Förderung »Der liebe Herrgott ist gerecht«Seite 7/7
ZEIT: Ihre Probanden sind gerade ins Berufsleben eingetreten. Wie lange wollen Sie die Studie noch fortsetzen?
Rost: Bis 2010 auf jeden Fall. Wir haben einen sehr guten Kontakt zu den Teilnehmern aufgebaut und wollen den weiter nutzen. Manche schicken uns sogar Briefe. Ein junger Mann schrieb, er habe durch die Befragungen gelernt, mehr über sich und sein Leben nachzudenken. Da er ja besonders begabt sei, sei ihm auch alles nicht so schwer gefallen. Dabei war er gar nicht hochbegabt!
Interview:
Angelika Dietrich
Detlef H. RostProfessor für Psychologie an der Philips-Universität Marburg, arbeitet seit 20 Jahren an einer Studie zum Thema Hochbegabung. 1987 wurde bei über 7000 Drittklässlern die Intelligenz gemessen. 151 Schüler hatten einen IQ von 130 oder höher und gelten damit als hochbegabt. Ihnen steht eine Vergleichsgruppe mit durchschnittlicher Intelligenz gegenüber. Bis heute wissen die Probanden nicht, zu welcher Gruppe sie gehören
- Datum 06.06.2007 - 14:21 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 31.05.2007 Nr. 23
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der in einem (heute allerdings veralteten) Test in Delphi als der weiseste Mann Athens ausgewiesen worden war, beschrieb das Geheimnis seiner Hochbegabung mit dem Koan: "[w]oida [h]oti ouk [w]oida" - "ich weiß, dass ich nicht weiß" oder "ich weiß, weil ich nicht weiß".
Ein besonderes Beispiel für Hochbegabung findet sich auch in der Illustration zu diesem Artikel:
Das Kind in der Zeichnung spielt auf einem seitenverkehrt gebauten Flügel. Die hohen Töne (kurze Saiten) liegen dort unter den linken Tasten, und die Basstöne (lange Saiten) rechts!
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