Die neue Sorge um die Umwelt bereitet den USA ein Problem wie einst zur Jahrtausendwende und Hektik macht sich breit. Am kommenden Sonntag werden von New York bis San Francisco die Uhren auf Sommerzeit gestellt zwei Wochen früher als noch 2006 und zwei Wochen vor der EU, wo die Uhren erst am letzten Sonntag im März umgestellt werden.

Die überraschend vorgezogene Sommerzeit treibt nun Programmierern den Schweiß auf die Stirn. Experten warnen bereits vor allerlei Pannen: Hotelgäste müssten damit rechnen, zu spät geweckt zu werden - die Kalenderfunktion des Computers könnte den Arzttermin verpassen - auch Verzögerungen beim E-Mail-Verkehr seien zu erwarten.

»Um solche Probleme zu verhindern, müssen amerikanische Betriebe dieses Jahr rund 350 Millionen Dolllar zusätzlich ausgeben«, sagt Jeffrey Hammond, Analyst bei Forrester Research. Der Grund, warum die USA dieses Jahr anders ticken als andere Länder: Man verspricht sich eine Energie-Ersparnis von dem zusätzlichen Sonnenlicht. Knapp ein Dollar pro Person und pro Jahr könne so eingespart werden, wirbt Bill Prindle vom American Council for an Energy-Efficient Economy, einem privaten Forschungsinstitut. Hochgerechnet entspricht das rund 300 Millionen Dollar. » Das ist nicht viel, aber auf lange Sicht gesehen, könnte es sich dennoch lohnen«, sagt Prindle. Zahlt sich die Maßnahme am Ende nicht aus, hat sich die US-Regierung vorbehalten, im nächsten Jahr wieder zur gewohnten Zeit an den Uhren zu drehen. Zumindest die Programmierer würden davon profitieren.