Kinder Junior-Professoren
In englischen Kindergärten werden schon Zweijährige zu Höchstleistungen getrieben. Erfahrungsbericht einer deutschen Mutter in London.
Direktor Bray steht im Londoner Regen vor seiner Schule und schüttelt den Eltern, die zum Besichtigungstermin erschienen sind, die Hand. Dann führt er selbst durch das Gebäude der Hampshire School. In der ersten Etage hockt eine Gruppe Kinder im Schneidersitz auf dem Boden. »Comment çaaaa vaaa?«, fragt die Lehrerin gedehnt und gibt die Antwort selbst: »Mal.« – »Ooo-ooh«, seufzen Kinder plus Lehrerin im Chor. »Französisch!« Der Direktor strahlt: »Das lernen bei uns schon die Dreijährigen.« Dann erklärt er, dass die Hampshire-School-Kinder mit zweieinhalb Jahren Buchstaben und Zahlenreihen üben. Die ausländischen Eltern in der Gruppe werfen einander fragende Blicke zu. Eine Amerikanerin mit Sechsmonatsbaby, ein chinesischer Vater mit Tochter und ich, die Mutter von Josie, zweieinhalb.
Vor einem knappen Jahr sind wir nach London gezogen – und sind nach den ersten Erkundungszügen durch die hiesige Bildungslandschaft ungläubig bis ratlos. Wir leben in einem zweigeteilten Land. Hier die wohlhabenderen Eltern, die von morgens bis abends das Mantra von »Leistung, Disziplin und Elite« murmeln und denen nichts wichtiger ist, als ihren Nachwuchs in den besten Kindergärten und Schulen unterzubringen. Und da die weniger betuchten Eltern, die sich einen erbitterten Kampf um die Plätze an den wenigen guten staatlichen Kindergärten und Schulen liefern.
Josie diesem Irrsinn ausliefern? Niemals!, ist unser erster Gedanke, und wir erkundigten uns nach einem deutschen Kindergarten. Er liegt leider im weit entfernten Richmond. Bleibt also doch nur die lokale Lösung, und die ist schnell gefunden: ein englischer Kindergarten mitten in London. Untergebracht ist er im bunt bemalten Kellergewölbe einer Kirche. Die Fensterluken lassen kaum Tageslicht herein, aber dafür, erkläre ich meiner Freundin Jane, gibt es draußen Wippen und Rutschen. »Okay«, meint Jane, »aber pädagogisch gibt es Besseres – und du musst ja ans assessment denken.«
Den Begriff assessment begreifen Neulondoner schneller, als ihnen lieb ist. Direktor Bray von der Hampshire School bestellt jedes Kind zu einer solchen Aufnahmeprüfung. Schon die Zweijährigen müssen dann Puzzles legen, malen und Geschichten erzählen. Ernster wird es bei der Aufnahme in die reception class, die erste Grundschulklasse der Privatschulen; die meisten Kinder besuchen sie schon mit vier. Zu diesem Test treten die Bewerber mit dreieinhalb an und müssen Buchstaben erkennen und zählen können.
Kein Zweifel: In England beginnt die Leistungsgesellschaft früh: Ein nationales Curriculum formuliert klare Lernziele, auch schon für Babys. Noch nicht Einjährige sollen sich »sichtlich aufs Essen freuen« und mit den eigenen Zehen und Fingern spielen können.
Meine Schwester in Norddeutschland kann es kaum glauben. Solcherart Erziehungsziele sind ihr neu, und Buchstaben, klärt sie mich auf, sind in vielen deutschen Kindergärten tabu. Ihre Vierjährige spielt noch Ringelreihen. »Es ist ja nicht so, dass hier keiner über frühkindliche Förderung reden würde«, sagt sie, »aber im Moment geht es doch nur noch um die Studie des UN-Sonderberichterstatters, der unser Bildungssystem so ungerecht findet.« – »Interessant!«, rufe ich meiner Schwester durchs Telefon zu, »komm uns doch mal in England besuchen!«
Bei der Wahl des Kindergartens zeigt sich die soziale Hierarchie
Hier ist das so, erklärt mir Jane: Nur wer einen guten Kindergarten besucht, schafft die Aufnahmeprüfung für eine gute Grundschule, und nur der schafft die Prüfung für die nächsthöhere Schule – und nur der oder die landet irgendwann in Oxford oder Cambridge. Jüngsten Statistiken zufolge werden Absolventen privater Schulen überproportional an Universitäten wie Oxford aufgenommen.
Janes Söhne besuchen eine Privatschule, die pro Kind mindestens 1800 Euro im Monat kosten dürfte. Es geht, so macht sie mir klar, nicht bloß um einen Kindergartenplatz, sondern darum, »wo in der sozialen Hierarchie auch Josie einmal stehen wird, wenn sie erwachsen ist«.
Zurzeit gehen nur sieben Prozent auf Privatschulen, doch Geld investieren auch die Eltern der übrigen Kinder. Weil sie ihnen die Chance auf eine gute weiterführende Schule geben wollen, werden sie sich verschulden oder Hypotheken aufnehmen, um Häuser im Einzugsbereich der staatlichen und kirchlichen Schulen zu erwerben, die ihre Schüler eben nicht durchs assessment rekrutieren.
Weil aber zu viele Schüler um zu wenige Plätze konkurrieren, erwägen einige Schulen, ein Losverfahren einzuführen, um Kindern aus sozial schwachen Gegenden – außerhalb des unmittelbaren Einzugbereichs – die Chance auf eine gute Ausbildung zu geben. Brighton hat sich schon für das Losverfahren entschieden – und damit die Mittelschicht auf die Barrikaden getrieben. Die Sunday Times findet: »Es riecht nach Kommunismus«.
Eines lerne ich schnell: Bei der Londoner Schulhatz wird bestraft, wer zu spät startet. Bei einigen Schulen hat schon verloren, wer erst drei Tage nach der Geburt des Kindes die Anmeldeunterlagen einreicht. Das Wall Street Journal hat jüngst von Frauen berichtet, die ihren Kaiserschnitttermin auf den Monatsanfang legen, um unter den Ersten im Auswahlprozess zu sein. Diese Methode bleibt uns versagt, wie gesagt: Das Kind ist bereits zwei. Bleiben also die Schulen mit Wartelisten und assessment.
»Versuch mal die Knightsbridge School, die ist neu, da hast du vielleicht noch Chancen«, rät Jane. Knightsbridge School – ich erinnere mich an einen Tag im vergangenen Sommer: Da versperrten schwarze Limousinen die Straße vor dem Schulgebäude. Der Sohn des syrischen Staatspräsidenten sei da gewesen, erfahre ich nun beim Besichtigungstermin. Doch da ist das window of opportunity schon geschlossen, die Schule für die nächsten beiden Jahre ausgebucht.
Nächster Versuch also: Glendower. Dort bietet sich mir ein Bild wie aus vergangenen Zeiten: Dutzende kleiner Mädchen in grauen Mänteln tollen mit wippenden Pferdeschwänzen über den Hof der Mädchenschule. Doch die Idylle beschränkt sich auf die Pausen, Glendower gilt als eine der härtesten Schulen der Stadt.
Alex, die Tochter meiner Freundin Daniela, hatte den mehrstündigen Test mit dreieinhalb nicht bestanden, hatte die Arme vor der Brust gekreuzt und geschwiegen. Danach war sie auf eine andere Privatschule gegangen. Drei Jahre später hat sie es noch mal probiert – und geschafft. Jetzt brütet sie häufig noch spätabends über den Hausaufgaben. Mit acht hat Alex einen ähnlich straffen Tag wie ihr Banker-Vater.
Ob Josie dem gewachsen ist? Buchstaben werden in ihrem Kindergarten bloß vormittags behandelt, und wir haben nur einen Nachmittagsplatz bekommen. »Also keine intellektuelle Stimulierung?«, sorgt sich Jane. Ballett? Ein Instrument? »Meine haben Yoga und Mandarin.«
Bei Josie steht montags »Kunst und Spaß« auf dem Programm, donnerstags »Sport und Stretching«. Sie bringt wunderschön beklebte Papierbögen nach Hause, auf denen ihr Name steht. Ein Instrument? Nein, aber sogar ohne Musik dreht sie sich im Kreis, wiegt ihre bewindelten Hüften zum Bauchtanz und trällert:
»Shake my belly, shake my belly.«
Was will man mehr? Lupenreines Englisch. Ein fröhliches Kind. Aber ein ganz, ganz weiter Weg nach Oxford.
* Jutta Falke lebt mit ihrem Mann, einem deutschen Diplomaten, und ihrer Tochter in London
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- Datum 29.03.2007 - 14:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 29.03.2007 Nr. 14
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Ich denke der Artikel bezog sich da indirekt auf einen (reichlich übertriebenen) Bericht der Times von Anfang März. [Ein direkter Link würde nur wieder gelöscht, aber die Überschrift des Artikels lautete 'Elite public schools tighten grip on Oxford'.] Allerdings ist der Hauptgrund dafür daß so viele Privatschüler angenommen werden der, daß sich so viele bewerben. Die 'Erfolgsquote' ist für Privatschüler nämlich gar nicht nennenswert höher, sie sind nur überproportional stark unter den Bewerbern vertreten (und das spiegelt sich dann eben in den Zahlen derer wieder, die dann tatsächlich einen Platz bekommen). Was daran liegt daß zwar insgesamt nur sehr wenig Schüler Privatschulen besuchen (8 oder 9%), sie aber einen überproportional hohen Anteil der Schüler stellen, die mindestens 3 As in ihren A-Levels erreichen (um die 60% soweit mir bekannt ist - in England sind Bildungsstandards ähnlich schichtabhängig wie in Deutschland). Und sehr gute A-Levels sind nun mal die Voraussetzung sich überhaupt in Oxford oder Cambridge (bzw generell bei guten Unis) bewerben zu können.
Ich habe insgesamt fast 6 Jahre in Grossbritannien an Universtäten und Forschungseinrichtungen verbracht und mein Eindruck ist, dass die Mehrheit meiner britischen Kommilitonen sehr viel über sehr wenig wusste und viele deutsche Studenten sehr wenig über sehr viel. Nun mag man glauben, dass Nichtwissen besser als Halbwissen ist, aber ich konnte mich doch des Eindrucks nicht erwehren, dass das britische Bildungssystem die Schmalspurigkeit fördert.
Das liegt vor allem auch daran, dass sich Schüler an den meisten Schulen nach den O-levels für 'arts' oder 'science' entscheiden müssen und als Konsequenz z.B. Geschichtswissen bei denen, die sich für 'science' entschieden haben, sich auf 'Hitler und die Harry's' (Zitat Simon Schama) beschränkt. Ein britischer Freund und Cambridge-Absolvent ging auf eine Grammar-school mit 'German-style curriculum' und wurde von seinen Kommilitonen danach als 'too deep' gemieden.
Das heisst, er wusste über zu viele Dinge Bescheid, was den anderen Ihre Ignoranz vor Augen führte. Im deutschen Bildungssystem liegt sicher vieles im Argen, aber das britische System sollten wir deshalb nicht gleich eins-zu-eins übernehmen.
Also, ich hab in Oxbridge studiert (nach einer ganz normalen Schul-Laufbahn in Deutschland; ohne Power-Kindergarten bzw. -Schule).
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
So besonders waren meine Studienkollegen in Oxbridge auch nicht.
Zwar waren die meisten sehr intelligent und hatten auch gute A-level Noten.
Diese Pruefungen sind jedoch nach meiner Meinung nicht mit dem
deutschen Abitur zu vergleichen (zumindest den anspruchsvollen
Pruefungen in Baden-Wuerttemberg und Bayern).
Ich selbst war uebrigens in den Top 5% meines Jahrgangs in Oxford.
Und das voellig ohne Privatschule.
Also: der Artikel ist nach meiner Meinung voellig uebertrieben.
Musste auch schmunzeln bei dem Artikel. Die Autorin hat es offenbar in die Knightsbridge/Chelsea/Kensington Enklave verschlagen. Diese Gegend reflektiert wohl kaum den Rest von England, selbst von London, denn dort befindet sich die Mehrzahl der Expats und reichen Ausländer, die sich auf die wenigen Privatschulen stürzen. Der Artikel könnte von meiner Kollegin geschrieben sein, denn die Story hab ich erst letzte Woche von ihr gehört. Also meine dreijährige Tochter geht zu einer Tagesmutter und zweimal die Woche in die Vorschule und wird nicht gestresst, trotzdem kann sie ein Puzzle zusammenlegen und erkennt Buchstaben und Zahlen, aber das, weil sich ihre Eltern mit ihr beschäftigen. Das ist alles nicht so wild wie beschrieben und trifft nur auf einen Bruchteil der Bevölkerung zu.
Ich lebe seit elf Jahren in England, erst zehn Jahre in London und jetzt seit einem Jahr in Kent und ich muss sagen, es stimmt, dass viele Kinder sich für die wenigen sehr guten staatlichen Grundschulen bewerben, das Problem hier ist eher die Sekundarstufe ab dem elften Lebensjahr. A-Levels sind kaum mit dem Abitur zu vergleichen, da man die wichtigen Fächer wie Mathe und die Naturwissenschaften abwählen und stattdessen 'Food Technology' studieren kann. Allerdings setzt sich auch hier immer mehr der IB (International Baccelaureate) durch, wo wirklich sechs Tage die Woche gearbeitet wird und man auch die Hauptfächer studieren muss. Das würde ich für unsere Kinder bevorzugen, glücklicherweise bieten sie's hier in Sevenoaks an, allerdings auch nur auf Privatschule für 14.000 Pfund im Jahr.
Musste auch schmunzeln bei dem Artikel. Die Autorin hat es offenbar in die Knightsbridge/Chelsea/Kensington Enklave verschlagen. Diese Gegend reflektiert wohl kaum den Rest von England, selbst von London, denn dort befindet sich die Mehrzahl der Expats und reichen Ausländer, die sich auf die wenigen Privatschulen stürzen. Der Artikel könnte von meiner Kollegin geschrieben sein, denn die Story hab ich erst letzte Woche von ihr gehört. Also meine dreijährige Tochter geht zu einer Tagesmutter und zweimal die Woche in die Vorschule und wird nicht gestresst, trotzdem kann sie ein Puzzle zusammenlegen und erkennt Buchstaben und Zahlen, aber das, weil sich ihre Eltern mit ihr beschäftigen. Das ist alles nicht so wild wie beschrieben und trifft nur auf einen Bruchteil der Bevölkerung zu.
Ich lebe seit elf Jahren in England, erst zehn Jahre in London und jetzt seit einem Jahr in Kent und ich muss sagen, es stimmt, dass viele Kinder sich für die wenigen sehr guten staatlichen Grundschulen bewerben, das Problem hier ist eher die Sekundarstufe ab dem elften Lebensjahr. A-Levels sind kaum mit dem Abitur zu vergleichen, da man die wichtigen Fächer wie Mathe und die Naturwissenschaften abwählen und stattdessen 'Food Technology' studieren kann. Allerdings setzt sich auch hier immer mehr der IB (International Baccelaureate) durch, wo wirklich sechs Tage die Woche gearbeitet wird und man auch die Hauptfächer studieren muss. Das würde ich für unsere Kinder bevorzugen, glücklicherweise bieten sie's hier in Sevenoaks an, allerdings auch nur auf Privatschule für 14.000 Pfund im Jahr.
Musste auch schmunzeln bei dem Artikel. Die Autorin hat es offenbar in die Knightsbridge/Chelsea/Kensington Enklave verschlagen. Diese Gegend reflektiert wohl kaum den Rest von England, selbst von London, denn dort befindet sich die Mehrzahl der Expats und reichen Ausländer, die sich auf die wenigen Privatschulen stürzen. Der Artikel könnte von meiner Kollegin geschrieben sein, denn die Story hab ich erst letzte Woche von ihr gehört. Also meine dreijährige Tochter geht zu einer Tagesmutter und zweimal die Woche in die Vorschule und wird nicht gestresst, trotzdem kann sie ein Puzzle zusammenlegen und erkennt Buchstaben und Zahlen, aber das, weil sich ihre Eltern mit ihr beschäftigen. Das ist alles nicht so wild wie beschrieben und trifft nur auf einen Bruchteil der Bevölkerung zu.
Ich lebe seit elf Jahren in England, erst zehn Jahre in London und jetzt seit einem Jahr in Kent und ich muss sagen, es stimmt, dass viele Kinder sich für die wenigen sehr guten staatlichen Grundschulen bewerben, das Problem hier ist eher die Sekundarstufe ab dem elften Lebensjahr. A-Levels sind kaum mit dem Abitur zu vergleichen, da man die wichtigen Fächer wie Mathe und die Naturwissenschaften abwählen und stattdessen 'Food Technology' studieren kann. Allerdings setzt sich auch hier immer mehr der IB (International Baccelaureate) durch, wo wirklich sechs Tage die Woche gearbeitet wird und man auch die Hauptfächer studieren muss. Das würde ich für unsere Kinder bevorzugen, glücklicherweise bieten sie's hier in Sevenoaks an, allerdings auch nur auf Privatschule für 14.000 Pfund im Jahr.
Der berühmte kanadische Wirtschaftswissenschaftler John Kenneth Galbraith wurde einer Kindergärtnerin vorgestellt, die angeblich ihre Kleinkinder in Wirtschaftswissenschaft unterrichtete. Um seine Meinung gebeten, sagte er: 'Wissen Sie, erst sollten die Kinder mal Lesen und Schreiben lernen. Dann schicken Sie sie zu mir, und ich bringe ihnen Wirtschaftswissenschaft bei.'
Wir leben in London seit drei Jahren und seit einem Jahr mit kleinem Sohn. Die Schilderung von Frau Falke spiegelt in mancher Hinsicht auch unser Befremden über manche Aspekte des englischen Geldadels und der Londoner Leistungsethik wider. Aber: Die Ansicht, dass nur Privatschulen letztlich den Weg nach Oxbridge ebnen hat eher mit der Rechtfertigung/Selbstvergewisserung der hohen Ausgaben für Schulen als mit der Wirklichkeit zu tun. Es stimmt das Oxbridge noch immer überproportional Privatschüler annimmt, aber immerhin kommt die große Mehrheit von staatlichen Schulen, mit steigender Tendenz. Zudem gibt es in England eine Reihe anderer sehr guter Universitäten. Der andere Punkt ist, dass der Fairniss-halber auch gesagt werden sollte, dass England in Punkt der Qualität der Kitas Deutschland um viele Jahre voraus ist. Hier gibt es z.B. auch einen verpflichtenden 1-3 Betreuungschlüssel. Und das Zahlen und Buchstaben vor dem sechsten Lebensalter des Teufels sind, dürfte spätestens seit PISA auch in Deutschland als überholt gelten. Ich finde es auch gut, dass die Eltern grundsätzlich bereits sind für Kinderbetreuung Geld auf den Tisch zu legen. So halte ich beispielsweise den Ansatz in Deutschland, dass doch bitte schön der Kindergarten umsonst sein muss (auch für die Wohlhabenden) verfehlt. Qualitativ gute Betreuung lässt sich auf diesem Weg nicht finanzieren. Insofern: Vielleicht nicht nur mit dem Kopf schütteln, sondern auch etwas lernen...?
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