Spitzenleistungen 50 Werke der DopingkulturSeite 5/5
41. Es
von Stephen King
In seiner Autobiografie bekennt der US-Horrorautor, die ersten zehn Jahre nach seinem Durchbruch konstant betrunken gewesen zu sein, selbst als er die Grabrede seiner Mutter hielt. Bei mehreren seiner Bücher könne er sich an den Prozess des Schreibens gar nicht mehr erinnern. 1987 konfrontierte ihn seine Familie mit den Zeichen seiner Sucht: Bierdosen, Zigarettenstummel, Kokain, Valium, Hustensaft und Marihuana. King wurde clean.
42. Die Blumen des Bösen
von Charles Baudelaire
Der französische Autor bekämpfte mit Absinth die von der Syphilis verursachten Schmerzen und Schwindelgefühle.
43. Die Lehren des Don Juan
von Carlos Castaneda
Seine ersten Bücher schrieb der perua-nische Autor unter dem Einfluss von bewusstseinserweiternden Drogen wie Peyote und psylocibinhaltigen Pilzen.
44. Die menschliche Komödie
von Honoré de Balzac
Sein Psychiater versorgte den französischen Schriftsteller mit Opium und Haschisch. Im sogenannten Haschisch-Club trifft sich Balzac auch mit anderen Bohèmekünstlern, die den Drogen zugetan sind – wie zum Beispiel Flaubert, Nerval, Daumier und Baudelaire.
45. Alice im Wunderland
von Lewis Carroll
Lewis Carroll hat sehr wahrscheinlich Laudanum konsumiert, eine oft mit Zucker versetzte Opiumtinktur, die damals häufig gegen Schmerzen verschrieben wurde, in ausreichender Dosis genossen aber auch high machte.
46. Die Enneaden
von Plotin
Der griechische Philosoph Plotin (205–270), der sich stets „schämte, im Körper zu sein“, soll regelmäßig Opium konsumiert haben.
47. Der unsichtbare Dritte
mit Cary Grant
Über die beinahe hundert LSD-Trips, die ihm sein Psychiater in den 1950ern und 1960ern im Rahmen einer Psychotherapie verabreichte, äußerte sich Cary Grant stets äußerst positiv. Er habe dadurch Kindheitstraumata und Potenzprobleme überwunden. Einen Trip beschreibt er so: „Ich schien in eine Welt gesunder, rundlicher kleiner Babybeine in Windeln versetzt.“
48. Bird & Pres
von Charlie Parker
Der Saxofonist, Erfinder des modernen Jazz-Sounds, pendelte zwischen Heroin- und Alkoholabhängigkeit, bevor er im Alter von 34 Jahren verstarb. Der Arzt schätzte das Alter des Toten auf 50 bis 60 Jahre.
49. Hymnen an die Nacht
von Novalis
Vom „braunen Saft des Mohns“ schwärmte der Philosoph in seinem Gedichtzyklus „Hymnen an die Nacht“ – neben Opium konsumierte er auch Haschisch, Bittermandelöl und Wein.
50. Rubber Soul, Revolver und Sergeant Pepper‘s Lonely Hearts Club Band
von den Beatles
„Rubber Soul war das Marihuana-Album und Revolver das LSD-Album“, erklärte John Lennon einmal den Unterschied zwischen den beiden Platten. Auf „Sergeant Pepper“ wird der LSD-Einfluss schließlich noch größer. Es wurde ein Werk, das oft als bestes Album der Popgeschichte bezeichnet wurde.
- Datum 16.07.2007 - 10:52 Uhr
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- Quelle ZEITmagazin LEBEN, 12.07.2007 Nr. 29
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