Archäologie Rätsel der RiesenSeite 3/3
Die Sauropoden mussten sich nämlich auf die Fermentation in ihrem Verdauungstrakt verlassen, um die hartblättrige Nahrung nutzbar zu machen. »Kauen konnten sie mit ihren Zähnen nicht, nur Zweige abknipsen, wie mit einer Heckenschere«, sagt der Paläontologe Kristian Remes. »Die haben sie dann einfach runtergeschluckt.« Etwa 150 Kubikmeter Raum konnten die Urtiere mit ihren langen Hälsen abmähen, ohne einen Schritt zu laufen.
Lange war man davon ausgegangen, dass die prähistorischen Gewächse nicht genug Nährstoffe enthielten, um solch riesige Lebewesen zu ernähren. Doch Hummel zeigte, dass man das Buschwerk nur mehrere Tage lang fermentieren lassen muss. »Für große Tiere ist das kein Problem«, sagt Martin Sander. Die Eingeweide der Riesen waren offensichtlich groß genug für eine »geringe Passagerate«: Das Pflanzenmaterial konnte sich tagelang im Saurierkörper zersetzen.
Etwa 300 Kilo Gestrüpp musste Brachiosaurus pro Tag hinunterschlingen, um satt zu werden. Auf Dauer konnte das nicht gut gehen, berechnete ein Team um Jared Diamond von der California University School of Medicine: Der Lebensraum der Dinosaurier sei zu klein gewesen, um genug Tiere dieser Größe zu ernähren, damit der Fortbestand der Art gesichert gewesen sei. Denn wenn die Populationsdichte zu gering werde, laufe eine Spezies Gefahr, plötzlich auszusterben.
»Das Problem haben die Dinosaurier mit dem Eierlegen gelöst«, sagt dagegen Martin Sander. Anders als bei Säugetieren habe bei ihnen die Körpergröße nicht die Zahl der Nachkommen beschränkt. Mit teilweise riesigen Gelegen sicherten sich die Kolosse gegen das Aussterben ab. »Nach einer Katastrophe haben sie sich schnell wieder erholt, deshalb konnten sie sich eine geringe Populationsdichte leisten«, erklärt Sander.
Der Projektkoordinator ist nach drei Jahren Forschungsarbeit sicher, dass es der raffinierte Bauplan war, der die Giganten zu Erfolgsmodellen machte.
Andere Wissenschaftler versuchen, den Riesenwuchs mit externen Faktoren wie der Zusammensetzung der Atmosphäre zu erklären. Doch dieser Ansicht widerspricht Sander: »Über 150 Millionen Jahre ist der Gigantismus in verschiedenen Evolutionslinien immer wieder aufgetaucht. Die Umweltbedingungen waren während dieses Zeitraums aber sehr unterschiedlich.« Einig sind sich die meisten Urzeitforscher dagegen darin, dass die Dinosaurier keineswegs ausgestorben sind. Sie leben in den Vögeln weiter. Nur werden Rotkehlchen eben nicht so groß.
Mitarbeit: Antje Kunstmann
- Datum 09.07.2007 - 06:56 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 05.07.2007 Nr. 28
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Es sollte mittlerweile eigentlich auch bis zur ZEIT vorgedrungen sein, dass Dinosaurier kein Thema der Archäologie sind. Die Archäologie beschäftigt sich ausschließlich mit den Hinterlassenschaften des Menschen und als dieser auf der Erde erschien, waren die Dinosaurier schon lange ausgestorben. Für die Dinosaurier ist die Paläontologie zuständig, die im Schnittpunkt von Geologie und Biologie liegt.
Das ist mein erster Leserkommentar auf ZEITonline, aber da man es als Archäologe einfach leid ist, in Hessen immer auf die Grube Messel angesprochen zu werden, reagiert man auf diese Verwechslung empfindlich.
sitzen "nur Menschen", die manchmal allerdings meinen, etwas mehr zu sein. Danke für Ihre nette Information.
sitzen "nur Menschen", die manchmal allerdings meinen, etwas mehr zu sein. Danke für Ihre nette Information.
sitzen "nur Menschen", die manchmal allerdings meinen, etwas mehr zu sein. Danke für Ihre nette Information.
Eine missverständliche Aussage ist es, im Zusammenhang mit dem Brachiosaurus von Vögeln zu sprechen - denn es handelt sich um Sauropoden, die sich auf vier Beinen fortbewegten.Die Vögel stammen jedoch von einer anderen Abzweigung - den Theropoden ab, zu denen auch "T-Rex" gehörte. Hier gibt es auch die ersten gefiederten Saurier, die aber eher - nunja - Vogelgröße erreichten.....
Noch immer wird gerätselt, warum Dinosaurier so groß waren. Meiner Ansicht nach gibt es dafür eine Erklärung, wenn man bisherige Annahmen auf anderen Wissenschaftsgebieten hinterfragt.
Bisher WIRD ANGENOMMEN, dass der Mond vor 4,5 Mia. Jahren entstanden ist. Weder für den dafür angeblich verantwortlichen Planeten Theia noch für den Zusammenstoß dieses hypothetischen Planeten mit der Erde gibt es WIRKLICHE BEWEISE.
Bisher wird ANGENOMMEN, dass die Halbwertzeiten IMMER konstant sind und eine radiometrische Datierung des Mondes mit 4,5 Mia. Jahre daher korrekt ist. Dass aber gerade bei so einem gigantischen Ereignis wie der Mondentstehung aus der Erde temporär höhere Zerfallsraten auftreten können und so radiometrisch gemessene Jahre nicht mit den tatsächlich vergangenen Jahren übereinstimmen, wurde bisher nicht berücksichtigt.
Dem gegenüber stehen weltweit Überlieferungen zu einer Mondentstehung während der Lebenszeit des Menschen. Es gibt auch Überlieferungen zu einer Tagesverlängerung während der Lebenszeit des Menschen. Beides hängt kausal miteinander zusammen.
Durch die Mondentstehung ist die Rotationsdauer der Erde verlangsamt worden, was eine Tageszeitverlängerung nach sich zog. DADURCH kann es zu einer Änderung des auf der Erde wirkenden Gewichtes von Menschen, Tieren, Pflanzen oder Steinen gekommen sein.
Riesentiere wie Dinosaurier und auch menschliche Riesen - von denen weltweit in Überlieferungen berichtet wird - können so vor der Mondentstehung gelebt haben.
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