Simbabwe Matter Protest
In Simbabwe ist der Oppositionsführer brutal zusammengeschlagen worden. Doch die Welt kann sich zu einer scharfen Reaktion nicht aufraffen.
Oppositionsführer Morgan Tsvangirai (l.)
Früher waren die Täter stets unbekannt. Sie schossen auf das Fahrzeug von Morgan Tsvangirai oder versuchten, ihn aus dem zehnten Stock eines Hochhauses zu werfen. Anonym war auch der Anschlag im Oktober 2000, ein paar Tage nach einem Gespräch mit der ZEIT, als eine Handgranate vor seinem Büro explodierte. Heutzutage kommen die Schergen des Regimes ganz offiziell in Polizeiuniformen, um den prominentesten Oppositionspolitiker von Simbabwe zu misshandeln. Vorigen Sonntag prügelten sie ihn so heftig, dass er mehrmals die Besinnung verlor.
Tsvangirai ist der unbeugsamste Widersacher von Präsident Robert Mugabe, der Simbabwe in eine Einparteiendiktatur verwandelt und in unersättlicher Machtgier sein einst blühendes Land zerstört hat: Die Wirtschaft ist flächendeckend ruiniert, die Inflationsrate liegt bei 1600 Prozent – die höchste der Welt. In die Dörfer ist der Hunger zurückgekehrt.
Simbabwe war einmal ein Vorzeigestaat im postkolonialen Afrika. Eine kriminelle Machtclique hat ihn zu einer der brutalsten Despotien unserer Zeit pervertiert. Regimegegner werden verfolgt, gefoltert, umgebracht. Nun war Tsvangirai wieder einmal an der Reihe. Und wie reagiert die internationale Gemeinschaft? Mit mattem Protest und windelweichen Sanktionen. Mugabe ist eben keine Gefahr für die Außenwelt. Sein Terrorismus richtet sich nach innen, gegen das eigene Volk.
Bartholomäus Grill
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- Datum 14.03.2007 - 02:21 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 15.03.2007 Nr. 12
- Kommentare 2
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Als Lösung für das Problem schlage ich vor, Mugabe ein weißes Makeup zu verpassen.
Leider ist es so, dass Mugabe ein tapferer Mitstreiter gegen das südafrikanische Apartheitsregime war. Solche Kumpels lassen die südafrikanischen Machthaber nicht im Stich.
Ich weiß, man soll Schlechtigkeit nicht gegeneinander abwägen. Aber verglichen mit dem Mugabe-Regime war das Apartheitsregime eine laue Kindergartenveranstaltung.
Wäre Mugabe hingegen ein Weißer, dann würde es ein Tsunami der Solidarität mit der Opposition geben und das Problem würde sich bald von selber lösen.
Tja, Pech für die Menschen in Simbabwe: Mugabe ist Schwarzer
Als Lösung für das Problem schlage ich vor, Mugabe ein weißes Makeup zu verpassen.
Leider ist es so, dass Mugabe ein tapferer Mitstreiter gegen das südafrikanische Apartheitsregime war. Solche Kumpels lassen die südafrikanischen Machthaber nicht im Stich.
Ich weiß, man soll Schlechtigkeit nicht gegeneinander abwägen. Aber verglichen mit dem Mugabe-Regime war das Apartheitsregime eine laue Kindergartenveranstaltung.
Wäre Mugabe hingegen ein Weißer, dann würde es ein Tsunami der Solidarität mit der Opposition geben und das Problem würde sich bald von selber lösen.
Tja, Pech für die Menschen in Simbabwe: Mugabe ist Schwarzer
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