Multikulti ist gut für die Kreativität und zahlt sich wirtschaftlich aus. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Danach könnte Deutschland von der erleichterten Zuwanderung insbesondere höher qualifizierter Arbeitskräfte profitieren. Der Untersuchung zufolge sind heute bereits die Regionen in der Bundesrepublik besonders innovationsfreudig, in denen viele Menschen unterschiedlicher Nationalität beschäftigt werden. Dazu gehören beispielsweise die Ballungsräume rund um Stuttgart und München oder das Rhein-Main-Gebiet. Relativ niedrig ist dagegen die Nationenvielfalt in Norddeutschland und im Osten.

Investitionen in Forschung und Entwicklung erweisen sich in den Multikulti-Regionen aber als besonders fruchtbar sie führen dort zu überproportional mehr Patentanmeldungen. Der »Innovationsoutput« ist größer. In der Untersuchung wurde auch geprüft, ob die Kausalität womöglich umgekehrt ist, die kulturelle Vielfalt also bloß die Folge von Innovationsfähigkeit wäre, etwa weil Regionen mit vielen forschungsstarken Unternehmen besonders viele ausländische Experten anziehen. Das ist laut Analyse aber nicht der Fall.