Astronomie: Ein Urknall auf ErdenSeite 3/5
Das Ätherproblem brachte Albert Einstein dazu, die Newtonsche Mechanik über den Haufen zu werfen. Aus dem Sinnieren über die sogenannte Schwarzkörperstrahlung entstand die Quantenmechanik. »Heute ist die Situation in mancher Hinsicht ähnlich wie vor einem Jahrhundert«, sagt Hermann Nicolai vom Albert-Einstein-Institut in Potsdam. Das berühmte Standardmodell der Teilchenphysik ordnet die Grundbausteine der Welt in 17 Teilchenarten. Seit 40 Jahren hat es alle neu entdeckten Teilchen vorhergesagt. Die Übereinstimmung mit der experimentellen Wirklichkeit ist nahezu perfekt – bis auf ein lästiges Detail: Das allerletzte Teilchen, das sogenannte Higgs-Boson, ist immer noch nicht dingfest gemacht.
»Irgendetwas wie das Higgs-Boson muss es geben«, versichert Johann Kühn, Theoretiker von der Universität Karlsruhe, »wenn das Standardmodell stimmt.« Denn ohne Higgs-Boson wäre unerklärlich, warum Teilchen überhaupt eine Masse haben können. Was das heißt, ist schwierig zu erklären. Johann Kühn versucht es erst gar nicht. Er holt zu Schwimmbewegungen aus und sagt: »Das Higgs-Feld ist überall.«
Nur nachgewiesen ist es noch nicht. Das geisterhafte Teilchen zu finden wäre der größte Triumph der Teilchenphysik: der Schlussstein des Standardmodells. Kühn und Kollegen hoffen, dass der LHC ihn setzen wird – und nicht das Konkurrenzgerät in Chicago. Zwar ist dieses siebenmal schwächer als der LHC, aber schon seit dem Jahr 2000 in Betrieb. Zum Erschrecken der Cern-Forscher drangen kürzlich Gerüchte aus Chicago, man habe erste Spuren des Higgs-Teilchens gefunden.
Besteht das Universum aus winzigen schwingenden Saiten?
Eigentlich könnten die Teilchenphysiker zufrieden sein mit dem Standardmodell. Aber sie sind es nicht. »Alle sind sich einig, dass es mehr geben muss«, sagt Jan Louis von der Universität Hamburg. Denn das Standardmodell hat zwar Ordnung in die Welt der kleinsten Teilchen gebracht, aber es hat Schwächen. Es kann die Schwerkraft nicht deuten, eine der vier Grundkräfte der Natur. Es sagt einen falschen Wert für die Masse der Neutrinos vorher, einer besonders flüchtigen Teilchensorte. Und es liefert keine Erklärung für jene ominöse Dunkle Materie, die nach Mutmaßung vieler Astrophysiker das Universum erfüllt. Fast alle Fachleute vermuten daher, dass jenseits des Standardmodells eine tiefere Wahrheit liegen muss.
Bloß welche? Was die Theoretiker jetzt brauchen, sind Denkanstöße aus den Labors. Früher geschahen grundlegende Erkenntnisfortschritte meist notgedrungen. »Damals gab es Daten, die erklärt werden mussten«, sagt Hermann Nicolai. Experimentelle Befunde passten nicht ins akzeptierte theoretische Bild und erzwangen ein Umdenken. So entstand die Quantenmechanik und wohl auch die Einsteinsche Relativitätstheorie. »Heute ist es umgekehrt«, sagt Nicolai, »die Theorie wird nicht von den Experimenten getrieben, sondern muss auf sie warten.« Seit Jahrzehnten lernen Physikstudenten aus den gleichen Lehrbüchern. Langeweile macht sich breit. »Das Problem ist, dass das Standardmodell in den vergangenen Jahrzehnten nur zu gut bestätigt wurde«, sagt der Wissenschaftstheoretiker Martin Carrier von der Universität Bielefeld, »die Experimente liefern bisher keine Hinweise darauf, wie es weitergehen könnte.«
»Theorie und Experiment sind auseinandergedriftet, weil keine Phänomene neu entdeckt wurden, die nicht von inzwischen 25 Jahre alten Theorien beschrieben werden«, sagt der Nobelpreisträger Steven Weinberg von der University of Texas. »Der LHC könnte solche Phänomene finden.« Während sich in den Labors seit einem Vierteljahrhundert nichts grundlegend Neues mehr tut, schweift die Fantasie der Theoretiker umso weiter. Ihr am heißesten gehandelter Kandidat für die Welttheorie ist die sogenannte Stringtheorie.
Wenn sie stimmt, dann hängt buchstäblich der Himmel voller Geigen. Das Universum besteht demnach aus nichts als winzigen schwingenden Saiten – eben Strings. Je nachdem, mit welcher Oberfrequenz ein String vibriert, wird er zu dieser oder jener Teilchensorte. Sogar die widerspenstige Schwerkraft haben die Stringtheoretiker in ihren Gleichungen untergebracht. Die Idee ist elegant, aber niemand kann direkt nachsehen, ob sie zutrifft. Denn die Strings sind viel zu klein, um sie sichtbar für Augen oder Geräte zu machen.
»Den Theoretikern wird vorgeworfen, sich völlig von der Welt abgekoppelt zu haben«, sagt Nicolai, »sie haben ein Arsenal wunderbarer Ideen entwickelt.« Aber wunderbar bedeutet noch längst nicht wahr. »Wenn man in die Welt schaut, dann sieht man: Es passt einfach nicht.« Und wieder, ähnlich wie vor einem Jahrhundert, sind es die kleinen, hartnäckigen Widersprüche. Zum Beispiel glauben viele Kosmologen an ein weltumfassendes Kraftfeld, das den Kosmos auseinandertreibt. Aber das verträgt sich schlecht mit der Stringtheorie, die eher mit zusammenziehenden Kräften harmoniert.






Gibt es tausende Universen und war der Urknall nur einer von vielen ? Physiker und Astronomen stürzen unser vertrautes Weltbild. “Das All ist erfüllt von etwas, was wir nicht sehen, und wird getrieben von einer Kraft, die wir nicht verstehen.” Hier lesen.
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Was immer Physiker physikalisch erklären, die Wirklichkeit, wie sie meinen, kann es nicht sein, denn die müßte auch denkunabhängig existieren. "Denkunabhängig" ist aber in seiner Bedeutung nicht denkbar, weil es eben mit seiner Bedeutung denkabhängig ist.Friedrich Seibold
Man hört gar nicht wie das Experiment am 1. August in Cern ausgegangen ist. Sind die Physiker nun selbstbefriedigt ? Verhungern jetzt keine Menschen mehr auf der Welt, gibt es jetzt keine Verbrechen mehr, sind jetzt alle Viren im Internet zerstört, tauen die Pole jetzt nicht mehr ab? Was die Physiker dort treiben ist vergleichbar mit der Neugier bei der Herstellung der Atombombe. Gibt es denn im Moment nicht wichtigere Dinge auf der Welt als die Simulierung des Urknalls? Bringt doch erstmal die Menschheit zur Vernunft.
>>Gibt es denn im Moment nicht wichtigere Dinge auf der Welt als dieSimulierung deUrknalls? Bringt doch erstmal die Menschheit zur
Vernunft.<<Sie verlangen nicht weniger als ein Wunder zu vollbringen, bevor man sich an das vergleichsweise Leichte macht. Ich meine natürlich nicht, dass es aus Prinzip unmöglich wäre, den Hunger, die Umweltprobleme, die Verbrechen etc. aus der Welt zu schaffen, aber es gibt, wie Sie richtigerweise andeuten, ein entscheidendes Hindernis: Den Menschen.Dass Sie dankenswerter Weise die Atombombe erwähnen, bringt mich darauf, an einen Spruch Albert Einsteins zu erinnern: "Was mich erschreckt, ist nicht die Zerstörungskraft der Bombe, sondern die Explosionskraft des menschlichen Herzens zum Bösen."In dieser Kraft übertreffen wir ebenso alle anderen Lebewesen wie in unserer Fähigkeit zu beeindruckenden Leistungen des Geistes.Mit unserem Geist können wir Welten für uns erschließen, die unseren Sinnen verborgen sind und bleiben, wir können das unsichtbare sichtbar machen und selbst das Unvorstellbare unserem Geist zugänglich machen. Wir beginnen die grundlegenden Zusammenhänge zu begreifen, die hinter den vielfältigen Phänomenen unserer Welt stecken, und dies ist auch gut und richtig so; wer nicht ums tägliche Überleben kämpfen muss und sich dennoch für nichts interessiert, was über rein ökonomischen Nutzen hinausweist, wäre besser Ziege, Schaf oder Rind in einer Gegend mit saftigen Weiden geworden als Mensch, denn das Streben nach ökonomischen Nutzen unterscheidet sich vom täglichen Überlebenskampf irgendeines Tieres nicht im Prinzip, sondern nur im Niveau und in der Anwendung von Mitteln, wie sie eben für die Tierart Mensch typisch sind (das gilt nicht nur für die Befriedigung von Grundbedürfnissen. sondern auch für das Machtstreben in Wirtschaft und Politik, denn auch andere Tiere, die in Gesellschaften leben, versuchen über das Überleben hinaus den eigenen sozialen Rang und damit die eigenen Chancen z. B. auf reiche Nachkommenschaft zu verbessern). Der Mensch aber hat Bedürfnisse entwickelt, die weit über das direkt Nützliche hinausgehen, ohne freilich Luxus zu sein. Bedürfnisse, die ihn zum Künstler und zum Wissenschaftler machen. Seine Sehnsucht nach Gerechtigkeit weit über die Grenzen seines unmittelbaren täglichen Lebens hinaus gehört wohl zu den edelsten Zügen des Menschen.Es wäre aber grundfalsch, dem "tierischen", instinkthaften Teil der menschlichen Natur das Etikett "böse" oder "niedrig" anzuheften, und das Geistwesen Mensch als das "Gute" dagegenzuhalten. Im weitgehend "instinkthaften", wenn auch durch den Geist und auch die Kultur überformten Verhalten liegt Gutes wie Böses, zärtliches Verhalten gegenüber Kleinkindern ebenso wie die Neigung zu Machtkämpfen.Andererseits kann auch das Geistwesen Mensch an Dummheit und Bosheit alles sonstige Leben auf der Erde übertreffen, denn nicht nur das Edle, Gute, Hohe und Schöne, sondern auch der kalte, zu Ideologie gefrohrene Hass, religiöser Fanatismus und Höllentheologie, die Anwendung der menschlichen Schöpferkraft auf die Entwicklung immer grausamerer Waffen und Foltermethoden entspringen dem Teil des menschlichen Geistes, der über den Überlebenskampf oder die Verbesserung der eigenen Lebenschancen deutlich hinausweist. Im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus und dem Holokaust wurde oft genug von der Bestie Mensch gesprochen, aber dieses Wort kann allenfalls auf einige Primitivlinge zutreffen; im Zusammenhang mit der Planung und der ideologischen Vorbereitung des Holokaust wäre der Ausdruck "Teufel Mensch" angebrachter, da der Teufel als - eindeutig böses - Geistwesen gedacht werden kann.Die Überwindung des Hungers, der Schrecken des Krieges und anderer Misstände in der Welt setzt die Überwindung des "Teufels Mensch" und der durch Einstein als unendlich bezeichneten menschlichen Dummheit voraus, und verglichen damit ist die totale und restlose Erforschung des Urknalls und des gesamten Universums vermutlich ein Sonntagsnachmittagsspaziergang.
>>Gibt es denn im Moment nicht wichtigere Dinge auf der Welt als dieSimulierung deUrknalls? Bringt doch erstmal die Menschheit zur
Vernunft.<<Sie verlangen nicht weniger als ein Wunder zu vollbringen, bevor man sich an das vergleichsweise Leichte macht. Ich meine natürlich nicht, dass es aus Prinzip unmöglich wäre, den Hunger, die Umweltprobleme, die Verbrechen etc. aus der Welt zu schaffen, aber es gibt, wie Sie richtigerweise andeuten, ein entscheidendes Hindernis: Den Menschen.Dass Sie dankenswerter Weise die Atombombe erwähnen, bringt mich darauf, an einen Spruch Albert Einsteins zu erinnern: "Was mich erschreckt, ist nicht die Zerstörungskraft der Bombe, sondern die Explosionskraft des menschlichen Herzens zum Bösen."In dieser Kraft übertreffen wir ebenso alle anderen Lebewesen wie in unserer Fähigkeit zu beeindruckenden Leistungen des Geistes.Mit unserem Geist können wir Welten für uns erschließen, die unseren Sinnen verborgen sind und bleiben, wir können das unsichtbare sichtbar machen und selbst das Unvorstellbare unserem Geist zugänglich machen. Wir beginnen die grundlegenden Zusammenhänge zu begreifen, die hinter den vielfältigen Phänomenen unserer Welt stecken, und dies ist auch gut und richtig so; wer nicht ums tägliche Überleben kämpfen muss und sich dennoch für nichts interessiert, was über rein ökonomischen Nutzen hinausweist, wäre besser Ziege, Schaf oder Rind in einer Gegend mit saftigen Weiden geworden als Mensch, denn das Streben nach ökonomischen Nutzen unterscheidet sich vom täglichen Überlebenskampf irgendeines Tieres nicht im Prinzip, sondern nur im Niveau und in der Anwendung von Mitteln, wie sie eben für die Tierart Mensch typisch sind (das gilt nicht nur für die Befriedigung von Grundbedürfnissen. sondern auch für das Machtstreben in Wirtschaft und Politik, denn auch andere Tiere, die in Gesellschaften leben, versuchen über das Überleben hinaus den eigenen sozialen Rang und damit die eigenen Chancen z. B. auf reiche Nachkommenschaft zu verbessern). Der Mensch aber hat Bedürfnisse entwickelt, die weit über das direkt Nützliche hinausgehen, ohne freilich Luxus zu sein. Bedürfnisse, die ihn zum Künstler und zum Wissenschaftler machen. Seine Sehnsucht nach Gerechtigkeit weit über die Grenzen seines unmittelbaren täglichen Lebens hinaus gehört wohl zu den edelsten Zügen des Menschen.Es wäre aber grundfalsch, dem "tierischen", instinkthaften Teil der menschlichen Natur das Etikett "böse" oder "niedrig" anzuheften, und das Geistwesen Mensch als das "Gute" dagegenzuhalten. Im weitgehend "instinkthaften", wenn auch durch den Geist und auch die Kultur überformten Verhalten liegt Gutes wie Böses, zärtliches Verhalten gegenüber Kleinkindern ebenso wie die Neigung zu Machtkämpfen.Andererseits kann auch das Geistwesen Mensch an Dummheit und Bosheit alles sonstige Leben auf der Erde übertreffen, denn nicht nur das Edle, Gute, Hohe und Schöne, sondern auch der kalte, zu Ideologie gefrohrene Hass, religiöser Fanatismus und Höllentheologie, die Anwendung der menschlichen Schöpferkraft auf die Entwicklung immer grausamerer Waffen und Foltermethoden entspringen dem Teil des menschlichen Geistes, der über den Überlebenskampf oder die Verbesserung der eigenen Lebenschancen deutlich hinausweist. Im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus und dem Holokaust wurde oft genug von der Bestie Mensch gesprochen, aber dieses Wort kann allenfalls auf einige Primitivlinge zutreffen; im Zusammenhang mit der Planung und der ideologischen Vorbereitung des Holokaust wäre der Ausdruck "Teufel Mensch" angebrachter, da der Teufel als - eindeutig böses - Geistwesen gedacht werden kann.Die Überwindung des Hungers, der Schrecken des Krieges und anderer Misstände in der Welt setzt die Überwindung des "Teufels Mensch" und der durch Einstein als unendlich bezeichneten menschlichen Dummheit voraus, und verglichen damit ist die totale und restlose Erforschung des Urknalls und des gesamten Universums vermutlich ein Sonntagsnachmittagsspaziergang.
>>Gibt es denn im Moment nicht wichtigere Dinge auf der Welt als dieSimulierung deUrknalls? Bringt doch erstmal die Menschheit zur
Vernunft.<<Sie verlangen nicht weniger als ein Wunder zu vollbringen, bevor man sich an das vergleichsweise Leichte macht. Ich meine natürlich nicht, dass es aus Prinzip unmöglich wäre, den Hunger, die Umweltprobleme, die Verbrechen etc. aus der Welt zu schaffen, aber es gibt, wie Sie richtigerweise andeuten, ein entscheidendes Hindernis: Den Menschen.Dass Sie dankenswerter Weise die Atombombe erwähnen, bringt mich darauf, an einen Spruch Albert Einsteins zu erinnern: "Was mich erschreckt, ist nicht die Zerstörungskraft der Bombe, sondern die Explosionskraft des menschlichen Herzens zum Bösen."In dieser Kraft übertreffen wir ebenso alle anderen Lebewesen wie in unserer Fähigkeit zu beeindruckenden Leistungen des Geistes.Mit unserem Geist können wir Welten für uns erschließen, die unseren Sinnen verborgen sind und bleiben, wir können das unsichtbare sichtbar machen und selbst das Unvorstellbare unserem Geist zugänglich machen. Wir beginnen die grundlegenden Zusammenhänge zu begreifen, die hinter den vielfältigen Phänomenen unserer Welt stecken, und dies ist auch gut und richtig so; wer nicht ums tägliche Überleben kämpfen muss und sich dennoch für nichts interessiert, was über rein ökonomischen Nutzen hinausweist, wäre besser Ziege, Schaf oder Rind in einer Gegend mit saftigen Weiden geworden als Mensch, denn das Streben nach ökonomischen Nutzen unterscheidet sich vom täglichen Überlebenskampf irgendeines Tieres nicht im Prinzip, sondern nur im Niveau und in der Anwendung von Mitteln, wie sie eben für die Tierart Mensch typisch sind (das gilt nicht nur für die Befriedigung von Grundbedürfnissen. sondern auch für das Machtstreben in Wirtschaft und Politik, denn auch andere Tiere, die in Gesellschaften leben, versuchen über das Überleben hinaus den eigenen sozialen Rang und damit die eigenen Chancen z. B. auf reiche Nachkommenschaft zu verbessern). Der Mensch aber hat Bedürfnisse entwickelt, die weit über das direkt Nützliche hinausgehen, ohne freilich Luxus zu sein. Bedürfnisse, die ihn zum Künstler und zum Wissenschaftler machen. Seine Sehnsucht nach Gerechtigkeit weit über die Grenzen seines unmittelbaren täglichen Lebens hinaus gehört wohl zu den edelsten Zügen des Menschen.Es wäre aber grundfalsch, dem "tierischen", instinkthaften Teil der menschlichen Natur das Etikett "böse" oder "niedrig" anzuheften, und das Geistwesen Mensch als das "Gute" dagegenzuhalten. Im weitgehend "instinkthaften", wenn auch durch den Geist und auch die Kultur überformten Verhalten liegt Gutes wie Böses, zärtliches Verhalten gegenüber Kleinkindern ebenso wie die Neigung zu Machtkämpfen.Andererseits kann auch das Geistwesen Mensch an Dummheit und Bosheit alles sonstige Leben auf der Erde übertreffen, denn nicht nur das Edle, Gute, Hohe und Schöne, sondern auch der kalte, zu Ideologie gefrohrene Hass, religiöser Fanatismus und Höllentheologie, die Anwendung der menschlichen Schöpferkraft auf die Entwicklung immer grausamerer Waffen und Foltermethoden entspringen dem Teil des menschlichen Geistes, der über den Überlebenskampf oder die Verbesserung der eigenen Lebenschancen deutlich hinausweist. Im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus und dem Holokaust wurde oft genug von der Bestie Mensch gesprochen, aber dieses Wort kann allenfalls auf einige Primitivlinge zutreffen; im Zusammenhang mit der Planung und der ideologischen Vorbereitung des Holokaust wäre der Ausdruck "Teufel Mensch" angebrachter, da der Teufel als - eindeutig böses - Geistwesen gedacht werden kann.Die Überwindung des Hungers, der Schrecken des Krieges und anderer Misstände in der Welt setzt die Überwindung des "Teufels Mensch" und der durch Einstein als unendlich bezeichneten menschlichen Dummheit voraus, und verglichen damit ist die totale und restlose Erforschung des Urknalls und des gesamten Universums vermutlich ein Sonntagsnachmittagsspaziergang.
Die Wissenschaft hat sich seit einiger Zeit, ähnlich dem gesamtgesellschaftlichen Phänomen eines überhitzten und unkontrollierten Turbokapitalismus, immer mehr von einer bestehenden Ethik abgekoppelt, um sich weiter in höhere Sphären schwingen zu können, (siehe Entwicklungen in der GEN-Technik) denn viele Forscher scheinen nach Erfolgen zu gieren, die sie in den Olymp der Wissenschaftswelt katapultieren könnten. Dass dabei fundamentale ethische und moralische Grenzen überschritten werden ist dabei nur noch marginal. Anstatt einmal innezuhalten und zu überdenken, wohin uns der ungebremste Forschungsdrang und eine Huldigung der Technik gebracht haben (z.b. Atombombe), scheint die Wissenschaft in einer Art Rausch gefangen. Berauscht über die eigene geistige Größe und gedrängt von Investoren, scheinen alle Momente einer selbstkritischen Analyse ausgeblendet. Denn der Glauben an die Allmacht der Technik, ist im Grunde ein Glauben an die eigene Allmacht, an die Möglichkeit eine göttliche Stufe erreichen zu können. Selbst wenn man kein tief religiöser Mensch ist, zeigt sich offensichtlich, dass diese Versuche sich an Gottes Stelle zu begeben nicht nur übelste Anmaßung und Blasphemie sind, sondern dass all diese Versuche mehr Schaden als Nutzen für die Menschheit bringen werden. Dies ist jedem Menschen klar, der sein Denken nicht von einem ganzheitlichen Ansatz abgeschnitten hat und erkennt, dass diese Überhöhung des Rationalen eine Grenze erfahren muss. Je höher man hinausstrebt, desto tiefer wird der Fall sein. Dazu muss man sich nicht nur den Turmbau von Babel in Erinnerung rufen. Angesichts wirklich akut existentieller Herausforderungen wie dem Klimawandel sind diese Forschung mehr als aberwitzig und absurd. Hier stecken tausende von Wissenschaftler den Kopf in den Sand, um unter der Erde ihren wahnwitzigen Spielchen nachzugehen, deren Schaden den Nutzen bei weitem übersteigen wird. Hier geht es nicht um die Angst vor Neuem, sondern um eine Herunterfahren eines Experiments dessen Risiken nicht nur nicht voraussagbar sind, sondern auch in seinen Auswirkungen die ganze Menschheit betrifft. Wissenschaft kann und darf nicht von einer kleinen Elite betrieben werden, die allein sich selbst und ihren Geldgebern zur Rechenschaft verpflichtet sind! Forschung sollte in erster Linie der Allgemeinheit dienen und auch einer allgemeinen politischen Kontrolle unterstehen. Zumindest sollten die Menschen, die es letztendlich betrifft auch an Entscheidungsprozessen für solche Projekte beteiligt und nicht derart vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Dass das Gelände in der Schweiz auch als außernational erklärt worden ist und damit einen rechtsfreien Raum darstellt, wo niemand diese Menschen kontrollieren oder für etwaige Schäden belangen kann, ist ein himmelschreiender Skandal! Es geht hier ja auch nicht um die Erfindung der Eisenbahn, die gerne als Beispiel für die Abwegigkeit der von Prof. Rössler vorgebrachten Bedenken zitiert wird, denn hierbei kann ein ungleich größerer Schaden für die Menschheit entstehen, als bei den ersten technischen Erfindungen am Beginn der industriellen Revulotion. Die Erfindung der Wasserstoffbombe ist ein erstes geschichtliches Beispiel für den Wahnsinn von manchen technischen Grossmachtsphantasien, die eindeutig die Grenzen überschritten haben. All dies geballte Wissen und die Finanzkraft, die hinter diesem Unternehmen des CERD konzentriert sind, wäre viel besser in ganz anderen Bereichen aufgehoben und vor allem risikoloser untergebracht. Es wird Zeit das der Mensch sich seiner eigenen Grenzen bewusst wird und seinen Platz in der Schöpfung wieder einnimmt und Demut wieder Einkehr in den menschliche Geist hält, wenn wir unseren hausgemachten Untergang noch abwenden wollen. Stoppt diesen Tanz auf dem Vulkan in unser aller Interesse!
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