Homosexuelle Schwulsein heute – ganz normal?Seite 5/5

Tatjana Eggeling weiß von schwulen Bundesligaspielern, die eine Art potemkinsche Fassade errichteten, um zu verhindern, dass ihre Homosexualität ruchbar wird: »Die haben eine Frau, gründen eine Familie, leben zusammen in einem großen Haus, die Partnerin ist eingeweiht und macht das alles mit.« Ihre Sexpartner suchten diese Spieler im Internet, auf den Seiten von Gayromeo, zuweilen auch in den Schwulenszenen der Großstädte. »Dafür zahlen sie einen hohen Preis«, sagt Eggeling. »Sie müssen es aushalten, einen wichtigen Teil ihres Lebens zu verschweigen, das ist eine unglaubliche psychische Belastung, die viel Energie abzieht.«

Angesichts der öffentlichen Präsenz Homosexueller sei es eigentlich an der Zeit, dass sich nun auch schwule Bundesligaspieler oder andere Sportler outeten, meint die Wissenschaftlerin. Die Stimmung ähnelt ein bisschen der Situation im Radsport vor dem ersten Dopinggeständnis, alle Welt erwartet das erste Bekenntnis. Doch sie müsse derzeit von einem Coming-out noch abraten, sagt Eggeling, es sei überhaupt nicht abzusehen, wie die Fußballszene und die Öffentlichkeit darauf reagieren würden. Der einzige aktive Fußballprofi, der sich bisher zu seiner Homosexualität bekannte, ist der Brite Justin Fashanu. Er hielt dem öffentlichen Druck nicht stand; acht Jahre nach seinem Coming-out erhängte er sich 1998.

Anzeige

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) müsste ein Zeichen setzen, fordert Eggeling – ähnlich dem des englischen Fußballverbands, der 2001, nach Fashanus Selbstmord, in seiner Satzung verankert hat, dass er gegen Diskriminierung wegen sexueller Orientierung vorgeht. Öffentlicher Druck sei notwendig wie beim Thema Rassismus, gegen den der DFB auch erst vorging, als der Druck der Öffentlichkeit zu stark geworden sei.

Das Gespräch mit DFB-Sprecher Harald Stenger zum Thema Homosexualität und Fußball dauert weniger als eine Minute. »Das ist eine Frage des persönlichen Lebensstils«, sagt er knapp. »Für den DFB ist das kein Thema.« Ende.

Eine bessere, beinahe utopische Welt, in der Diskriminierung verpönt und Selbstverwirklichung ausdrücklich erwünscht ist – es gibt sie. Sie liegt zum Beispiel hinter Tor 3 an der Henry-Ford-Straße in Köln-Merkenich, ganz im Norden der Domstadt. Es ist ein unauffälliges Fabriktor wie viele, mit Schranke und Pförtnerhäuschen. Die Menschen, die hier ein und aus gehen, sehen nicht unbedingt glücklicher aus als Menschen an anderen Fabriktoren, die gleichen müden Gesichter nach der Schicht wie überall.

Hinter Tor 3 arbeiten 18000 Menschen in den Ford-Werken. Was hier anders ist, erschließt sich nicht auf den ersten Blick, es spielt sich in den Köpfen ab. Seit 1996 heißt das Unternehmensleitbild bei Ford Diversity Management. Vielfalt wird nicht nur akzeptiert, sondern ausdrücklich gefördert. Kein Mitarbeiter darf wegen seines Geschlechts, seines Alters, seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden. In zahllosen Netzwerken sind die Mitarbeiter organisiert, um ihre Interessen zu vertreten und sich Gehör zu verschaffen – Türken, Schwule, Frauen in Ingenieurberufen, Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Die Gruppen sind unabhängig, werden aber von Ford anerkannt und bekommen ein Budget, wenn sie den Unternehmensrichtlinien entsprechen. Das schwul-lesbische Netzwerk Globe (für Gay, Lesbian or Bisexual Employees) hat bereits einige politische Forderungen durchgesetzt. So erhalten die Partner von Mitarbeitern die Hinterbliebenen-Betriebsrente, wenn das Paar in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gelebt hat.

Weil auch bei Ford noch nicht alle Mitarbeiter gute Menschen sind, hat jedes Netzwerk einen starken Bruder, der notfalls hilft. Für Globe ist das der Vice President Human Resources Europe in London, der selbst nicht homosexuell ist. Dem schicke sie eine Mail, wenn sie mit einer Forderung nicht weiterkomme, sagt die Globe-Vorsitzende Eva Reifschneider, zum Beispiel wenn die Firmenleitung nicht genug Geld für die Teilnahme am Kölner CSD herausrücken wolle. Der mächtige Vice President richtet es dann.

Baumärkte entdecken Homosexuelle als interessante Zielgruppe

Diversity Management verfolgt natürlich auch harte wirtschaftliche Ziele. Mehr und mehr Unternehmen erkennen, dass sie erfolgreicher sind, wenn sie auf die Vielfalt ihrer Beschäftigten und Kunden eingehen. »Durch Vielfalt werden Innovation und Kreativität gefördert«, heißt es in einem Ford-Papier. Und wer sich als liberaler Arbeitgeber geriert, verbessert das Image des Unternehmens und gewinnt neue Kunden.

Hersteller und Dienstleister sprechen Homosexuelle zunehmend gezielt an und spielen dabei ironisch mit Vorurteilen wie jene neue Anzeige des Baumarktriesen Hornbach: Zwei Männer, mitten im Küchenaufbau, umarmen einander. Der hilflose Ausdruck ihrer Gesichter lässt vermuten, dass die beiden mit dem Aufstellen einer Küche überfordert sind. Darunter die Zeile: »Du kannst alles sein – nur nicht ungeschickt.« Eine junge Generation von Managern und Werbern sei heute offen für solche Initiativen, sagt Holger Linde, der mit seiner Kölner Agentur go felix Werbeagenturen bei der Konzeption von Kampagnen für Homosexuelle berät. Auch in den Köpfen der Gutwilligen herrschten Klischees vor. »Deren schwules Männerbild ist viel zu verzickt«, sagt Linde.

Dem Beispiel von Ford sind andere Unternehmen gefolgt. Im vorigen Dezember verabschiedeten die vier Großunternehmen Daimler (damals noch mit Chrysler), Deutsche Bank, Telekom und BP die »Charta der Vielfalt«. Feierlich geloben sie, in ihren Unternehmen »ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld« zu schaffen, basierend auf »gegenseitigem Respekt«. Mittlerweile haben sich rund drei Dutzend Unternehmen der Charta angeschlossen – und die Stadt Köln als erste Kommune. Einen Tourismusprospekt für schwul-lesbische Besucher gibt Köln nun heraus. Darin wird für »jecke Homo-Sitzungen« im Karneval geworben, Oberbürgermeister Fritz Schramma preist seine Stadt als »eine der lebendigsten Schwulen- und Lesbenszenen Europas, die das Gesicht und das Lebensgefühl dieser Stadt deutlich mitprägt«. Die Werbung lohnt sich, denn der Homotourismus bringt Geld in die Stadt. Schwule unternehmen dreimal so viele Kurzreisen wie Heteros und sind wesentlich konsumfreudiger, hat go felix ermittelt.

Bewirkt womöglich die Wirtschaft das Ende der Diskriminierung? Der US-Wirtschaftswissenschaftler Richard Florida erregte vor einiger Zeit Aufsehen mit seiner These: »Je schwuler eine Stadt, umso offener ist sie – und wirtschaftlich umso erfolgreicher.« Ein Ort, der Selbstverwirklichung ermögliche, ziehe kreative Leute an – darunter viele Schwule, die dort offener leben könnten. »Es sind also Orte, in denen Unternehmer ihre Innovationen zum Leben erwecken können«, sagte Florida kürzlich der Wirtschaftswoche . Er ist überzeugt: »Intolerante und engstirnige Orte sterben.« Das klingt ein wenig, als sei Homophobie nur noch Thema in entlegenen Bergregionen. Doch schwulenfreundliche Orte und härteste Schwulenfeindlichkeit koexistieren oft in derselben Großstadt, derselben Moderne – manchmal, wie in St. Georg, nur eine Straße voneinander entfernt.

Die deutsche Landkarte der Toleranz von 2007 bietet ein widersprüchliches Bild. Wo sich ganze Branchen, wie in Kultur und Dienstleistung, mit dem schwulen Element geradezu schmücken – oder wo, wie in Politik und Wirtschaft, mit Gesetzen, Chartas und Richtlinien ein institutionalisierter Rahmen vorgegeben ist, da wurde viel erreicht. Wo aber der Wildwuchs des Lebens vorherrscht, krachen nach wie vor Unwissen, Vorurteile, Ängste und Aggressionen ungefiltert aufeinander.

*Name von der Redaktion geändert

 
Leser-Kommentare
  1. 1. jap

    aber wenn ein schwuler zusammengetreten wird dann kommt das nichtmal unter "ferner liefen" in den lokalteil, wenn die polizei da überhaupt richtig hilft.
    wird ein schwarzer zusammengetreten, zumal in deutschland, ist die weltpresse vor ort.
    heuchelei überall. da würden selbst gleiche rechte auf dem papier per gesetz nix helfen, echte gleichberechtigung kann man nicht verordnen die muß von den leuten ausgehen. umso schwieriger die zeiten umso größer der hass auf alles abseits der "norm"..

    Eine Leser-Empfehlung
  2. 2. normal

    So nun bitte nicht falsch verstehen.

    Schwulsein ist nicht normal.

    Es entsricht nun mal nicht dem Durchschnitt.
    Bitte verwendet einanderes Wort um die fehlende Akzeptanz anderer Lebensmodelle auszudrücken.
    Normal ist hier das falsche Wort.

    grüße
    mo

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Xquer +/- 2,5*SD?

    Wer Normalität am Mittelwert mißt oder am Median, na ja.

    • Buh
    • 03.06.2010 um 2:53 Uhr

    Menschen die Homosexualität als nicht normal bezeichnen, bewezcken damit mesitens eine ausgerenzung homosexueller Menschen, bezwecken häufig Homosexuealität als Abart darszustellen.

    Warum aber sollte es relevant sein ob Homosexualität normal ist, was auch immer dieses ominöse "Normal" bedeuten mag? Es ist doch vollkommen irrelevant ob es normal ist. relevant ist, dass Menschen frei in der entscheidung sein sollten mit wem sie Zusammen sein wollen. Ob das nun eine Bundeskanzlerin, ein türke, ein Mörder ein Gleichgeschlechtlicher oder ein Prinz ist. Am ende zählt, dass die Personen es wollen und es steht niemandem zu, dieses zu verbieten zu unterdrücken und in vielen Ländern dieser Erde mit Todesstrafe oder zumidnest gefängnis zu bestrafen.

    Ob Normal oder nicht ist egal. Weil das kein Wertausdruck ist sondern eine nebensächliche bemerkung. Genauso könnte ich sagen, dass ein Birnbaum inmitten von Apfelbäumen nich tnormal sei, deswegen muss ich aber noch keine Bewertung vornhemen. Vielmehr ist es egal ob ich im Garten auch einen brinbaum habe, am ende ist es doch leckeres Obst ;)

    Xquer +/- 2,5*SD?

    Wer Normalität am Mittelwert mißt oder am Median, na ja.

    • Buh
    • 03.06.2010 um 2:53 Uhr

    Menschen die Homosexualität als nicht normal bezeichnen, bewezcken damit mesitens eine ausgerenzung homosexueller Menschen, bezwecken häufig Homosexuealität als Abart darszustellen.

    Warum aber sollte es relevant sein ob Homosexualität normal ist, was auch immer dieses ominöse "Normal" bedeuten mag? Es ist doch vollkommen irrelevant ob es normal ist. relevant ist, dass Menschen frei in der entscheidung sein sollten mit wem sie Zusammen sein wollen. Ob das nun eine Bundeskanzlerin, ein türke, ein Mörder ein Gleichgeschlechtlicher oder ein Prinz ist. Am ende zählt, dass die Personen es wollen und es steht niemandem zu, dieses zu verbieten zu unterdrücken und in vielen Ländern dieser Erde mit Todesstrafe oder zumidnest gefängnis zu bestrafen.

    Ob Normal oder nicht ist egal. Weil das kein Wertausdruck ist sondern eine nebensächliche bemerkung. Genauso könnte ich sagen, dass ein Birnbaum inmitten von Apfelbäumen nich tnormal sei, deswegen muss ich aber noch keine Bewertung vornhemen. Vielmehr ist es egal ob ich im Garten auch einen brinbaum habe, am ende ist es doch leckeres Obst ;)

  3. ich denke der Artikel trägt nicht gerade zur Aufklärung bei.

    Schwulsein ist und bleibt eine Abnormalität (die natürlich toleriert werden muss). Optimal wäre es, wenn der Heterosexuelle das Schwulsein nicht beachten würde: es sollte dieselbe Rolle spielen wie z.B. ob jemand ein Albino ist oder nicht.

    Der gegenteilige Effekt wird erreicht, falls das Schwulsein in den Vordergrund gestellt wird. Das passiert sehr oft in den Medien und die Schwulen tragen auch erheblich selbst dazu bei, mit ihren doch wirklich merkwürdigen Parades, öffentlichen Kussorgien usw. Das "coming-out" gehört auch dazu. Waum ein grosses Ereignis daraus machen? Der Schwule sollte das Schwulsein als etwas ganz normales leben, dann werden es auch die anderen so verstehen.

    Im Artikel steht, dass Schwulsein eine Option ist. Das könnte von manchen ganz falsch verstanden werden. Schwulsein ist keine Option, sondern ist für denjenigen eine Notwendigkeit. Sollte man wirklich verstärkt das Schwulsein als eine Option darstellen, so ist verständlicherweise mit Feindlichkeit aus bestimmten Kreisen zu rechnen. Denn so sieht es z.B. der muslimische Vater: er sieht das Schwulsein als Option, irgendetwas hat seinen Sohn verschwult oder er hat sich selbst verschwult und es ist seine Schuld. Sollte er verstehen können, dass es keine Option für seinen Sohn ist, sondern eine Notwendigkeit, so wird er ihn möglichweise akzeptieren.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Kussorgien"? Aber selbstverständlich. Ich werde mich unterstehen, meine Freundin je wieder in der Öffentlichkeit zu küssen - wenn sämtliche Heterosexuellen Pärchen dies auch einhalten, und auch keine seltsamen Parties mehr feiern, bei denen man sieht, wie sehr sie ihre Jugend und Sexualität betonen. Sie sollten einfach zu Hause bleiben und daraus keine große Sache machen. Schweigen wir einfach weg, dass es Menschen gibt, die nicht der Norm entsprechen, denn die Norm, nun, die Norm ist ja der oberste Wert der deutschen Leitkultur - sie muss eingehalten und beschützt werden, und alles, was nicht der Norm entspricht, muss sich ruhig verhalten und nicht darauf hinweisen, sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen, es wären nicht alle gleich.

    Lieber bspiesser, sie "müssen" nicht "tolerieren", sondern akzeptieren. Schwule sind Menschen wie sie. Ganz genauso wie sie, mit den gleichen Bedürfnissen und auch den gleichen Rechten, auch wenn das gerne vergessen wird.

    "Kussorgien"? Aber selbstverständlich. Ich werde mich unterstehen, meine Freundin je wieder in der Öffentlichkeit zu küssen - wenn sämtliche Heterosexuellen Pärchen dies auch einhalten, und auch keine seltsamen Parties mehr feiern, bei denen man sieht, wie sehr sie ihre Jugend und Sexualität betonen. Sie sollten einfach zu Hause bleiben und daraus keine große Sache machen. Schweigen wir einfach weg, dass es Menschen gibt, die nicht der Norm entsprechen, denn die Norm, nun, die Norm ist ja der oberste Wert der deutschen Leitkultur - sie muss eingehalten und beschützt werden, und alles, was nicht der Norm entspricht, muss sich ruhig verhalten und nicht darauf hinweisen, sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen, es wären nicht alle gleich.

    Lieber bspiesser, sie "müssen" nicht "tolerieren", sondern akzeptieren. Schwule sind Menschen wie sie. Ganz genauso wie sie, mit den gleichen Bedürfnissen und auch den gleichen Rechten, auch wenn das gerne vergessen wird.

  4. "Vor allem zwischen Schwulen und Ausländern haben die Spannungen zugenommen."
    Hat diesen Satz eigentlich noch einmal jemand durchgelesen? Ist niemandem aufgefallen, was das für ein absoluter Unsinn ist?

    Die Reaktionen auf diesen Artikel schockieren mich zutiefst, fast so sehr wie der sehr einseitige Inhalt dieses Artikels. Wie so gern werden Lesben ausgelassen. Es ist natürlich viel interessanter über arme, geschundene Männer zu berichten, die es dann doch nicht schafften, Profifussballer zu werden als über die Millionen Frauen, deren Sexualität in Deutschland nicht ernst genommen, verschwiegen, wegretuschiert oder ausgelassen wird wie in diesem Artikel. Lesben sind nicht einfach schwule Frauen, und sie existieren auch außerhalb des politisch korrekten post scriptum hinter "Schwule und...".

    Und "Kussorgien", lieber bspiesser? Nur wenn Heteropärchen sich auch bereit erklären, in der Öffentlichkeit ihre Neigung nicht mehr zu zeigen.

  5. "Kussorgien"? Aber selbstverständlich. Ich werde mich unterstehen, meine Freundin je wieder in der Öffentlichkeit zu küssen - wenn sämtliche Heterosexuellen Pärchen dies auch einhalten, und auch keine seltsamen Parties mehr feiern, bei denen man sieht, wie sehr sie ihre Jugend und Sexualität betonen. Sie sollten einfach zu Hause bleiben und daraus keine große Sache machen. Schweigen wir einfach weg, dass es Menschen gibt, die nicht der Norm entsprechen, denn die Norm, nun, die Norm ist ja der oberste Wert der deutschen Leitkultur - sie muss eingehalten und beschützt werden, und alles, was nicht der Norm entspricht, muss sich ruhig verhalten und nicht darauf hinweisen, sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen, es wären nicht alle gleich.

    Lieber bspiesser, sie "müssen" nicht "tolerieren", sondern akzeptieren. Schwule sind Menschen wie sie. Ganz genauso wie sie, mit den gleichen Bedürfnissen und auch den gleichen Rechten, auch wenn das gerne vergessen wird.

    Eine Leser-Empfehlung
  6. Lieber m077fds,

    eben doch. Homosexualität ist eine Variation der Sexualität, die es immer gegeben hat und es immer geben wird. Genauso wie Rothaarige, die sind auch in der Minderzahl, trotzdem sind sie Teil einer normalen Haarfarben-Palette. Bestehen sie auch darauf, Rothaarige als nicht normal zu bezeichnen? Ich kann überhaupt nicht verstehen, was ihnen daran so wichtig ist.

    Ich kann es noch weniger verstehen, dass sie nach dem Lesen dieses Artikels, in dem ein talentierter Sportler aufgrund seines Schwulseins keine Karriere machen kann, in dem es darum geht, dass Leute ihren Söhnen "in die Fresse hauen" wollen, wenn sie schwul wären, in dem ein junger Mann von drei anderen Männern brutalst zusammengeschlagen wird und dabei nur ein Fall von sehr vielen ist, dass ihnen nach der Lektüre dieses Artikels nichts anderes als Kommentar einfällt, als darauf zu bestehen, dass Homosexualität nicht normal ist....das find ich absolut nicht normal.

    Eine Leser-Empfehlung
  7. Mothwing, Sie haben Recht: "akzeptieren" ist das bessere Wort.
    Kussorgien in der Öffentlichkeit halte ich bei Heteropärchen für genauso unangebracht. Ist also keine Diskriminierung. Da bin ich vielleicht doch etwas spiessig.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dann ist ja alles in Ordnung. Ich kann es voll und ganz verstehen, wenn jemanden so etwas stört, ich denke auch nicht, dass es unbedingt sein muss - aber es muss erlaubt sein, ohne, dass sich alle umdrehen, starren und tuscheln - was nicht nur fürs Küssen gilt, sondern auch für's Händchenhalten. :) Daher "akzeptieren". Vielen Dank für die Antwort!

    dann ist ja alles in Ordnung. Ich kann es voll und ganz verstehen, wenn jemanden so etwas stört, ich denke auch nicht, dass es unbedingt sein muss - aber es muss erlaubt sein, ohne, dass sich alle umdrehen, starren und tuscheln - was nicht nur fürs Küssen gilt, sondern auch für's Händchenhalten. :) Daher "akzeptieren". Vielen Dank für die Antwort!

  8. dann ist ja alles in Ordnung. Ich kann es voll und ganz verstehen, wenn jemanden so etwas stört, ich denke auch nicht, dass es unbedingt sein muss - aber es muss erlaubt sein, ohne, dass sich alle umdrehen, starren und tuscheln - was nicht nur fürs Küssen gilt, sondern auch für's Händchenhalten. :) Daher "akzeptieren". Vielen Dank für die Antwort!

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Nachtrag"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service