oder mildern, indem sie etwa vermehrt Treibhausgase freisetzen oder aufnehmen. Die Frage ist umso schwerer zu beantworten, als auch die Aktivität des Menschen die Landschaft verwandelt. Veränderungen der Landnutzung hätten 0,3 Grad zur Erwärmung des vergangenen Jahrhunderts beigetragen, glauben manche Forscher.
Die IPCC-Autoren geben sich überzeugt, den Menschen als Hauptverantwortlichen überführt zu haben. Als entscheidenden Beweis (»detection argument«) präsentieren sie die Temperaturschwankungen der vergangenen Jahrhunderte: Im Vergleich mit dem mittelalterlichen Klima wirkt die aktuelle Erwärmung äußerst ungewöhnlich. Wenigstens in den vergangenen vier Jahrhunderten hat es offenbar keinen ähnlich raschen Temperaturanstieg gegeben.
Die Beweislage ist indes nicht allzu komfortabel: Informationen über das Klima der Vergangenheit können nirgendwo direkt abgelesen werden. Klimaforscher leiten sie vor allem aus den Wachstumsringen von Bäumen ab. Allerdings betonen ausgerechnet einige der profiliertesten Baumringexperten, dass die Methode erhebliche Unsicherheiten berge.
Die Belege für einen menschengemachten Klimawandel seien dennoch besser denn je, resümiert der IPCC-Bericht. Das Selbstvertrauen gründet nicht zuletzt auf der Schwäche alternativer Theorien. Die gegenteilige These – der Mensch bewirke keine entscheidende Erwärmung – lässt sich wissenschaftlich deutlich schlechter untermauern.
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- Datum 14.2.2007 - 04:54 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 01.02.2007 Nr. 06
- Kommentare 16
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kann man hier schön lesen, wie wenig die Forscher Ahnung haben, die Ergebnisse aber natürlich trotzdem stimmen sollen.
'Jahreszeitliche Klimaschwankungen' konnten modelliert werden? Das können Sie zuhause auch modellieren, indem Sie die unterschiedliche Solaraktivität im allgemeinen Zeitverlauf und -einstrahlung im Jahrezeitverlauf berücksichtigen.
Der äußere Effekt, der auf das Klima wirkt, wird denn wohl auch eine veränderte Solaraktivität sein. Damit lässt sich aber kein Emissionszertifikat handeln, nicht 1000 Institute finanzieren, keine Fernsehauftritte bekommen, denn daran können wir nichts ändern...
Aber das ist längst egal. Heute wird wieder das hysterische Geschrei einsetzen, dass wir CO2 allerorten einsparen müßen, neue Steuern etc. müssen her. Ein interessanter Satz ist hier ja schon gefallen: 'Dreckige Luft schützt vor Erwärmung'. Na prima, dann sind wir am besten China noch schön dankbar, dass Sie uns retten und schicken über die Weltbank noch einmal schnell eine Mrd. rüber, wie beim CO2.
Überhaupt finde ich den Paradigmenwechsel interessant, Nach den Klimaforschern ist dreckige Luft gut, Bäume schlecht (da Methanausgasend), Atomkraft wiederum eine ganz feine Sache. Ich bin also dafür sämtliche Bereich der Gesellschaft den Anordnungen der Klimaforscher, die exakt und absolut genau wissen, was zu tun ist, unterzuordnen...
kann man hier schön lesen, wie wenig die Forscher Ahnung haben, die Ergebnisse aber natürlich trotzdem stimmen sollen.
'Jahreszeitliche Klimaschwankungen' konnten modelliert werden? Das können Sie zuhause auch modellieren, indem Sie die unterschiedliche Solaraktivität im allgemeinen Zeitverlauf und -einstrahlung im Jahrezeitverlauf berücksichtigen.
Der äußere Effekt, der auf das Klima wirkt, wird denn wohl auch eine veränderte Solaraktivität sein. Damit lässt sich aber kein Emissionszertifikat handeln, nicht 1000 Institute finanzieren, keine Fernsehauftritte bekommen, denn daran können wir nichts ändern...
Aber das ist längst egal. Heute wird wieder das hysterische Geschrei einsetzen, dass wir CO2 allerorten einsparen müßen, neue Steuern etc. müssen her. Ein interessanter Satz ist hier ja schon gefallen: 'Dreckige Luft schützt vor Erwärmung'. Na prima, dann sind wir am besten China noch schön dankbar, dass Sie uns retten und schicken über die Weltbank noch einmal schnell eine Mrd. rüber, wie beim CO2.
Überhaupt finde ich den Paradigmenwechsel interessant, Nach den Klimaforschern ist dreckige Luft gut, Bäume schlecht (da Methanausgasend), Atomkraft wiederum eine ganz feine Sache. Ich bin also dafür sämtliche Bereich der Gesellschaft den Anordnungen der Klimaforscher, die exakt und absolut genau wissen, was zu tun ist, unterzuordnen...
Solange mir niemand sagen kann, wieviel Eis es auf Grönland (Grünland) zur Zeit der Wikinger hatte, als sie es attraktiv fanden, sich dort anzusiedeln,
solange glaube ich nicht an gesicherte Erkenntnisse.
Welcher Effekt hat die kleine Eiszeit ausgelöst (1600 -1850).
Warum findet man in Alpengletschern alte Baumstämme?
Wo verliefen die Alpengletscher z.B. um 800 als die Wikinger nach Grönland gingen?
Heute sieht man auf alten Bildern nur, dass sie um 1900 viel weiter ins Tal gingen als heute. Fragen über Fragen. Niemand beantwortet sie mir.
Was haben die Wikinger mit den Alpengletschern zu tun? Die Frage kann mir leider auch keiner beantworten...
Viele andere seriöse Klimafragen, z.B. 'Ich habe kalte Füße wie kann man da von Erderwärmung reden?' werden aber hier beantwortet:
[ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]
Die Antworten werden den CO2-Leugnern natürlich nicht gefallen, aber man kanns nun mal nicht allen Recht machen.
wird noch nicht mit Gefängnis bestraft.
Übrigens, als es den Wikingern auf Grönland noch gut ging, da
war es in Europa auch relativ warm.
Es wäre schon interessant zu wissen, wie weit sich die Alpengletscher damals zurückgezogen haben
Die Menschheit hatte immer das Bedürfnis, an einen Weltuntergang zu glauben. Man weiss heute, dass die Erde eine Kugel im Weltall ist, als man das rausgefunden hatte, wusste man, dass sie nicht im Meer versinken kann. Stattdessen glaubte man, die Sonne dehne sich demnächst weit aus und verschlucke die Erde. Dann hat man herausgefunden, dass dies voraussichtlich erst in 5 Milliarden Jahren passiert, also hat man an die komplette Auslöschung der Erde durch einen Atomkrieg geglaubt. Der Glauben, dass man mit dem Atomkrieg alles auslöschen kann, fusste auf einer extrem arroganten Haltung der Menschheit, alles kontrollieren zu können und Dinge herstellen zu können, die ewig halten. Beispiel Tupperware, für die jedoch ein Feuerzeug reicht um zu zeigen, dass auch sie nicht ewig hält. An den Atomkrieg glaubt heute niemand mehr so recht. Statt dessen hat sich die 'Klimakatastrophe' etabliert. Sie ist aus meiner Sicht genau so unvorhersehbar, wie alles andere. Kleinste Veränderungen können immense Folgen haben, wie man heute weiss. Das heisst aber, dass man über Jahre ständig (!) an allen Punkten der Erde die Temperatur messen müsste und Wind und Strömungen und was weiss ich was noch, um einigermassen zu ergründen, welche Veränderung welche Wirkung hat. Abgesehen davon, dass dieses Unterfangen unmöglich ist, beeinflusst jede Messung den Wert und sie ist daher selbst nie 100% zuverlässig.
Selbst wenn ich ein 100% zuverlässiges Modell hätte und sagen könnte, dass CO2 schuld ist, wüsste ich nicht, wie ich den Chinesen beibringen soll, kein Auto zu kaufen.
Meine persönliche Entscheidung heisst daher, nicht übertreiben mit der Grösse des Autos, weil ich auch noch was anderes tun will, als Sprit verbrauchen, und gleichzeitig seine Nutzung einzuschränken, weil für mich die Klimakatastrophe zwar nicht vorhersehbar ist, ich es aber eine Katastrophe finde, wenn ich jeden Tag 200 km fahren muss und 3 Stunden zum Stau beitrage. Wir dürfen uns nicht von einer absolut hypotetischen Klimakatastrophe davon ablenken lassen, dass die wirkliche Katastrophe bereits beginnt, wenn wir vor lauter Konsum keine Zeit mehr für anderes haben.
Na, das ist aber toll, was die von den UN beauftragten und von uns bezahlten Wissenschaftler herausgefunden haben: „Eine unumstößliche Erkenntnis gibt es: Kohlendioxid (CO2) hält wärmende Sonnenstrahlung in der Atmosphäre zurück.“ Das bedeutet ja wohl, dass endlich ein Speicher für elektromagnetische Strahlung gefunden worden ist. Und diese Entdeckung ist nicht an einem einschlägig forschenden Institut gelungen, sondern den von den UN beauftragten Leuten! Wunderbar!
Leider ignorieren die Messungen der Strahlung der Erde/Atmosphäre, welche mittels Satelliten vorgenommen werden, die UN-Erkenntnis. CO2 strahlt heute nicht mehr und auch nicht weniger als vor wenigen Jahrzehnten, als man mit diesen Messungen begann, beginnen konnte, ziemlich unbehelligt in den von ihm nutzbaren Frequenzen Energie in den Weltraum ab. Andererseits zeigen auf der Erdoberfläche vorgenommene Messungen, daß CO2 von der ankommenden Sonneneinstrahlung nach wie vor nur verschwindend geringe Anteile absorbiert. Ja: Absorbiert, nicht „zurückhält“.
Gleichzeitig zeigen die Satellitenmessungen sehr klar, dass der Energieabtransport von der Erdoberfläche bzw. aus der Atmosphäre so gut wie ausschließlich und allein von der Bewölkung beeinflusst wird. Und diese schwankt erheblich. Es ist nicht möglich, von jahresmittlerer Bewölkung zu reden. Nun, zum Einfluß der Bewölkung wird im Artikel ja ausgeführt: „Die Wolken bilden einen entscheidenden Schwachpunkt der Klimamodelle. Es scheint, als gäben sie ihre Geheimnisse nicht preis. Unklar ist etwa, in welcher Höhe sie sich künftig hauptsächlich bilden werden. Während tief stehende Wolken wie ein Sonnenschirm wirken und die Erde kühlen, halten hohe wie ein Deckel die Wärme auf der Erde zurück.“ Dabei ist das noch viel komplizierter, und das hat jeder von uns schon festgestellt: Nächtliche Bewölkung (wohl kaum mit einem Sonnenschirm zu vergleichen) verlangsamt die Abkühlung, und Bewölkung tagsüber verhindert Erwärmung, egal., in welcher Höhe die Wolken sind. Aber es gibt ja sicherlich noch einen weiteren Bericht der UN in Sachen Klima, in den dann die hier angesprochenen Basis-Erkenntnisse auch noch aufgenommen werden können.
Wenn schon mit erheblichsten Schwachpunkten ausgestattete Prophezeiungen besorgniserregend sind, wie werden erst die sein, die keine Schwachpunkte mehr haben? Und da können wir bislang nur den Ist-Zustand heranziehen. Und ehrlich gesagt, es war schon mieser!
Dies ist wieder die Doppelmoral der Mahner. Sind sie bereit, ihren Lebensstil radikal zu ökologisieren?
Unsäglich viele UN-Subkonferenzen weltweit finden statt, weil sich Bürokraten wichtig fühlen können. Soweit immanent nachgewiesen zählt der Flugverkehr zu den größten Killern.
Als Apokalyptiker könnten man mit dem 2. Petrusbrief argumentieren, wo steht, dass die Elemente schmelzen. Da könnte man dann zynisch anmerken: Gut, dass wir jetzt wissen, wie die Erde untergeht.
Mir reicht die Freude, dass Holland absäuft.
Christoph Rohde, München
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