Woran denken Sie zuerst, wenn Sie »Europa« hören?

Europa ist für mich der »Alte Kontinent« »alt« im Sinne seines gewaltigen Beitrags zur Weltkultur, zu Wissenschaft, Bildung und Demokratie, trotz seiner stürmischen Geschichte.

Was war Ihre erste persönliche Erfahrung mit Europa?

Ich war 15, als ich meine erste Auslandsreise unternahm. Auf dieser Klassenfahrt, 1963, war ich in vier europäischen Ländern: Italien, Schweiz, Deutschland und Österreich. Damals bin ich zum ersten Mal dem kulturellen Reichtum, der Naturschönheit und natürlich den Menschen Europas begegnet. Für jemanden, der von einer kleinen Insel am Rande Europas kam, war es eine wunderbare Einführung.

Warum ist es gut, dass Ihr Land zur EU gehört?

Malta ist in seiner ganzen Geschichte von den jeweils dominierenden Mächten des Mittelmeerraums beherrscht worden. Daher ist es die Erfüllung eines lang gehegten Traums, dass es seinen Platz als gleichberechtigter, unabhängiger, souveräner Staat unter den europäischen Nationen einnehmen konnte. Die EU hat von Malta einen Gewinn, weil die Insel historisch ein Bollwerk der europäischen Zivilisation und Demokratie war. Zweimal, 1565 und 1940 bis 1943, hat Malta erfolgreich schwere Belagerungen durchgestanden sein europäisches Leumundszeugnis ist in Ordnung. Auch befindet sich die Insel in einer strategischen Lage, um Europa näher an die geopolitisch wichtigen nordafrikanischen Staaten heranzurücken.

Womit kann oder wird Europa die Welt noch überraschen?