Ausländerrecht »Kaum Chancen«Seite 3/3
ZEIT: Man kann die Verantwortung aber nicht allein der deutschen Gesellschaft geben. Liegt sie nicht auch in den Familien selbst?
Abul-Ella: Natürlich. Die Elternkurse, die ich heute gebe, hätte ich schon vor 25 Jahren anbieten sollen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Sozialsystem eine Verantwortung hat: Wenn ein Jugendlicher aus einer deutschen Familie straffällig wird, die aus der Unterschicht kommt und dessen Eltern seit vielen Jahren arbeitslos sind, dann wird gefragt, wo das Jugendamt versagt hat. Dasselbe muss auch für Migrantenfamilien gelten. Wenn die Familie, egal, welcher Herkunft, nicht in der Lage ist, Probleme zu verhindern, dann muss man intervenieren. Die Straffälligen von heute sind die Kinder der Jugendlichen aus den achtziger Jahren, und in dieser Zeit liegen die Ursachen.
ZEIT: 1980 wurde erstmals ein Beschäftigungsverbot für Flüchtlinge und Asylbewerber eingeführt.
Abul-Ella: Damals begann der Weg in die Desintegration. Ich stütze mich auf meine Beobachtung in der Arbeit mit Libanesen. Die Leute, die zwischen 1975 und 1980 gekommen sind, durften arbeiten, auch wenn sie Asylbewerber waren. Sie leben heute nicht mehr in Kreuzberg oder Neukölln, ihre Kinder haben eine Ausbildung genossen. Für diejenigen, die danach kamen, sah es anders aus. Asylbewerberkinder waren nicht mehr schulpflichtig, und es wurden Sammelunterkünfte eingerichtet. Es gab tatsächlich Menschen, die ihre Wohnung verlassen mussten, um in ein Heim zu ziehen. Dann wurden die Sachleistungen und Wertgutscheine eingeführt. In bestimmten Supermarktketten konnte mit diesen Gutscheinen bezahlt werden. Damit sind die Leute gekennzeichnet: Die ganze Schlange an der Kasse sieht, dass ich Asylbewerber bin und dem Staat auf der Tasche liege.
ZEIT: Aber immerhin hat der Asylbewerber Zuflucht gefunden. Und Deutschland sorgt für seinen Unterhalt. Kann man da nicht erwarten, dass er Wertgutscheine in Kauf nimmt?
Abul-Ella: Wenn das Asylverfahren in ein paar Monaten oder in einem Jahr zu Ende wäre, dann schon. Aber wenn es jahrelang dauert, ist das ein Problem. Diese Stigmatisierung ist nicht zu unterschätzen.
ZEIT: Viele der Flüchtlinge, die in den achtziger Jahren kamen, haben mittlerweile eine Aufenthaltsgenehmigung oder sind gar eingebürgert.
Abul-Ella: Ja, aber das jahrelange Nichtstun und die Ablehnung, die sie erfahren haben, hat Spuren hinterlassen. Wir reden hier von der Psyche der Menschen, und die ändert sich nicht von einem Tag auf den anderen mit einem neuen Gesetz.
ZEIT: Kennen Sie persönlich Familien, die von dem neuen Bleiberecht profitieren werden?
Abul-Ella:
Mir fällt nur eine einzige ein, bei der ich mir das vorstellen kann. Es sind Kurden aus dem Libanon, sie leben seit über 15 Jahren hier. Die Tochter ist hier geboren, sie geht auf die Realschule. Für sie könnte es jetzt die Perspektive auf eine Ausbildung geben. Der Vater kann einigermaßen gut Deutsch sprechen. Er hat sehr unter dem Arbeitsverbot gelitten. Vielleicht gelingt es ihm, einen Job als ungelernte Fachkraft zu finden. Für den Sohn jedoch stehen die Chancen schlecht: Er sitzt in Haft. Wer straffällig geworden ist, hat keinen Anspruch auf das neue Bleiberecht.
Das Gespräch führten
Anne-Dore Krohn
und
Annabel Wahba
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- Datum 27.03.2007 - 13:08 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.03.2007 Nr. 13
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Bizarrer Unsinn, Halbstein: Der Bürgerkrieg in den USA wurde doch nicht zwischen verschiedenen Ethnien ausgefochten, sondern zwischen Weißen und Weißen; und Gegenstand waren in erster Linie unterschiedliche Wirtschaftsformen.
Die Bedrohungen von außen werden in den USA immer mal wieder benutzt, um eine bestimmte Politik durchzusetzen, aber doch nicht, um die Nation zusammenzuhalten.
Kein westliches Land kann das verkraften.
in der Tat viele sind hier geboren und aufgewachsen aber leben nicht wie die Einheimischen;d.h. sie sind der Sprache nicht maechtig oder nur gebrochen und habe keinerlei Verbindung an die Gesellschaft ausserhalb ihres Kulturkreises. Sie scheitern scon in der Grundschule wegen der Defizite in der Sprache.Man kann nicht der deutschen Gesellschaft die Allein Verantwortung fuer die Defizite in der Integration der Migranten geben.Leute koennen nicht gegen ihren Willen integriert werden und man kann es auch nicht von oben herab diktieren.Irgendwann sind die Leute auch fuer sich selber verantwortlich.
man was in vielen muslimischen Laendern an der Tagesordnung ist dann kann man verstehen warum es viele Probleme mit Muslimen in christlichen Laendern gibt.Der Nahe Osten rueckt durch die vielen Muslime immer naeher - egal ob es religioese oder kulturelle Probleme sind, sie haben diese Streitsachen quasi im ' Handgepaeck' und verbreiten diese Probleme in der gesamten Welt.
Kinder, die hier bei uns egal unter welchen Bedungungen aufgewachsen sind und seit vielleicht 15 Jahren hier leben, sind deutsche Kinder mit allen Rechten!
Ihnen Schul- und Berufsausbildung zu versagen ist in höchstem Maße unmoralisch, unchristlich, unmenschlich und ein Verstoß gegen die Kinderrechtekonvention der UN (die die BRD nur mit Einschränkungen für Immigranten ratifiziert hat).
Es wird Zeit das dies auch Grüne und andere Multikultiverfechter einsehen.
Es ist aber nicht nur der Vielvolkerstaat, der uns eines Tages unloesbare Probleme bereitet. Es ist einfach so, dass die meisten legalen oder illegalen unqualifizierten Einwanderer nicht gebraucht werden, obwohl staendig davon geredet wird, dass Deutschland ohne Zuwanderung jaemmerlich zugrunde geht. Das stimmt ja nicht. Wir sehen gerade, dass die Wirtschaft trotz der hohen Arbeitslosenziffer, den 20 Millionen Rentnern und den hundertausenden nicht arbeitenden Einwanderern ( alle diese Leute am Leben zu halten kostet ein wahnsinnges Geld ) hervorragend funktioniert. Und das wird sie auch - und vielleicht sogar besser - wenn Deutschland nur noch 68 Millionen Einwohner haette.
Uebrigens: die heute unqualifizierten jungen und alten Einwanderer werden sich auch in Zukunft nur in sehr geringer Zahl qualifizieren koennen, weil dafuer wahrscheinlich auch die innere Einstellung fehlt oder sie durch andere Probleme wir Mentalitaet, Familienverhaeltnisse, Religion etc. daran gehindert werden.
Halbsteinw weiß es genau: 'Wohin Vielvölkerstaaten führen konnten wir in Jugoslawien, der Sowjetunion, Irak, Afghanistan sehen. [...] Ein aus ethnischen und kulturellen Flickenteppichen bestehendes Land ist zum Untergang verurteilt.' -- Wohin Vielvölkerstaaten führen, können wir an den USA und Kanada sehen. Da ist ganz deutlich, dass aus ethnischen und kulturellen Flickenteppichen bestehende Länder zum Untergang verurteilt sind. Oder habe ich hier was verpasst?
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