Archäologie Jesus auf der Pressekonferenz
Wurde in New York die Knochenkiste Christi präsentiert? Sie enthielt wohl eher die Gebeine eines Namensvetters.
Zwei Ossuare aus einem Grab in Jerusalem auf einer Pressekonferenz in New York. Sie enthalten angeblich die Gebeine von Jesus (links) und Maria Magdalena (rechts).
Riesenknüller! Archäologen haben die Familiengruft von Jesus entdeckt. Was sie daraus bargen, lässt die Christenheit erbeben: die sterblichen Überreste des Heilands höchstpersönlich nebst denen seiner Eltern, seiner Frau und seines Sohnes. Obendrein kam der Erzeuger des vermeintlichen Gottessohns in Wirklichkeit aus Deutschland.
Wo sind wir gelandet? Im neuen Roman von Dan Brown? Nicht ganz, aber fast. Willkommen in der Hybridwelt zwischen Bibelforschung und Showbusiness. Schauplatz ist die New York Public Library, wo am Montag eine merkwürdig besetzte Pressekonferenz zu einer neuen Fernsehdokumentation des Senders Discovery Channel stattfand. James Cameron, der Regisseur von Alien und Titanic, saß neben Archäologen, Statistikern und Religionsgelehrten. Vor ihnen standen, von schwarzem Tuch bedeckt, zwei Kästen aus Kalkstein. Diese wurden später feierlich enthüllt. Das Ereignis war mit der Frage »Ist der Heilige Gral gefunden?« angekündigt worden.
Lautet die Antwort Ja, dann schon seit 27 Jahren. Im März 1980 schrappte ein Baubagger im Jerusalemer Viertel Talpiot gegen den Eingang eines Felsengrabs. Die Altertumsbehörde leitete eine Notgrabung ein und fand in der Gruft zehn Gebeinekisten, Ossuare genannt. Diese Bestattungsart war nur in den Jahrzehnten um Christi Geburt in Mode, bis zur Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70. Man wickelte die Toten in Tücher und legte sie so in die Gruft. War nach einem Jahr das Fleisch verwest, steckte man die Knochen zur Endlagerung in steinerne Behälter.
Es waren die Namensinschriften auf sechs der Knochenkisten, die den Dokumentarfilmern die Idee in den Kopf setzten, das Grab des christlichen Erlösers aufgestöbert zu haben. Es handelt sich um lauter alte Bekannte aus dem Neuen Testament. »Jesus, Sohn des Josef« ist auf Aramäisch in eine der Kisten geritzt, in die anderen »Judah, Sohn des Jesus«, »José«, »Maria«, »Matja« und auf Griechisch »Mariamene alias Mara«.
Für die nordamerikanischen Jesusjäger ist der Fall klar. Matja kürzt natürlich Matthäus ab – so hieß Jesu Urgroßvater, der sich Mattat oder Mattan genannt haben soll. Und wurde nicht ein Jesusbruder »Joses« gerufen? Ergo liege in Talpiot nicht irgendein Jesus, sondern Jesus Christus. So viele Bibelnamen in einem Grab könnten kein Zufall sein. Der Produzent des Projekts, Cameron, rechnet sich und seinem israelisch-kanadischen Regisseur und Autor Simcha Jacobovici an, der Welt die »erste fassbare archäologische Evidenz für den historischen Jesus« zeigen zu können. Die Kästen auf dem New Yorker Podium sollen einst die Knochen Jesu und die seiner Frau Maria Magdalena (»Mariamene«) enthalten haben.
- Datum 02.03.2007 - 09:16 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 01.03.2007 Nr. 10
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ob sich Gott in Jesus auf besondere Weise gezeigt hat. Und dies ist in letzter Konsequenz eine Glaubenssache, die aber, so der christliche Glaube, durchaus ernstzunehmen ist.
Das ist das wesentliche am christlichen Glaube, dass Gott sich in Jesus zeigte - da der Mensch von sich aus nicht herausfinden kann, wer oder was Gott ist, oder ob er existiert.
Eng zusammen mit diesem Glauben oder sogar grundlegend dafür ist der Bericht der Auferstehung: Jesus als der erste, für den eine andere Wirklichkeit gilt, für den der Tod nicht gilt. Darin hat sich Gott gezeigt. Wie genau diese Auferstehung zu verstehen ist - darüber streiten sich seit Jahrhunderten die Gelehrte. Aber trotz allem gehen sie davon aus, dass tatsächlich etwas passiert ist.
Dieser Tumult um das Grab ist eigentlich relativ unwesentlich.
von vielen religionen und wenn du mich fragst, definitiv nicht erste wahl. ich tendiere da eher zum zen buddhismus, der keinen g*tt braucht.
und - du hast den spass nicht verstanden g*tt wäre natürlich definitiv atheist, weil, äh, wenn g*tt an g*tt glaubt, an wen glaubt dann _dieser_ gott? usw usw usw. gäbe es also g*tt, wäre er per definitionem atheist.
zur quellenlage ist eigentlich nur zu sagen, daß zu unterschiedlichen zeiten durch bürokratieen kirchlicher und politischer natur einen riesenschatz von quellen auf vier+eins reduziert wurden, die ihren jeweiligen politischen und religiösen zwecken dienten.
gerade wurden das judas und das magdalenaevangelium neu wissenschaftlich edititiert [es gibt einen netten beitrag dazu auf der dlf-audio-on-demand seite]. diese eher gnostischen texte beschreiben ein christentum, daß weit jenseits des bornierten katholizismus etwa öffnen.
eines das keine bürokratie braucht, weil g*tt in jedem stein ist und der übersetzung durch fehlerhafte menschen nicht bedarf. die kann nur anmassend und verfälschend sein, weil menschen nun einmal irren.
man kann natürlich sagen, daß das, was 1800 jahre 'richtig' war in alle éwigkeit 'richtig' sein _muss_, aber das ist für mich eher ein ausweis für eine grundbornierte haltung.
der 'historische jesus' jedenfalls hat mit dieser religion rein gar nichts zu tun, die dinge, die ihm zugeschrieben werden sind ein resample der zu jener zeit bekannten religionen, des mithraskultes zb. lies einfach mal nach, was es damit auf sich hat - und wenn du dich dann fragst, woher dir das alles (jungfrauengeburt, wiederauferstehung etc etc) bekannt vorkommt: das gabs da alles schon seit _jahrtausenden_.
das christentum ist nur ne billige kopie, für die dann allerdings jeder, der dem dogma nicht anhing, auf einem scheiterhaufen endete. daß die conquistadores ihr vernichtungswerk religiös begründeten eines der weiteren menschheitsverbrechen, die zur vernichtung ganzer zivilisation führte und ihren ausdruck heute in der gewalttätigen ignoranz eines george bush findet. keine der nicht zu den schriftreligionen (islam, christentum, judentum) hatte es je nötig, ihre rechthaberei so gewalttätig durchzusetzen. ich betrachte dieses verhalten jedenfalls als ausdruck von unsicherheit und unterlegenheit.
ist mir schon klar, daß das alles auf den kopf stellen wird, woran du dich glaubst klammern zu müssen. erst wenn die bürokratie vollkommen zerstört ist, wird unser blick sich wieder auf das wesentliche konzentrieren können.
deshalb meine forderung, alle organisierten religionen zum wohl der menschheit zu verbieten.
9 jahre in einem redemptoristenkloster - und das ist ein durchaus 'liberaler' orden, so liberal, daß da auch andere religionen durchgenommen wurden und mir schon mit 14 klar war, daß ich wohl eher buddhist bin. kein trauma, eine bereicherung, wie ich dir versichern kann: bücher, bücher, bücher.
bevor wir hier in eine weitschweifige exegese verfallen, für die wir beide wahrscheinlich kompetent genug sind, lass mich an einen satz deiner replik den eigentliche fehlschluss deiner argumentation aufzeigen:
'Das war aber sicher nicht das, was Jesus verkündigte'
was jesus verkündete, wissen wir nicht.
wir kennen nur das, was paulus und in der folge eine hierarchie festlegten.
die urchristen dürften paulus dafür gehasst haben, vor allem für seine abkehr vom judentum, die der historische jesus definitiv nicht gewollt haben kann.
das christentum fokussiert auf vier schriften, deren auswahl machtpolitisch bedingt waren. dieser _einsicht_ kann man nur widersprechen, wenn man das dogma als solches anerkennt und das kann man nur, wenn man ahistorisch denkt und sich über den über jahrhunderte ausgedehnten entstehungsprozess nicht als solchen versteht oder verstehen will.
in der folge geht es ausschließlich um das dogma, seine blutige verteidigung gegen alles 'andere', die - wie ich das schon betonte - ausdruck von unsicherheit und unterlegenheit ist, nicht aber von _gewissheit_. die kann man nur erlangen, wenn man der gnosis zuneigt und mit g*tt direkt kommuniziert.
wir wissen nicht, wer jesus war. nicht, ob er vielleicht wirklich das war, was er für sich beanspruchte ('könig der juden'), nicht, wie weit seine worte durch seine missionare oder seine übersetzer verfälscht wurden.
christen glauben letztlich an eine micky-maus-version seiner ideen, von denen wir nicht einmal wissen, ob er sie nicht letztlich in seiner jugend aus dem damals durch handelbeziehungen zugänglichen buddhismus bezog. warum sollte jesus nicht in seiner uns nicht bekannten jugend in indien etwa gewesen sein. seine ideen klingen im kern sehr buddhistisch - nur das, was römische kaiser und päpste (die zt so fehlbar waren, dass man schreien möchte) daraus machten.
wir wissen nichts. und ich plädiere halt dafür, sich von der holzschnittartigen rezeption abzuwenden und sich der historischen wahrheit zu stellen.
vor der hat das dogma allerdings keinen bestand. wird wohl noch ein paar jahrhunderte dauern, bis dieser 'groschen' gefallen ist.
bsi dahin: nimm meinen hinweis auf mithras ernst - hier findest du fast alles, was du für 'christlich' hälst jahrhunderte zuvor ausformuliert wieder. da jesus später als mithras existiert, ist die frage, wo etwas herstammt, nur dann eine frage, wenn man fakten nicht wahr haben _will_, weil das das eigene korsett zum platzen bringt.
ps: der begriff 'schriftreligionen' ist ein fester topos und beschreibt die religionen, die auf dem sog 'alten testament' aufsetzen. ihnen ist gemein, daß der mensch die erde als etwas begreift, das man sich 'untertan' macht.
das ist einer der grundfehler dieser religionen, er vertreibt den menschen aus dem 'paradies' und macht ihn unfähig harmonisch _mit_ der erde zu leben. das ergebnis ist täglich zu besichtigen.
...naja, man weiß schon einiges von Jesus, es sei denn, man will a priori Sämtliches abstreiten. Nur an die tatsächlichen Jesusworte heranzukommen ist schwierig, weil dies nur welche sein können, die so gegen die Konvention waren, dass kein Redaktor sie irgendwie gerne in dieser Art übernommen hätte, da es viel einfacher gewesen wäre, sie zu 'glätten'. Beispiel hierfür 'Lasst die Toten ihre Toten begraben', was aufgrund verschiedener Thematiken sehr anstößig war im damaligen Kontext.
Mit dem Mithraskult...kann sein. Aber es ist etwas viel offensichtlicher: Jesus baut natürlich aufgrund seiner Sozialisation auf einem Gedankengebäude auf, das über Jahrhunderte entwickelt wurde, auf dem Alten Testament, dem Judentum, und in Folge davon wohl auf auf diesem Mithraskult.
Wir alle sind geprägt durch unsere Denkweisen und Umwelt. Die Neutestamentlichen Schriften wurden zudem mit der griechischen Philosophie in Korrespondenz gebracht, einfach deshalb, weil das die damalige Diskussionsgrundlage war.
Bei der Auswahl der Schriften haben natürlich machtpolitische Dinge auch eine Rolle gespielt. Das heißt allerdings nicht, dass die uns überlieferten Dinge völlig aus der Luft gegriffen wären, sie sind vielmehr bereits mehr oder weniger und aufgrund verschiedener Intentionen interpretierte Geschichte. Das spricht aber keinesfalls zwangsläufig gegen einen Wahrheitsanspruch.
Die Denkumwelt der damaligen Zeit zeigt sich auch in einem Längsschnitt der Theologie durch das Alte Testament. Es ist über Generationen die Suche nach Gott, von Gesetzesreligion und ethischen Grundlagen (zb Dekalog, der ja zweimal vorkommt), bis hin zu Hiob, dem, der alles richtig macht und scheitert und dann in einem märchenhaften Schluss doch alles wiedererlangt - Hiob ist paradigmatisch für das Problem, warum es das Böse in der Welt gibt und das Unrecht, warum der Gute scheitern kann und der Schlechte nicht.
Und dann hin zu Kohelet, der jede Sekunde als Geschenk Gottes versteht, aber sonst weitere Interpretationen aussen vor lässt.
Und schließlich hin zu Jesus, der in diesem ganzen Zusammenhang etwas völlig neues bringt, Gott selbst scheint hinein in diese Welt.
Das mit der Gnosis: das Problem ist, dass man nicht weiß, ob man sich in sich selbst versenkt, oder in Gott. Hier ist das große Problem, dass man sich selbst einen Gott schafft, seinen inneren nämlich.
Das ist ja der andere Ansatz in Jesus als dem Christus : dass Gott von außen in die Welt spricht - und damit verhindert, dass sich der Mensch weiter nur in seinem Wunschdenken um sich selbst dreht.
Um all die Verkündigung von Jesus herum wurde sicherlich einiges ergänzt und hinzugefügt, aber den Kern kategorisch abzulehnen - speziell das Osterereignis - besteht kein Grund , trotz aller Machtpolitik.
Man muss hier unterscheiden zwischen dem Osterereignis, Jesu Verkündigung und der christlichen Ethik.
jesus liegt nämlich in südfrankreich begraben ...
lieber [ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ], nix für ungut, aber das christentum müßte eigentlich paulianismus heissen und ist eigentlich nur eine schlechte kopie des mithraskultes. und was du so über den tod stammelst, äh, jesus hat natürlich nur bei buddah abgekupfert, alles ein alter hut, den paulus bloss grandios resampled und als neues produkt auf den markt geworfen.
g*tt war zu jener zeit übrigens viel zu sehr mit der lage in beteukgeuze beschäftigt, als dass er sich gross um die lage auf terra hätte kümmern können.
organisierte religionen sollten als brutstätte für fanatisierte terroristen auf den müllhaufen der geschichte landen. man kann 'das alles' als wohlorganisiertes chaos akzeptieren und geniessen - oder man klammert sich kleingläubig an bücher, die voller übersetzungsfehler sind, und sieht vor läuter bäumen den wald nicht mehr. g*tt hat keine religion, er ist atheist.
gläubige muslime mit bombngürteln werden wohl ziemlich überrascht sein, wenn sie feststellen, daß 'hurris' ein wort aus dem aramäischen ist (es gab keine arabische schriftsprache zur zeit der entstehung des koran, er wurde wohl in altaramäisch verfasst) und nicht etwa 'jungfrauen' sondern 'weintrauben' bedeutet. guten appettit!
welche übersetzungsfehler in der bibel hunderttausende von opfern zur folge hatten (junge frau=jungfrau zb.) wissen wir nur zu gut.
es ist eher unwahrscheinlich, dass Gott Atheist ist. Vielleicht Sie eher ? Aber warum lesen Sie dann solche Artikel ?
Die Textgrundlage speziell des neuen Testaments ist recht gut, Sie können das in einer deutsch- griechischen Ausgabe von Nestle-Aaland selbst im Textkritischen Apparat überprüfen.
Ein wenig Synkretismus ist bei Ihnen auch angesagt, Sie vermischen einiges.
Es gibt verschiedene Texttraditionen, die der Evangelien und die frühesten, die paulinischen, wobei letztere teils nur ca. 20 Jahre vom Geschehen entfernt sind.
Falls Sie sich ein wenig unpolemischer mit dem Thema befassen wollen, empfiehlt sich z.B. 'Der historische Jesus' von Gerd Theissen. Oder von selbigem eine Einleitung ins Neue Testament.
einen Mann mit Namen JESUS hat es nie gegeben, auch dies ist ein Übersetzungsfehler, den Beinamen CHRISTUS hatte er zu den angeblichen Lebzeiten nie. Wir wollen niemand 'bekehren' - nur Beiträge zur Wahrheit sammlen. Alle Antworten dazu auf [ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]oder email mit eigenem Wissen dazu an: [ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]
DAS LETZTE TESTAMENT - THE LAST TESTAMENT
...man muss zwischen ihm differenzieren - der tatsächlich gelebt hat - und seinem Kerygma, also seiner Verkündigung, aufgrunddessen - und aufgrund der nachösterlichen Geschehnisse ihm der Christustitel zugeschrieben wurde.
Das, was nachösterlich geschah, ist auch anders kaum zu interpretieren, es sei denn, man kann mit diesem Glauben ohnehin nichts anfangen.
Nimmt man ihn aber ernst, dann ist die Interpretation nur in sich schlüssig.
Der Kyrios- Titel bzw. der Christus- Titel wurde im Alten Testamten an verschiedenen Stellen und in unterschiedlicher Weise gebraucht, die Christusvorstellung wurde erst im Zuge mit Jesu Auftreten, Tod und dem Nachfolgenden konkretisiert, bis dahin war sie vage.
Wie gesagt, zum historischen Jesus, der tatsächlich gelebt hat, empfiehlt sich sehr das wissenschaftliche Buch von Gerd Theißen, Prof. für evang. Theologie im Neuen Testament an der Universität Heidelberg: 'Der historische Jesus'. Oder, wenn man es weniger dick und lesbarer haben möchte, eodem auctore: 'Der Schatten des Galiläers':
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