Arbeit Eine Formel für die Gleichberechtigung
Wie könnten mehr Frauen Karriere machen? Zwei Wissenschaftler behaupten, ein Rezept gefunden zu haben: Steuersenkungen - aber nur für Frauen
Wenn man heute, nach knapp vierzig Jahren Feminismus, den vom Familienministerium herausgegebenen Gender-Report durchliest, ist das eine desillusionierende Lektüre: Noch immer, heißt es in dem 800 Seiten starken Werk, finden sich kaum Frauen in den Führungspositionen der Wirtschaft; noch immer verdienen sie rund zwanzig Prozent weniger als Männer, obwohl der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ rechtlich verankert ist. Ihre Erwerbsquote, heißt es, liege heute zwar bei 66 Prozent. Aber der Eindruck, dies sei viel, relativiere sich, wenn man bedenke, dass viele Frauen Teilzeit oder in 400-Euro-Jobs arbeiten. Es scheint, als hätten alle Mühen, Frauen zu fördern, nicht viel gebracht.
Während Deutschland im vergangenen Herbst noch über Eva Hermans Vorschlag diskutierte, dass die Frauen zurück an den Herd sollen, trafen sich auf einer Party in Boston zwei alte Studienfreunde wieder, beide Italiener, beide mittlerweile angesehene Wirtschaftswissenschaftler. Sie glauben, an jenem Abend eine Idee gefunden zu haben, mit der sich das Versprechen auf Gleichberechtigung radikal einlösen ließe. Beim Wein berichtete Andrea Ichino, der in Bologna lehrt, von einer Studie, mit der er belegen könne, dass Frauen auf der Arbeit öfter fehlen. Ichino erklärte, dass es viele Gründe dafür gebe, Krankheiten der Kinder oder Elternsprechtage, es seien Wettbewerbsnachteile, sagte er, die man dringend kompensieren müsse, und Alberto Alesina, der in Harvard lehrt, brachte eine Idee ins Spiel, die schon seit Längerem in der wissenschaftlichen Welt kursiert.
Wenn man die Situation der Frauen verbessern wolle, sagte Alesina, müsse man ihre Lohnsteuer senken. Dies habe einen doppelten Effekt. Zum einen hätten die Frauen einen größeren Anreiz, sich um eine Stelle zu bewerben, weil ihre Nettolöhne stiegen. Außerdem würde es für Unternehmen reizvoller, Frauen anzustellen, weil ihre Bruttolöhne etwas sinken könnten. Der Wettbewerbsnachteil, den die Frauen bislang auf dem Arbeitsmarkt hätten, sagte Alesina, wäre dadurch kompensiert. Sie kosteten weniger, und sie verdienten mehr; und damit der Staat keine Verluste mache, müsste im Gegenzug die Lohnsteuer der Männer ein kleines bisschen steigen.
Ichino und Alesina waren angefixt von der Idee, das Ziel der Gleichheit über den Weg der Ungleichheit zu erreichen. Sie schickten E-Mails hin und her, sie rechneten und fanden heraus, dass sich die Lohnsteuer für Frauen in Italien um mehr als dreißig Prozent senken ließe, wenn man die der Männer um ein Prozent erhöhte. In Norwegen, wo mehr Frauen arbeiten, könnte sie um zehn Prozent sinken, Deutschland würde irgendwo dazwischen liegen. Die beiden Professoren zeigten die Ergebnisse ihren Studenten, und als sie sicher waren, dass es funktionieren würde, schrieben sie einen Aufsatz und publizierten ihn zu Hause in der Wirtschaftszeitung Il sole 24 ore. Das war im März. Und seitdem diskutiert die Welt ihre Idee.
An einem sonnigen Frühsommertag sitzen die beiden Wissenschaftler in einem schmucklosen Raum des Mailänder Innocenzo Gasparini Institute for Economic Research. Sie sind wegen einer Konferenz in der Stadt, und jetzt klappen sie ihre Laptops auf und klicken all die Hassmails an, die sie in den letzten Wochen erhalten haben. Sie scrollen sich durch endlose Tiraden, durch wüste Beschimpfungen. „Hier“, sagt Alesina feixend, „die gefällt mir gut.“ Er öffnet einen Brief, in dem ein Amerikaner schreibt, wie lächerlich er ihren Vorschlag finde, wie frauenfeindlich, und wenig später zeigt Ichino schmunzelnd einen zweiten, in dem ein Mann namens Vincenzo Visco genau der gegenteiligen Meinung ist. Visco ist der stellvertretende Wirtschaftsminister Italiens, und er schreibt, dass sie mit ihrem Vorschlag die gesamte Männerwelt verärgern würden.
Alesina ist jetzt 50, Ichino zwei Jahre jünger. Sie wirken stolz wie Kinder, denen ein Streich gelungen ist. Am Morgen haben sie sich getroffen, um dem stellvertretenden Wirtschaftsminister einen Antwortbrief zu schreiben. Sie wollen ihm erklären, dass sein eigenes Gesetz, das frauenfreundliche Unternehmen mit Regierungsgeldern ausstattet, der falsche Weg ist. Es koste nur, sagt Alesina, es sei nicht effizient.
Warum? „Wenn Sie Unternehmen dazu kriegen wollen, etwas Bestimmtes zu tun, erreichen Sie das kaum mit Subventionen, sondern indem Sie das Unerwünschte teurer machen. Wenn Sie nicht wollen, dass leere Flugzeuge die Atmosphäre verpesten, erheben Sie eine Steuer auf Kerosin. Wenn Sie wollen, dass mehr Frauen arbeiten, dann zwingen Sie die Unternehmen, Männern ein höheres Gehalt zu zahlen.“
Was sagt denn Ihre Frau zu der Idee? Ichino schweigt. Dann lächelt er und sagt: „Neulich hat sie mich besorgt gefragt, ob sie dann mehr arbeiten müsse. Sie ist Forscherin wie ich, und wenn die Lohnsteuer tatsächlich so weit sinken würde, dann wäre sie die Hauptverdienerin bei uns. Dann müssten wir uns unterhalten, ob ich mehr Zeit mit unseren vier Kindern verbringen würde. Aber das ist ein Effekt, den wir mit unserer Idee beabsichtigten – nicht nur in Italien, wo sich die Frauen immer noch sehr oft nur um die Kinder und die Pasta kümmern.“Ist Ihre Idee auch etwas für Deutschland? „Ich wüsste nicht“, sagt Ichino, „was dagegen sprechen sollte.“
In der Kantine des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin-Dahlem sitzt Katharina Wrohlich. Vor ihr liegen das Papier der beiden Professoren und ihre eigene Dissertation, die den Titel trägt: Eine empirische Beurteilung familienpolitischer Reformen in Deutschland. Sie tippt auf die Autorenzeile des Artikels aus Italien und sagt: „Die beiden sind Koryphäen. Unumstritten in ihrem Fach. Mich hingegen kennt ja niemand.“ Katharina Wrohlich hat gerade ihre Doktorarbeit abgegeben, sie verdient BAT IIa, das Gleiche wie ihre männlichen Kollegen. Im Sommer wird sie 30. Es gibt in der deutschen Wissenschaft wohl kaum jemanden, der sich mit der Frage, wie man durch Steuerpolitik mehr Frauen in Arbeit bekommt, so gut auskennt wie sie. Den Artikel der beiden Professoren aus Italien hat sie gelesen, damals in der Financial Times. Sie mochte die Idee gleich. Sie sagt: „Ihr Reiz liegt in der Radikalität.“
Dann zeichnet sie Kurven auf Schmierpapier und erklärt, weshalb die Idee ihrer Meinung nach so gut ist. Sie entspräche, sagt sie, einem alten Grundsatz der Finanzwissenschaft, im Jahr 1927 von einem Briten namens Frank P. Ramsey aufgestellt: Besteuere flexible Menschen oder Güter geringer als unflexible! Flexibel bedeutet hier, dass sie sich stark von der Steuer beeinflussen lassen. Männer sind wenig flexibel: Sie arbeiten Vollzeit, ziemlich unabhängig davon, wie hoch ihre Arbeit besteuert wird. Frauen hingegen sind flexibel: Sie machen ihre Berufstätigkeit oft davon abhängig, ob von dem, was sie erarbeiten, netto genügend übrig bleibt (weil sie zum Beispiel den eigenen Verdienst gegen die Kosten der Kinderbetreuung abwägen). Wenn der Staat diese flexiblen Menschen niedriger besteuert als die wenig flexiblen, dann bringt er weniger Menschen davon ab, das zu tun, was sie auch ohne Steuern täten. So wird der gesamtwirtschaftliche Nutzen vergrößert. Katharina Wrohlich legt ihren Stift beiseite: „Unter dem Gesichtspunkt der Effizienz ist die Idee absolut richtig.“ Sie überlegt eine Weile, das Lächeln verschwindet aus ihrem Gesicht, und dann sagt sie: „Ob sich das Ganze politisch durchsetzen lässt? Das glaube ich nicht.“
Wenn man im politischen Berlin nachfragt, was von der Idee zu halten ist, dann stößt man auf Skepsis. Ein Sprecher des Finanzministers schreibt auf die Bitte um einen Interviewtermin: „Eine Gestaltung wie dargestellt wird nicht erwogen, daher macht es für uns auch keinen Sinn, hier näher einzusteigen.“ Die Politikerinnen Hildegard Müller (CDU), Christine Scheel (Grüne), Barbara Höll (PDS) und Silvana Koch-Mehrin (FDP) geben der Idee keine Chance. Fast alle Gespräche nehmen einen ähnlichen Verlauf: Erst bekunden die Frauen Sympathie für den Vorschlag der Italiener, sprechen von dessen Witz oder Charme – dann aber sagen sie sehr bestimmt, dass er leider untragbar sei. Dabei hatten die Professoren ihren Artikel doch mit der Hoffnung begonnen, die Idee werde Verfechtern des freien Marktes ebenso gut gefallen wie denen eines eingreifenden Staates. In Deutschland ist das Gegenteil der Fall.
Paul Kirchhof, längst wieder hauptberuflich Professor für Steuerrecht in Heidelberg, stört der bürokratische Aufwand, den die Idee mit sich bringen würde: „Das Steuerrecht ist gegenwärtig wegen einer Vielzahl von Vergünstigungen und Ausnahmen unübersichtlich geworden, kann deshalb in seinen Rechtsprinzipien nicht mehr verstanden werden. Aus diesem Grund sollte der Gesetzgeber von jeder weiteren Steuervergünstigung absehen.“ Ähnlich argumentiert Hildegard Müller. Sie befürchtet zudem, dass die Ungleichheit festgeschrieben würde, wenn man sich auf niedrigere Steuern für Frauen einließe, statt an ihren Ursachen zu arbeiten. Silvana Koch-Mehrin sagt: „Wir müssen stattdessen Anreize schaffen, dass sich die Männer endlich ändern.“
Die Gefahr sei, sagt die Unternehmensberaterin Gertrud Höhler, dass die Frauensteuer eine „positive Diskriminierung“ erzeuge. Den Staat als Hilfe zu haben, schwäche das Selbstbewusstsein der Frauen, statt es zu stärken. Außerdem, ergänzt die Schriftstellerin Thea Dorn: Wer garantiert, dass der Arbeitgeber den Lohn nicht in gleichem Maße herabsetzt, wie die Steuer sinkt? Sodass den Frauen kein Vorteil bleibt, sondern ausschließlich der Wirtschaft. Christine Scheel, die Finanzexpertin der Grünen, glaubt: „Wenn Frauen weniger brutto verdienen, bekommen sie später weniger Rente.“
Und schließlich hört man immer wieder jenes Argument, das Hildegard Müller das entscheidende nennt: Die Idee sei nicht vereinbar mit Artikel 3 des Grundgesetzes, dem Gleichheitsgrundsatz, und auch nicht mit dem Diskriminierungsverbot der EU. Jeder Mann könnte gegen ein solches Steuergesetz klagen – und hätte vermutlich Erfolg.
Vielleicht muss man ein bisschen außen stehen, so wie Gertrud Höhler, um der Idee etwas abzugewinnen. „Was mir an ihr gefällt“, sagt Gertrud Höhler, „ist der Gedanke, dass Frauen einen Bonus dafür kriegen, dass sie die Kinder auf die Welt bringen und sich viel öfter um sie kümmern.“
Es ist nicht leicht zu sagen, woher die Bedenken der Politik kommen. Ob es am Inhalt des Vorschlags liegt oder daran, dass es nach der vollzogenen Hartz- und der verhinderten Kirchhof-Reform einen Überdruss an radikalen Ideen gibt. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich niemand traut, eine Idee zu unterstützen, die noch nicht durch hundert Gremien gewandert ist. Es scheint, sagen Alesina und Ichino, als sei es wie immer: Mit einem neuen, ungewohnten Vorschlag stifte man erst mal Verwirrung, die Menschen fühlten sich überfordert und persönlich angegriffen, ganz gleich, zu welchem Lager sie gehören.
Wenn man sie auf die Gefahr von Dumpinglöhnen anspricht, dann wiegeln sie ab. „Mag sein“, sagt Ichino, „dass die Unternehmen nach unserer Reform erst mal die Löhne drücken werden, aber sie haben diese Chance nur für einen Augenblick. Ich gehe davon aus, dass andere Unternehmen in dieser Situation gute Geschäfte wittern. Sie drängen in den Markt. Deshalb würden mit der Nachfrage nach Arbeitskräften auf lange Sicht auch die Löhne wieder steigen.“ In Deutschland fürchtet man, dass es vor allem in den Steuerämtern neue Arbeitsplätze geben würde. „Aber es ist ein denkbar einfaches System. Abgesehen davon bin ich mir nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist, ein Steuersystem wie das deutsche oder italienische noch schwieriger zu machen.“
Wie soll das gehen, Diskriminierung abzuschaffen, wenn man sie gleichzeitig in einem Steuergesetz zementiert? „Sehen Sie es doch mal so: Die Gleichheit mag in den Gesetzestexten existieren, aber jenseits dieser Bücher existiert sie nicht. Um Frauen zu helfen, denkt der Staat sich Dinge aus, führt Quoten ein, schafft Kindertagesstätten, fördert Firmen, wenn sie Frauen einstellen. Aber was macht das für einen Unterschied? Ist ein Staat, der diese Dinge tut, weniger diskriminierend? Behandelt er etwa die Frauen gleich? Für mich sieht es so aus, als würde auch der Staat versuchen, Ungleichheiten auszubalancieren, indem er neue Ungleichheiten schafft. Anders ausgedrückt: Es ist dasselbe Ziel, das wir verfolgen, aber wir glauben, es über einen anderen Weg zu finden, und dieser Weg scheint mir verfassungsrechtlich so vertretbar wie die anderen Wege auch.“ Hatten Sie an Ihrem Vorschlag niemals Zweifel? „Anfangs ja. Es waren Zweifel, wie man sie immer hat als Wissenschaftler. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir.“
In Berlin-Dahlem entdeckt die junge Wissenschaftlerin Katharina Wrohlich am Ende des Gesprächs bei aller Zustimmung zur Theorie noch ein praktisches Problem: Was kommt nach der Steuer für die Frau, wenn man feststellt, dass bestimmte Gruppen weniger oft Karriere machen? Die Steuer für Muslime? Für Behinderte? Für Dicke? „Vielleicht“, sagt sie, „muss man gar nicht so weit gehen wie die beiden Professoren. Vielleicht genügt in Deutschland schon ein erster Schritt: Wir schaffen das Ehegattensplitting ab.“
Sie betont das Wort Ehegattensplitting verächtlich, was ihr in ihrem leichten Wiener Akzent besonders gut gelingt. Das Ehegattensplitting, dieses deutsche Unikum: Es besagt, dass Ehepartner jeweils den Steuersatz bezahlen, der für das zwischen beiden gemittelte Einkommen fällig würde. Die Folge: Meistens zahlen Frauen – weil sie weniger verdienen – mehr Steuern, als sie müssten, wären sie nicht verheiratet. Der Mann spart hingegen Steuern. Vor allem aber spart das Paar, und zwar je mehr, desto größer der Einkommensunterschied zwischen beiden ist. Das Splitting führt dazu, dass sich die Rollen häufig wie gehabt verteilen.
Katharina Wrohlich hat in ihrer Doktorarbeit herausgefunden, dass in Deutschland rund 400000 verheiratete Frauen mehr arbeiten würden, wenn sie allein besteuert würden statt im Ehegattensplitting. Die Frauenerwerbsquote stiege um knapp fünf Prozentpunkte. Auf die Idee, das auszurechnen, kam sie durch den Vorschlag der Grünen, die, als sie 2002 mit der SPD über die Koalition verhandelten, das Ende des Splittings forderten.
Fünf Jahre nach diesen Verhandlungen sitzt Christine Scheel, die Steuerexpertin der Grünen, in einem Berliner Café. Noch immer scheint sie enttäuscht darüber, dass sie sich damals nicht durchgesetzt hat. „Damals war jeder in der SPD, der verheiratet war, aus einem Reflex heraus gegen unseren Vorschlag. So als garantiere das Splitting den Schutz der Ehe. Dabei hält es vor allem die Frauen davon ab zu arbeiten.“ Den Vorschlag aus Italien findet sie schlecht. Aber vielleicht, sinniert sie, ist es gut, wenn darüber diskutiert wird: weil so eine andere Idee, die vormals unterlag, wieder zur Sprache kommt.
Vielleicht haben manche revolutionäre Ideen ihren Sinn einfach nur darin, dass Ideen, die noch vor ein paar Jahren zu revolutionär erschienen, langsam ihren Schrecken verlieren.
Hier finden Sie die
Studie von Andrea Ichino und Alberto Alesina (PDF) »
Was Bundestagsabgeordnete zum Thema Frauen und Arbeit sagen, sehen Sie in unserer
Video-Umfrage »
- Datum 13.06.2007 - 04:37 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle ZEITmagazin LEBEN, 31.05.2007 Nr. 23
- Kommentare 19
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Die Theorie der beiden Wissenschaftlern klingt ja ganz interessant, ist aber sicher nicht in allen Bereichen anwendbar. Der Beruf Lehrer erscheint mir hier ein ganz gutes Gegenbeispiel. Ich selber bin Lehrer an einer Volksschule und hier haben wir eben das Problem, dass es schon viel zu viele Lehrerinnen gibt, besonders im Grundschulbereich. Es wäre gerade hier sehr sinnvoll und notwendig mehr Männer zu haben, da besonders Jungs oft erhebliche Probleme mit Frauen haben und sich beim Lernen und in ihrer Entwicklung besser durch Männer fördern lassen. Auch wirkt sich das Arbeitsverhalten von Frauen als Lehrerinnen, die bevorzugt in Teilzeit arbeiten, recht ungünstig auf das Schulklima aus. Sie haben dann mehr Zeit, investieren diese dann aber in intensivere Vor- und Nachbereitung, erhalten auf diese Weise oft eine bessere Beurteilung als Vollzeit beschäftigte Lehrer und werden so eher bevorzugt bei Beförderungen, wenn es denn welche gibt, behandelt. Ich denke, hier im Schulbereich, müssten eher Männer günstiger besteuert werden, damit besonders im Primarbereich wieder mehr Männer als Lehrer einsteigen.
Steuersenkungen brauchen wir nicht für Frauen, sondern für Eltern.
Die angebliche Benachteiligung von Frauen ist sehr genau erforscht. Von den 21%, die Frauen durchschnittlich weniger verdienen, resultiert der Löwenanteil (13%) aus Nachteilen der Mutterschaft (Kinderpause verschlechtert auch die späteren Karrieremöglichkeiten; Doppelbelastung erlaubt wenig berufliche Flexibilität, etc). Die verbleibenden 8% erklären sich aus Bildungsunterschieden (weshalb bei jüngeren Frauen, die heute bildungsmäßig gleichgezogen haben, der Abstand deutlich geschrumpft ist gering ist), der Berufswahl (soziale Berufe etwa werden generell schlechter bezahlt als industrienahe), sowie einem anderen Risikoverhalten (Frauen legen mehr Wert auf Sicherheit), anderen Prioritäten (weniger Überstunden) sowie geringerem Selbstvertrauen bei Gehaltsverhandlungen.
Fazit: kinderlose Frauen haben praktisch keine Nachteile mehr und bedürfen keiner solchen Subvention. Massive Nachteile haben in Wahrheit ELTERN, speziell Mütter. Es gilt also nicht, "Frauen" zu Lasten von "Männern", sondern Eltern gegenüber Kinderlosen zu entlasten - auch steuerlich. Das ist auch der viel gerechtere Weg: denn Kinderlose profitieren heute über die staatlichen Umverteilungssysteme massiv von den Investitionen der Eltern in Humankapital, ohne sich daran auch nur halbwegs adqäuat zu beteiligen.
"Gender mainstreaming" ist eine Spielwiese, die uns leider von den gewaltigen demographischen Problemen ablenkt, auf die wir uns zubewegen. Um eine Metahper zu bemühnen: Wir laborieren an eingebildeten Krankheiten herum und ignorieren derweil unseren überhöhten Blutdruck, unser Übergewicht und unseren exzessiven Alkoholkonsum.
wir haben unseren erhöhten alkoholkonsum nicht im griff - jetzt wird mir manches klar.
wir haben unseren erhöhten alkoholkonsum nicht im griff - jetzt wird mir manches klar.
wir haben unseren erhöhten alkoholkonsum nicht im griff - jetzt wird mir manches klar.
Aus "Frauenmangel im Osten",
veröffentlicht auf zeit-online am 31.5.2007 - 09:11 Uhr
"Während vor allem gut ausgebildete Frauen zwischen 18 bis 29 Jahren ihre ostdeutsche Heimat verlassen, bleiben viele Männer mit schlechter Ausbildung und ohne Job zurück. ... Als Ursache nennen die Forscher die eklatanten Bildungsunterschiede zwischen den Jungen und Mädchen im Osten. Während fast 60 Prozent aller Gymnasiasten junge Frauen sind, schafften in den vergangenen Jahren fast 50.000 Jungen weniger als Mädchen auch nur den Hauptschulabschluss."
Während die Familien- bzw Scheidungsväter kaum noch wissen, wie sie den Lebensunterhalt aufbringen sollen, werden immer noch mehr Wege gesucht, sie im Interesse unserer doch eigentlich so starken, intelligenten, gut ausgebildeten, sozial kompetenten Überfrauen zu melken.
Die oben beschriebene Entwicklung zeigt, dass ganz andere "Formeln" vonnöten sind.
Rein intuitiv würde ich sagen: Wenn Frauen mehr verdienen, dann steigen ihre Opportunitätskosten für die Familiengründung, also die Kosten für den Karriereknick der Frau beim Kinderkriegen (viele Frauen haben anscheinend ein Bedürfnis, wenigstens ein bis zwei Jahre daheim zu bleiben) drastisch an. Es wäre sinnvoll für das Paar, wenn die Frau ihre Karriere möglichst ohne Brüche weiter verfolgt. Viele Paare, kann ich mir vorstellen, würden sich wohl vernünftig verhalten und sich für weniger Kinder als in der gegenwärtigen Situation entscheiden - und die demographische Situation damit verschärfen.
Besser endlich ein Kinderbetreuungssystem wie in Skandinavien oder Frankreich schaffen, damit sich die Produktivität der Frauen erhöht und sie weniger Teilzeit machen müssen, das fördert die Gleichberechtigung und die Kinderzahl. Und es ist politisch eher durchsetzbar.
erfreulicherweise räumt unser Grundgesetz mit solcherlei Vorschlägen bereits im Vorfeld auf. Die heute noch bestehende Ungleichberechtigung hat im wesentlichen einen Grund - es gibt eine Ungleichberechtigung bei der Wahl desjenigen, der für die Kinderbetreuung zuhause bleibt - nämlich eben meistens die Frau. Dies ist aber eine innerfamiliäre Entscheidung, die zu beeinflussen dem Staat überhaupt nicht zusteht. Das eigentliche Problem jedoch ist, dass sich die Gleichberechtigungsdebatte ständig um die Frage dreht, wie die finanzielle, karrierebezogenen und sonstigen Nachteile innerhalb der Familie verteilt werden statt sich damit zu befassen, wie ein KAUSALER Nachteilsausgleich zwischen Familien und Kinderlosen geschaffen werden kann. Hier wäre es schon genug, den Vorteilsabbau voranzutreiben - nämlich die Alten Kinderlosen nicht von den sächlichen Kosten ihres Alters (Krankenversorgung, Pflege,Rente) zu Lasten der nicht selbst erzeugten Jungen Generation zu befreien sondern selber zahlen zu lassen. Am Risikoausgleich darf nur teilnehmen, wer ihn möglich macht!
Vielleicht sollten sich die berühmten Wissenschaftler zunächst die Mühe machen herauszufinden, ob Frauen für dieselbe Arbeit unter gleichen Bedingungen tatsächlich weniger Geld bekommen als Männer. Wie es in den USA und Italien ist, kann ich nicht sagen. Für Deutschland jedoch, behaupte ich, stimmt es einfach nicht.
Die Aussage, Frauen verdienen für dieselbe Arbeit (wahlweise) 22%, 23%, 26%, 30% weniger als Männer, kommt durch eine gezielte und politisch motivierte Fehlinterpretation von Statistiken zustande und ich bezeichne sie deshalb auch gern als Lüge. Dabei möchte ich gar nicht abstreiten, dass so etwas in einzelnen Fällen vorkommt. Allerdings gibt es auch Berufe in denen Frauen für exakt die gleiche Arbeit und bei gleicher Qualifikation mehr verdienen als Männer, wie sogar der traditionell Feminismus-freundliche "Spiegel" im Artikel "Die Legende von den armen Frauen" (http://www.spiegel.de/uni...) beschrieb. Beides sind jedoch nicht die Massenerscheinungen, als die sie gern publiziert werden. Für alle, die es nicht glauben wollen, habe ich hier mal ein paar Fakten:
Jahrelang sprach man von 30% weniger Lohn für Frauen. Diese Zahl basierte auf Erhebungen des statistischen Bundesamtes. Dort wurden jedoch nicht gleiche Tätigkeiten unter gleichen Voraussetzungen innerhalb einer Firma verglichen sondern nur auf die Ausbildung (z.B. Hochschulabschluss) geachtet. Innerhalb der einzelnen Gruppen wurden die Gehälter aufsummiert und gemittelt: über alle Berufe, alle Branchen, alle Firmen, unabhängig von der Länge der Betriebszugehörigkeit, der tatsächlich ausgeführten Tätigkeit, den geleisteten Überstunden, der Berufserfahrung usw. Nun ist es jedoch bekannt, dass im Friseurhandwerk deutlich weniger verdient wird als beispielsweise in der Automobilindustrie. Wer dennoch diesen Beruf ergreift, kann - wenn er oder sie sich über das niedrigere Gehalt ärgert - hinterher sagen: "ICH habe (zumindest in finanzieller Hinsicht) einen Fehler gemacht.". Es ist jedoch falsch zu sagen: "Ich werde auf Grund meines Geschlechtes diskriminiert." Im Übrigen waren diese Branchen auch schon schlecht bezahlt, als sie noch nahezu ausschließlich von Männern besetzt wurden. Mein Großvater war beispielsweise Schneidermeister und kam trotz eines 12 Stunden Tages auf keinen grünen Zweig. Dass diese Zahl eine Interpretation erfuhr, die diese Erhebung nicht hergibt, schien auch jemandem von stat. Bundesamt auf den Nerv zu gehen, denn in der PM http://www.destatis.de/pr... hieß es: " Aus dem geschlechterspezifischen Verdienstabstand kann nicht geschlossen werden, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit unterschiedlich bezahlt werden."
Dann kam das IAB Diskussionspapier 4/2005 (IAB steht in Zusammenhang mit der Bundesarbeitsagentur). Dort hat man sich die Verhältnisse schon genauer angesehen und kam auf einen Gehaltsunterschied von 12 Prozent. Auch immer noch eine Menge, aber schon nicht mehr spektakulär genug, um es breit zu veröffentlichen. Doch auch da blieben zwei Dinge ungenügend oder gar nicht berücksichtigt: die Berufserfahrung und die Zahl der geleisteten Überstunden (bezahlte und unbezahlte). Trotzdem wurden die 12 Prozent als ultimativer Beweis für die Gehaltsdiskriminierung genutzt. Sieht man sich die Studie genauer an, kommt man zu einem anderen Ergebnis. In der Diskussion der Ergebnisse dieser Studie auf Seite 26f steht: "…Zweitens sind die Arbeitszeiten nur sehr ungenau abgebildet. Aus einschlägigen Studien zu geschlechtsspezifischen Unterschieden hinsichtlich der Arbeitszeiten ist bekannt, dass Männer weitaus häufiger und in größerem Ausmaß Überstunden machen (Van Bastelaer/Vaguer 2004). Wenn wir die Löhne auf die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden beziehen könnten, würde der Lohnabstand zwischen Männern und Frauen geringer ausfallen."
Eine grobe Abschätzung dieses Einflusses ist mE. relativ einfach möglich. Das statistische Bundesamt hat die durchschnittliche Zahl an bezahlten Überstunden von Männern und Frauen (getrennt nach Ländern, Voll- und Teilzeittätigkeiten) ermittelt (http://www.eds-destatis.d...). Demnach leisten Männer (in Vollzeit und davon geht die Studie aus) durchschnittlich 2 bezahlte Überstunden pro Woche mehr als Frauen. Bei einer angenommenen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden sind mit der höheren Zahl an Überstunden, die Männer weitere 5% Gehaltsdifferenz ganz diskriminierungsfrei erklärt. Bleiben noch etwa 7 Prozent übrig!
Und dann wäre da noch die Berufserfahrung. Auf Seite 27 der IAB-Studie steht:
"…Drittens verwenden wir nur einen grob angenäherten Wert für die Berufserfahrung. Da Frauen öfter als Männer ihre berufliche Karriere unterbrechen, überschätzen wir die tatsächliche Berufserfahrung von Frauen (Fitzenberger et al. 2004)." Den tatsächlichen Einfluss auf das Gehalt abzuschätzen fällt sicherlich schwer. Eine weitere Verringerung würde die Berücksichtigung der Berufserfahrung aber auf jeden Fall bringen.
Gott sei Dank für den Feminismus kam dann der Frauendatenreport, mit einer Gehaltsdifferenz von 23 Prozent heraus. Diese Zahl war toll und wird heute noch mit Begeisterung veröffentlicht. Doch auch in diesem Report ging man differenzierter vor - nur dass das von den Medien und erst recht von der Politik gezielt ignoriert wurde. Die 23 Prozent basieren wieder auf einer "über alles" Rechnung. Anschließend rechnete man jedoch viele Einflüsse heraus - einschließlich der Berufserfahrung. Übrig blieb eine Gehaltsdifferenz von 7,7% im Westen (1/3 von 23%) und 2,5% im Osten (1/4 von 10%). Nur, die Zahl der bezahlten Überstunden vergaß(?) man auch hier zu berücksichtigen. Wenn Sie sich die oben erwähnte Überschlagsrechnung zu den Überstunden ansehen, bleibt von der Lohndiskriminierung nichts oder nicht mehr übrig, als die statistische Unsicherheit beträgt. Dass der Unterschied zwischen West und Ost so signifikant ist, liegt wohl daran, dass im Westen weitaus häufiger als im Osten Überstunden bezahlt werden.
Doch selbst ohne Überstunden stelle ich mir die Frage, warum immer nur die 23% und nicht die 7,7 bzw. 2,5% publiziert werden.
Ich möchte noch auf eine andere, überaus interessante Tatsache aufmerksam machen. In Teilzeitarbeitsverhältnissen verdienen Männer rund 20 Prozent weniger als Frauen, was das Frauenministerium jedoch zu der Bemerkung veranlasste, dass es sich nicht um Diskriminierung sondern um "geringeres Humankapital" handeln würde. Nun kann man sicherlich auch diese Gehaltsdifferenz erklären. Eine vergleichbare Differenz bei Frauen jedoch als böse Diskriminierung zu brandmarken, bei Männern aber als "selbst schuld" zu kennzeichnen, ist typisch für den deutschen Feminismus.
Ganz zum Schluss noch drei Fragen. Wie wenig dürften Frauen in nicht tariflich gebundenen Firmen verdienen, damit im Durchschnitt 23% Unterschied heraus kommen - bei der Vielzahl an tarifgebundenen Firmen, dem öffentlichen Dienst und dem Beamtenapparat?
Glauben Sie ernsthaft, dass deutsche Unternehmen noch Männer einstellen würden, wenn sie dieselbe Arbeit für 23 oder 30% weniger Gehalt bekommen könnten? Und welcher Unternehmer würde die Chance verstreichen lassen, durch einen Austausch Frauen statt Männer seine Lohn-Stück-Kosten innerhalb kürzester Zeit um 1/4 bis 1/3 zu senken?
Auf jeden Fall sollte die Presse einmal genauer hinsehen und sauber recherchieren, was offensichtlich nicht geschieht. Vermutlich auch deshalb, weil das Ergebnis unpopulär ausfallen könnte.
Von dem Vorschlag der Wissenschaftler profitieren nur zwei Menschengruppen: Unternehmer und Radikalfeministinnen. Erstere, weil sie dann tatsächlich Lohnkosten einsparen könnten und letztere, weil sie durch einen Vergleich der Bruttolöhne dann eine Benachteiligung der Frauen nachweisen könnten, ohne weiterhin lügen zu müssen - quasi als selbsterfüllende Prophezeiung.
Da kann man, laut Frau Wrohlich, Männer höher besteuern
als Frauen, weil sie nicht so flexibel sind. Klar -
irgendwer muß ja das Geld für die Familie verdienen.
Sobald dann ein Grundeinkommen da ist, kann man sich
als Frau dann auch überlegen, ob man sich die 40-Stunden
Arbeitswoche antut. Das ist natürlich zynisch
formuliert, aber im Kern liegt genau hier der
Grund für die "mangelnde" Flexibilität der Männer. Ein
Mangel, der der deutschen Wirtschaft übrigens sehr gut tut,
denn um langfristig hochwertige und erfolgreiche Produkte
zu entwickeln und zu fertigen, benötigt man einen soliden
Mitarbeiterstamm, und nicht ständig wechselnde Entwickler.
Der Vorschlag, diese dringend notwendige Kontinuität auch
noch zu bestrafen, kann nur von einer
Wirtschafts"wissenschaftlerin" kommen (Wissenschaft
hier in Anführungszeichen, um ehrwürdige Disziplinen
wie Physik, Chemie oder Biologie nicht zu diskreditieren).
Interessant ist auch Gertrud Höhlers Meinung, daß Frauen
einen Bonus dafür bekommen, daß sie die Kinder auf die
Welt bringen. Zum einen scheint mir ein Bonus für ein
angeborenes Merkmal deutlich diskriminierend für die
Gruppe zu sein, die dieses Merkmal nicht besitzt
(wo bleibt mein Bonus dafür, daß ich Kinder zeugen
kann?). Zum anderen habe ich in diesem Vorschlag
nichts davon gelesen, daß der geringere Steuersatz nur für
Mütter gelten sollte - und warum man kinderlose Frauen dafür
belohnen sollte, daß sie vielleicht irgendwann einmal
schwanger werden könnten, leuchtet (vermutlich nicht nur) mir
wahrlich nicht ein. Wie sieht es eigentlich mit Männern,
die Elternzeit nehmen, aus? Oder alleinerziehenden Männern?
Sollen die auch mehr Steuern zahlen, als die Frauen, die es
sich in einer Doppelverdienerehe ohne Kinder bequem gemacht
haben? Offenbar schon - das wäre zwar eine himmelschreiende
Ungerechtigkeit, aber solange sie nur Männer betrifft, ist
es ja in Ordnung.
Zum Schluß wird noch die klassische Sau durch's Dorf
getrieben: das Ehegattensplitting. Vergleichen wir zwei
Familien mit zwei Kindern: eine mit "klassischem" Rollenmodell
(ein Partner verdient 4000EUR im Monat, der andere kümmert
sich um die Kinder), die andere mit "moderner" Arbeitsteilung
(beide Partner verdienen 2000EUR im Monat). Beide Familien
müssen mit 4000EUR brutto 4 Menschen ernähren - das
Ehegattensplitting sorgt dafür, daß auch gerechtermaßen beide
Familien das gleiche Nettoeinkommen haben. Das abzuschaffen
hat nur einen Sinn - das "klassische" Rollenmodell zu
benachteiligen. Das ist natürlich beabsichtigt, wird
aber nicht gern zugegeben, da dann die Zustimmung zu
derartigen Vorschlägen deutlich geringer ausfiele.
Die Abschaffung des Ehegattensplitting würde zuvorderst die Benachteiligung von unverheirateten Paaren aufheben.
Unverheiratete Paare sind z.Z. überall in der Pflicht, wenn es darum geht, gegenseitige Unterstützung zu leisten (bspw. bei Hartz IV, hier immer mit der Begründung, dass Ehen sonst schlechter gestellt wären), bzw. es werden bei allen Berechnungen des Einkommens regelmäßig beide Einkommen zusammengelegt (bspw. bei der Berechnung der Kitagebühren). Wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist, wenn denn diese Lebensform steuerlich eben den Ehen gleichgestellt werden würde.
Sinnvoll wäre überhaupt nur ein Ersetzen des Ehegattensplittings durch ein Familiensplitting, das steuerliche Ausgleichsmöglichkeiten von der Anzahl der Kinder abhängig macht, und nicht von der Art des Zusammenlebens. Somit wären die beiden Familien aus dem Beispiel von jop ebenfalls wieder gleichgestellt.
Weiterhin würde das Familiensplitting darauf abzielen, die Einkommensverluste, die man als Familie mit Kindern in jedem Fall hat (egal in welchem Familienmodell und mit welcher Rollenverteilung), abzufedern und eventuell so auch der allseits beschworenen negativen demografischen Entwicklung entgegenwirken.
In diesem Sinne kann ich mich rijukan und auch DirkSchu nur anschließen!
Die Abschaffung des Ehegattensplitting würde zuvorderst die Benachteiligung von unverheirateten Paaren aufheben.
Unverheiratete Paare sind z.Z. überall in der Pflicht, wenn es darum geht, gegenseitige Unterstützung zu leisten (bspw. bei Hartz IV, hier immer mit der Begründung, dass Ehen sonst schlechter gestellt wären), bzw. es werden bei allen Berechnungen des Einkommens regelmäßig beide Einkommen zusammengelegt (bspw. bei der Berechnung der Kitagebühren). Wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist, wenn denn diese Lebensform steuerlich eben den Ehen gleichgestellt werden würde.
Sinnvoll wäre überhaupt nur ein Ersetzen des Ehegattensplittings durch ein Familiensplitting, das steuerliche Ausgleichsmöglichkeiten von der Anzahl der Kinder abhängig macht, und nicht von der Art des Zusammenlebens. Somit wären die beiden Familien aus dem Beispiel von jop ebenfalls wieder gleichgestellt.
Weiterhin würde das Familiensplitting darauf abzielen, die Einkommensverluste, die man als Familie mit Kindern in jedem Fall hat (egal in welchem Familienmodell und mit welcher Rollenverteilung), abzufedern und eventuell so auch der allseits beschworenen negativen demografischen Entwicklung entgegenwirken.
In diesem Sinne kann ich mich rijukan und auch DirkSchu nur anschließen!
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