Gedicht Im Bereich eines Tiefdruckgebietes

Ein Gedicht von Ror Wolf

Seht die geduckten Schiffe dampfend dort.
Leicht fällt der Regen auf das Meer, so leicht.
Der Tag vergeht, es kommt die dunkle Nacht.
Und etwas stürzt herab und etwas kracht.
Der dicke Himmel ist ganz aufgeweicht.
Seht die geduckten Schiffe ziehen fort.

Im Osten Frost, teils teils betrübt und Ärger,
und in den dürren Wäldern wühlt der Wind.
Der Sommer rollt vorbei, der Herbst, der Winter,
das nächste Jahr und dann das Jahr dahinter,
so weiter, bis das nächste Jahr beginnt.
Und danach wühlt der Wind noch etwas stärker.

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Seht hinter fortgewehten Hüten hinken
die Männer schwarz dahin im Schlamm im Schlick.
Der Himmel platzt, das Wetter ist zu Ende,
nun kommt das Ende aller Gegenstände,
und das geschieht im selben Augenblick,
wo auf dem Meer die Schiffe untersinken.

Kein Wort und kein Geräusch mehr und kein Ton,
kein Knirschen und vor allem kein Zerknallen.
Der Tag ist aus, wir sitzen jetzt im Kalten.
Da muß man seinen Hut doch aufbehalten.
Die Schiffe fliegen in die Luft und fallen
zurück aufs Meer – und jetzt genug davon.

Pfeifers ReisenLyrikGedichteRor WolfBuchSchöffling & Co.2007Frankfurt a. M.19,90258
 
Leser-Kommentare
    • hagego
    • 27.12.2007 um 23:46 Uhr

    der torwart
    schlug den ball
    mit drall
    zum rechten verteidiger
    ein leidiger
    fehler weil rechts innen
    wie von sinnen
    augenscheinlich
    geschlafen wurde
    links innen
    beginnen
    genau solche fehler
    die wähler
    dieses vereins
    nicht mainz
    fluchen
    und suchen
    nach helden
    bitte melden
    der außenverteidiger links
    der bringt's
    aber allein - - -
    nur rechts
    im mittelfeld
    ist ein spieler
    auch noch das geld
    wirklich wert
    aber zentral
    eine qual
    und links
    hinter den spitzen
    sagt man mit witzen
    der kann auch nicht viel
    rechtsaußen mit stil
    aber kann nicht flanken
    auf den ewig kranken
    mittelstürmer
    der hat keine würmer
    aber die pest
    und der rest
    ist schweigen
    links stürmt ein versager
    dazu auch noch gaga
    aber mainz ist es nich'
    das wär' fürchterlich
     
     

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  • Quelle DIE ZEIT, 28.06.2007 Nr. 27
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