7 Weltwunder der Moderne

von 

Solomon R. Guggenheim Museum in New York (1956 bis 1959), Frank Lloyd Wright

"Demokratie ist die höchste Form der Aristokratie", so lautete das Credo des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright. Seine Idealvorstellung von der amerikanischen Gesellschaft, in der jeder Bürger Präsident werden kann, drückte er in dem Entwurf für das Guggenheim Museum aus.

Anzeige

Das Gebäude in der 5th Avenue in New York ist ein lichtdurchfluteter Rundbau, durch den sich eine spiralförmige Rampe windet. Besucher fahren mit Liften in das obere Geschoss und flanieren die Rampe hinunter. Dabei können sie "non-objektive" Kunst betrachten, die auf den geneigten Außenwänden ausgestellt ist. Der Blickwinkel entspricht dem des Malers auf seine Staffelei.

Zum Zeitpunkt ihres Entstehens war die gesamte Konstruktion einzigartig und sensationell. Die Museen jener Zeit stellten ihre Exponate für gewöhnlich in Räumen mit vier Wänden aus. Frank Lloyd Wrights Werk ließ den Museumsbesuch plötzlich zu einem unvergesslichen Erlebnis werden: Die Besucher, die auf der Rampe hinabschreiten, sehen nicht nur die Gemälde, sondern die Verwerfungen ihrer eigenen Schatten, die durch das einfallende Tageslicht auf die Wand projiziert werden.

Raja Aederi, 1939 in Indien geboren. Er studierte in England und den USA und war Schüler von Frank Lloyd Wright. 1972 eröffnete er sein Büro Raja Aederi Consultants mit dem Hauptsitz in Mumbai und einer Filiale in Delhi. In Delhi baute Aederi das Hotel Meridien, in Mumbai das Gebäude der ICICI Bank, Indiens zweitgrößter Bank

Raja Aederis Liste:

1. Solomon R. Guggenheim Museum in New York (1956 bis 1959), Frank Lloyd Wright

2. Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp/Frankreich (1950 bis 1954), Le Corbusier

3. Kongresspalast in Brasølia/Brasilien (1960), Oscar Niemeyer

4. Gateway Arch in St. Louis/Missouri (1963 bis 1965), Eero Saarinen

5. Opernhaus in Sydney (1957 bis 1973), Jrn Utzon

6. Gebäude der Bank of China, Hongkong (1982 bis 1990), I. M. Pei

7. Alamillo-Brücke über den Guadalquivir in Sevilla (1987 bis 1992), Santiago Calatrava

Kulturzentrum Jean Marie Tjibaou in Nouméa (1993 bis 1998), Renzo Piano

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Schlagworte Denkmal | Architektur | Bauen | Wohnen
Service