Wir haben einen Traum Suche nach Heimat
Wovon träumen junge Leute in Deutschland? Das ZEITmagazin LEBEN fragte Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 22 Jahren. Zwei der Antworten lesen Sie hier.
Indonesisch lernen
Es ist ein komisches Gefühl, bei Verwandten zu Besuch zu sein, deren Sprache man nicht spricht. Ich wache morgens auf, nebenan in der Küche höre ich meine Familie reden, aber ich verstehe sie nicht. Mein Vater ist Indonesier, und ein Großteil seiner Familie lebt noch auf Java. Ich war zweimal dort, einmal mit meinen Eltern und vor einem Jahr mit meiner Schwester Fiona. Wir haben Großtanten und Großonkel, Großcousinen und Großcousins besucht.
Mit Menschen dieses Verwandtschaftsgrads hat man in Deutschland meist wenig zu tun, in Indonesien ist das anders: Es ist ganz klar, dass wir, die zwei aus Neunkirchen-Seelscheid, dazugehören, auch wenn wir uns bisher kaum mit unseren Verwandten unterhalten können. Das ist ein schönes Gefühl.
Ich habe meinen Vater mal gefragt, warum wir nicht zweisprachig aufgewachsen sind. Er meinte, er wäre ja dann der einzige Mensch gewesen, der in Deutschland mit uns Indonesisch gesprochen hätte. Früher habe ich immer gedacht, ich bin genauso wie meine Freundinnen, deren Eltern aus Deutschland stammen.
Ich habe geglaubt, dass man die Kultur annimmt, in der man lebt. Aber das ist nicht so, das weiß ich inzwischen. Ich sehe nicht nur anders aus, ich bin auch anders als die anderen: Ich liebe die Ruhe und Gemächlichkeit, ich liebe die Sonne, das Meer. Mein Traum ist es, Indonesisch zu können. Ich will meine zweite Seite richtig kennenlernen.
Ira Indrakusuma, 20, Biologiestudentin in Bonn
- Datum 10.07.2007 - 12:15 Uhr
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- Quelle ZEITmagazin LEBEN, 05.07.2007 Nr. 28
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Es ist soweit gekommen, dass Protektion ganz allgemein mit Korruption verwechselt wird. Einst sprachen Dichter von einer "Protektion der Sterne”; das heißt: jemand schien durch die Sterne bereits in seinem Glück begünstigt zu sein.
Ich bin kein Protektions-Kind! Nach fast 20Jahren der Selbständigkeit als Tischlermeister musste ich wegen der schlechten Zahlungsmoral einiger Kunden meine Firma schließen. Wie gewonnen, so zerronnen… so schließe ich dieses Kapitel in meinem Leben. Als junger Tischler habe ich zu Gunsten der Familie (2 inzwischen erwachsene Söhne) einen Traum, nämlich als Tischer durch Deutschland, Östereich und die Schweiz zu ziehen und das Handwerk aus vielen Perspektiven kennenzulernen, verschoben.
Eigentlich habe ich nicht geglaubt, dass ich jemals noch dazu zukommen werde. Nun mit 50 … habe ich noch ein paar Jahre, dies nachzuholen. Leider bin ich nicht in der Lage, ein geeignetes, winterfestes Wohnmobil, in dem ich mit meinen beiden Hunden und Werkzeug durch die Lande ziehen kann, zu finanzieren. Darum suche ich auf diesem Wege einen wohltätigen Menschen der mich bei der Realisierung finanziell unterstützt (begünstigt im Sinne von Protektion). Für mich geht es nicht um Abzocke oder Abgreifen….. sondern einfach um eine Starthilfe …. in mein drittes Leben. Als kleine Gegenleistung kann ich meine handwerklichen Fähigkeiten und Ihre Werbung auf dem Fahrzeug anbieten. Falls Sie sich in der Lage sehen, mir den nötigen Anschub zukommen zu lassen, ist hier ein Link, der Ihnen eine Möglichkeit der Unterstützung aufzeigt. http://www.dhd24.com/azl/... …… falls nicht schon verkauft.
Alternativ suche ich als Tischlermeister, mit Erfahrungen in Ausbildung und Ehrenamtliche Jugendarbeit, eine Stelle in einer Berufsschule, Ausbildungsverein- Werkstatt teilzeit, befristet oder Festanstellung . Sie können mich unter kuehn57@web.de oder 0173/1733179 erreichen. Vielleicht haben sie die Möglichkeit, meine Suchanzeige effektiver zu veröffentlichen! Gern würde ich auch bei einem Wohnmobilhersteller im meinem Beruf arbeiten und mir so das Wohnmobil verdienen. Wenn Sie etwas wissen ....bitte bitte weiterleiten
Vielen Dank und freundliche Grüße.
Klaus Kühn , Berlin, Juli 2007
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