Verbraucherschutz Siegel und Kennzeichen

Verwirrend

Wer jemals genauer auf das Ladegerät eines Handys, die Unterseite einer Computermaus oder eine Mehrfachsteckdose geschaut hat, findet dort meist eine Reihe von Zeichen. Sie alle lassen vermuten, dass das Gerät von irgendeiner Institution geprüft, zugelassen oder sonstwie zertifiziert wurde. Von wem, ist allerdings oft nur Eingeweihten verständlich. Ebenso wenig lässt sich zweifelsfrei die Frage beantworten, ob jedes Prüfsiegel eine Bedeutung für den Verbraucher hat, denn sie beziehen sich oft auf verschiedene Länder.

Zahlreiche industrielle Erzeugnisse tragen die Kennzeichnung CE. Hierbei handelt es sich in der Regel nicht um ein Prüfzeichen, auch wenn es so aussieht. Normalerweise erklärt der Hersteller eines Produktes durch die Verwendung des Zeichens lediglich, dass die Ware den europäischen Vorschriften entspricht. Stimmt dies nicht, macht er sich unter Umständen schadensersatzpflichtig. Richtlinien legen fest, welche Produkte ein CE-Zeichen tragen müssen – ohne das Zeichen dürfen sie in Europa nicht verkauft werden.

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Ein freiwilliges Siegel ist das VDE-Zeichen, das vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) vergeben wird. Man findet es auf elektrotechnischen Geräten, aber auch auf medizinischen Apparaten. Um es verwenden zu dürfen, müssen sich die Hersteller einer Kontrolle des Produktes und der Produktionsstätte unterwerfen. Dafür bestätigt ihnen der VDE »die Sicherheit des Produktes hinsichtlich elektrischer, mechanischer, thermischer, toxischer, radiologischer und sonstiger Gefährdung«.

Sehr weit verbreitet ist das ebenfalls freiwillige Zeichen GS – Geprüfte Sicherheit. Es kann von zahlreichen Prüfinstituten vergeben werden, unter anderem vom TÜV. Diese unabhängigen Stellen bestätigen dann, dass das Produkt die Vorschriften in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit des Benutzers erfüllt. roh

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    • Quelle DIE ZEIT, 15.02.2007 Nr. 08
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