Ausstellung Magnet: Ein Hamburger in Meran
Es gab keine Autobahnen, keine Vier-Sterne-plus-Hotels mit Verwöhnpension, und dennoch hatte Südtirol schon früh seine Anziehungskraft auf Nordlichter. Der Hamburger Friedrich Wasmann (1805 bis 1886) gehörte zu denen, die nach- haltig vom Reiz der damals noch »jungfräulichen« Gebirgswelt gefangen genommen wurden. Nach dem Studium in Dresden und München zog es ihn nach Rom. Doch schon auf dem Weg blieb er für zwei Jahre in Meran hängen, kehrte wieder zurück, bis er sich schließlich ganz in der Stadt niederließ. Wer wissen will, wie unberührt, ländlich und ruhig die Südtiroler Szene um 1830/40 aussah, kann es jetzt in der Hamburger Kunsthalle erfahren, die rund 90 Bilder des jungen Wasmann, der zu den ersten Freilichtmalern zählte, zusammen mit 50 Zeichnungen ausstellt. Sie zeigen das Land und seine Leute, kunstvolle Haartrachten ebenso wie bäuerliche Traditionen und beeindruckende Berg-und-Wolken-Studien. »Meran im Schnee« (unser Bild) entstand um 1840. put
»Friedrich Wasmann«, Kunsthalle, Glockengießerwall, Hamburg. Bis 28. Mai, Di–So 10–18 Uhr. Eintritt: 6 Euro, Katalog 39 Euro, Auskunft: Tel. 040/428131200, www.hamburger-kunsthalle.de
- Datum 14.03.2007 - 03:34 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 15.03.2007 Nr. 12
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