Stadtjubiläum Mannheim, mon amourSeite 8/8

 
Leser-Kommentare
    • hagego
    • 22.02.2007 um 10:18 Uhr

    Waldhof. Herberger. Flemming. Naidoo. Und das unscheinbare Schild im Fenster vis a vis: 'Mannheim'. Erst als dieser kleine handgeschriebene Hinweis gegen die Pappe 'Herford' ausgewechselt wurde - von einer jüngeren, grell angemalten Frau, begann ich zu ahnen, dass dies nichts mit dem Verkehrsleitsystem der Stadt zu tun hat. Mannheim!

    (Wer in Wuppertal lebt, sollte nicht mit Steinen werfen...).

    • FRH
    • 20.02.2007 um 19:53 Uhr

    Sehr schön, Frau Westermann, dass Sie sich positiv an Ihre Kindheit hier erinnern! Eines scheint aber zu sehr verklärt: nach 1948, Ihrem Geburtsjahr, gab es keine Möglichkeit von Mannheim aus auf dem zugefrorenen Rhein nach Ludwigshafen zu spazieren. Da ich selbst in der Zeit auch geboren bin und mich an diese Möglichkeit nicht erinnerte, habe ich beim MM mal im Archiv nachgefragt: Fehlanzeige. 1956 war der Rhein zum letzten Mal zugefroren, allerdings bei Bingen.
    Was allerdings zugefroren war, waren die Seitenkanäle des Neckars in die Hafenbecken, da sind wir Schlitten und Schlittschuh gefahren: vielleicht ist´s das, woran Sie sich erinnern. Immerhin: die Pizzeria Milano gibt es tatsächlich noch, allerdings längst als Ristorante, vielleicht haben sie Glück und bekommen auch noch ´ne Pizza da.
    Also, nix für ungut und weiter gut über Monnem redde.
    F. Hofmann

  1. Ach, wenn sogar die Monnemer selbst sagen, ihre Stadt sei ja recht hässlich, dann denke ich immer: Die müssen doch bloß über den Rhein schauen, damit ihnen ihre eigene Stadt wieder ganz hübsch vorkommt... wenn *ich* über den Rhein schaue, sehe ich Mannheim und denke mir still und heimlich: Okay, hier mag der Ort sein, an dem ich Arbeit gefunden habe, aber Städte bauen, das können sie da drüben besser ... ;-)

  2. Ich habe fünf Jahre in Mannheim gelebt. Als ich zum ersten Mal in die Stadt reinfuhr, dachte ich sinngemäß: umgotteswillen, hier kann man doch unmöglich leben! Ich bin dann trotzdem in eine wunderschöne Wohnung in den Quadraten gezogen. Kurz nach meiner Ankunft belauschte ich ein Gespräch und schnappte diesen Satz auf: 'In Mannheim heulst Du zwei mal. Das erste Mal, wenn Du kommst und das zweite Mal, wenn Du gehst.' Ich habe diese Stadt schätzen gelernt, nur an den Gestank muss man sich gewöhnen. Mal riechts nach Brauerei, mal nach Schokolade, dann einfach nur nach Chemie. Aber traurig war ich beim Abschied trotzdem.

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