Handel »Mohammed als großer Kaufmann«

Hersteller und Händler verdienen gut an ihrer muslimischen Kundschaft.

Für die Konsumenten ist jeder Fleischklops ein Statement und jedes Schnitzel ein Bekenntnis. Für Wim Snijders ist es »ein Riesengeschäft«. Snijders ist Geschäftsführer des Fleischproduzenten Mekkafood in Nettetal-Kaldenkirchen, der Fertiggerichte streng nach islamischen Regeln herstellt. 200 Tonnen, jede Woche. Snijders’ Ware landet in den Kühltheken von Rewe, Edeka und bei vielen kleinen Lebensmittelhändlern in den Niederlanden, in Belgien und Deutschland. »Dreizehn Jahre ständiges Wachstum« habe er hinter sich, sagt Snijders und ergänzt schnell: »Das ist noch längst nicht ausgereizt.«

Überall in Deutschland und dem übrigen Westeuropa erschließen sich Unternehmen einen neuen, transnationalen Markt: den der nach islamischen Regeln korrekt gefertigten Waren und Dienstleistungen. Dazu gehören beispielsweise Trockensuppen für fromme Muslime von der Firma Veris aus Waldalgesheim bei Bingen. Aber auch ein Pflegeheim speziell für alt gewordene Türken, das der Klinikkonzern Marseille gerade in Berlin errichten lässt. Rotterdam hingegen diskutiert über den Bau des ersten islamischen Krankenhauses in Europa, und in Paris bedrängt Mecca-Cola das klassische amerikanische Coke in den Limonaderegalen der Supermärkte. In Großbritannien schließlich etablieren sich islamisch korrekte Geldanlagen.

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Rund 15 Millionen Muslime leben in der Europäischen Union

Alle diese Produkte sind auf eine spezielle Klientel zugeschnitten, die inzwischen auch als Konsumenten ihre eigenen kulturellen Werte reklamieren. »Die Muslime in Europa machen typische Mittelschichtserfahrungen«, sagt etwa Dietrich Reetz vom Zentrum moderner Orient in Berlin. »Sie verlangen gute Qualität, viele wollen sich hier dauerhaft niederlassen. Wenn sich ein solcher Markt entwickelt, ist das ein Fortschrittseffekt.«

Die Produkte und Dienstleistungen sind halal, entsprechen also jenen Vorschriften, die islamische Rechtsgelehrte aus dem Koran ableiten. Und diese Regeln sind durchaus vielfältig: kein Schweinefleisch essen, keinen Alkohol trinken, keine Zinsen nehmen. Doch was vergleichsweise einfach klingt, kann – je nach Auslegung – in der Realität höchst kompliziert werden. Denn Alkohol beispielsweise ist nicht nur in Getränken wie Wein oder Bier enthalten, sondern findet sich auch versteckt in Würzmitteln oder Medikamenten. In manchem Konfekt verbirgt sich Schweinegelatine. Und wie kauft man eigentlich ein Haus, ohne einen klassischen Kredit aufzunehmen?

Das ökonomische Potenzial, das in dieser speziellen Kundschaft steckt, lockt mittlerweile zahlreiche Unternehmen an. Ihre Zielgruppe sind die rund 15 Millionen Muslime, die in der Europäischen Union leben, davon 3,2 Millionen in Deutschland. Wie viel Kaufkraft sie vereinen, lässt sich allenfalls schätzen. Zwischen 12 und 15 Milliarden Euro soll allein der europäische Markt für Halal-Lebensmittelmarkt umfassen; auf Deutschland entfällt wohl ein Anteil von bis zu fünf Milliarden Euro. Die Chancen für Halal-Ware stehen allerdings recht gut. So nimmt beispielsweise in Deutschland die Zahl jener Türken stetig zu, die sich selbst als religiös bezeichnen. Dies ist gleichzeitig jene Kundschaft, die potenziell islamkonforme Waren kauft. Waren es vor sechs Jahren noch 57 Prozent, betrug ihr Anteil 2005 bereits 76 Prozent. In anderen westeuropäischen Ländern liegen vergleichbare Quoten eher noch höher. Die Muslime in Großbritannien, Frankreich und Holland beispielsweise kommen vor allem aus Nordafrika oder Pakistan – also aus Ländern, in denen die Religion einen noch größeren Einfluss auf das alltägliche Leben hat als hierzulande.

Leser-Kommentare
  1. Noch mal mit herzlichem Dank an Dr. Oliver Hartwich von der 'Achse des Guten':

    Drei kleine Schweinchen

    The animal I really dig,
    Above all others is the pig.
    Pigs are noble. Pigs are clever,
    Pigs are courteous. However,
    Now and then, to break this rule,
    One meets a pig who is a fool.

    So beginnt das Gedicht Three Little Pigs des englischen Schriftstellers und Kinderbuchautoren Roald Dahl. Es ist eine Variation der berühmten Geschichte von den drei kleinen Schweinchen, die allerdings in typischer Roald-Dahl-Manier abgewandelt ist: Drei kleine Schweinchen fürchten sich vor dem bösen Wolf, der ihre Häuser umpusten und die Schweine fressen will. Bei den ersten zwei offenbar sozial-benachteiligten Schweinchen, die nur in armen Stroh- und Holzbehausungen leben, gelingt ihm das auch. Beim dritten Haus geht ihm jedoch die Puste aus. Der Wolf gibt auf und kündigt an, in der Nacht wiederzukommen, um das Haus mit Dynamit in die Luft zu sprengen. Da bittet das Schweinchen in seiner Verzweiflung das im Umgang mit dem Wolf erfahrene Rotkäppchen um Hilfe. Rotkäppchen macht sich sofort auf den Weg, findet den Wolf und erschießt ihn mit einer Pistole. Doch das Schweinchen hatte sich zu früh gefreut:

    Pig, peeping through the window, stood
    And yelled, “Well done, Miss Riding Hood!”

    Ah, Piglet, you must never trust
    Young ladies from the upper crust.
    For now, Miss Riding Hood, one notes,
    Not only has two wolfskin coats,
    But when she goes from place to place,
    She has a PIGSKIN TRAVELING CASE.

    Wie der Leser schon erkannt haben dürfte, handelt es sich bei diesem Gedicht um eine politisch unkorrekte Geschichte, denn eigentlich hätte man doch von Rotkäppchen erwartet, dass sie einen Dialog zwischen dem Wolf und dem Schwein in Gang setzt, um die Gewaltspirale zu beenden und den Fleischkonsum des Wolfes einmal kritisch zu hinterfragen. Aber schlimmer noch: Bereits das Auftauchen von drei kleinen Schweinchen (die am Ende alle tot sind) könnte die Gefühle von Muslimen verletzten.

    Jedenfalls dachten sich das wohl die Organisatoren eines Musikfestes für Grundschüler in Huddersley. Um muslimischen Kindern nicht zu nahe zu treten, wurden die drei kleinen Schweinchen durch drei kleine Hündchen ersetzt. Der Telegraph berichtet:

    Gill Goodswen, who is one of the organisers of the Kirklees Primary Music festival behind the changes, said: “We have to be sensitive if we want to be multi-cultural. It was felt it would be more responsible not to use the three little pigs.” She said the committee had to consider the feelings of children who would be singing along, not just the performers. “We feared that some Muslim children wouldn’t sing along to the words about pigs,” she added. “We didn’t want to take that risk. If changing a few words avoids offence then we will do so.”

    Von den Versicherungen der örtlichen muslimischen Gemeinde, dass der Islam die Erwähnung des Wortes “Schweinchen” gar nicht nicht verbietet, ließen sich die Gutmenschen von Huddersley nicht irritieren.

    Der Unterhausabgeordnete Philip Davies fand zu dem Fall die richtigen Worte:

    “My view is that the people responsible for this are completely bonkers. It is the type of political correctness which makes people’s blood boil. As usual it is done in the name of ethnic minorities but it is perpetrated by white, middle class, do-gooders with a guilt complex and far too much time on their hands.”

    Und was hätte Roald Dahl wohl dazu gesagt?

    People are noble. People are clever,
    People are courteous. However,
    Now and then, to break this rule,
    One meets a person who is a fool.

  2. ...aber dieser Nachschlag sagt nichts ueber Muslime aus, sondern zeigt welch grosses Wissensdefizit herrscht! Ausserdem hat auch dieser Kommentar nicht das geringste mit dem Artikel zu tun!

  3. für die von vielen Muslimen in westlichen Ländern gewünschte SEGREGATION.
    Auf den religiösen Gehalt dieses 'muslimischen Wirtschaftens und Konsumierens' sollte man nicht zuviel geben - es geht nur darum, sich äußerlich abzugrenzen und gleichzeitig innerlich überlegen fühlen zu dürfen. Gerade der Islam als RITUALRELIGION eignet sich dafür besonders gut - man kann die Rituale im Alltag zelebrieren, ohne ihren inneren Gehalt in irgend einer Weise spirituell nachvollziehen zu müssen - die kulturell-spirituelle Leere und Dürftigkeit des faktischen islamischen Lebens in der heutigen Welt kann so wirkungsvoll unter einem Schleier angeblichen 'Islamisch-Seins' verdeckt werden.

    Daß das bei Medienleuten wie bei der ZEIT gut ankommt lässt sich schon deshalb leicht nachvollziehen, wenn man die SEICHTIGKEIT, mit der dieses DEKULTURALISIERTE DEKADENZ'BÜRGERTUM' in den letzten Wochen über 'die Weltreligionen' geschrieben hat - vgl. Sie bitte die entsprechenden ZEIT-BEITRÄGE.

    Im übrigen zu Fritzfernandos 'islamisches soziales Wirtschaften': das tatsächliche 'islamische soziale Wirtschaften' in der westlichen Welt heute besteht bei 70-80% der muslimischen Haushalte aus dem regelmäßigen Bezug von Sozialhilfe, die die 'ungläubigen Hunde' erwirtschaften dürfen - zuzüglich kleiner Extra-Profite aus Drogen-, Prostitutions- und Schutzgelderpressungs-Wirtschaft - der 3er BMW muß schließlich unterhalten werden

    • endis
    • 15.03.2007 um 17:40 Uhr

    Man kann natürlich krampfhaft etwas suchen, dem man irgendetwas Positives an der Entwicklung der letzten Jahrzehnte abgewinnen kann. Was aber gut daran sein soll, dass sich 'halal' Fleisch ausbreitet, das mit betäubungslosem Schächtem (Kehleaufschlitzen bei vollem Bewusstsein) gewonnen wird, oder dass 'scharia'konforme Geldanlagen sich vermehren, bleibt offen. Die Gesamtbilanz wird nicht ohne Grund ungern angesprochen. Sagen wir lieber nichts darüber, dass die islamische Einwanderung Europa insgesamt ein dickes Minus einbringt.

  4. Viele muslimische Kleingewebe sind soziale Leistungen für dieDeutsche zu faul sind .

    Es sind überwiegend türkische Geschäfte die noch Lebensmittel in Wohngebieten anbieten, ein Segen für ältere Menschen ohne Auto oder mit Behinderungen.

    Beim Dönerstand treffen sich deutschnationale mit ihren importierten Thai-Frauen genauso wie ehemals Grüne Latzhosenträgerinnen die am Ende ihrer Lebenslügen auf ein gescheitertes Dasein zurückblicken, und die Generation Golf die sich mit Oma ihrem kleinen Häusschen ein schönes Leben gegönnt haben und nun plötzlich in der Hartz-Zuvielgesellschaft gelandet sind, genauso wie die Gewinner der assozialen Umverteilungsbranche. Der Dönerstand als sozialer Treffpunkt, nachdem die Currywurstbrater an schleichender Schweinefleischergiftung berufsunfähig wurden. Die türkischen fleissigen Kleinunternehmer leben gut vom deutschen Untertanen der von seinen Sklavenhaltern verstoßen wurde, oder noch wird.

    Das aber nicht aufgrund irgendeiner Verschwörung sondern wegen Fleiss und sozialem Engagment und dem islamischen Menschenbild dass der Mensch frei sein soll.

    • rudi07
    • 16.03.2007 um 3:34 Uhr

    Nur scheinbar gibt sich dieser Kommentar besonders einfältig, bei 'Fritzfernando' handelt es sich um einen 'Überzeugungsschreiber'. Und so wird geübt die eigene, mit Vorurteilen befrachtete 'Weltsicht', zur allgemein gültigen 'Wahrheit' umgebogen und der Dönerladen an der Ecke zum 'sozialen Trefpunkt' der Gescheiterten und Entrechteten unserer verkommen, 'ungläubigen' Gesellschaft gekürt. Dort lernen sie, wie Fleiss und soziales Engagment, gepaart mit tiefem islamischen Glauben und der hohen Kunst der Fertigfleischbräterei die Menschen 'frei' macht. Bei so viel Hammelromantik rotieren die tausenden, an 'Schweinefleischvergiftung' verreckten Currywurstbrater in ihrem Grab und Grüne, Deutschnationale, nebst 'importierten Thai-Frauen' und alle anderen Loser stimmen ein fröhliches 'Allahu Akbar' an.

  5. Mit Dank an

    Dr. Oliver Marc Hartwich, Londen

    für diesen Verweis auf das aktuelle

    [ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]

    bezüglich des Umgangs mit 'ungläubigen' Kuffar-Hunden im Alltag:

    Wa`alaykum As-Salamu wa Rahmatullahi wa Barakatuh.

    In the Name of Allah, Most Gracious, Most Merciful.

    All praise and thanks are due to Allah, and peace and blessings be upon His Messenger.

    Brother, we appreciate your forwarding this question to us, and we commend your desire to learn more about the teachings of Islam. May Allah help us all keep firm on the right path. Ameen!

    (kleiner Zwischenkommentar: dieses inzwischen im 'islamischen Gespräch' üblich gewordene leere Salbadere ist eigentlich auch schon der ganze 'religiöse Gehalt' des verwestlichten Pseudo-Moslems von nebenan)

    Islam forbids Muslims to keep dogs, and the punishment for that is the loss of one or two qiraats from one's hasanat (good deeds) each day. An exception is made for keeping dogs for hunting or guarding.

    `Abdullah ibn `Umar (may Allah be pleased with him) is reported to have said that the Prophet (peace and blessings be upon him) said, 'Whoever keeps a dog, except a dog for herding livestock or a dog that is trained for hunting, will have two qiraats deducted from his reward each day' (Al-Bukhari and Muslim).

    In his response to your question, Sheikh Muhammad Al-Mukhtar Ash-Shinqiti, Director of the Islamic Center of South Plains, Lubbock, Texas, states the following:

    If the dog is taken for Islamically acceptable purposes such as guarding and hunting or protecting one's soul and property, there is nothing wrong with doing so and it does not take away any good deeds. Allah has praised the people of the cave and among what has been mentioned about them is [their dog stretching forth his two forelegs on the threshold] (Al-Kahf 18:18) and the Qur'an mentions the dog three times in Surat Al-Kahf.

    Also, the Prophet (peace and blessings be upon him) allowed taking dogs for protecting cattle and for hunting.

    However, taking a dog only as a pet is forbidden in Islam and doing so has a lot of harms. According to the authentic hadith, 'It would decrease his good deeds by the equivalent of one piece of land' (Muslim).

  6. sind top wenn es dazu kommt was zu verkaufen..

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