Islam Starker, reiner, einfacher Gott

Der Islam ist Monotheismus pur. Und er ist eine Religion zwischen ängstlicher Defensive und notwendiger Reform.

Der Islam ist die Religion des Erhabenen. Doch wer heute seine bleibende Botschaft sucht, muss sich durch einen Wust von Politik und Ideologie graben. Nicht nur Außenstehenden geht es so, auch die Muslime selbst müssen ihre großartige Religion heute vor Instrumentalisierung und Banalisierung in Schutz nehmen, manchmal gegen ihre höchsten Autoritäten: In der letzten Woche gab eine Professorin der Al-Azhar-Universität in Kairo eine Fatwa über den Valentinstag heraus. Der Islam, mahnt die gestrenge Al-Azhar, »verbietet die blinde Nachahmung des Westens. Darum ist die Feier des so genannten Valentinstags eine Neuerung (Bid‘ah), die keine religiöse Grundlage findet.«

Man sollte meinen, es sei ein wenig unwürdig für die älteste islamische Fakultät der Welt (gegründet 975), sich mit derart harmlosen Dingen zu beschäftigen. Die Valentinsfatwa ist aber durchaus symptomatisch für den Zustand des institutionalisierten Islams: kulturell defensiv, scholastisch erstarrt und irgendwie freudlos. 1300 Jahre islamischer Theologie – voller atemberaubender Höhenflüge des Rationalismus und der Mystik – scheinen in einem kleinkarierten Abwehrkampf gegen alles Westliche enden zu wollen.

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Der Windmühlenkampf der Al-Azhar gegen den Valentinstag findet seine Analogie in unseren ritualisierten Moscheebau-Streitigkeiten. Denn der Angst vieler Muslime vor Ansteckung mit westlicher Dekadenz entspricht die Angst vor der Islamisierung Europas. Die zunehmende wechselseitige Durchdringung der islamischen Welt und des Westens im Zeichen von weltweiter Migration, Rückkehr der Geopolitik und ökonomischer Globalisierung macht beide Seiten nervös. Muslime sehen sich als Opfer einer feindseligen, »islamophoben« Stimmung. Doch die Konversionen zum Islam nehmen seit dem 11. September 2001 zu. In der Bundesrepublik sind zwischen Juli 2004 und Juni 2005 etwa 4000 Menschen konvertiert – viermal so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Es ist nicht schwer, Muslim zu werden: Man spricht die Schahada, das Glaubenbekenntnis, vor zwei muslimischen Zeugen (»Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Mohammed sein Gesandter ist«). Der Islam ist im Kern eine einfache Religion. Gerade dies zieht viele christliche Konvertiten an: eindeutiger Monotheismus, keine Erbsünde, keine Ambivalenz in der menschlichen Natur. Die Schöpfung ist gut und gerechtfertigt, weil sie von Allah erschaffen wurde. Der Koran ist das unverfälschte Wort Gottes und enthält alles, was der Mensch zur »Rechtleitung« braucht. Mohammed war ein Mensch, wenn auch ein ganz besonderer. Punkt. Aus.

Nicht nur Konvertiten, auch geborene Muslime schätzen die Klarheit, Entschiedenheit und das Positive der Botschaft Mohammeds: das eindeutige Gottesbild (statt der vertrackten Dreiecksgeschichte der Trinität), die heroische Leitfigur des Propheten (anstelle des leidenden und zweifelnden Christus), die klaren Unterscheidungen von Verbotenem und Erlaubtem (statt der christlichen Dialektik der menschlichen Freiheit), die Unantastbarkeit der Schrift (anstelle der kritischen Bibelwissenschaft). Und ebenda beginnen die Probleme. Denn was den Stolz der Muslime ausmacht, darin sieht der Rest der Welt lauter Gründe für ihre Rückständigkeit. Wohl bei keiner anderen Weltreligion klaffen das Selbstbild und die Außenwahrnehmung so sehr auseinander wie beim Islam.

Wenn man näher zusammenrückt, fällt das Unterscheidende deutlicher ins Auge. Das ist das Paradox des interreligiösen Dialogs: Gerade dabei stößt man auf Differenzen, die man aus der Distanz geflissentlich übersehen konnte. Bequeme Formeln wie die vom »Glauben an den gleichen Gott« kommen nur dem leicht über die Lippen, der noch nie in der Verlegenheit war, einem frommen Muslim zu erklären, dass Jesus keineswegs nur irgendein Prophet, sondern »wahrer Gott und Mensch zugleich« sei. Wer es versucht, erntet jenes mitleidige Lächeln, mit dem die Besitzer des einzig wahren, glasklaren Monotheismus auf die bedauernswerten christlichen »Schriftbesitzer« herabschauen, die nur eine verwässerte Form abbekommen haben. Christen und Muslime glauben an den einen Gott, der die Welt geschaffen hat und sie am Ende der Tage richten wird. Doch sie machen sich sehr verschiedene Begriffe von ihm.

Der Koran ist nicht »gleichsam der Türcken Bibel«, wie es im Grimmschen Wörterbuch heißt. Die Analogie trügt, wie kürzlich ein deutscher Politiker erfahren musste. Er hatte seinen türkischen Kollegen gebeten, einen als Geschenk mitgebrachten Pracht-Koran doch bitte mit einer persönlichen Widmung zu versehen. Das ließ den Besucher erstarren: Für ihn ist der Koran mehr als eine heilige Schrift. Er ist göttlicher Text, Gottes eigenes Wort, »ungeschaffen« herabgesandt durch den Engel Gabriel an den Propheten. Seine Herabsendung ist für Muslime das entscheidende Heilsereignis.

So berechtigt die Rede von der heutigen Krise des Islams sein mag: Sie verdeckt, dass der Islam von Beginn an eine überaus erfolgreiche Religion war. Das Judentum hatte seinen Glauben an den einen Gott als Antwort auf die Erfahrungen der Verschleppung, der Vernichtung und des Exils entwickelt. Das Christentum bezog seine Kraft aus der Niederlage am Kreuz, die sich als Triumph erwies. Der Islam hingegen brachte seinen ersten Anhängern geradezu unglaubliche Erfolge und Machterlebnisse. Der Prophet gab den Arabern einen Kult, der sie binnen Kurzem spirituell wie politisch auf die Weltbühne katapultierte. Mohammed ist zwar für Muslime ganz und gar Mensch, aber im politischen Sinn war er ein Erlöser.

Mohammed widerlegte den Verdacht, Gott habe die Araber vergessen, während er Juden und Christen Propheten und heilige Bücher geschickt hatte. Er hatte ihnen vielmehr das »Siegel der Propheten« vorbehalten und mit ihm die endgültige Mahnung und »Rechtleitung«. Aus Vorformen des arabischen Monotheismus schuf Mohammed den strikten Eingottglauben. Als alleiniger Schöpfer, Bewahrer, Lenker und Richter der Welt verlangte Allah stete Hinwendung der Gläubigen – und die Ausrichtung ihres gesamten Lebens auf ihn.

Vier Daten begrenzen den Lebensweg des Propheten: 570, 610, 622, 632. Sie markieren die Geburt in Mekka, die erste Offenbarung, die Auswanderung (Hedschra) nach Medina und seinen Tod als unbestrittener Herrscher ganz Arabiens. Wie alle Propheten brachte Mohammed durch seine Mahnung enormen Stress in seine Gesellschaft: Der Einzelne sollte sein Leben umstellen und nicht nur die neuen rituellen Pflichten (Glaubensbekenntnis, regelmäßiges Gebet, Almosen, Fasten, Pilgerfahrt) erfüllen, sondern sich auch stetig prüfen, ob er den rigorosen ethischen Anforderungen genügte, nach denen am Ende der Tage abgerechnet werden würde. Die Stimmung in Mekka wandte sich gegen ihn, bis er mit seinen Anhängern nach Yathrib (Medina) emigrierte. Das Verlassen des Clans war unerhört, geradezu eine Blasphemie gegen die Werte der Stammesgesellschaft.

Mohammed gründete eine neue Art von Gemeinschaft, einen Superclan, der sich nicht mehr durch Abstammung, sondern durch die Hinwendung zum gemeinsamen und einzigen Gott definierte. Medina stand bald hinter ihm, mit Ausnahme der drei jüdischen Stämme, die sich zu Mohammeds großer Enttäuschung nicht von seinem Prophetentum überzeugen ließen. Sie wurden vertrieben, vernichtet oder in die Sklaverei verkauft. Die Änderung der Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka war die Unabhängigkeitserklärung von den beiden anderen Monotheismen. Die Umma wandte sich nun der Kaaba zu und demonstrierte damit den Anspruch, den ursprünglichen Monotheismus wiederherzustellen. Die Kaaba nämlich, hieß es nun, sei das ursprüngliche Heiligtum des Stammvaters Abraham (Ibrahim) gewesen. Die Muslime nahmen keinen Umweg mehr über den Glauben der Juden und Christen. Sie hatten den direkten Weg zu Gott eingeschlagen. Nach acht Jahren im Exil in Medina kehrte Mohammed im Triumph in seine Heimatstadt Mekka zurück. Er entfernte alle Götzenbilder aus der Kaaba, die fortan nur noch Allah zustand.

Die anstößige Frage des vom Papst zitierten byzantinischen Kaisers, was Mohammed denn »Neues gebracht« habe, geht am Selbstverständnis des Propheten vorbei. Der Islam zog seine revolutionäre Kraft paradoxerweise gerade daraus, nichts Neues, sondern das unverfälschte Alte zurückgebracht zu haben. Das Christentum feiert den Bruch, den Jesus vollzog (auch wenn er »die Schriften erfüllt«). Der Islam aber tritt auf als eine konservative Revolution zur Wiederherstellung der alten Religion der Menschheit.

Die Araber spielten im göttlichen Heilsplan also doch eine Rolle. Aus der Gewaltgesellschaft der Nomadenstämme schuf Mohammed eine religiös-politische Bewegung, die durch einen gemeinsamen Glauben angetrieben und durch Verträge zusammengehalten wurde. Die Energien, die der Islam freisetzte, wurden in die Offensive investiert: Nur 100 Jahre nach dem Tod des Propheten erstreckte sich das Weltreich der Araber vom Indus bis an die Rhone. Dieser sagenhafte Triumph, der jahrhundertelang der Stolz der Muslime war, ist in einer interdependenten Weltgesellschaft ein problematisches Erbe. Man konnte das jüngst erfahren, als der Papst an die kriegerische Verbreitung des Islams erinnerte. Den 38 muslimischen Gelehrten, die seiner Regensburger Rede antworteten, war die Erinnerung an die historischen Tatsachen so peinlich, dass sie sie in Abrede stellten.

Es wäre bizarr, friedliebende Muslime von heute für die Frühzeit des Islams in Haftung zu nehmen. Es geht vielmehr darum, den Anteil an kriegerischer Spiritualität im frühen Islam ohne Scheuklappen zur Kenntnis zu nehmen und zu historisieren. Es wäre ein Beitrag zur Terrorprävention, denn die »Dschihadisten« glauben ja, sich auf den Propheten und seine Gefährten berufen zu können. Wichtiger noch: Nur durch Historisierung lässt sich die universale ethische Botschaft des Islams von den Daseinsmustern des arabischen Mittelalters lösen. Der Islam gehört nicht mehr den Arabern. Er ist ein globales Phänomen, von Djakarta über Neukölln bis Dearborn, Michigan. Die Theologie muss sich noch darauf einstellen.

Die Vergangenheit ist für die Muslime nicht vergangen, wie die Kämpfe zwischen Sunniten und Schiiten zeigen, die ihr Feuer auch heute noch aus der Frage nach der legitimen Nachfolge des Propheten ziehen. Aus der Kampfgemeinschaft von Medina bildete sich die umfassendere Gemeinschaft der Umma, die »beste Gemeinschaft, die je unter den Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet, was Recht ist, und verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.« (Sure 3, 110)

Eine Gemeinschaft, die ihren politischen Erfolg als Wirken Gottes in der Geschichte erlebt, muss von Spaltung, Bürgerkrieg und Misserfolgen kalt erwischt werden. Als Reaktion auf die politischen Ereignisse der folgenden Jahrhunderte – die Schismen, die Bruderkriege, die imperiale Überdehnung – entstand die islamische Theologie. Sie musste die wachsenden Widersprüche zwischen dem Absolutismus der Kalifen, dem ethnischen und religiösen Pluralismus des riesigen Reiches und den überkommenen Idealen der Ur-Umma von Medina intellektuell verarbeiten.

Der Prophet wurde im Rückblick auf den verklärten Anfang zum idealen Menschen, auf dessen überlieferten Urteilen und Handlungen (Hadith) ein ausgefeiltes Rechtssystem, die Scharia, errichtet wurde. Etwa 300 Jahre nach dem Tod des Propheten wurden im Sunnitentum die »Tore der Interpretation« (Idschtihad) geschlossen. Die Orthodoxie, die alles aus einer Sure oder einem Hadith erklären kann, setzte sich historisch durch. Sie drängte Freigeister, Rationalisten und Mystiker an den Rand. Die Rechtgläubigkeit hat zwar den Ruf nach dem freieren »Islam des Geistes« nie ganz ersticken können, beherrscht aber den Mainstream.

Ihren populärsten Ausdruck findet die Orthodoxie heute in dem greisen Scheich Jussuf al-Quaradawi. Millionen sehen seine Sendung »Die Scharia und das Leben« auf al-Dschasira. Sein Buch Erlaubtes und Verbotenes im Islam ist seit Jahrzehnten ein Bestseller. Darin wird das ganze Leben säuberlich in halal und haram eingeteilt: Laufsport und Ringkampf sind erlaubt (hat der Prophet selbst gern betrieben). Backgammon ist verboten (wegen der Würfel), Schach erlaubt (kein Glücksspiel). Statuen und Figuren mit menschlicher Proportion sind nicht gestattet (außer Puppen für Kinder). Männern ist es verboten, Kleidung aus Seide zu tragen (außer bei Krätze). Männliche Selbstbefriedigung ist erlaubt (wenn Fasten nicht hilft). Ungehorsame Frauen dürfen notfalls geschlagen werden (nicht ins Gesicht). Frauen ist das Zupfen von Augenbrauen untersagt (erinnert an Prostituierte). Perücken und Haarteile sind haram (weil Juden dazu neigen). Barttragen wiederum ist empfohlen (weil Juden und Christen es nicht tun). Und immer so weiter. Intimste Dinge werden zur Islamisierung des Alltags durchdekliniert. Immer gibt es Belege aus dem Leben des Propheten. Die Tradition wird zum geistigen Gefängnis.

Eine wachsende Minderheit von muslimischen Intellektuellen versucht, die Luke dieses Kerkers aufzustoßen. Der Mufti von Marseille, Soheib Bensheikh, kritisiert es, »die Überlieferungen wie eine Bedienungsanleitung zu lesen«. Fazlur Rahman aus Pakistan hat schon vor Jahrzehnten die Unterscheidung zwischen historischem und normativem Islam eingeführt. Auch der Iraner Abdolkarim Soroush trennt die überzeitliche Offenbarung scharf vom wandelbaren religiösen Wissen der Theologen. Der Ägypter Nasser Hamid Abu Zaid liest den Korantext mit den Mitteln der modernen Literaturwissenschaft. Und in Ankara ist eine ganze Schule von liberalen Theologen dabei, das heilige Buch als historisch-hermeneutisch auszulegen. Diese Versuche, die »Tore des Idschtihad« wieder zu öffnen, sind Hoffnungszeichen. Allerdings leben viele Vertreter des liberalen Islams in Todesangst vor radikalen Glaubensgenossen.

Von der Freiheit dieser Theologen, mit ihrer Arbeit weiterzumachen, hängt in unserer vernetzten Welt nicht nur für die Muslime viel ab. In einer Krise fällt es naturgemäß besonders schwer, die ruhmreichen Anfänge nüchtern zu betrachten. Es ist für die allermeisten Muslime noch undenkbar, etwa die unabweisbar kriegerischen Züge des Vorbilds Mohammed zu historisieren. Dahinter steht die Angst, dass sich alles in Relativismus auflöst. Ganz unberechtigt ist sie nicht.

Die älteren Verwandten des Islams, Judentum und Christentum, sind Religionen mit großem Pathos: das Judentum mit seinem Traum der Erlösung des erwählten Volkes aus Bedrängnis, das Christentum mit dem Versprechen individueller Erlösung durch das Leiden des Gottes der Liebe. Der Islam ist bemerkenswert frei davon, die Beziehung von Gott und Mensch derart zu dramatisieren. Die (für Christen fast erschreckende) Nüchternheit des Verhältnisses von Gott und Mensch gibt der muslimischen Frömmigkeit das Unverwechselbare. Kein anderer Monotheismus hat die Absolutheit und Transzendenz Gottes so konsequent zu Ende gedacht wie der Islam. Er stellt den Menschen direkt und unvermittelt vor einen Gott, der in seinem alles übersteigenden Anderssein auch dem Frommsten immer entrückt bleiben muss. Diese Gotteserfahrung zwischen Unmittelbarkeit und absoluter Transzendenz ist die große Gabe des Islams an die Menschheit. Sie ist heute verschüttet unter Bergen von politischer Ideologie und steriler Buchstabengelehrsamkeit. Doch die Grabungen haben begonnen.

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Leser-Kommentare
  1. Wenn das stimmt dann haben die Mullahs und die Islamisten den Koran offenbar nicht gelesen -denn die missonieren auch mal mit der Waffe ,sprich: Schwert in der Hand und weh dem,der aus dem Islam aussteigen will...dann bricht naehmlich der gesamte friedensliebende Islam ueber sie oder ihn aus.Dann ist naehmlich Schluss mit lustig und Frieden.Und wer noch Zweifel hat ob der Islam wirklich das ist als was man ihn an uns verkaufen will muss mal beobachten was sich zwischen den Schiiten und den Sunnis abspielt.So viel Frieden und Liebe kann kein Mensch ueberleben.

  2. 2.

    Bloß damit eine Diskussion in Schwung kommt -

    Könnte man die Sache mit dem Islam vielleicht auch so, wie's dieser (mir unbekannte) Autor im Internet darstellt, sehen?
    Frage ich Herrn Lau und alle geneigten 'Zeit'-Leser?

    'Liebe Moslems,
    Ihr und wir - wir sind Feinde. Wir finden es an der Zeit, dass wir das offen aussprechen. Viele ehrliche Men­schen auf Eurer Seite haben das bereits getan, es wird Zeit, dass wir es Euch gleichtun.
    Wir sind dem Rat, den Ihr uns so oft gegeben habt, uns doch bitte mit dem Islam zu befassen, inzwi­schen ge­folgt. Wir haben Obsession gesehen, wir haben Bat Ye'Or und Robert Spencer gelesen, wir haben die Video­botschaften Osama Bin Ladens sowie die Aussagen der Islam-Gelehrten aus aller Welt - insbeson­dere derer von der Al Azar Universität in Kairo - und Herrn Achmedinedschads zur Kenntnis genommen. Wir haben insbesondere während der so genannten Karikaturen-Affäre auch auf die sehr eindrucksvolle Stimme des einfachen islamischen Volkes gehört. Wir haben uns auch mit unserer gemeinsamen Geschichte befasst und unsere gottgegebene Vernunft benutzt, Parallelen zur Gegenwart zu ziehen.
    Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns für unser Verhalten, das wir an den Tag legten, als wir das alles noch nicht wussten, entschuldigen müssen. Es war unser Fehler, nicht Eurer, dass wir so lange interes­selos und unwissend gegenüber Euch blieben.
    Wir entschuldigen uns auch dafür, dass wir Euch über lange Zeit hinweg mit einem 'Dialog' belästigt haben, in dem Ihr über die Unwissenheit Eurer Dialogpartner ge­wiss zu Recht verärgert ward und in dem wir darauf beharrten, Euch zu etwas Christen-Ähnlichem 'erzie­hen' zu wollen. Insbesondere entschuldigen wir uns für diejenigen unter uns, die den fürchterlich beleidigen­den Begriff 'Islamismus' geprägt haben, um die besonders Rechtgläubigen und Korantreuen unter Euch zu verunglimpfen. Der Versuch, Euch schulmeister­lich Eure eigenen Religion erklären zu wollen ('Islam heißt Frieden') war ein unglaublicher Fauxpas, und wir verstehen daher, dass Ihr Euch häufig an unserer Arroganz gestört habt. Es ist in der Tat arrogant, sich die Religion anderer Menschen einfach so hinzubiegen, wie man sie gerne hätte.
    Dass Ihr Euch die Formulierung 'Islam heißt Frieden' ebenfalls zu eigen gemacht habt, tra­gen wir Euch nicht nach - wissen wir doch, dass Euch Euer Prophet Mohammed höchstpersönlich empfohlen hat, zum Kunstgriff der Lüge ( Taqiyya) zu greifen, wenn Ungläubige zu stark sind, um militärisch unterwor­fen zu werden. Wer sind wir, Euch zu raten, Euch gegen Euren Propheten zu stellen!
    Wir anerkennen vorbehaltlos, dass Ihr während der vergangenen Jahrzehnte uns und unsere Kultur aus­giebiger studiert und besser verstanden habt als wir die Eure. Wir anerkennen auch, dass Euer Vorgehen - aus der Rückschau, wo wir Euer Ziel und Eure von Mohammed empfohlenen Methoden zur Erreichung die­ses Ziels kennen - fast immer geradlinig war, während das unsere häufig einem wirren Trampelpfad glich.
    Nun, wir wissen inzwischen, was Ihr wollt. Ihr wollt das Dar al-Islam auf Kosten des Dar al-Harb aus­breiten und langfristig die Herrschaft des Islam über die ganze Welt installieren. Wir wissen auch, dass die Methode dazu Djihad heißt und wir sind nicht so dumm, zu glauben, Djihad bedeute ausschließlich Gewalt.
    Nein, so primitiv seid Ihr keineswegs. Der Djihad umfasst auch demographische Bemühungen, Migrati­on, Da'Wa (Missionierung), Taqiyya (geschickte Lüge), den Djihad der Feder (Propaganda) und den Einsatz ökonomi­scher Mächt (Petrodollars). Wir glauben Euch sogar, dass es darüberhinaus auch noch einen inneren Djihad gibt, die individuellen Bemühungen, ein Allah-gefälliges Leben zu führen. Das ist Eure Privatsache, sie hat in unserem Dialog nichts verloren. Wir behelligen Euch auch nicht mit dem Inhalt unserer Gebete. Wir glau­ben aber natürlich nicht, dass das die einzige Bedeutung von Djihad ist. Wir sind nicht blind und dankens­werterweise stehen uns Eure heiligen Schriften zur Lektüre offen.
    Wir erkennen auch, dass es innerhalb Eurer Gemeinschaft unterschiedliche Ansichten darüber gibt, ob terro­ristische Gewalt derzeit ein probates oder eher kontraproduktives Mittel zur Erreichung Eurer Ziele ist. Wir möchten uns diesbezüglich nicht einmischen, strategische und taktische Fragen müsst Ihr untereinander aus­machen. Vielleicht beruhigt es Euch, dass wir unsererseits auch dazu übergehen, die Djihad-Abwehr un­ter rein strategisch-taktischen Gesichtspunkten untereinander zu erörtern und sie nicht mehr darauf ausrich­ten, welche Methode für Euch angenehmer ist, sondern nur darauf, welche für uns angenehmer und erfolg­versprechender ist.
    Wir hoffen übrigens sehr, dass Ihr mit Hilfe des Verstandes, den Gott Euch gegeben hat, erkennt, dass uns Euer Ziel der weltweiten Islamisierung oder auch nur der Islamisierung Israels und Europas nicht zusagt. Wir müssen Euch leider mitteilen, dass wir dieses Ziel mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln ver­hindern wollen und werden.
    Wohlgemerkt: Wir wollen Euch nicht von diesem Ziel abbringen - es steht uns nicht zu, Euch religiös umzupolen und wir wissen auch, dass wir das auch dann nicht könnten, wenn wir es wollten. Wir wissen, dass Ihr stark im Glauben und gehorsame Diener Allahs seid. Wir werden Euch nicht weiter in Eure Zielsetzung reinreden, wir werden nur verhindern, dass Ihr das Ziel er­reicht.
    Ihr wisst, das Ungläubige sich gegen Euch wehren.
    Islamische Kriegsherren der Vergangenheit wussten sehr wohl, dass die Ungläubigen nicht den Wunsch hegen, unter islamische Herrschaft zu geraten. Hätten sie das nicht gewusst, hätte sie ja keine bewaffneten Soldaten geschickt, sondern freundliche Missionare. Ihr wisst es auch heute noch. Wenn Ihr davon ausgingt, dass die Juden Israels eine Islamisierung Ihres Landes im Sin­ne eines islamisch beherrschten 'Palästina' mit eventuell geduldeter reduzierter jüdischer Dhimmi-Be­völkerung wünschten, dann müsset Ihr sie nicht in die Luft sprengen oder mit Raketenangriffen und nuklea­ren Drohungen aus Teheran zermürben. Dann müsstet Ihr Ihnen einfach nur den Vorschlag machen und dar­auf warten, dass sie begeistert zustimmen.
    Aufgrund unseres unverzeihlichen Unwissens über Eure religiösen Pflichten, haben wir in Europa in der Vergangenheit nicht zur Kenntnis genommen, dass Ihr auch unsere Länder islamisieren wollt. Deshalb war Euch das Fortschreiten bei diesem Ziel bisher - vergleichbar zu Euren Anstrengungen bezüglich Israel - fast ohne terroristische Gewalt möglich. Wer sich freiwillig auf die Matratze legt, wird nicht vergewaltigt. Wer sich freiwillig erobern lässt, zwingt die Eroberer nicht, Waffengewalt anzuwenden. Wir müssen Euch leider mitteilen, dass wir uns nicht weiter freiwillig erobern lassen.
    Unglücklicherweise befinden sich bereits eine große Anzahl Eurer Kolonisten in unseren Ländern. Wir sind uns bewusst, dass viele davon nicht wissen, dass sie als Kolonisten fungieren und - sicher zum Ärger der Rechtgläubigen unter Euch - auch einfach nur ein bequemes Leben haben wollen und kein Interesse am Dji­had haben. Das ist aber Euer Problem.
    Wir sehen keinen Grund, einen Dialog mit unwissenden Privatper­sonen zu führen, die nicht merken, dass sie Schachfiguren bei unserer Eroberung sind. Leider ist es uns - auf­grund Eurer Pflicht zur Taqiyya - nicht möglich, die wirklich Friedfertigen von den frommen Lügnern zu un­terscheiden, da wir nicht über die erforderlichen Gedankenlesefähigkeiten verfügen. Außerdem seht Ihr si­cher auch ein, dass ein Dialog zwischen zwei großen Gruppierungen wie der Umma und dem Westen nicht geführt werden kann, in dem man Millionen von Einzelgesprächen mit verstreuten Individuen führt. Wir müssen diesen Dialog auf der Grundlage Eurer und unserer ideologischen Ausrichtung führen - mit denjeni­gen, die sie ernst nehmen und nicht mit laxen nicht organisierten Einzelpersonen.
    Was also sollen wir tun?
    Wir entnehmen aus den Äußerungen islamischer Organisationen und auch islamischer Einzelpersonen (und deren feindseligem Verhalten) in unserern Ländern, dass Moslems im Westen sich nicht wohlfühlen und uns nicht mögen. Das ist in Ordnung. Wir mögen sie auch nicht. Wir werden weiterhin das tun, was die­se Perso­nen als 'Diskriminierung, Rassismus und Islamophobie' an uns kritisieren, z.B. werden wir unsere Marotten beibehalten, Arbeitsplätze nach Qualifikation und nicht nach Religionsquote zu vergeben und dar­auf zu be­stehen, dass unsere Gesetze eingehalten werden. Wir wissen, dass unsere Gesetze in Euren Augen falsch sind, da sie der Scharia widersprechen - aber wir möchten sie dennoch behalten.
    Wir würden das sehr gerne friedlich lösen, aber notfalls können wir auch gemein werden. Wir sind nicht so nett, wie Euch unsere so genannten 'Gutmenschen' leider lange vorgelogen haben. Wir gehören der gleichen Spezies wie Ihr an und wir können auch sehr hässliche Seiten an den Tag legen. Wir hoffen, dass Ihr diese Ehrlichkeit, die Ihr von uns leider bisher nicht gewohnt ward, zu schätzen wisst.
    Ebenfalls finden wir es nicht so gut, dass unsere Wirtschaften einerseits teuer für das Öl aus islami­schen Ländern bezahlen und andererseits mit zunehmend drückenderen Steuern islamische Migranten, die wir für gar nichts brauchen, mittels Sozialleistungen durchfüttern. Unser Angebot: Wir zahlen weiterhin für das Öl, werfen aber die islamischen Sozialfälle sowie die kriminellen Moslems raus und stellen unsere Hilfs­zahlungen komplett ein. Wir sehen ein, dass die Anwesenheit vieler Moslems in Europa Eurem Ziel (Aus­breitung des Islam) dienlich ist - aber sicher seht Ihr auch ein, dass es unserem Ziel (Verhinderung der Aus­breitung des Islam) nicht dienlich ist, sondern sich mehr und mehr als höchst kontraproduktiv dafür erweist.
    Wir würden vorschlagen, dass Ihr unsere Ausweisungen akzeptiert und dass wir uns im Gegenzug ver­pflichten, nicht zu versuchen, unsere lästigen Unterschichten - insbesondere unsere Neonazis - in die reichen Ölländer zu exportieren. Wir verpflichten uns ebenfalls, das Christentum nicht 'mit dem Schwert' bzw. mo­derner Hochtechnologie-Kriegsführung in Euren Ländern zu verbreiten. Wir könnten das prinzipiell - wir ha­ben es in Lateinamerika getan (und es war sehr hässlich). Wir möchten es aber heutzutage nicht mehr tun. Dass wir - wann immer wir den Eindruck gewinnen, Eure militärische Entwicklung könnte uns (einschließ­lich Israel) gefährlich werden - militärisch eingreifen, behalten wir uns davon unabhängig ausdrücklich vor.
    Des weiteren möchten wir keineswegs anfangen, einen 'Schwanzvergleich' Eurer und unserer militäri­schen Möglichkeiten anzustellen. Wir empfinden es als unfein, derartiges auszusprechen oder gar mit Über­legenheit zu prahlen, das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Dennoch werdet Ihr verstehen, dass wir diesbezüglich - selbstverständlich diskret - eine Bestandsaufnahme vornehmen und wir bitten Euch, das Eurerseits auch zu tun.
    Wir würden das alles sehr gerne ohne Krieg und Gewalt lösen und schlagen daher vor, dass Ihr Euch Eure Chancen, Euer Ziel, das dem unseren diametral entgegengesetzt ist und über das wir nicht weiter disku­tieren werden, militärisch/terroristisch oder durch Migration zu erreichen, genau ausrechnet. Wir erwar­ten eine klare Antwort, wie Ihr Euch entschieden habt. Dann könnten wir das leidige Thema Islamisierung Europas um einige Jahrhunderte in die Zukunft verschieben, uns weitgehend aus dem Weg gehen ( da wir uns ja ge­genseitig nicht mögen ) und uns um das Nötigste kümmern: Unseren Wunsch nach Öl und Euren Wunsch nach unseren medizinischen und anderen reizvollen Errungenschaften zivilier Natur.
    Wir würden uns über eine ehrliche Antwort sehr freuen.
    Solltet Ihr es wider Erwarten bevorzugen, die Sache mit Gewalt gegen Personen zu lösen - das beinhal­tet auch Israel, das Teil des Westens ist - sehen wir uns leider gezwungen, ebenfalls gewalttätig zu werden. Diesbezügliche jammernde Beschwerden Eurerseits, Ihr wärd unsere Opfer, werden wir zur Kennt­nis neh­men, aber weder glauben noch berücksichtigen. Wir sind auch bereit, Gewalt gegen bestimmte Sa­chen (Flag­gen unserer Länder, Puppen unserer Regierungschefs und religiösen Autoritäten) hinzunehmen, da wir Euch gerne ein Ventil für therapeutischen Aggressionsabbau lassen möchten. Wir sind keine Un­menschen. Be­schädigte Botschaften und jegliche Gewalt gegen Menschen fassen wir in Zukunft als Kriegs­erklärung auf.
    Herzlichst, Euer Feind - der 'Westen'

  3. Ich weiß nicht, was der Kommentar an dieser Stelle soll. Wollen Sie Luther mit Mohammed vergleichen? Luther hat keine Religion gegründet, er hat nie eine Waffe in die Hand genommen, niemanden angegriffen (die Bauernkriege verurteilte er bekanntlich) , und den 30jährigen Krieg, bei dem es in Wirklchkeit nicht um Religion, sondern um ganz andere Dinge ging, kann man ihm ebenfalls kaum anlasten.

    Vielleicht sollten manche Leute das Denken wirklich den Pferden...

  4. 'Der Islam ist im Kern eine einfache Religion. Gerade dies zieht viele christliche Konvertiten an: eindeutiger Monotheismus, keine Erbsünde, keine Ambivalenz in der menschlichen Natur.'

    Deshalb kovertieren bestimme Leute, weil sie keinen Willen mehr haben nachzudenken, sie wollen Befehle hören und sie ohne nachzudenken befolgen. Religiös verbrämter Kadavergehorsam kommt da zum Vorschein.

    Im übrigen, ich lege keinen Wert auf eine sogenannte objektive Betrachtung des Islam. Ich will diesen mittelalterlichen dumpfen Islam-Mob nicht hier in Deutschland haben. Ich sehe es mit steigender Wut wie die rot-grüne Multikultibourgeoise Deutschland immer mehr an den Islamistenmob verrät, und Vorgänge wie diesen systematisch runterspielt, oder gleich ganz vertuscht:
    http://www.presseportal.d...

    Ich habe genug von diesem arabisch-türkisch-libanesischen Abschaum der jeden Tag auf´s Neue zeigt, daß ihn unsere Gesetze nicht interessieren, und die unsere deutsche und christliche Kultur mit Füßen treten. Und ich habe genug davon, daß das etablierte Demokratenpack diesem Treiben aus Chrakterlosigkeit und auch aus Lebensuntüchtigkeit einfach zusieht. Diese kaputte Klasse sieht tatenlos zu, wie der Islamistenmob dabei ist aus Deutschland das islamische Kanackistan zu machen.

    Für den Islam aber, ist in Deutschland kein Platz, und auch nicht für seine etablierten demokratischen Handlanger die sich offenbar längst selbst aufgegeben haben.

  5. Ich muß sagen ich bin entsetzt wie sehr das Abendland
    seine Werte wegwirft und sogar die Presse mittlerweile
    den Islam gratis und umfassend bewirbt.

    Eine Religion deren Friedlichkeit man spätestens in dem
    Augenblick anzweifeln muß in welchem man den ersten
    Blick in den Koran wirft.

    Islam ist Frieden - der ewige Frieden der Friedhöfe.

  6. Vielen Dank!

  7. Auch ich danke, Herr Lau.
    Darf ich Ihnen meinen Koran zusenden -in Schweinsleder gebunden...?

  8. Denn er zeigt deutlich, was aus 'unserer deutschen und christlichen Kultur' geworden: Auschwitz.

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