Kosovo Zwergstaat mit Sprengkraft
Das Kosovo soll endlich unabhängig werden. Werden dann die Albaner die Serben drangsalieren?
Als Ratspräsidentin der EU hat die deutsche Regierung große Pläne – sie möchte die totgesagte Europäische Verfassung wiederbeleben, die Beziehungen zu Russland stabilisieren, im Nahen Osten zum Frieden anstiften. Womöglich aber entscheidet sich die Frage nach Erfolg oder Misserfolg der deutschen EU-Präsidentschaft in einem ganz anderen Winkel der Erde: im Kosovo, Europas neuestem Ministaat in spe.
Der hat nun konkretere Formen angenommen, seit UN-Vermittler Martti Ahtisaari vergangene Woche seinen Vorschlag für die Zukunft des Kosovos darlegte. Nominell gehört das Gebiet, das etwa halb so groß ist wie Hessen, noch zu Serbien, seit Ende des Kosovokrieges 1999 wird es von den Vereinten Nationen verwaltet. Nun soll das UN-Protektorat in eine eingeschränkte Unabhängigkeit entlassen werden, wobei das Wort »Unabhängigkeit« aufgrund des anhaltenden serbischen Widerstands gegen eine Abspaltung in Ahtisaaris Papier gar nicht auftaucht. Das Kosovo würde demnach in Zukunft mit eigener Hymne, Fahne, Miniarmee und Sitz in der UN auftreten, aber bis auf Weiteres unter internationaler Aufsicht bleiben. Nato-Truppen sollen weiterhin die serbisch-orthodoxen Kirchen sowie die serbischen Gemeinden schützen, denen in einem unabhängigen Kosovo ein hohes Maß an Selbstverwaltung zugestanden würde. Eine EU-Mission wird den Aufbau und die Beobachtung von Gerichtsbarkeit und Polizei übernehmen, ein internationaler ziviler Repräsentant, der gleichzeitig die EU vertritt, wird ähnlich wie in Bosnien mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet.
Läuft alles nach Plan, würde der UN-Sicherheitsrat im Frühjahr Ahtisaaris Vorschläge in eine Resolution gießen, auf dass die Europäische Union ein sehr kleines Staatengebilde mit ziemlich großen Problemen unter ihre Fittiche nehmen kann. Für die EU ist das eine Premiere und ein durchaus riskantes Experiment. Ganz nebenbei würde die internationale Staatengemeinschaft damit auch zum ersten Mal die territoriale Souveränität eines Mitgliedslandes, nämlich Serbiens, beschneiden und dem Selbstbestimmungsrecht eines Volkes unterordnen. Letzteres stößt bei den Kosovo-Albanern natürlich auf Jubel, bei ihrem wichtigsten Fürsprecher USA auf Beifall, in Serbien auf erbitterten Protest, in Russland und China auf bislang schwer zu berechnenden Unmut und in einigen EU-Mitgliedsländern, allen voran Griechenland und Spanien, auf deutliches Unbehagen. Zwar betonen die USA immer wieder die Einzigartigkeit des Falles Kosovo, doch zweifellos gäbe ein solcher Präzedenzfall anderen Minderheiten mit und ohne Befreiungsbewegung neue Argumente: Kurden, Tamilen, Abchasen, Transnistriern, Basken…
Russland erinnert sich der »slawischen Bruderschaft«
Noch ist allerdings nicht gesagt, dass alles nach Plan läuft. Russland, eine der fünf Vetomächte im Sicherheitsrat, erinnert den Kosovokrieg der Nato als bittere Demütigung und besinnt sich seit einiger Zeit verstärkt auf die »slawische Bruderschaft« mit Serbien. Die politische Elite in Belgrad wiederum erklärt mit der Berechenbarkeit eines Anrufbeantworters, dass eine Unabhängigkeit »ihrer Provinz« unannehmbar sei. Prowestliche Politiker wie Staatspräsident Boris Tadić tun dies aus taktischen Gründen: Sie wissen (wie die meisten Serben), dass der Verlust der ehemaligen Provinz unausweichlich ist, wollen aber in einem Binnenklima nationalistischer Kränkung nicht in den Ruf geraten, das Kosovo »verkauft« zu haben. Nationalistische Politiker wie der amtierende Ministerpräsident Vojislav Koštunica handeln aus der Überzeugung, das Kosovo sei die Wiege des Serbentums und eine von der UN beschlossene Abspaltung ein einmaliger Bruch mit dem Völkerrecht. Koštunica, dessen Demokratische Partei Serbiens (DSS) derzeit mitten in unerquicklichen Koalitionsverhandlungen mit der Demokratischen Partei (DS) von Tadić steckt, droht derzeit offen mit einer Abwendung von Europa und einer Hinwendung zu Russland und China, sollten westliche Staaten ein unabhängiges Kosovo anerkennen. Wie ernst solche verbalen Eskalationen zu nehmen sind, versuchen diese Woche Javier Solana, Chefdiplomat der EU, und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Belgrad herauszufinden.
Was nun die Haltung Moskaus betrifft, so rechnet man in Brüssel und Berlin offenbar damit, dass Russland trotz »slawischer Bruderschaft« eine UN-Resolution für ein unabhängiges Kosovo im Sicherheitsrat nicht blockieren wird. Sollte sich diese Einschätzung als falsch erweisen, droht der EU samt deutscher Ratspräsidentschaft ein Debakel: Ohne Resolution kann die UN aus dem Kosovo nicht ab- und die EU nicht einziehen. Einen Plan B hat die EU offenbar aber nicht. Der Status der Republik hinge weiterhin in der Luft. Wütende und militante Demonstrationen der Kosovo-Albaner wären wahrscheinlich. Die USA würden mit einer bilateralen Anerkennung vorangehen - und die EU selbst würde in Befürworter und Skeptiker eines unabhängigen Kosovos zerfallen.
- Datum 12.02.2007 - 03:59 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 08.02.2007 Nr. 07
- Kommentare 14
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ich kann leonidas nur zustimmen.
'Internationale Truppen müssen nicht mehr die Kosovo-Albaner vor den Serben schützen, sondern umgekehrt.'
Wenigstens das wird erwähnt - allerdings sieht die Situation schon länger so aus. Der Kosovo ist souveränes serbisches Territorium, egal wie viele Albaner dort leben mögen. Aber so etwas wird in Westeuropa ungern gehört - kein Wunder bei der einseitigen Berichterstattung bezüglich der Konflikte auf dem Balkan.
Wenn man einmal sieht wie sich der Kosovo seine Unabhängigkeit erschlichen hat, ist es eine Schande, dass die EU mit ihnen verhandelt! Sieht man sich das Profil der albanischen „Freiheitskämpfer“ einmal an stellt man fest, es waren sehr viele muslimische Söldner in ihren Reihen (zum Teil aus Deutschland). Komischer Weise wurden sobald im Kosovo Festnahmen von albanischen Kriegsverbrechern anstanden, diese von US Kräften eskortiert.
Ebenso muss man sich die Geldbeschaffung der Kosovoalbaner einmal betrachten, nämlich mit Prostitution und Drogenhandel! Mir kommt es so vor als würde man den Teufel mit dem Belzebub austreiben!
Ohje! Liebe Frau Böhm, bitte informieren Sie sich doch eingehend, bevor Sie einen Artikel lancieren. Den amtierenden Ministerpräsidenten als Nationalisten zu bezeichnen ist frech und eine reine Unterstellung. Aber es ist altbekannt, sobald Serbien die ureigensten Interessen vertritt, kann es sich ja nur um Nationalisten handeln. Wie peinlich diese Feststellung doch ist und von Vorurteilen zeugt. Was das Parteiengefüge angeht, sollten Sie auch Ihre Hausaufgaben machen. Sie bringen hier die Aussagen der verschiedenen Parteien „ein wenig“ durcheinander. War es nicht die „ultranationalistische Radikale Partei“, die in ihrem Wahlkampf von der Abwendung gegenüber Europa bei Unabhängigkeit des Kosovos gesprochen hat?
Wie können Sie die Behauptung fortführen, dass in Ahtisaaris Plan nichts von Unabhängigkeit steht? Regierung, Polizei, Armee, Fahne und sogar Mitglied in internationalen Organisationen sind keine Bestandteile eines unabhängigen Staates? Und dann dieses „multiethnische“ Kosovo, in welchem 200'000 Serben vertrieben wurden und die restlichen von internationalen Truppen beschützt werden müssen. Frage zurück, würden Sie dies als Rechtsstaat bezeichnen, in dem Sie gerne als Serbe wohnen würden?
Aber das ist ja alles kein Problem, man konnte sich ja im Falle Kroatiens „stillschweigend“ über die Vertreibung der Krajina-Serben „einigen“. Wieso dann nicht auch im Kosovo sich der paar verängstigten und ihrer Heimat beraubten Serben auch noch entledigen. Der Bodycount in Jugoslawien zu ungunsten der europäischen Gemeinschaft ist sowieso derart belastet, dass es auf ein paar Hunderttausend Serben mehr nicht mehr ankommt. Dann stimmen wir alle schön in den europäischen Wertekanon ein und lancieren eine „schnieke“ Verfassung. Auf dass die europäischen Werte nie untergehen!
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn die Berichterstattung zu diesem Thema den Kriterien der einwandfreien Recherche, Ausgewogenheit und thematischer Tiefe genügen würde. Leider ist dies nicht der Fall. Die Thematik ist für Aussenstehende schwer zu erfassen und nur das Aufzeigen einiger „Figures“ ohne Hintergrundinformationen kann dem Anspruch der Themenerschliessung nicht genügen. Dennoch wünsche ich hier „gute Besserung“.
Guten Tag
Zuerst einmal Kosovo gehört nicht Serben, sondern ihren Bürgern, den Kosovaren, die setzen sich mehrheitlich aus Albanern zusammen und dies war schon vor dem Krieg so und ist nach dem Krieg nicht anders gewesen, doch zu dem Bevölkerungswachstum der Albaner in Kosovo möchte ich später eingehen. Zunächst muss klar gesagt werden, dass der Anspruch der Serben auf Kosovo in der mittelalterlichen Geschichte auf dem Amselfeld liegt. Doch die Realität sieht anders aus, Heute leben wir in der Gegenwart und was zählt ist die Zukunft, doch der Anspruch der Serben liegt im Mittelalter und besteht aus Mythen, die aus einer verloren gegangener Schlacht hervorgeht. Kosova war für die Serben nie wichtig, doch die heutigen und manch damalige (Milosevic) serbischen Politiker, haben es verstanden, mit viel Symbolik und Mythen das Kosovo für die Serben wichtig zu machen, darin besteht der Unterschied. Doch das Kosovo und vor allem ihre Bevölkerung, waren immer schon die ärmste Region Jugoslawiens, obwohl es sehr reich an Bodenschätzen war, nur schon an dieser Tatsache erkennt man die widersprüchliche Liebe der Serben zum Kosovo.
Um jetzt nochmals auf den Bevölkerungswachstum der Albaner zurück zu kehren. Es stimmt, die Albaner sind ein sehr familiäres Volk und ihre Geburtenrate ist höher als in manch westlichen Ländern. Diese Tatsache versuchen sich einige zu nutzen zu machen, in dem sie behaupten, die Albaner hätten sich dort eingenistet und sich verbreitet wie die Kanickel. Die Wahrheit aber sieht anders aus, denn wenn die Serben schon mit solchen Begriffen, wie "das Kosovo ist die Wiege der Serben" umher schlagen um im gleichen Atemzug einen historischen Anspruch auf diese Region geltend zu machen, so muss man auch erwähnen, dass die Slawen erst im 6. Jarhunder in das Gebiet des heutigen Balkans einzogen und sich den Ureinwohner entweder zu Untertanen machten oder sie vertrieben und dabei nicht gerade zimperlich umgegangen sind. Ob die damalige Ureinwohner die heutigen Albaner waren ist umstritten, doch das spielt im Affekt auch keine Rolle, fakt ist nämlich, dass die Serben nie alleine im Kosovo gelebt haben und somit auch keinen alleinigen Anspruch auf diese Region haben. Zudem haben solche historische Ansprüche, bestehend aus Mythen, in der heutigen Politik nichts verloren, was ihnen jeder angemessener Historiker bestätigen kann.
Nun bezeichnen die Serben die Albaner gerne mal als islamische Terroristen und sich selber als die Retter Europas vor dem bösen Islam. In Wahrheit waren die Albaner nie sehr religiös, die Religion stand immer an zweiter Stelle, ihre Liebe zum Albanertum an erster Stelle. Zudem gibt es unter den Albaner sehr viele Katholiken und auch Atheisten, die Toleranz ihnen gegenüber ist sehr gross. Es wurde auch schon von einigen westlichen Journalisten festgestellt, das Kosova schaut in Richtung Westen und das ist eine umstrittene Tatsache!
Wie schon gesagt, wir leben in der Gegenwart und müssen in die Zukunft blicken. Die kosovarische Bevölkerung kann sich ein Leben unter serbischer Herrschaft wie vor dem Krieg nicht mehr vorstellen, zu gross waren die Greultaten gegenüber Zivilisten. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen zu erwähnen, dass jedes Volk das Recht auf Selbstbestimmung hat. Dieses Recht endete unter anderem damit, als man den Albanern ihre Autonomierechte im Kosovo entzog, alle Albaner aus hohen Ämtern entliess und sich der serbische Nationalismus dort breit machte, von den willkürlichen Greultaten der serbischen Polizei gegenüber den Albanern ganz zu schweigen...
Nachdem man während des Krieges die Albaner vertrieb und ihre Häuser in Brand setzte, war der Hass der Albaner gegenüber den Serben sehr gross. Als die serbische Miliz und Paramiliz kapitulierte und sich zurückzog, flohen viele Serben in sichere Gebiete, die heutigen Enklaven oder direkt nach Serbien, aus Angst vor Rache der Albaner. Andere Serben wurden von Albanern vertrieben, wie zum Beispiel bei den Märzunruhen. Diese Greultaten sollte man nicht verschweigen und sind ebenfalls zu verurteilen, aber ich denke nicht, dass den Serben geholfen wird, in dem man nur die eine Seite der Geschichte aufzeigt.
Den Serben mangelt es an Selbstkritik, sie haben es verpasst ihre Geschichte aufzuarbeiten. Die Nationalisten sind Heute in Serbien wieder an der Macht und die demokratischen Kräfte haben keine Chance sich zu behaupten. Das serbische Volk sieht seine Fehler, die sie in den Kriegen gemacht hat nicht ein, stattdessen stützt sie sich auf Verschwörungstheorien, dass alle Welt, ausser Russland natürlich sich gegen sie verschworen hätte. Die Fehler sucht man natürlich bei den anderen und nicht bei sich selber...
Daher hoffe ich, dass die heutige Generation der Serben ihre Fehler, die sie vor den Kriegen auf dem Balkan gemacht hat, einsieht um so ein friedliches Miteinder der Völker zu ermöglichen. Leider sieht die heutige Realität in Serbien anders aus, das bestätigt der Ausgang der Wahlen...
Guten Tag
Zuerst einmal Kosovo gehört nicht Serben, sondern ihren Bürgern, den Kosovaren, die setzen sich mehrheitlich aus Albanern zusammen und dies war schon vor dem Krieg so und ist nach dem Krieg nicht anders gewesen, doch zu dem Bevölkerungswachstum der Albaner in Kosovo möchte ich später eingehen. Zunächst muss klar gesagt werden, dass der Anspruch der Serben auf Kosovo in der mittelalterlichen Geschichte auf dem Amselfeld liegt. Doch die Realität sieht anders aus, Heute leben wir in der Gegenwart und was zählt ist die Zukunft, doch der Anspruch der Serben liegt im Mittelalter und besteht aus Mythen, die aus einer verloren gegangener Schlacht hervorgeht. Kosova war für die Serben nie wichtig, doch die heutigen und manch damalige (Milosevic) serbischen Politiker, haben es verstanden, mit viel Symbolik und Mythen das Kosovo für die Serben wichtig zu machen, darin besteht der Unterschied. Doch das Kosovo und vor allem ihre Bevölkerung, waren immer schon die ärmste Region Jugoslawiens, obwohl es sehr reich an Bodenschätzen war, nur schon an dieser Tatsache erkennt man die widersprüchliche Liebe der Serben zum Kosovo.
Um jetzt nochmals auf den Bevölkerungswachstum der Albaner zurück zu kehren. Es stimmt, die Albaner sind ein sehr familiäres Volk und ihre Geburtenrate ist höher als in manch westlichen Ländern. Diese Tatsache versuchen sich einige zu nutzen zu machen, in dem sie behaupten, die Albaner hätten sich dort eingenistet und sich verbreitet wie die Kanickel. Die Wahrheit aber sieht anders aus, denn wenn die Serben schon mit solchen Begriffen, wie "das Kosovo ist die Wiege der Serben" umher schlagen um im gleichen Atemzug einen historischen Anspruch auf diese Region geltend zu machen, so muss man auch erwähnen, dass die Slawen erst im 6. Jarhunder in das Gebiet des heutigen Balkans einzogen und sich den Ureinwohner entweder zu Untertanen machten oder sie vertrieben und dabei nicht gerade zimperlich umgegangen sind. Ob die damalige Ureinwohner die heutigen Albaner waren ist umstritten, doch das spielt im Affekt auch keine Rolle, fakt ist nämlich, dass die Serben nie alleine im Kosovo gelebt haben und somit auch keinen alleinigen Anspruch auf diese Region haben. Zudem haben solche historische Ansprüche, bestehend aus Mythen, in der heutigen Politik nichts verloren, was ihnen jeder angemessener Historiker bestätigen kann.
Nun bezeichnen die Serben die Albaner gerne mal als islamische Terroristen und sich selber als die Retter Europas vor dem bösen Islam. In Wahrheit waren die Albaner nie sehr religiös, die Religion stand immer an zweiter Stelle, ihre Liebe zum Albanertum an erster Stelle. Zudem gibt es unter den Albaner sehr viele Katholiken und auch Atheisten, die Toleranz ihnen gegenüber ist sehr gross. Es wurde auch schon von einigen westlichen Journalisten festgestellt, das Kosova schaut in Richtung Westen und das ist eine umstrittene Tatsache!
Wie schon gesagt, wir leben in der Gegenwart und müssen in die Zukunft blicken. Die kosovarische Bevölkerung kann sich ein Leben unter serbischer Herrschaft wie vor dem Krieg nicht mehr vorstellen, zu gross waren die Greultaten gegenüber Zivilisten. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen zu erwähnen, dass jedes Volk das Recht auf Selbstbestimmung hat. Dieses Recht endete unter anderem damit, als man den Albanern ihre Autonomierechte im Kosovo entzog, alle Albaner aus hohen Ämtern entliess und sich der serbische Nationalismus dort breit machte, von den willkürlichen Greultaten der serbischen Polizei gegenüber den Albanern ganz zu schweigen...
Nachdem man während des Krieges die Albaner vertrieb und ihre Häuser in Brand setzte, war der Hass der Albaner gegenüber den Serben sehr gross. Als die serbische Miliz und Paramiliz kapitulierte und sich zurückzog, flohen viele Serben in sichere Gebiete, die heutigen Enklaven oder direkt nach Serbien, aus Angst vor Rache der Albaner. Andere Serben wurden von Albanern vertrieben, wie zum Beispiel bei den Märzunruhen. Diese Greultaten sollte man nicht verschweigen und sind ebenfalls zu verurteilen, aber ich denke nicht, dass den Serben geholfen wird, in dem man nur die eine Seite der Geschichte aufzeigt.
Den Serben mangelt es an Selbstkritik, sie haben es verpasst ihre Geschichte aufzuarbeiten. Die Nationalisten sind Heute in Serbien wieder an der Macht und die demokratischen Kräfte haben keine Chance sich zu behaupten. Das serbische Volk sieht seine Fehler, die sie in den Kriegen gemacht hat nicht ein, stattdessen stützt sie sich auf Verschwörungstheorien, dass alle Welt, ausser Russland natürlich sich gegen sie verschworen hätte. Die Fehler sucht man natürlich bei den anderen und nicht bei sich selber...
Daher hoffe ich, dass die heutige Generation der Serben ihre Fehler, die sie vor den Kriegen auf dem Balkan gemacht hat, einsieht um so ein friedliches Miteinder der Völker zu ermöglichen. Leider sieht die heutige Realität in Serbien anders aus, das bestätigt der Ausgang der Wahlen...
< Sieht man sich das Profil der albanischen „Freiheitskämpfer“ einmal an stellt man fest, es waren sehr viele muslimische Söldner in ihren Reihen (zum Teil aus Deutschland). Komischer Weise wurden sobald im Kosovo Festnahmen von albanischen Kriegsverbrechern anstanden, diese von US Kräften eskortiert. >
Aha. Und was, verehrter leonidas, wollen Sie damit aussagen?
Ich habe es schon in anderen kommentaren erwähnt und ich sage es gerne wieder. Die ethnische Zugehörigkeit der Einwohner eines Gebietes leitet nicht automatisch die Berechtigung nach Sezession mit sich. Insbesondere nicht wenn sich die demografischen Verhältnisse erst innerhalb der letzten 100 Jahre derart drastisch verändert haben. Das Kosovo ist nunmal historischer Bestandteil Serbiens - der Begriff "Wiege Serbiens" ist keine leere Phrase.
Nur weil in den letzten Jahrzehnten durch Zuwanderung und vor allem die drastisch verschiedenen Geburtenraten [besonders bedingt durch die Rolle der Frau im Islam als Gebärmaschine - gut zu erkennen in Albanien, wo im Gegensatz zum Kosovo viele Albaner Christen oder Atheisten sind und die Geburtenrate deutlich niedriger ist] das Bevölkerungsverhältnis zugunsten der Albaner gekippt ist, wird nicht automatisch ein Anspruch auf einen eigenen Staat daraus.
Andernfalls müsste Deutschland ja in 20, 30 Jahren z.B. Berlin und das Ruhrgebiet an die Türkei oder Libanon abtreten - wenn dann dort mehr Türken und Araber leben als Deutsche.
Ich bin Albaner und möchte diejenigen die gegen die unabhängikeit des Kosovo sind daran erinnern was Miloschevic mit den Sllovenen, dann mit den Kroaten, dann mit Bosniaken und letzlich mit den Kosovaren gatan hat.
Das Kann mann nicht so schnell vergessen.
Mein wunsch wäre das Albaner und Serben in Frieden miteinander leben so wie andere zivilisierte Länder in Europa. Leider haben beide Seiten versagt und die Politiker in beiden Lagern kritisieren die anderen statt mal auch selbstkritik zu üben.
Unabhängig bedeutet nich von eine andere Volk beherrsch zu werden was ist daran so merkwürdig. Niemand auch die die hier ihre Kommentar hinterlassen, möchten nicht abhängig sein. Wer will den schon Abhängig sein. Also ist etwas natürliches. Die serbische Regierung und die Rusische regierung unterstüzen die Politik von Miloschevic und verteidigen Karadzic und Mladic, dass hat mit den europäischen Werten nichts zu tun.
Schade das die Radikalen in Ballkan noch immer in der Mehrheit sind
Grüße an alle
Guten Tag
Zuerst einmal Kosovo gehört nicht Serben, sondern ihren Bürgern, den Kosovaren, die setzen sich mehrheitlich aus Albanern zusammen und dies war schon vor dem Krieg so und ist nach dem Krieg nicht anders gewesen, doch zu dem Bevölkerungswachstum der Albaner in Kosovo möchte ich später eingehen. Zunächst muss klar gesagt werden, dass der Anspruch der Serben auf Kosovo in der mittelalterlichen Geschichte auf dem Amselfeld liegt. Doch die Realität sieht anders aus, Heute leben wir in der Gegenwart und was zählt ist die Zukunft, doch der Anspruch der Serben liegt im Mittelalter und besteht aus Mythen, die aus einer verloren gegangener Schlacht hervorgeht. Kosova war für die Serben nie wichtig, doch die heutigen und manch damalige (Milosevic) serbischen Politiker, haben es verstanden, mit viel Symbolik und Mythen das Kosovo für die Serben wichtig zu machen, darin besteht der Unterschied. Doch das Kosovo und vor allem ihre Bevölkerung, waren immer schon die ärmste Region Jugoslawiens, obwohl es sehr reich an Bodenschätzen war, nur schon an dieser Tatsache erkennt man die widersprüchliche Liebe der Serben zum Kosovo.
Um jetzt nochmals auf den Bevölkerungswachstum der Albaner zurück zu kehren. Es stimmt, die Albaner sind ein sehr familiäres Volk und ihre Geburtenrate ist höher als in manch westlichen Ländern. Diese Tatsache versuchen sich einige zu nutzen zu machen, in dem sie behaupten, die Albaner hätten sich dort eingenistet und sich verbreitet wie die Kanickel. Die Wahrheit aber sieht anders aus, denn wenn die Serben schon mit solchen Begriffen, wie "das Kosovo ist die Wiege der Serben" umher schlagen um im gleichen Atemzug einen historischen Anspruch auf diese Region geltend zu machen, so muss man auch erwähnen, dass die Slawen erst im 6. Jarhunder in das Gebiet des heutigen Balkans einzogen und sich den Ureinwohner entweder zu Untertanen machten oder sie vertrieben und dabei nicht gerade zimperlich umgegangen sind. Ob die damalige Ureinwohner die heutigen Albaner waren ist umstritten, doch das spielt im Affekt auch keine Rolle, fakt ist nämlich, dass die Serben nie alleine im Kosovo gelebt haben und somit auch keinen alleinigen Anspruch auf diese Region haben. Zudem haben solche historische Ansprüche, bestehend aus Mythen, in der heutigen Politik nichts verloren, was ihnen jeder angemessener Historiker bestätigen kann.
Nun bezeichnen die Serben die Albaner gerne mal als islamische Terroristen und sich selber als die Retter Europas vor dem bösen Islam. In Wahrheit waren die Albaner nie sehr religiös, die Religion stand immer an zweiter Stelle, ihre Liebe zum Albanertum an erster Stelle. Zudem gibt es unter den Albaner sehr viele Katholiken und auch Atheisten, die Toleranz ihnen gegenüber ist sehr gross. Es wurde auch schon von einigen westlichen Journalisten festgestellt, das Kosova schaut in Richtung Westen und das ist eine umstrittene Tatsache!
Wie schon gesagt, wir leben in der Gegenwart und müssen in die Zukunft blicken. Die kosovarische Bevölkerung kann sich ein Leben unter serbischer Herrschaft wie vor dem Krieg nicht mehr vorstellen, zu gross waren die Greultaten gegenüber Zivilisten. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen zu erwähnen, dass jedes Volk das Recht auf Selbstbestimmung hat. Dieses Recht endete unter anderem damit, als man den Albanern ihre Autonomierechte im Kosovo entzog, alle Albaner aus hohen Ämtern entliess und sich der serbische Nationalismus dort breit machte, von den willkürlichen Greultaten der serbischen Polizei gegenüber den Albanern ganz zu schweigen...
Nachdem man während des Krieges die Albaner vertrieb und ihre Häuser in Brand setzte, war der Hass der Albaner gegenüber den Serben sehr gross. Als die serbische Miliz und Paramiliz kapitulierte und sich zurückzog, flohen viele Serben in sichere Gebiete, die heutigen Enklaven oder direkt nach Serbien, aus Angst vor Rache der Albaner. Andere Serben wurden von Albanern vertrieben, wie zum Beispiel bei den Märzunruhen. Diese Greultaten sollte man nicht verschweigen und sind ebenfalls zu verurteilen, aber ich denke nicht, dass den Serben geholfen wird, in dem man nur die eine Seite der Geschichte aufzeigt.
Den Serben mangelt es an Selbstkritik, sie haben es verpasst ihre Geschichte aufzuarbeiten. Die Nationalisten sind Heute in Serbien wieder an der Macht und die demokratischen Kräfte haben keine Chance sich zu behaupten. Das serbische Volk sieht seine Fehler, die sie in den Kriegen gemacht hat nicht ein, stattdessen stützt sie sich auf Verschwörungstheorien, dass alle Welt, ausser Russland natürlich sich gegen sie verschworen hätte. Die Fehler sucht man natürlich bei den anderen und nicht bei sich selber...
Daher hoffe ich, dass die heutige Generation der Serben ihre Fehler, die sie vor den Kriegen auf dem Balkan gemacht hat, einsieht um so ein friedliches Miteinder der Völker zu ermöglichen. Leider sieht die heutige Realität in Serbien anders aus, das bestätigt der Ausgang der Wahlen...
Am sinnvollsten ist es die IEP-BND Kosovo Studie 2007 zu lesen, welche auch Lösungs Vorschläge aufzeigt. Der Kosovo hat weder eine wirtschaftliche Perspektive, sondern soll Mafia Region bleiben, damit US und EU Politiker ihre dubiosen Geschäfte in Europa abwickeln können. Peinlich ist es einfach, das da auch von Deutscher Seite zusammen gelogen wird und wie Rückers und Konsorten Berichte wissentlich fälschen. Kosovo ist eine reine Mafia Region, wo die Mafia Clans, einfach Parteien gegründet haben und welche u.a. vor allem durch die FES gesponsert werden um Geschäfte zu machen. Die erneute Einladung(im Juni nach Berlin) der FES für Hashim Thaci sagt ja schon genügend.
122 pdf BND Studie
http://balkanforum.org/IE...
Hinzu kommt das Pacolli, den Georg Soros und ICG Mann Marti Ahtisaari mit 50 Millionen $ bestochen hat und weitere 50 UN Leute hohe Bestechungs Gelder für die Unabhängigkeit kassierten. Weiterhin lassen sich diverse US Politiker ihren Wahlkampf von der Albanischen Kosovaren Mafia finanzieren usw. und sind in Besitz von wichtigen Firmen Lizenzen im Kosovo.
Ein GIS - ISSA Report, der in der WElt schon überall gedruckt wurde, mit Ausnahme von Deutschland
http://balkanblog.org/200...
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