SPD Die größte Zwei der RepublikIst er mitschuldig
Seit zehn Jahren bestimmt Frank-Walter Steinmeier die deutsche Politik mit. Nie hat er selbst einen Wahlkampf geführt. Dennoch wird der Außenminister in der SPD als Kanzlerkandidat gehandelt.
Sieht aus wie der deutsche Außenminister, der Mann da vorn auf der Bühne des Potsdamer Biosphären-Geländes. Aber er klingt nicht so. Wo hat man diesen Ton schon mal gehört? »Vieles hat sich zum Guten gewandelt im Osten, und wir können mit Stolz auf unsere Politik in Bund und Land zurückschauen. Also lasst uns stolz darauf sein!«, ruft Frank-Walter Steinmeier. Eigentlich ruft er es nicht, er brüllt gegen den stürmischen Wind an, gegen die Verzagtheit der eigenen Partei und gegen das Vorurteil, er sei ein Technokrat, ein Maschinist der Macht, klug, effizient, das ja, aber kein echter Politiker.
Es ist der Schröder-Sound, den Steinmeier mitgebracht hat zu seinem ersten Auftritt in seiner neuen politischen Heimat, beim Sommerfest der SPD Brandenburg. Als Außenminister, röhrt Steinmeier, da habe er Delegationen bei seinen Reisen dabei – warum nicht bald auch Vertreter aus Brandenburg? »Der Steinmeier«, sagt ein SPD-Mann aus Elbe-Elster feierlich zu seiner Frau, »ist der Einzige, der für die SPD den Kanzler machen könnte.«
Doch vor dem ganz Großen liegt das ganz Kleine. Seit Freitag ist der gebürtige Westfale Frank-Walter Steinmeier offiziell eines von 16 Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Kirchmöser/Plaue, bei der nächsten Bundestagswahl tritt er als Direktkandidat im Wahlkreis Brandenburg/Havel an. Im Herbst soll Frank-Walter Steinmeier zu einem von drei stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt werden. Seit 31 Jahren ist er in der SPD, aber nie hatte er ein Mandat, nie ein Parteiamt, nie hat er selbst einen Wahlkampf geführt. Kanzler, das kann er, das sagen die meisten, die ihn kennen. Aber kann er auch Kandidat, kann er überzeugen, kann er Wahlen gewinnen? Die Frage stellt sich, nicht nur im Havelland, weil dem Parteichef und natürlichen Kanzlerkandidaten-Anwärter Kurt Beck das immer weniger Menschen zutrauen, selbst in der eigenen Partei.
Kleine Augen hinter kleiner Brille, ein weißer Schopf, der den 51-Jährigen älter wirken lässt, die Miene meist nachdenklich, manchmal schmunzelnd, immer seriös, das ist das Gesicht Deutschlands in der Welt. Die Deutschen mögen dieses Gesicht, nur Angela Merkel ist noch beliebter als er. Was er sagt, klingt immer vernünftig, beruhigend irgendwie. Doch wer könnte sich an einen konkreten Satz von Steinmeier erinnern? Die meiste Zeit in seinem politischen Leben hat er als Nummer zwei gewirkt, erst als Leiter der Staatskanzlei für Schröder in Niedersachsen, dann als Kanzleramtsminister, dann als Merkels Außenminister. Er bestimmt seit fast zehn Jahren die deutsche Politik mit, aber er war kein Politiker, jedenfalls kein öffentlicher. Er ist die größte Nummer zwei, die es in der Republik gibt. Die schwächste Nummer eins ist derzeit der SPD-Vorsitzende Kurt Beck. Beck weiß, dass er sich mit Steinmeier einen Rivalen an die Seite holt. Die Nominierung war eine Geste der Stärke, beinahe die einzige, die ihm bislang gelungen ist.
Wie also macht man sich gleichzeitig klein und groß? Steinmeier sitzt in seinem Ministerbüro. Die Terrakottafliesen seines Amtsvorgängers Joschka Fischer drücken sich langsam von unten durch den Teppich, den Steinmeier hat darüberlegen lassen. Er stehe für einen bestimmten Kurs in der Partei, sagt Steinmeier über sich. Verkürzt könnte man ihn den Agenda-Kurs nennen. Aber Steinmeier geht es nicht nur um Inhalte, er spricht von einer »Haltung, die sich durch weniger Anfälligkeiten für Zurufe von außen und mehr Durchhaltevermögen« auszeichne, einem Kurs, der »sich nicht nur durch negative Zuschreibungen gegenüber anderen« abgrenze, sondern die Frage beantwortet, was man eigentlich selbst wolle.
- Datum 14.07.2007 - 09:29 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.07.2007 Nr. 29
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"Nicht jeder kann alles, Politik ist mehr als Medienkompetenz. Wäre es dann nicht besser, sich die Aufgaben zu teilen? Das tun wir ja, sagt Steinmeier, und dann lacht er ein lautes, derbes Hähähä. Und das klingt nun wieder ziemlich nach Schröder."
damit ist alles gesagt.
Das Rudel mag dasselbe bleiben, nur interessiert sich das Volk überhaupt dafür? Die 10% der Deutschen (wenn es überhaupt so viele sind), die sich ernsthaft mit (Partei-) Politik beschäftigen, entscheiden die Wahl am Ende sowieso nicht. Das Volk mag Steinmeier und deshalb wäre die SPD gut damit beraten, ihn zum Kanzlerkandidaten zu ernennen.
Das Rudel mag dasselbe bleiben, nur interessiert sich das Volk überhaupt dafür? Die 10% der Deutschen (wenn es überhaupt so viele sind), die sich ernsthaft mit (Partei-) Politik beschäftigen, entscheiden die Wahl am Ende sowieso nicht. Das Volk mag Steinmeier und deshalb wäre die SPD gut damit beraten, ihn zum Kanzlerkandidaten zu ernennen.
Das Rudel mag dasselbe bleiben, nur interessiert sich das Volk überhaupt dafür? Die 10% der Deutschen (wenn es überhaupt so viele sind), die sich ernsthaft mit (Partei-) Politik beschäftigen, entscheiden die Wahl am Ende sowieso nicht. Das Volk mag Steinmeier und deshalb wäre die SPD gut damit beraten, ihn zum Kanzlerkandidaten zu ernennen.
Steinbrück ist auch kein ABgeordneter!
Steinmeier ist/hat immer im Hintergrund fungiert!
und Dreck am steckenn ..oder wie sagt man das!!
Was dieser Mann, den niemand kenn, jetzt als Kanzlerkandidat der SPD soll ist mir mehr als suspekt . Hier wird eine VolksPartei innerhalb eines Jahrzehnt's wohl mit immenser Dummheit so arg absolut entmachtet das einem der Atem stockt ! Dumm bleibt dumm und dümmer SPD..
Mehr fällt mir zu dieser angeblichen noch Volks-Partei nicht mehr ein.
Drama Katastrophe und niemand schaut hin ..
Eine Partei der übriggebliebenen Dummen
Beck, Steinmeier, Steinbrück, "Münte"
Ja hallo,
ist die SPD denn noch zu retten? Diesen kalt berechnenden Mann mit so viel Dreck am Stecken zu ihrem Kanzlerkandidaten zu machen. Zu dem gehört er als Außenminister absolut auf die Liste der nicht gerade fähigsten in diesem Revier, da es ihm a)an politischem Sachverstand fehlt und b) vor allem an Charisma, was aber leider bislang kaum einer der bisherigen Vertreter des Äußeren in deutschen Ländle hatte.
Zu dem muss ich auch dem Kommentar-Schreiber Speilzahn recht geben "4 Gründe für 25 Prozent oder weniger" für die SPD, denn mit so unfähigen politischen Vertretern wie Beck, Steinmeier, Steinbrück und GABRIEL ..... an Münte's Stelle setze ich bewusst den Gabriel, denn der ist ja kaum zu ertragen, sowie als Grund Nr. 5 die U. Schmidt
Doch um der Fairness gerecht zu werden muss man auch einige unfähige politische Vertreter der Gegenseite, respektive des Koalitionspartners als "5 Gründe für 25% und weniger erwähnen. Als da wären: A. Merkel, Schäuble, Jung, Seehofer, von der Leyen.
Von den Linken und Grünen will ich erst gar nicht reden, denn, wenn erst die an die Macht kommen (s. Grüne), dann kann's nur wieder bergab gehen - gute Nacht Deutschland!
Derzeit ist absolut kein Politiker und keine Partei auch nur eine Stimme der Bürger wert, zumal in Deutschland nicht die Politik das Sagen hat, sondern sehr überproportional die Banken und die Großindustrie und ich bin sehr gespannt, wann die Bürger dieser Republik endlich mal aufwachen und auf die Straße gehen.
Und das sollten vor allem die Bayern tun, wenn im September der Franke Beckstein das Regierungszepter von Stoiber (der jetzt, Gott sei Dank, bald geht) übernimmt. Was für ein Repräsentant? - das hat dieses schöne Land nicht verdient! Wo hat denn dieser Mann einen Charme oder gar ein Charisma, um Bayern nach außen bestens zu repräsentieren? Hat er weder noch!
Als denn auch hier - na, gute Nacht Bayern.
Speiübel könnt einem bei all den politischen Vertretern Deutschlands werden, wenn es da nicht glücklicher Weise viel schöneres als die Politik auf dieser Welt gäbe.
Das war das Wort zum Sonntag.
Steinmeier vermittelt den Eindruck eines nüchternen, fähigen und fleissigen Technokraten der mit beiden Beinen auf der Erde (oder im Geheimdienstschlamm?) steht. Das wären schon mal die geforderten Sekundäreigenschaften für das Amt des Bundeskanzlers. Das Problem scheint mir die mangelnde Verwurzelung in der SPD zu sein, der fehlende Stallgeruch. Ob er wirklich weiss wie "das alte Luder" tickt?Als Kanzlerkandidat muss er zudem nicht nur die eigenen Wähler überzeugen, sozusagen die Pflicht, sondern auch Wechselwähler generieren, die Kür. Kann er das? Die SPD jedenfalls würde ihm bei erster Gelegenheit von der Fahne gehen ...
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