Vier Jahre hat es gedauert. 2003 untersagte das Hamburger Jugendamt in Bergedorf dem Deutschpolen Wojciech Pomorski bei einem behördlich überwachten Treffen mit seinen Töchtern aus geschiedener Ehe den Gebrauch der polnischen Sprache (ZEIT Nr. 01/06). Pomorski zog vor unterschiedliche Gerichte, die polnische Presse schlug Alarm, der Fall wurde im polnischen Parlament debattiert und uferte zur Staatsaffäre aus. Nun hat sich eine Vertreterin der Bundesregierung entschuldigt.

"Herrn Pomorski ist damit Unrecht widerfahren, denn die Haltung des Jugendamtes war weder richtig noch rechtens. Es tut mir leid, dass dies passiert ist." Für Wojciech Pomorski ändert sich damit wenig.

Seine Kinder leben mittlerweile mit ihrer Mutter in Österreich Pomorski hat sie seit dem vergangenen Jahr nicht mehr gesehen.