»München«. Wie die Betreiberfirma der Internetplattform Bavarian Life mitteilte, wird das älteste deutsche Spiel mit sogenannten Avataren ab sofort vom Netz genommen. Ein Sprecher der Agentur Danubia-Labs teilte mit, das Spiel habe sich in den vergangenen Wochen auf eine unschöne und durch die Betreibergesellschaft nicht mehr zu kontrollierende Weise entwickelt.

Für diesen Schritt waren Wendungen in der politischen Szene des Internetstaates Bayern ausschlaggebend. Ein Danubia-Sprecher bestätigte gegenüber der Berliner Bühne: »Wir waren doch so froh, dass wir die CSU erfunden hatten und dass die CSU von unseren Kunden all die Jahre so gut angenommen wurde. Aber was sich jetzt entwickelt, ist unkalkulierbar. Wir wissen ja nicht, wer sich hinter Seehofer versteckt. Von Söder will ich gar nicht reden. Das können unter Umständen ganz finstere Leute sein. Und die Pauli will jetzt auch noch was werden, du liebe Güte! Da müssen wir unsere Verantwortung wahrnehmen.«

Unterdessen gelang es der Berliner Bühne, die Userin Lisa F. aus Freising ausfindig zu machen. In den vergangenen Jahren verbarg sich Frau F. hinter dem Avatar Stoiber. Sie sagt: »Mei, der Edi ging halt ab wie die Luzy. Der Wahn. Aber jetzt hams halt an Leberkäs aus ihm gmacht. Tschau, Bello!«

Die Abschaltung von Bayern löste in der Internetcommunity bereits heftige Proteste aus. Im virtuellen Freistaat waren in der Vergangenheit erhebliche Vermögenswerte erwirtschaftet worden. Unklar bleibt, was mit den »Isar-Dollar« geschehen soll, die in Milliardenbeträgen auf bayerischen und realen Schweizer Konten lagern.

»Bayern war trotz allem eine Riesenerfolgsgeschichte«, bestätigt der Danubia-Sprecher, »jetzt müssen Lösungen gefunden werden.« Lisa F.

allerdings hat bereits ihre persönliche Lösung gefunden: »I moch jetzt bei Berlin mit. I bin jetzt a Preiß im Netz. I hob mer so an dicken Sozn gebastelt, mit Vollbart. Helle isser ja net, aber ganz an Liaber.

Was glaubst, die Sozis ham ihn sich glei zum Vorsitzenden gwählt. I hob vielleicht an Dusl!«