Interview »Ich bin ein Magazinkind«Seite 3/3

Was gefällt Ihnen an Magazinen?

Wichtig ist die Mischung, dass viele verschiedene Bereiche angesprochen werden. Ich bin, was Zeitschriften angeht, eine Vielfresserin. Ich liebe es zum Beispiel mir einen Packen Zeitschriften zu kaufen, vom Spiegel , Gala bis Dazed and Confused . Ich liebe Reportagen, aber ich kann mit Freundinnen auch nur über Mode- und Kosmetik-Anzeigen reden.

Über Anzeigen?

Ja, einerseits über die Ästhetik, aber auch ganz schlicht darüber, welche Schauspielerinnen welche Kampagnen machen. Scarlett Johansson kann ich inzwischen fast nicht mehr sehen. Bei Hilary Swank denke ich: Musste sie jetzt auch noch den Vamp machen?

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Was haben Sie über all die Jahre gelernt?

Mich machen Zeitschriften neugierig auf die Welt. Deshalb lese ich sie. Und wissen Sie, ich war in unserem Laden immer sehr fasziniert von den vielen, vielen besonderen Zeitschriften, über Angelsport, über Eisenbahnen, über Tätowierungen. Wir hatten ja alles. Dann kamen diese Leute, die schon dem neuen Angelheft entgegenfieberten. Es ist nicht mein Ding, aber ich finde es großartig. Sagen Sie, darf ich hier auch ein kleines, neues Magazin empfehlen, was eine Freundin von mir herausgibt?

Bitte.

Jungsheft, heißt es, Pornografie für Mädchen. Ein kleines, feines Magazin. Schöne Bilder, sehr ästhetisch, gar nicht schmutzig. Anders als es Männer machen. Da drin gibt es eine Prominentenkolumne, Charlotte Roche hat schon geschrieben. Und demnächst bin ich dran.

Das Gespräch führten Christoph Amend und Stephan Lebert

Jessica Schwarz, 30, begann ihre Karriere als „Bravo-Girl des Jahres“. Danach war sie Model und Moderatorin bei „Viva“. Inzwischen arbeitet sie als Schauspielerin, bald ist sie in Heinrich Breloers Verfilmung der „Buddenbrooks“ in der Rolle der Tochter Tony zu sehen.

 
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