Lily Allen hat 140224 Fans und Freunde. So viele Menschen haben auf der Internetseite der Sängerin ein Foto hinterlassen und die eigene Internetadresse. Gemeinsam ist diesen »Freunden«, dass sie Mitglied von MySpace sind, dem größten Online-Netzwerk der Welt, wobei Lily Allen unter den 150 Millionen registrierten Nutzern zu den beliebtesten gehört. BILD

Exklusiver ist das Netzwerk »A Small World«. Dort bietet eine gewisse Caroline Lommaert aus Monaco einen 45 Meter langen Eisbrecher an, den sie für den künftigen Besitzer gern in eine Luxusjacht umbauen würde. Fünf Millionen Euro soll das Schiff kosten. Ist vermutlich Verhandlungssache.

So sehen Beispiele für den neuen Nutzen des Internets aus. Und es gibt weitere: Ob Banken wie Goldman Sachs und Sal. Oppenheim oder Computerriesen wie Microsoft und Google – viele Unternehmen suchen in Netzwerken wie Xing nach neuen Mitarbeitern. Und als Christian Löbke von der Universität Heidelberg spezielle Laborgeräte für seine Krebsforschung brauchte, fand er dort jemanden, der sie ihm beschaffen konnte.

Inzwischen sind solche Erfahrungen alltäglich. Der Nutzen »Sozialer Netzwerke« im Internet ist erwiesen, die Reichweiten teilweise immens. Für Unternehmer, Investoren und Werbetreibende ist es das »heißeste« Thema im Internet. Das sieht die Amerikanerin Marissa Mayer, die Produktchefin von Google, genauso wie der Deutsche Klaus Hommels, der mit außergewöhnlichem Erfolg in Start-ups investiert. »Ich komme gerade von einer Konferenz mit Werbefachleuten aus New York zurück. Auch die reden nur über Soziale Netzwerke – und Videos im Internet.«

Die neuen Internetfirmen machen aus ihren Umsätzen ein Geheimnis

Kein Wunder, dass sich zuletzt die Übernahmen, Börsengänge und Finanzierungsrunden häuften, bei denen Betreiberfirmen zu schwindelerregenden Preisen gehandelt wurden. Bloß: Sind es die neuen Geschäftsmodelle wert? Oder steckt die Welt schon in der nächsten Internetblase? BILD

YouTube , ein Portal, dessen Nutzer selbstgemachte Videos zeigen und ansehen, zieht in den USA und Europa monatlich etwa 70 Millionen Menschen an. Vor vier Monaten wurde es an Google verkauft: für 1,65 Milliarden Dollar in Aktien.