Genetik Schwarzer Kontinent EuropaSeite 2/2
Die Folge dieses Defekts ist die helle Haut, denn die Pigmentzellen enthalten erheblich weniger Melanin. Bis zu einem Drittel des Unterschieds zwischen Europäern und Afrikanern sind auf diese SLC24A5-Mutation zurückzuführen, verkündete ein Forscherteam um Cheng und Norton vor zwei Jahren im Magazin Science.
Das bedeutet allerdings auch, dass weitere, noch nicht sicher identifizierte Gene an der Hautfarbe werkeln. Ein Kandidat dafür ist jenes Gen, das für die sehr weiße Haut von Rothaarigen verantwortlich ist. Dass die Hautfarbe von einem ganzen Ensemble von Genen gesteuert wird, zeigt sich auch bei den Menschen Ostasiens, die vergleichsweise helle Haut besitzen, aber dennoch die normale SLC-Variante aus Afrika im Erbgut tragen. Daraus folgert Cheng, die Hellhäutigkeit in Asien habe sich unabhängig von der europäischen entwickelt, durch Veränderungen anderer Gene – und nachdem sich beide Gruppen auf ihrem Weg aus Afrika heraus voneinander getrennt hatten.
Erst jetzt hat Norton herausgefunden, wann genau die Europäer ihre braune Hautfarbe verloren haben dürften. Die gesamte Region um das SLC-Gen herum ist bei allen Europäern nahezu identisch, stellte sie fest. Daher muss deren Variante ungewöhnlich jung sein, andernfalls hätten sich mit der Zeit zufällige Mutationen in der Nachbarschaft des Gens eingeschlichen.
Mit einem raffinierten statistischen Verfahren lässt sich anhand solcher Gendaten recht präzise feststellen, wann sich die veränderte Genvariante in der europäischen Bevölkerung zu verbreiten begann. Älter als 12000 Jahre kann die Hellhäutigkeit der Europäer nach Nortons Erkenntnissen keinesfalls sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist sie jünger als 6000 Jahre.
Ein enormer Überlebensvorteil muss daher für Menschen in Europa mit dem mutierten Gen verbunden gewesen sein. Vielleicht dauerte es nicht einmal hundert Generationen, bis der Kontinent erbleicht war.
Wissen
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Forschung und Entdeckungen auf ZEIT online»
- Datum 25.04.2007 - 06:49 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 26.04.2007 Nr. 18
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vor allem, da diese Trottel völlig übersehen haben, daß sich aus diesem Teilaspekt der Menschheitsgeschichte ja prima rassistische Thesen ableiten ließen - so etwa wie:
'da ging also die erstaunliche europäische Kulturegeschichte (die ja eigentlich vor 6000 Jahren so richtig angefangen hatte) Hand in Hand mit der Weiswerdung der Europäer?!?'
Was sollte man denn da für Schlüsse draus ziehen?
Nun, am besten gar keine, außer daß die ZEIT mal wieder auf Parawissenschaft abfährt...
Man muß Der Zeit wohl wirklich vorwerfen, daß sie die Zeit verschlafen hat. Nur weil ein 'amerikanischer' Wissenschaftler (gemeint ist wohl ein us-Bürger, aber diese bilden nicht einmal Nordamerika) etwas verbreitet, ist es noch lange nicht neu. Grob geschätzt sind 90% aller neuen 'amerikanischen' Entdeckungen nur ein Aufwisch altbekannten Wissens und allerhöchstens in der bildungsschwachen USA vermarktbar.
Machen wir es kurz: es ist seit über hundert Jahren bekannt, daß die Pigmentstörung die unsere helle Haut, hellen Augen und hellen Haare zur Folge hatte, etwa zwischen 5000 bis 4000 v.Chr. im Gebiet zwischen Aralsee und dem Kaspischem Meer aufgetreten ist. Dort liegt der Urheimat der Indoeuropäer, die etwa um 4000 v. Chr. anfingen bleich, blond und blauäuig auszuschwärmen und in mehreren Siedlungszügen in Europa eindrangen. Die dort ansässigen Menschen wurden massakriert und z.T. assimiliert.
Das weiß man in Europa seit hundert Jahren. Das haben die Amis nicht neu entdeckt, das haben sie allerhöchstens plagiiert.
'Wenn noch irgendwer hohe Kultur mit einer hellen Hautfarbe verbindet, muss er sich schleunigst von diesem Vorurteil verabschieden. Denn die Pioniere der europäischen Kultur waren Farbige...'
Aber die farbigen Pioniere der europäischen Kultur hatten keine europäischen Kultur. Die kam 6000 Jahre später nachdem die farbigen Pioniere zu weissen Pionieren geworden waren. Während alle farbig gebliebenen keine europäischen Kultur entwickelten.
Folgen wir dieser Logik wäre die folgende Aussage auch zulässig: 'Wenn noch irgendwer den aufrechten Gang mit dem Menschen verbindet, muss er sich schleunigst von diesem Vorurteil verabschieden. Denn die Vorgänger (Pioniere) des Menschen waren die Affen ...'
Das sind schon tolle Hechte, die Europäer, seit hundert Jahren können sie genetische Informationen analysieren, obwohl der Rest der Welt, das höchstens seit ein paar Jahrzehnten kann.
Gibt es eigentlich für Ihr obskurantistisches Gewäsch irgend einen Beleg, eine Methodenbeschreibung oder auch nur logische Konsistenz, die wissentschaftlichen Standards entspricht? Nur als Beispiel: Die Inder sind - wie die Namen es schon andeuten - zu einem großen Teil auch Indoeuropäer, aber weder bleich, noch blond, noch blauäugig.
sie nicht auf boahgeilsupermegahyperhochgeredete Techniken angewiesen sind um naturkundliche Wahrheiten zu erkennen.
Ignorieren wir einmal die Ungarn, die später als vesprengter Teil mongolischer Horden zurückgelassen wurden. So finden wir dennoch nicht-indoeuropäische Menschen die in Europa beheimatet sind: die Finno-Ugrier, die Lappen. Mit den Merkmalen der Schwarzhaarigkeit und Braunäugigkeit wie sie für nichtpigmentgestörte Menschen üblich sind. Entsprechendes findest du in Indien; die nicht-indoeuropäischen Völker/Kasten zeigen ein klares asiatisches Aussehen.
Die Völkerkunde wurde schon als Wissenschaft etabliert als die heutige USA noch eine englische Kolonie war. Und damals fand die Klassifizierung (Rassen, Völker) anhand des Phänotypus und der kulturellen Eigenheiten (Sprache, Sitte, Technolgie, usw.) statt. Die Welt mußte einfach nicht warten bis sich irgendein Ami ihrer erbarmt und vermeintliche Erleuchtung verschenkt. Die Welt hat lange vor den Amis den Zeitpunkt der genetischen Ausprägungen identifiziert. Und die Völkerkundler konnten anhand von Überlieferungen, Sprachgebrauch, Alltagsgütern nicht nur den Zeitpunkt lokalisieren, sondern auch den Ort. Die klare Trennung zwischen vor-indoeuropäischen Wanderungen, den späteren indoeuropäischen Wanderungen und den noch späteren slawischen Wanderungen kann man deutlich daran festmachen welche Haarfarbe die Völkerscharen hatten. Und auch daran welchen Schmuck sie transportierten, welche Werkzeuge und Waffen und welche Tiere sie hegten. Anhand der Fundstelle kann man wie gesagt klar auf Zeit und Ort schließen.
Und was machen wir jetzt ?
Mill will einfach kein überzeugender Grund einfallen, warum eine helle Hautfarbe ein Überlebensvorteil sein soll. Allerdings ist diese Schlußfolgerung im Sinne der Evolutionstheorie auch grottenschlecht formuliert.
Ein Überlebensvorteil für den Träger eines Gens und des entsprechenden Merkmals ist keineswegs die Ursache für die Ausbreitung dieses Gens in einer Population. Es kommt viel mehr auf einen Fortpflanzungsvorteil an. Zwar kann ein Überlebensvorteil oft in einen Fortpflanzungsvorteil umgemünzt werden, allerdings ist ersterer nicht zwingend notwendig.
Es genügt anzunehmen, dass für einige zig Generationen weiße Männer einen erheblich höheren Fortpflanzungserfolg hatten - z.B. weil Frauen aufgrund wirkmächtiger, ästhetischer Maßstäbe, weiße Zeuger ihrer Kinder bevorzugten, um das erbleichen der Europäer zu erklären.
Aus den beiden ersten Sätzen geht also hervor, dass es keine frühen Hochkulturen ausserhalb Europas gab ... ?
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