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Klettersteige ziehen sich durch mehr und mehr steile Alpenwände. Um da hochzukommen, braucht es manchmal schon das Können von Kraxlern. So ergibt es Sinn, die Klettersteigrouten mit den gleichen Mitteln zu beschreiben wie Kletterrouten zum Beispiel mit den sogenannten Topos, detailgenauen Wandskizzen mit präziser Schwierigkeitsbewertung aller Einzelabschnitte. Kurt Schall hat den Aufwand dieser Dokumentation auf sich genommen, er stellt die über 200 Steige Österreichs außerdem in Fotos vor, erleichtert die Orientierung durch Kartenausschnitte und packt sein Werk auch sonst randvoll mit nützlichen Infos, etwa über den Zustand der Sicherungen. Das Buch eines Spezialisten und Enthusiasten, derzeit das beste. Den Nutzen hat der Klettersteiggeher, der jetzt besser einschätzen kann, wo er sich hinaufwagen darf und wo er besser die Finger vom Stahlseil lässt.

Kurt Schall: »Klettersteig-Atlas Österreich« - Schall-Verlag, Wien 2006 - 440 S., 29,80

 
  • Quelle DIE ZEIT Nr.15 vom 04.04.2007, S.72
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