Kein Leben ohne Liebe und Mitgefühl. So lautet das Credo der Buddhisten, die auf der Hochebene Tibets in Tempelhöfen und Klöstern meditieren. Und auch Matthieu Ricard seit mehr als dreißig Jahren vom »Land des Schnees« bezaubert hat sich diesen Glaubensgrundsatz zu eigen gemacht. Die Fotos seines Bildbands Tibet spiegeln die Sympathie, die er spirituellen Meistern, Pilgern, Bauern und Nomaden entgegenbringt. Es scheint, als hätte er sie mit seiner Kamera fast alle zum Lächeln gebracht: die kleinen Novizen, die noch Milchzähne zeigen - die alten, zahnlosen Eremiten - das kleine Mädchen, das mit seiner Familie nach Tongkor gepilgert ist (unser Bild).

Matthieu Ricard: Tibet. Mit den Augen der Liebe - aus dem Französischen von Ilse Rothfuss - Frederking & - Thaler, München 2007 - 230 S., 39,90 Euro