Ist im Norden alles besser? (I) Die gemütliche Festung
Die Dänen sind das glücklichste Volk der Welt – und sie haben Grund dazu. Sie kennen weder Arbeitslosigkeit noch Kündigungsschutz, im Arbeitsamt steigen Partys. Doch nicht jeder darf mitfeiern.
Wenn Deutschland um die richtigen Rezepte gegen Arbeitslosigkeit und Bildungsmisere streitet, kommt die Sprache schnell auf den Norden. In Finnland und den skandinavischen Staaten, heißt es dann, gebe es genug Arbeit für alle, wenig Ungleichheit und viele gute Schüler.
1. FOLGE: DÄNEMARK: Wie schafft man Arbeit für alle?
Auf Elvira Zipprich hat das Glück nie gewartet, sie muss es erwischen, wenn es ihr morgens um sechs die Fabriktür aufhält, drüben bei Danfoss in Gråsten. Schnell einen Kaffee gestürzt, Zigaretten eingesteckt und raus aus der Doppelhaushälfte, leise, damit Dieter nicht aufwacht, ihr Mann. Es ist Viertel nach fünf, kein Licht brennt in Jarplund-Weding, Schleswig-Holstein, als Elvira Zipprich den Motor ihres alten Hyundai-Coupés startet und das Radio einschaltet. Calimba de luna … Es wäre eigentlich Zeit, Düsternis und Kühle zu verfluchen, doch sie sagt: »Ich freu mich jeden Morgen.«
Elvira Zipprich ist eine kleine Frau von fünfzig Jahren, das Alter hat ihr erste Flecken auf die Hände getupft, die nun das Lenkrad halten. Sie fährt auf der Bundesstraße 200 nach Norden, an Flensburg vorbei zu ihrem persönlichen Jobwunder, nur dreißig Kilometer von zu Hause entfernt. Laster reißen Gischt aus dem Asphalt, Birken lassen ihre regenschweren Häupter hängen, doch Elvira Zipprich schwärmt von diesem kleinen Land, dem sie sich nähert, als handele es sich um das Paradies: Dänemark. »Alle per Du«, ruft sie, »da braucht man keine Angst vorm Chef zu haben!«
Seit letztem Sommer hat sie Arbeit bei Danfoss im Süden Jütlands, als eine von fünfzig Deutschen, die der Maschinenbaukonzern eingestellt hat, weil es kaum noch arbeitslose Dänen gibt. »Das war gerade übrigens die Grenze«, sagt sie, »ab hier ist alles anders.«
Dänemark. Jahrelang war das für Elvira Zipprich nicht mehr als ein Bingoabend in der Festhalle direkt hinter der Grenze, voll fröhlicher Menschen mit komischen Namen und mit Bier, das øl heißt. Als sie vor einigen Jahren ihren Motorradführerschein gemacht hatte, wagte sie sich etwas tiefer hinein, »Tempo achtzig und überall Kreisverkehre – das war ideal zum Üben«. Hinter der Grenze begann der Urlaub. Nichts Ernstzunehmendes außer vielleicht dem Karikaturenstreit, nichts, was für ein deutsches Leben von Belang sein könnte. Dachte sie damals.
Heute laden dänische Konzerne deutsche Arbeitslose zu Informationstagen ein – und Hunderte, Tausende kommen. Die Firmen schicken kostenlose Pendelbusse bis nach Flensburg, bis nach Kiel, und fahren die Besucher in das Land des Lächelns. Umfragen zufolge sind die fünfeinhalb Millionen Dänen das glücklichste Volk der Welt. Kein Ort liegt weiter als 52 Kilometer vom Meer entfernt, ein Drittel aller Dänen fährt mit dem Rad ins Büro, kaum jemand wohnt noch zur Miete, nahezu alle haben Arbeit.
Elvira Zipprich hatte zwei Jahre lang keine. Sie, eine Tischlerstochter ohne Ausbildung, hat ihr deutsches Arbeitsleben stets am unteren Rand der sozialen Marktwirtschaft verbracht, als Taxifahrerin, Verkäuferin, Arbeitslose. Im Arbeitsamt Flensburg rieten sie ihr irgendwann, sie solle Dänisch lernen, ihre letzte Chance. »Erst war das wie Japanisch rückwärts für mich«, sagt sie und lacht, har du lyst til at arbejde?, hast du Lust zu arbeiten?
Es ist kurz vor sechs, als Elvira Zipprich in Gråsten auf den Werkparkplatz fährt. In der Fabrik ruft sie »hej« nach links und »hej« nach rechts, froh wie ein Mädchen, das unverhofft doch noch zum Kindergeburtstag eingeladen worden ist. Die Randi ist schon da, die Berit, die Vickie. Elvira Zipprich eilt zu ihrem Spind. Darauf steht ELVIRA.
Danfoss stellt Steuerungsgeräte für Fließbänder her. Im Moment ist es so, dass China Fließbänder braucht. Deshalb braucht Danfoss Elvira. Sie heißt hier operatør. Das klingt gut, fast wie Chirurg. Sie verdient mehr Geld, als sie in Deutschland je bekommen hat. Sie hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag, 30 Tage Urlaub und volle Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Es gibt auch einen Massagestuhl in der Fabrik.
Was an diesem Morgen wie das Paradies der Arbeitnehmer wirkt, wie ein streng regulierter Sozialstaat, ist in Wahrheit das Resultat eines freien Spiels der Kräfte: Vor mehr als hundert Jahren, 1899, haben Gewerkschaften und Arbeitgeber beschlossen, den Arbeitsmarkt allein zu regulieren, durch direkte Absprachen. Das dänische Arbeitsrecht zeichnet sich seitdem dadurch aus, dass es dieses Arbeitsrecht quasi nicht gibt, zum Beispiel keinen Kündigungsschutz. An die Stelle von Paragrafen trat ein Mit- und Gegeneinander, verbindlich im Ton. 80 Prozent der Dänen sind in einer Gewerkschaft, jedes einzelne Danfoss-Werk handelt seine eigenen Tarife aus. Über 70 Prozent der Dänen sehen die Globalisierung als Chance, in der gesamten EU sind weniger als 40 Prozent dieser Meinung. In Dänemark findet ein Arbeitsloser nach durchschnittlich 17 Wochen eine neue Stelle, in Deutschland erst nach 40. Jahr für Jahr wechseln 800000 Dänen den Job. Das ist fast jeder dritte Arbeitnehmer.
- Datum 18.04.2007 - 03:33 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.04.2007 Nr. 16
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Hier ist ein Fehler in der Berichterstattung der Zeit. In DK leisten die Jobcenter keine Arbeitslosenfinanzierung. Diese werden durch die A - Kassen geleistet und zwar 90% Arbeitslosengeld und das 4 Jahre lang. Diese Arbeitslosen - Kassen sind Einrichtungen der Gewerkschaften, die auch die Beiträge kassieren.
Wer keinen Anspruch hat auf Arbeitslosengeld kann zwar zur Jobvermittlung AF gehen aber er erhält kein Geld dazu muss er zum Sozialkontor seiner Kommune gehen, dort bekommt er Geld aber gleichzeitig einen Job im offentlichen Sektor, Papieraufsammeln im Park oder so.
Hier ist ein Fehler in der Berichterstattung der Zeit. In DK leisten die Jobcenter keine Arbeitslosenfinanzierung. Diese werden durch die A - Kassen geleistet und zwar 90% Arbeitslosengeld und das 4 Jahre lang. Diese Arbeitslosen - Kassen sind Einrichtungen der Gewerkschaften, die auch die Beiträge kassieren.
Wer keinen Anspruch hat auf Arbeitslosengeld kann zwar zur Jobvermittlung AF gehen aber er erhält kein Geld dazu muss er zum Sozialkontor seiner Kommune gehen, dort bekommt er Geld aber gleichzeitig einen Job im offentlichen Sektor, Papieraufsammeln im Park oder so.
[Wenn sich ein Fehler in der Berichterstattung eingeschlichen hat, heißt das noch lange nicht Leserbetrug - oder denken Sie, die Redakteure handeln vorsätzlich?/ Redaktion]
Es ist erst eine kurze Zeit Aufschwung in Dänemark und bereits jetzt purzeln die Häuserpreise.
Die Arbeitslosigkeit ist sogar wieder am steigen, während sie in Deutschland fällt und das Gesundheitssystem ist eines der schlechtesten in Europa.(Ich fahre inzwischen lieber nach Deutschland zum Arzt, auch wenn ich es dann selber zahle)
Viele Patienten sterben hier, weil sie zu lange auf einen Krankenhausplatz warten müssen. Viele Krankenhäuser sind so unsauber(berichtete die Zeitung BT, nachden sie einen Hundekot Test gemacht haben), dass Menschen dort an Infektionen sterben, obwohl sie nur eine harmlose Operation hatten.
Dänen haben eine der kürzesten Lebenszeiten in der EU.
Die Kaufkraft eines Dänen ist die drittschlechteste in Europa. Waren sind im durchschitt 24% teuer als der EU Durchschnitt.
Kindererziehung ist hier kein Thema mehr. Immer mehr Familien geben ihre Kinder auch in den Ferien zur Pflegestelle(oft bis zu 8h am Tag). Ob das nu so toll ist??
Anerkannt wird man hier tatsächlich nur, wenn man die Dänen ohne Zweifel liebt.
Ich habe jedenfalls in Deutschland genau so gut oder schlecht gelebt wie in Dänemark.
In Deutschland durft ich jedoch jederzeit das Land kritisieren, das darf ich hier nicht. Meinungsfreiheit gilt hier nur für Dänen.
Ich könnte jetzt noch die einen ganzen Haufen gute Dinge über Dänemark erzählen, aber dafür sorgen die Dänen ja selber mehr als genug. Ich denke nur, wer das Land so stark lobt, der sollte hier ersteinmal ein paar Jahre wohnen(als Deutscher) .
Viel Spaß
Jene Länder, die für ihren sozialen Frieden bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Prosperität so hoch gelobt werden, haben eins gemeinsam: sie sind relativ 'klein' und müssen es - vielleicht mit Ausnahme der Niederlande - nicht mit ausgeprägten regionalen, ethnischen und sozialen Unterschieden aufnehmen. 'Homogenität' ist denn auch für mich das Schlüsselwort des gesamten Artikels. In Deutschland wären aufgrund seiner Größe, seiner starken regionalen Unterschiede und seiner Geschichte solche paradiesischen (?) Verhältnisse gar nicht herstellbar. Man kann sicherlich einzelne Maßnahmen in Deutschland kopieren. Ob diesen hier in Deutschland der gleiche Erfolg beschieden wäre, bliebe abzuwarten. Ich befürchte, dass dieses dänische Modell nur in seiner Gesamtheit und auch nur in seinem dänischen Milieu funktioniert.
Für die Kinderbetreuung geben die Dänen 3,35 mal so viel aus wie die Deutschen.
Im Falle der Arbeitslosigkeit gibt es in Dänemark volle Lohnfortzahlung.
Das BSP der Dänen liegt pro Kopf um ein gutes Viertel höher als bei uns, Tendenz steigend.
In Dänemark gibt es eine de facto- Vollbeschäftigung, viel höhere Löhne im unteren Lohnbereich, eine Kinderquote von fast zwei pro Frau, weniger Bürokratie, und ein leistungsfähigeres Gesundheitssystem.
In soziologischen Feldversuchen wurden Portemonnaies auf der Strasse liegen gelassen - in Skandinavien die meisten zurück gegeben.
Und: Die sind gut drauf!
Wer gerade die Dänen näher kennt, der weiss, wie entspannt die miteinander umgehen, wie unverkrampft und offen die sind, wie die feiern können.
Hanseatische Trauermienen findet man da eher selten.
Aber das alles zählt nicht!
Nicht in den Augen der ZEIT-Redaktion, die kaum eine Gelegenheit auslässt, um dieses Land in den Dreck zu ziehen.
Anders kann man das nicht mehr bezeichnen.
Ich erinnere an das Verhalten der ZEIT im Karikaturenstreit, an den Aufruf von Helmut Schmidt und vier weiteren ehemaligen EU-Regierungschefs.
Ich erinnere an die ständigen Verzeichnungen der Dänen als rassistisch oder provinziell.
Ich erinnere an den letztjährigen Artikel von Wolfgang Zanker (Name ist Programm) mit dem Titel: 'In der Festung Dänemark', siehe:
http://www.zeit.de/2006/1...
Geschmückt war dieser Beitrag damals noch von einem grossen Foto, auf dem - von hinten fotografiert - ein stiernackiger kurzhaariger (natürlich blonder) Typ zu sehen war, der wie ein Icon für bierselige Hooligans wirkte.
Welchen Zweck soll eine solche Scheisse eigentlich erfüllen???
Wen will man mit solchen Machwerken überzeugen???
Glaubt die Redaktion der ZEIT tatsächlich, dass man mit solchen hässlichen Verzerrungen die Menschen der Mitte erreicht?
Und falls ja: Für was? Wogegen?
Psychopathologische Amokläufe, auch in Druckerschwärze gegossen und auf höherem Niveau, erwecken Widerwillen, sie stossen ab, oder - noch schlimmer - sie färben ab und machen den Leser krank!
Über eine konservative Welle des Bürgertums braucht sich niemand zu wundern, ihr habt diese Leute vertrieben, und es ist gut möglich, dass aus diesen 'Neocons' eines Tages Wähler radikaler Parteien werden, ohne dass sie selber radikal sind.
Wer das nicht haben will, der sollte sich als Journalist neu aufstellen, an seiner Psychohygiene arbeiten.
War der Artikel von Sussebach und Willeke nun besser?
Nein, das war er nicht!
Jeder regelmässige Leser erfährt mit der Zeit, dass die 'message' immer an den Schluss gestellt wird, die frohe Botschaft am Ende.
Und da haben wir es wieder, das alte Spiel:
Vom guten dänischen Modell bleiben uns künftig die Einzelfälle (angeblich) diskriminierter Menschen in Erinnerung, die gerne nach Dänemark einwandern wollen, aber es nicht dürfen.
Oder anders: Die Diskriminierung liegt angeblich bereits im Anspruch der Dänen auf Souveränität!
Machen wir uns doch nichts vor, verdammt nochmal.
Es sind doch nicht die reichen 'bolivianischen Zuckerfabrikanten', die nach Europa einwandern wollen, und es sind auch nicht die vietnamesischen Ehefrauen europäischer Diplomaten mit vier Kindern.
Was ihr hier verbreitet, ist zwar als solches nicht die Unwahrheit, aber im grösseren Kontext ein Haufen bullshit.
Der Vorteil des dänischen Modells liegt - gerade im Vergleich mit dem deutschen - in einer sehr viel niedrigeren Migrantenquote, und die möchten die Dänen aus verständlichen Gründen gerne behalten.
Trotz der wenigen Migranten gehen in dänischen Grossstädten über die Hälfte der Vergewaltigungen auf das Konto meist muslimischer Zuwanderer, und der grösste Imam des Landes, Abu Laban in Kopenhagen, verbreitet seit Jahren eine einzigartige Hetzpropaganda.
Individuelle Ungerechtigkeiten gibt es in jedem System, die lassen sich nicht vermeiden, aber bei uns in Deutschland sind die Ungerechtigkeiten, entstanden durch naiven Multikulturalismus, viel grösser.
Man sollte wenigstens in der Lage sein, Existenzielles von Nebensächlichem zu unterscheiden, die Verfassung einer ganzen Volksgemeinschaft von extremen Ausnahmefällen.
Die ZEIT und ihre Redaktion kann das nicht, und das lässt sie als sehr dumm erscheinen.
Jedenfalls ist das mein Eindruck, als Leser.
Die ZEIT hat das skandinavische Modell verraten, und das schon vor sehr langer Zeit, und das kann und werde ich ihr niemals verzeihen.
Die linksliberale Ideologie war wichtiger als jeder Pragmatismus, das mulitkulturell Bunte wichtiger als jede Qualität, und der stilisierten Opferhaltung von integrationsresistenten Migranten wurde Vorschub geleistet, wurden Alibis verschafft, es wurde argumentativ aufmunitioniert.
Mit nationalem Selbsthass wurde als Antriebskraft wurde das Asoziale kultiviert, meist nur in unscheinbaren - aber nichts desto trotz prägenden - Nebensätzen oder Randbemerkungen (darin ist man geübt), wie zum Beispiel bei Robert Leicht in einem Artikel zum Thema Schuluniformen ('...mehr Gemeinsinn - wenn wir ihn denn brauchen').
Nö, Herr Leicht, Gemeinsinn brauchen wir nicht, wir Menschen sind bloss raffigierige Tiere und leiden nur unter zuviel Staat, und irgendwie regelt sich schon alles von alleine.
Ehrlichkeit ist nicht wichtig, wir haben ja die Gesetze, nicht wahr?
Nur zu dumm, dass die wieder störend wirken, wenn es zuviele werden!
Vielleicht einfach nochmal nachdenken, ganz in Ruhe, ja?
Ansonsten entsteht nämlich schnell der Eindruck des religiösen Eifers.
Eher soll die Welt um einen herum in Stücke zerfallen, als dass man auch nur ein Jota an der eigenen Anschauung verändert.
...wie ist es sonst erklärbar, daß im 'eigentlich kranken' Deutschland die Mehrzahl der Arbeitnehmer - wenn auch immer mehr nicht - in absolut paradiesischen Zuständen lebt, während andere Menschen völlig ausgegrenzt werden.
Letzteres liegt wohl daran, daß D´land unter dicken 'kulturellen Problemen' leidet.
Mein 'Informant' - ein gebürtiger Schwede, der den Großteil seines Lebens in Dänemark verbrachte - jedenfall versicherte mir oft, daß Dänemark unter sehr ähnlichen 'kulturellen Problemen' leidet.
Er selbst lebt+arbeitet als Hochqualifizierter (im IT-Bereich) mittlerweile zufrieden in den Niederlanden, da man ihm in DK nicht die geringste Perspektive bot, da irgendwelche lebenslauftechnischen Details den Personalentscheidern nicht passen (->D´land läßt grüssen!!! :-) ).
Eigentlich paßt das zum Inhalt des Artikels:
er klingt für mich so, als hätte sich da ein Land extrem abgeschottet (die Dame mit dem Latino mag zu keiner Mehrzahl gehören, aber der Fall grenzt doch sehr an Menschenverachtung), um - so wie im 70er-Jahre-D´land - geringqualifizierten Fließband-Arbeitern wahnsinnig gute Job-Bedingungen bieten zu können, während - s. mein 'Informant' - so mancher Fähige vertrieben wird.
Das einzige, was er aus DK immer bei sich trägt, ist eine Krankenversich.-Karte - da einmal längere Zeit dort regulär ansässig, kann er auf ewig hinaus relativ luxuriöse gratis medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.
Für mich klingt das ganze nach dem Modell einer völlig abgeschlossenen Paradies-Insel, aus der jeder (->die Dame aus dem Schlußteil d. Artikels; mein 'Informant'), der nicht ganz ins Konzept paßt, brutal rausgeschmissen wird.
Ist das gut? Und zukunftsfähig?
Das lasse ich als offene Fragen hier so stehen...
nunja
dazu hätte man auch blos nach südbayern schauen müssen. die herzlichkeit ist ja auch teil unserer mentalität die im norden sonst so gern belächelt wird. nur bei den dänen ists natürlich toll, weil das sind ja ausländer ;-) wir haben übrigens großen fachkräftemangel hier unten, also liebe nordlichter kommts zu uns! gutes essen, gutes wetter und schöne landschaft ;-)
'Dänemark hat staatliche Gesetze gekippt und sich den Gesetzen des Marktes unterworfen. Das funktioniert so lange, wie die Konjunktur mitspielt – oder spielt die Konjunktur gerade deshalb mit in Dänemark? »Jedenfalls hält unser Modell die Sache am Laufen«, sagt ein Berater des Arbeitsministers.'
Den Satz und die darauffolgende Theorie halte ich persönlich für falsch. Ja, Dänemakrt zeichnet sich durch ein relativ flexibles System aus - aber das Hauptaugenmerk liegt auf der Verständigung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Jeder weiß das er vom anderen abhängig ist, und jeder behandelt den anderen mit Respekt.
Das galt auch einmal in Deutschland. Es galt. Heute, wo nur noch Shareholder Value gilt, wo Mitarbeiter nur noch Kostenfaktoren sind, würde ein Systemwechsel wie in Dänemark nicht funktionieren. Dafür sind die wirtschaftsverbände in Deutschland viel zu verwöhnt - arbeitnehmer haben halt einzustecken ...
Ich selbst habe erleben dürfen wie Chefs in diesem Land das große Katzenjkammern bekamen, tortz voller Bücher, trotz fantastischer Gewinne. Aber sobald es darum ging Mitarbeitern Ihren 'gerechten Lohn' auszuzahlen, waren sie alle ganz ganz arme Schlucker.
soetwa wäre in Dänemark kaum möglich. Und dieser kleine Unterschied macht das skandinavische System dort möglich und hier nicht.
Leider.
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