Schule Das wagen wir jetzt mal!
Zwei Lehrer erzählen von ihrem Kampf für eine bessere Schule
DIE ZEIT: Gemeinsam mit rund 30 Lehrern und Schulleitern haben Sie in den letzten acht Monaten Schulen in vier Bundesländern besucht. Worum ging es bei dieser Hospitationsreise?
Marina Farrensteiner: Im Mittelpunkt unseres Interesses stand die Entwicklung von Ganztagsschulen. Die Serviceagenturen »Ganztägig lernen« aus den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg haben sich zusammengeschlossen, um durch diese länderübergreifenden Hospitationen in insgesamt acht Schulen mehr voneinander zu lernen.
ZEIT: Lehrer sind nicht gerade als Teamarbeiter bekannt, eher als Einzelkämpfer. War dieser Austausch harte Arbeit für Sie?
Farrensteiner: Überhaupt nicht. Ich kann diese Vorurteile für Hamburg auch nicht bestätigen. Wir interessieren uns sonst auch für die Arbeit der anderen Schulen.
Herbert Boßhammer: In Nordrhein-Westfalen passiert es meiner Erfahrung nach selten, dass sich Schulen austauschen. Als ich die Leitung der Margaretenschule in Münster übernahm, waren die Klassentüren vielfach geschlossen, dahinter wurde unterrichtet, wenig drang nach außen.
ZEIT: Aber Sie haben Ihre Schule innerhalb des Netzwerkes für Hospitationen geöffnet, da mussten doch auch die Kollegen mitziehen.
- Datum 16.07.2007 - 12:36 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.07.2007 Nr. 29
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