Schadstoffausstoß beruht auf Kraftstoffverbrennung: Geringerer Kraftstoffverbrauch = weniger Schadstoffe. Vergessen Sie das Argument, modernere Motoren produzieren weniger Schadstoffe im Prinzip richtig, aber ökonomisch marginal und als Besteuerungsbasis zu schmal.

Eine Erhöhung der Treibstoffsteuer provoziert viel direkter: einfachere und leichtere, kleinere, windschlüpfrigere Autos, sie belohnt Wenigfahrer, langsame Fahrer, sie beteiligt auch den Transitverkehr an der Immission in unserem Land.

Wie wollen Sie die Schadstoffwerte vernünftig ermitteln mit jährlichem Update (!) , verwalten, überprüfen, »handeln«? Wie die bisherigen älteren Autos bewerten, die Exoten und Oldtimer, die unbekannten Fabrikate, die Transitfahrzeuge? Bürokratie ohne Ende.

Eine Steuer ist gut, wenn Sie nicht nur hochwirksam ist, sondern wenn sie auch einfach zu erheben ist. Und: Alte Steuer = gute Steuer (Lehrsatz für Studenten der Finanzwirtschaft im dritten Semester).

Daher: Nicht den Rausch, sondern den Wein besteuern.

Prof. Strauss, Stuttgart

Hoffen Sie nicht auf vernünftiges Handeln der Politiker. Diese bedauernswerten Menschen müssen die Wünsche der Autohersteller und somit die Wünsche der Autofahrer erfüllen. Sonst hagelt es wieder verstärkt »Arbeitsplatz-Abbau«. Arbeitsplätze für Autos sind doch wichtiger als die Zukunft und das Überleben unserer Kinder und Kindeskinder. Oder? Ich könnte Ihnen nachweisen, dass das Auto in den Industrienationen der Umweltfeind Nummer eins ist. Aber wer will das wissen?