Frankreich Der Geist weht rechts
Warum im französischen Präsidentschaftswahlkampf ehemalige Links-Intellektuelle offen für den konservativen Bewerber Nicolas Sarkozy werben.
Ségolène Royal und Nicolas SarkozY: Wer wird am 22. April die Mehrheit hinter sich bringen? BILDDer eine Kandidat entfaltet ein mitreißendes Geschichtspanorama mit nationalen Heroen von Victor Hugo über Léon Gambetta bis General de Gaulle, die durch ihre Willenskraft das Land durch die Nacht zum Licht führten. Die andere Kandidatin liefert einen selbst gebastelten Problembericht zur Seelenlage der Nation und beruft sich auf Experten wie Martine, Yves, Adeline und Karim, die in der Fortschrittskarawane bislang fehlten. Karim wer?
Auf der Jagd nach Volkes Stimme gehen die beiden aussichtsreichsten französischen Präsidentschaftskandidaten sehr verschiedene Wege. Während der konservativ-liberale Nicolas Sarkozy zu wissen glaubt, was Franzosen wollen, nämlich einen radikalen Bruch mit der alten Ordnung, hat die Sozialistin Ségolène Royal auf Bürgerdebatten und Internetforen im ganzen Land die Wunschzettel der kleinen Leute eingesammelt, die mehr vom grauen Alltag als vom leuchtenden Morgen erzählen. Gegenüber der angebotsorientierten Profikampagne Sarkozys wirkt die nachfrageorientierte Graswurzelmethode von Royal äußerst laienhaft. Schon mokiert sich Sarkozy laut (»Ich arbeite und rede, sie lächelt und hört zu«), und immer mehr Franzosen spüren, dass Royals »partizipativer« Wahlkampf so gar nicht zu ihrer heroischen Politikauffassung passt.
Royals Meinungsforen, so schimpfen Kritiker von links wie rechts, seien nur populistisches Theater und Gesellschaftskaraoke, mit denen sich unmöglich ein ganzes Land beackern, geschweige denn führen lasse. Besonderen Widerwillen zeigen französische Intellektuelle und ehemalige Meisterdenker, die mit Royal zugleich ihre gesamte Partei verwerfen. Vom Rechtsruck der Intelligenz war seit dem Ende der Mitterrand-Ära immer wieder die Rede. Seitdem einige Vertreter der antitotalitären nouveaux philosophes 2003 massiv den USFeldzug im Irak unterstützten, bekamen sie in Frankreich gar das Rubrum »neue Reaktionäre« verpasst. Im Wahljahr 2007, das längst als historisches Schicksalsdatum für Frankreichs Zukunft gilt, ergreifen sie erstmals Partei und rufen offen zur Wahl des starken Mannes der Rechten auf.
Der Essayist und Philosoph André Glucksmann, der Ende Januar in Le Monde seinen Aufruf Warum ich für Sarkozy bin veröffentlichte, ist nur der sichtbarste Repräsentant einer ganzen Reihe von Intellektuellen, die sich auf die Seite des rechtsbürgerlichen Kandidaten schlagen. Inspiriert von Sarkozys konfliktfreudiger Mantel-und-Degen-Rhetorik prophezeit Glucksmann, dass Frankreich nicht mehr links oder rechts, sondern den Aufstand wähle. Er sieht den Innenminister als eine Art konservativen Revolutionär, der ebenso gegen die Immobilität der Rechten wie gegen die Blindheit der Linken kämpfe – als Vertreter des »großherzigen Frankreichs, das die Bedrängten nie vergessen hat«. Ähnlich erklärt der linke Historiker und Vielschreiber Max Gallo, einst Regierungssprecher unter Mitterrand, seine Sympathien für Sarkozy. Gallo hatte zuletzt für das »Non« zur Europäischen Verfassung geworben und ein Buch Fier d’être français (»Stolz, ein Franzose zu sein«) herausgebracht. Nun lobt er Sarkozy dafür, dass er die Frage nach der Nation stellt: »Woher kommt unser Land, was ist seine Bestimmung, was heißt es, ein Franzose zu sein – auf diese Fragen reagiert Sarkozy am besten.«
Auch Pascal Bruckner, einst Theoretiker der sexuellen Befreiung, schwärmte nach einem Zusammentreffen mit Sarkozy: »Er ist sehr höflich, sehr brillant. Ich schätze sehr, was er über Erziehung und Patriotismus sagt. Wir brauchen einen mutigen Kandidaten, der etwas riskiert.« Alain Finkielkraut zeigt sich ebenfalls angetan: »Wir erleben eine Katastrophenlawine, die die Gutmenschen immer noch nicht wahrhaben wollen. Sarkozy zerreißt den Schleier.« Und der Publizist Marc Weitzmann, einst beim globalisierungskritischen Polit-Pop-Magazin Inrockuptibles, schreibt neuerdings Lobeshymnen auf Sarkozy: Er sei die »Synthese aus Liberalität und Festigkeit«, bekämpfe den Egalitarismus und propagiere wieder Leistung und Verdienst. Passend dazu gibt es mit Les meilleurs des mondes (»Schöne neue Welt«) bereits ein Periodikum der neuen Rechtsintellektuellen, zu denen auch der Regisseur Roman Goupil und der Politologe Pierre-André Taguieff gehören. Das Magazin hat sich dem Kampf gegen die Linke und deren Antiamerikanismus verschrieben und brachte bereits ein großes Sarkozy-Interview.
Die Anziehungskraft, die Sarkozy auf die Intelligenz ausübt, wird durch Aufmerksamkeit reichlich stimuliert. Denn anders als Royal geht Sarkozy offensiv auf die Denker zu und sucht ihre Expertise. Und weil die Intellektuellen wieder nützlich sein wollen, sorgen sie dafür, dass die Rechte, die lange Zeit als geistfeindlich galt, wieder nachdenkt und Konzepte entwickelt. Selbst Yasmina Reza, eine der meistgespielten Bühnenautorinnen der Welt, hat sich während der Kampagne an Sarkozys Fersen geheftet und schreibt ein »impressionistisches Porträt« – das aber leider erst nach der Wahl erscheinen soll.
So spricht der Historiker Jacques Juillard von einer Wende: »Das Wort Linksintellektueller war lange Zeit ein Pleonasmus, heute wird es zu einem Oxymoron.« Dabei sind Rechtsschwenks unter französischen Intellektuellen nichts Neues. So setzten sich schon 1914 Schriftsteller wie Charles Péguy oder Journalisten wie Gustave Hervé von den Sozialisten ab und beschworen die nationale Sache. Ähnlich reagierte Raymond Aron zu Beginn des Kalten Krieges. Und 1995 sympathisierten Emmanuel Todd und Régis Debray mit Chiracs Wahlkampagne gegen die fracture sociale. Den umgekehrten Fall dagegen, dass Rechtsintellektuelle ins linke Lager wechselten, hat es fast nie gegeben. Jacques Juillard erkennt darin ein Muster. Denn viele der heute nach rechts gewendeten Denker waren einst Maoisten oder Trotzkisten: »Frankreich ist das seltsame Land, wo diejenigen, die in der Vergangenheit die meisten Fehler begingen, als besonders hellsichtig für die Zukunft gelten.«
Das Missfallen der Intelligenz an Ségolène Royal hat viele Gründe. So überkommt Pierre-André Taguieff, der einst den Anarcho-Situationisten angehörte, »ein ozeanisches Gefühl, fast Seekrankheit angesicht von Royals Neopopulismus«. Auch Alain Finkielkraut sieht in der Kandidatin »die Leere der Linken« und hält deren interaktive Kampagne für reinen »Bluff«. Solche Aversionen rühren freilich auch daher, dass die Bürgerdebatten um geschlagene Frauen, Mikrokredite, Probleme mit der Sozialversicherung oder Jobsuche nichts für intellektuelle Universalisten sind, die sich von solchen Alltagsfragen überfordert fühlen. Auch wenn sie nach den ideologischen Explosionen von 1968 einen »Theorie-Kater« (Marcel Gauchet) haben und längst wieder pragmatisch sein wollen, verstehen sie sich als Warner vor demokratischen Exzessen in der Tradition Tocquevilles. Der hatte prophezeit, dass die demokratische Hoffnung auf Gleichheit zu einem immer größeren Einfluss des Staates über die Bürger führt. Nachdem aber der Glaube an die ausgleichende Kraft des Staates erschüttert ist, lässt auch das Denken in Gesellschaftsbezügen nach. Die Bürger suchen ihr Heil in der individuellen Vorsorge, und die neuen Rechtsintellektuellen schwärmen für Männer der Vorsehung.
In seinem Buch À droite toute – »Alle nach rechts« – (Fayard) erklärt der Publizist Eric Dupin die Rechtswende pauschal mit dem wachsenden Individualismus in den Industrieländern, der durch die ökonomische Krise noch befördert werde. Bemerkenswert ist dabei freilich die Verbindung zwischen ökonomischem Liberalismus und sozialem Konservatismus, wodurch Moraldebatten wichtiger werden als Gerechtigkeitsfragen: »Die Sehnsucht nach neuen sozialen, ethnischen und sexuellen Ordnungsmustern wächst mit der Destabilisierung durch die neoliberale Wirtschaftsordnung.« Mit seiner Synthese aus Autoritarismus und Hyperindividualismus schaffe Sarkozy eine »kühne Allianz der Privilegierten und der Mittellosen, indem er nicht mit sozialen Interessen, sondern mit Werten operiert: Arbeit gegen Stütze, erfolgreiche Immigranten gegen illegale Einwanderer et cetera.« Ganz in diese Tendenz passt, dass Glucksmann, Finkielkraut und andere die Banlieue-Krawalle von 2005 nicht als Verteilungskampf, sondern faktenwidrig als Rassen- und Religionskonflikt beschrieben.
Freilich gilt auch Ségolène Royal als die konservativ-autoritärste Sozialistin aller Zeiten. Mit ihrer Parole von der »gerechten Ordnung« orientiert sie sich am Sozialkatholizismus und hat das Wort »Sozialismus« längst aus ihrem Wahlprogramm gestrichen. Zugleich agiert sie wie eine moderne Florence Nightingale, die den Menschen Schutz und Sicherheit verspricht. Vor allem aber pflegt sie Skepsis gegenüber Intellektuellen und Experten, die Ratschläge von oben erteilen. Freilich zieht sie damit nur die Lehre aus dem Wahldesaster des Sozialisten Lionel Jospin 2002, der sich mit zu vielen Fachleuten umgeben hatte und für alle Probleme Patentrezepte wusste. Dieses Übermaß an Expertise erstickte die öffentliche Debatte, die Royal wiederbeleben will.
Daher ist die Klage des Pariser Soziologen Michel Wieviorka besonders aufschlussreich. Obwohl er jüngst ein Buch über die Krise der Repräsentation und die Entfremdung zwischen Politikern und Bürgern veröffentlichte, wettert er nun gegen Royals Bürgerdebatten: »Warum engagieren sich so wenige Intellektuelle für die Sozialistin? Weil ihre partizipativen Demokratievorstellungen beunruhigend sind und auf Demagogie, Gefühlspolitik, Populismus und Inkompetenz hinauslaufen.« Einziger Ausweg sei, dass Frau Royal ihre Intellektuellenverachtung ablege und auf diejenigen höre, die Wissen produzieren und verbreiten – also auf Intellektuelle wie Wieviorka selbst.
Einer der wenigen,
die angesichts der gegenwärtigen Anbiederei auf Distanz halten, ist der Schriftsteller Bernard-Henri Lévy. Zwar ist seine anfängliche Sympathie für Ségolène Royal einer ziemlichen Ernüchterung gewichen, nachdem sich die Kandidatin zu viele Ausrutscher und Fehlurteile leistete. Doch Glucksmanns Wahlhilfe für Sarkozy missfällt ihm noch mehr. In der Tradition Sartres, der parteipolitisches Engagement strikt ablehnte, stellt Lévy drei Bedingungen an Intellektuelle im Wahlkampf: »Erstens läuft man nicht einfach hinter jemandem her. Zweitens engagiert man sich nur aus der Not heraus und mit Argwohn. Drittens ist es eine Frage des Timings: Intellektuelle sind Freibeuter, Wegelagerer, die maximalen Druck ausüben und sich so spät wie möglich zu Wort melden, nachdem sie ein Maximum an Beute gemacht haben: mit großen Forderungen und Einsatz für das Wesentliche.«
Das alles haben die neuen Sarkozy-Anhänger gründlich versäumt. Angesichts des intellektuellen Stimmengewirrs ist Ségolène Royal vielleicht doch nicht so schlecht beraten, sich an die Bürger zu halten. Denn die behalten bei der Wahl ohnehin das letzte Wort.
Zum Thema
Le Blog Tricolore - Über die französischen Sache im Allgemeinen und die Präsidentenschaftswahlkampagne im Besonderen »
- Datum 02.03.2007 - 08:49 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 01.03.2007 Nr. 10
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Hauptsächlich jüdische 'Intellektuelle' die in Sarkozy einen guten Verbündeten der USA und Israel sehen und sie von den Einwanderen aus dem Maghreb befreit. Sind das nicht die selben Hobbyphilosophen die Sympathie für den bedrängten Turbochristen Redeker bekundeten? So leicht kann man seine Überzeugung wechseln...
Zitat aus Artikel:
'Ganz in diese Tendenz passt, dass Glucksmann, Finkielkraut und andere die Banlieue-Krawalle von 2005 nicht als Verteilungskampf, sondern faktenwidrig als Rassen- und Religionskonflikt beschrieben.'
Wer bitte schön kann wirklich anhand welcher Fakten definieren, ob etwas ein Religions-/Ethnienkonflikt ist oder nicht? Wer ist befugt so etwas zu 'beweisen'? Die Teilnehmer dieser Unruhen kamen nahezu vollständig aus dem islamischen Einwanderermilieu. Den Franzosen soll sich folgendes Bild tief ins Gedächtnis gebrannt haben:
Als in Clichy sous Bois die Gewalt vollkommen aus dem Ruder zu laufen drohte, rief ein Imam zur Ruhe auf, woraufhin tausende von Kehlen frenetisch mit 'Allahu Akbar' antworteten . Die Stimmen hallten an den großen Wohnblocks wider und eine gespenstische Vorahnung kommender Konflikte wurde von den Medien in Millionen französische Wohnzimmer gesendet.
Die Probleme sind überall die gleichen, egal in welche Gesellschaft Westeuropas man schaut. Parallelgesellschaften, Kriminalität, Desintegration, etc. Die Ursachen sind mit Sicherheit nicht nur im Isam und der damit verbundenen arabisch-türkischen Mentalität zu suchen, aber wer diesen Zusammenhang vollkommen leugnet gilt m.E. heute als naiv.
Offenbar haben einige der 'abgehängten' Salon-Philosophen Frankreichs keine Lust mehr auf eine nouvelle vague d'emancipation. Dem Stärkeren wieder mehr Rechte einräumen zu wollen, ist allerdings eine ziemlich indiskutable Haltung.
Haben die Intellektuellen an der Seine etwa Angst vor den Frauen bekommen, die dank hervorragender Familienpolitik nun den nächsten Karrieresprung ins Auge fassen könnten?Würde eine Frau, die vor dem Sprung ins Elysée steht, etwa das Ideal der Brüderlichkeit aushöhlen?
Waffenbrüdern mit fragwürdigen Zielsetzungen würde Segolene Royale allerdings sicher wie eine Jeanne d'Arc entgegentreten.
Abgehalfterte Querdenker nennen Sie Eliten?
Wo ist nur ihr gesunder Menschenverstand geblieben?
Ein bisschen weniger Vorurteile wären schon ganz schön. Linke, die sich wieder etwas mehr Absolutismus wünschen, haben sicher schneller ausgedient, als den Republikanern hierzulande lieb ist.
Und wer zielstrebig Fortschritte für die Allgemeinheit plant, der sollte auch nicht länger als Planwirtschaftler diskriminiert werden, sondern als vernunftbegabter Politiker akzeptiert werden.
...der Historiker Jacques Juillard (spricht) von einer Wende: »Das Wort Linksintellektueller war lange Zeit ein Pleonasmus, heute wird es zu einem Oxymoron.«
Alain Finkielkraut sieht in der Kandidatin »die Leere der Linken«
Da die Deutschen fast immer hinter her hängen, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis wir segensreiche Apostaten und Konvertiten wie André Glucksmann, Max Gallo, Pascal Bruckner, Alain Finkielkraut, Marc Weitzmann, Roman Goupil, Pierre-André Taguieff, Yasmina Reza haben.
Ich sehe jedenfalls mit Genugtuung den Niedergang der Linken, die für mich schon lagen eine gefühlsleere Fratze der ist.
Also, was soll denn das Argument, dass sich schon 1914 Schriftsteller wie Charles Péguy oder Journalisten wie Gustave Hervé von den Sozialisten abgesetzt und die nationale Sache beschworen hätten. Das war ja gerade die Ideologie im Ersten Weltkrieg, dass alle die nationale Sache beschworen. Nun ja, da gibt es wohl dann auch noch ein paar mehr Beispiele. Und das Rechstintellektuelle in das linke Lager wechsel, gibt es wohl eher nicht, weil es so wenige gibt. Das ist dann bei den Linksintellektuellen wohl anders. Aber bald wird das dann ja wieder umgekehrt laufen müssen. Sind ja dann alle rechtsintellektuell. Ähm, gibt es soetwas linksintellektuell und rechtsintellektuell?
PS.
Nicht nur deGaulle, sondern auch Chirac haben sich mehr 'deutsch' als 'franzoesich' benommen in 'ihren' Zeiten. Heisst das, dass Frankreich gern von 'Deutscch-denkendedn' Leuten regiert werden wuerde?
PPS. 26% Atheisten... ist das 'zu' viel? Oder zu wenig?
PPPS. 'Ein Volk, ein Fueher' wer denkt nicht, dass er/es bald schon auf dem Weg sein wird. Sobald die Wirtschaft die Schroeder-Rutsche wieder anfaengt.
PPPPS. Sarkozy ist nicht Chirac oder deGaulle. Ob in Paris jemand in einem Rock es besser machen koennte oder wuerde, ist fraglich. Jemand der gescheiter ist, in Rock oder Hose, wird es schaffen. Ihr/ihm wird es leicht fallen.
Erstens muss ich Gottlieu zustimmen, dass Bayrou nicht unerwähnt bleiben darf.
Zweitens fand ich den Artikel etwas langatmig, dennoch dachte ich mir, dass ich ihn mir bis zum Ende durchlesen sollte, einfach um mein Wissen über das aktuelle Geschehen bei unserem Nachbarn aufzufrischen. Plötzlich ist gegen Ende des Artikels die Rede von Bernard-Henri Lévy (in Frankreich auch BHL genannt). Also wenn Sie sich auf diesen Feuilleton-Philosophen, der in akademischen Kreisen wirklich, aber auch wirklich gar nichts zu sagen hat, berufen, dann gehe ich mal davon aus, dass die anderen Intellektuellen, die in ihrem Artikel vorkommen auf der gleichen Liga spielen, und deren einziger Beitrag zur Wissenschaft wohl ihre Talkshowisierung ist. Also ich meinerseits würde niemals in einem wissenschaftlich anmutenden Artikel mich auf derlei Popstars berufen.
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