1968 - wie alles anfing Der Sommer, in dem unser 68 begannSeite 4/4
Vielleicht war dies das letzte Mal, dass sich alle miteinander versammelten: die Seminar-Marxisten, die liberalen Politologen, die anarchistischen Aktivisten. Die Hochschulreformer, die im Herbst ein Buch gegen die Untertanenfabrik vorlegen würden. Die späteren Journalisten, Ärzte, Theatermacher und Rechtsanwälte. Die Gründer all der Parteien. Die späteren Terroristen. Die kommenden Kinderladengründer, Mieteranwälte, die Sozialstadträte und Beamten.
Es gab schlimme Nachspiele, wie die Berufsverbote. Es gab blutige. Es gab solche, die bis heute wirken: neue Universitäten, Modellschulen, einen neuen Umgang mit Kindern, den Feminismus. Wenn man ein Datum braucht, kann man vieles davon auf den 2. Juni 67 zurückführen. Er war eine unter vielen größeren Begebenheiten gegen das Ende des Kalten Krieges, des billigen Öls, des Kolonialismus, des Kommunismus. Ein kleiner Urknall, der viele Energien verdichtete und in Elementarteilchen weiterwirkt, in lauter Geschichten von der Suche nach einer lebbaren Einheit von Erkenntnis, Gefühl und Beruf. Mein erstes Semester war zu Ende, ich hatte meine lange Leseliste zusammen, im Grunde gilt sie bis heute. Das Taschenbuch mit dem blauen Quadrat habe ich immer noch, aber ich habe nur ein Kapitel daraus gelesen: Der Aschermittwoch des parasitären Subjektivismus.
- Datum 16.05.2007 - 05:05 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 17.05.2007 Nr. 21
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... nämlich, dass die seinerzeitige Studentenbewegung auch ziemlich erfolgreich den Kontakt zu Lehrlingen und jungen Arbeitern herstellte und diese mit in die Protestbewegung einbinden konnte.
Soweit jedenfalls meine Erinnerung. Der Ruf "Wir sind eine kleine radikale Minderheit" auf den Strassen Berlins als Kolportierung der politisch abschätziger Bewertungen der seinerzeitigen "Regenten" ist mir noch gut in Erinnerung.
Allerdings - wie sich die Bilder gleichen: Unter der Oberfläche hat sich absolut nichts verändert. Das "herrschende" neoliberale System wurde über lange Jahre ausgebaut und verfeinert und nach dem Wegfall der "Schaufensterfunktion" durch den Mauerfall konnte der ungebremste (Raubtier-)Kapitalismus wieder unverblümt seine Krallen zeigen.
Was ist heute anders als damals in Berlin bei den Vorbereitungen und Durchführungen gegen die Protest zu G8?
Ich sehe da keinen Unterschied. Das System will sich (weiter) mit allen Mitteln behaupten - hängen doch die eigenen Pfründe der machthabenden "Marionetten" und der Drahtzieher aus Kapital und Wirtschaft im Globalisierungsstreben (Ausnutzung jeglicher Gefälle zur Gewinnmaximierung) davon ab.
liebe 68er, so stolz seid ihr auf eure "wilde" Zeit, aber natürlich war alles im Nachhinein ein Irrtum.
Ihr merkt es ja nicht mehr, aber die Geschichte wiederholt sich. Würde der junge Joschka dem heutigen alten Joseph gegenüber stehen, der würde Steine gegen sich selbst werfen.
Selbst zum "Tanzbär des Kapitals" geworden.
Mit hohlen Sprüchen lassen sich Adorno und Horkheimer auch dann nicht widerlegen, wenn es 100.000 mal in irgendeiner Zeitung gedruckt steht. Selbst in der Gunst der Stunde an den Schalthebeln der Macht angekommen, waren alle Ideale vergessen und wurden ins Gegenteil gekehrt, wie nennt man das?
Wären da nicht Kampfhunde wie Söder und die propaganda-geübte Merkel könnte selbst die CDU sympathischer sein, so lange es jedenfalls noch Christen wie Geißler gibt, dem es nicht nur um Reibach geht, sondern auch um seine Mitbürger.
Doch sind nicht alle 68er Wendehälse, bleibt die Hoffnung nicht zu verlieren, wenn die Armut immer mehr um sich greift. 1-Euro- und Mini-Jobs könnt ihr selber machen, habt ihr ja schließlich (Rot-Grün) eingeführt.
kann/soll man denn bitte schön heute auch angehen? Ein Dutzend Pflastersteine gegen Polizisten hindern gar nichts am Lauf der Dinge, Barrikaden, Diskussionen, Droh- oder Leserbriefe verhindern nicht die geplanten Aktionen der Macht,die längst nicht mehr auf einzelne Menschen oder deren Domizile reduzierbar ist. Wir können den gesamten Reichtsg samt Personeninhalt in die Luft jagen, es würde rein gar keine Änderung bewirken.
"Der Palast der Könige ist jetzt geschlossen, die Gerichte haben sich von den Toren der Städte in das Innere der Häuser zurückgezogen, die Schrift hat das lebendige Wort verdrängt, das Volk selbst, die sinnlich lebendige Masse, ist, wo sie nicht als rohe Gewalt wirkt, zum Staat, folglich zu einem abgezogenen Begriff geworden."
Diesen Niedergang von politischer Öffentlichkeit beschrieb kein Geringerer als Friedrich Schiller, bereits im Jahr 1803.
Und wie hat er recht behalten: die tumben Gewaltaktionen der 68er, so notwendig sie als Auseinandersetzung mit der Nazi-Generation auch sein mochten, haben wesentlich nichts verändert, da die Wortführer von damals ganz schnell das Lager gewechselt haben.
"die tumben Gewaltaktionen der 68er"
haben wir den selben Text gelesen? Oder meinst du die RAF? (die NICHT "die 68er" ist...!)
"die tumben Gewaltaktionen der 68er"
haben wir den selben Text gelesen? Oder meinst du die RAF? (die NICHT "die 68er" ist...!)
"die tumben Gewaltaktionen der 68er"
haben wir den selben Text gelesen? Oder meinst du die RAF? (die NICHT "die 68er" ist...!)
Die Chinesen, die ganze Generation die China in der "cultural revolution" verloren hat, die ihre Schuljahre von Hauptschule bis UNI verpassten, hat eine Menge mehr erreicht.
Es waere nuetzlich, sich mit Tatsachen und nicht Wuenschen zu beschaeftigen. Nein?
Eine Diktatur gefällt dem einen oder anderen ja jetzt sehr gut, selbst wenn diese von einer kommunistischen Partei geleitet wird.
In China leben 85 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze,
das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei ungefähr 30 US-Dollar pro Kopf. Ist das erfolgreich?
Leute zusammen knüppeln, wenn sie protestieren und erschießen. Kennt jemand noch den Platz des "Himmlischen Friedens"? Organhandel, Folter und Todesstrafe gegen Dissidenten, Gehirnwäsche vom Kindergarten an (egal ob kommunistisch oder marktradikal): das nennt der vorige Schreiber "erfolgreich".
Hoffentlich gibt es genug 68er, die ja aufgrund ihres Alters und der früher günstigen Umstände die Macht im Land haben, die sich ein wenig Menschlichkeit bewahrt haben. Sonst bleibt nur die Emigration.
Korrektur: es sind nicht nur die 68er, welche die Macht inne haben, sondern auch die Nachkommen der Flakhelfer-Generation in derselben Tradition.
Manche der 68er jedoch haben damals die Diktatur gelobt HO-CHI-MIN und loben sie heute wieder. In Deutschland gibt es leider viele Anhänger der Diktatur, kein Wunder, dass niemand sein eigenes Land liebt.
Vor 1968 gehörte Deutschland zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas, die Staatsquote lag deutlich unter 40 Prozent, es herrschte praktisch Vollbeschäftigung, und Deutschland hatte eine gesunde demographische Entwicklung.
Könnten wir bitte das Deutschland wiederhaben, das die 68er kaputt gemacht haben?
Was bitte haben die sogenannten 68-er kaputt gemacht?
Was bitte haben die sogenannten 68-er kaputt gemacht?
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