Integration Kampfrhetorik vor dem Gipfel

Migrantenverbände verweigern sich dem Gespräch mit der Bundesregierung. Das wird sie nicht weiterbringen.

Vor einem Jahr wollten alle mit aufs Foto: Die Bundeskanzlerin hatte zum ersten Integrationsgipfel ins Kanzleramt geladen. Ein anderes, bunteres Deutschland präsentierte sich da. An diesem Donnerstag tagt der zweite Gipfel, bei dem das Ergebnis eines Jahres voller Diskussionen präsentiert wird – der erste Nationale Integrationsplan der Bundesrepublik, gemeinsam erarbeitet von Bund, Ländern, Kommunen und Migranten.

Doch diesmal drängen sich die Sprecher der größten Einwanderergruppe – der Türken – nicht mit Angela Merkel aufs Bild. Die säkulare Türkische Gemeinde (TGD) und der Moscheeverband Ditib haben die alte Kampfrhetorik wieder ausgepackt und beklagen »Ausgrenzung« und »Diskriminierung«. Sie drohen der Kanzlerin mit Boykott, und sie appellieren an den Bundespräsidenten: Köhler soll das neue Zuwanderungsgesetz nicht unterschreiben, das soeben den Bundesrat passiert hat. Wenn die Regierung sich nicht bereit zeige, die Verschärfungen beim Ehegattennachzug, bei den Integrationskursen und beim Staatsangehörigkeitsrecht zurückzunehmen, werde man nicht mehr am Gipfel teilnehmen.

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Wer glaubt, am Ende eines langjährigen Gesetzgebungsverfahrens mit intensiver öffentlicher Debatte würde der Präsident oder die Kanzlerin eine demokratische Mehrheitsentscheidung revidieren, weil eine Minderheit sich übergangen fühlt, hat wohl noch zu lernen, wie die Dinge hierzulande laufen. Auf eine Einladung der Kanzlerin mit einem Erpressungsversuch zu reagieren ist aber vor allem eines: ziemlich ungeschickt.

Nicht nur, weil Angela Merkel schon ein ganzes Jagdzimmer voll mit ausgestopften Ministerpräsidenten hat, die das Gleiche versucht haben. Es macht sich einfach nicht gut, wenn eine Gruppe, der man seit Jahren Integrationsdefizite vorhält, mit weiterer Integrationsverweigerung droht. Das unausgesprochene Ultimatum der türkischen Verbände an die Bundesregierung lautet: Nur wenn ihr die Regulierung der Zuwanderung zurücknehmt, machen wir bei der Integration mit. Beim Publikum kommt das so an: Die Möglichkeit, weiter 16-jährige Bräute ohne Deutschkenntnisse hierher zu holen, interessiert uns mehr als euer Dialog. Wer solche Sprecher hat, braucht keine Feinde mehr.

Steht der Gipfel – und damit der ganze Ansatz eines neuen deutschen Modells der Integrationspolitik vor dem Scheitern? Keineswegs. Im Gegenteil, die türkischen Verbände haben mit ihrer Krawallaktion unfreiwillig den Beweis dafür geliefert, dass der Gipfelprozess schon wirkt. Er ist keine harmlose Symbolpolitik, wie Kritiker glauben. Der Gipfel hat die abgegriffenen Konsensvokabeln »Integration« und »Dialog« entharmlost. Es geht um den Kern des Integrationsproblems – die Frage, wie Deutschland sich zu den Migranten und die Migranten sich zu Deutschland stellen.

Die riskante Wette, die die Bundesregierung mit ihrer neuen Politik eingegangen ist, lautet: durch wechselseitige Lebenslügen-Abrüstung zu einem neuen Wir. Wir Alteingesessenen hören auf zu leugnen, dass dieses Land ein Einwanderungsland ist, und ihr Neuen begreift euch als selbstverantwortliche Bürger, die etwas beizutragen haben.

Leser-Kommentare
    • ekotec
    • 12.07.2007 um 8:53 Uhr

    Danke, dass man hier als Türke wie der letzte Dreck gesehen und behandelt wird. Denken sie dass die einseitige Darstellung dieser Problematik in den Medien besonders integrationsfördernd ist? Denken sie dass es leicht fällt sich deutsch zu fühlen wenn man sogar mit deutschem Pass nicht die selben Rechte hat wie ein "Urdeutscher" (oder sollte ich "Angehöriger deutscher Rasse" sagen. Härtere Zuwanderungsgesetzte: Von mir aus- aber diese sollten doch für alle gleich gelten, oder..? Und nicht nur für Türken, oder besser "Ausländer zweiter Klasse"! Es gibt in Deutschland eine riesige Menge an türkischen Migranten, die die deutsche Sprache besser beherschen als der Großteil von "Urdeutschen"- diese werden aber immer übersehen.

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    Ich weiß, dass die Türken ein stolzes Volk ist. Immerhin haben sie mal über ein schönes Stück der Welt die Macht gehabt. Als Ottomanisches Imperium. Aber die Zeiten sind vorbei. Man muss sich mit der Realität abfinden.
    In Deutschland haben die Deutschen das Sagen und nicht die Ausländer. Ich bin auch ein Ausländer aber ich wusste vorauf ich mir eingelassen habe bevor in nach Deutschland eingewandert bin.
    Und das Ausländergesetz war damals das erste Buch das ich mir nach der Einreise gekauft habe. Somit hat mich kaum was hier überrascht. Und ich war auf alles mental vorbereitet. Hätte ich die Gesetze nicht akzeptiert, wäre ich Deutschland damals verlassen.
    Ich befürchte, dass die Mehrheit von Türken nicht wirklich weiß was ein Ausländergesetz oder Zuwanderungsgesetz ist, und deshalb denkt, dass die nicht EU Ausländer den Deutschen im Sinne des Gesetzes ebenbürtig sind. Es ist nicht so. Wenn man will, kann man das auch Diskriminierung nennen. Nur man muss sich auf eigene Nase fassen und gucken wie die Ausländer in eigenem Heimaltland vom Gesetz und von Behörden behandelt werden.
    Ob stimmt das, dass ein Deutscher in der Türkei, der kaum Türkisch spricht, kein Geld und keinen Job hat die gleiche Rechte hat wie ein Türke.

    @ekotec,
    keine Ahnung, ob Sie Ausländer, oder Deutscher sind. Mir fällt nur auf, daß eingebürerte ehemalige Türken sich als Deutsche mit deutschem Pass, mit allen Rechten und Pflichten, sich dennoch fortwährend als Türken fühlen und angesprochen fühlen.

    Und das ist merkwürdig. Wenn man Deutscher geworden ist, hat man doch zuallererst die deutschen Interessen im Blick. Oder? Wenn nicht, dann entsteht leicht der "Verdacht", als Deutscher im Solde und Interesse einer fremden Macht zu stehen. Ein trojanisches Pferd sozusagen. Es wundert daher nicht, daß andere Deutsche darauf mehr und mehr sensibel und mißtrauisch reagieren.

    Das sollte nicht verwundern. Verwunderlich dagegen ist, sich - so verhaltend - ais nicht "angenommen" zu fühlen. Das deutet auf eine nicht vollzogene Integration (übersetzt: aufgehen in einem Ganzen) hin. Daran kann niemand stärker arbeiten, als Sie selbst.

    aus meinem unmittelbaren umfeld und für mich selbst kann ich sagen, dass türken nicht als der letzte dreck gesehen werden.
    jeden tag sehe ich, wie in unserem viertel die tuerkischen mitbuerger sehr gut integriert sind.
    ein merkmal: sie sprechen größtenteils deutsch. das macht es auch einfacher. afrikaner haben den vorteil, dass sie gut englisch sprechen. fuer sie ist die sprache nicht so ein hinderniss, wie eben die tuerkische sprache, die von haus aus keinen gemeinsamen nenner mitbringt.
    deswegen moechte ich fragen: was ist an dem punkt, einen sprachkurs zu belegen so falsch? ich bin nach frankreich gefahren und wollte sogar einen sprachkurs machen, weil es mich interessierte und ich wusste, dass ich dort mit franzoesichkenntnissen besser auskomme. ich schimpfe manchmal an der stelle ueber die franzoesische dickkoepfigkeit, aber gleichzeitig schaetze und akzeptiere ich sie auch. das ist toleranz, die an diesem punkt, meiner meinung nach, auch von mir ausgehen muss. die franzoesische toleranz macht sich dann bemerkbar, wenn sie ueber meine holprigen sprachversuche lachen und mich herzlich aufnehmen.

    @ektoec: was ist also falsch an dieser vorgabe, grundlagen der deutschen sprache zu lernen. den nhier geht es ja nicht mal um einen urlaub in den alpen, sondern um einen langen aufenthalt in einer neuen kultur. darauf muss man sich doch irgendie vorbereiten.

    das thema "mindestalter für frauen". dies ist sicher strittig. denn wer sagt denn, dass eine verheiratung mit 18 das rechte maß ist und was sind wirklich greifbare argument dafuer, das eine heirat mit 16 gut ist? gerade unter dem aspekt, dass junge menschen heute frueher reif sind, auch fuer deutsche kein einfaches thema, dies eindeutig zu belegen. ABER: so ist das gesetz hier. und der grundgedanke ist erstmal richtig: man moechte junge frauen schuetzen.
    was also gibt es da zu beanstanden, wenn ich in dieses land komme und mich mit dieser thematik mal kurz auseinandersetze? ich werde sehen, es passt nicht zu meiner kutlur, aber der grundgedanke kann nicht verkehrt sein. und wenn das alter eben zwei jahre hoeher liegt, dann kommt jetzt deine toleranz unserer moral gegenueber zum tragen. denn du moechtest schliesslich hier leben. ich kann in der tuerkei auch nicht rumlaufen und jeden annmachen, weil eine 16 jaehrige zwei meter hinter ihrem mann herlaeuft. ich werde bestimmt nicht versuchen, 75 millionen tuerken zu aendern, sondern zu verstehen, wieso dies ein teil eurer kultur ist.

    letzendlich ist integration immer ein weg und nicht ein gesetz. deswegen kann ich auch nicht in der tuerkei unmittelbar nach meinem wohnsitzwechsel waehlen gehen. ich kenne dasa land schliesslich auch noch nicht, was dem ganzen einen sinn gibt. sollte ich dann aber die tuerkische staatsbuergerschaft bekommen, erhalte ich damit auch das recht zu waehlen. hier ist es nicht anders. und doch nachvollziehbar, oder?

    @ekotec: was also ist ein konkreter punkt, der in dem neuen integrationsgesetzt zur diksriminierung fuehrt? ich moechte gerne darueber nachdenken und auch reden. was laesst dich an dieser stelle in diese phrasen von diskrimienierung verfallen?

    Ich weiß, dass die Türken ein stolzes Volk ist. Immerhin haben sie mal über ein schönes Stück der Welt die Macht gehabt. Als Ottomanisches Imperium. Aber die Zeiten sind vorbei. Man muss sich mit der Realität abfinden.
    In Deutschland haben die Deutschen das Sagen und nicht die Ausländer. Ich bin auch ein Ausländer aber ich wusste vorauf ich mir eingelassen habe bevor in nach Deutschland eingewandert bin.
    Und das Ausländergesetz war damals das erste Buch das ich mir nach der Einreise gekauft habe. Somit hat mich kaum was hier überrascht. Und ich war auf alles mental vorbereitet. Hätte ich die Gesetze nicht akzeptiert, wäre ich Deutschland damals verlassen.
    Ich befürchte, dass die Mehrheit von Türken nicht wirklich weiß was ein Ausländergesetz oder Zuwanderungsgesetz ist, und deshalb denkt, dass die nicht EU Ausländer den Deutschen im Sinne des Gesetzes ebenbürtig sind. Es ist nicht so. Wenn man will, kann man das auch Diskriminierung nennen. Nur man muss sich auf eigene Nase fassen und gucken wie die Ausländer in eigenem Heimaltland vom Gesetz und von Behörden behandelt werden.
    Ob stimmt das, dass ein Deutscher in der Türkei, der kaum Türkisch spricht, kein Geld und keinen Job hat die gleiche Rechte hat wie ein Türke.

    @ekotec,
    keine Ahnung, ob Sie Ausländer, oder Deutscher sind. Mir fällt nur auf, daß eingebürerte ehemalige Türken sich als Deutsche mit deutschem Pass, mit allen Rechten und Pflichten, sich dennoch fortwährend als Türken fühlen und angesprochen fühlen.

    Und das ist merkwürdig. Wenn man Deutscher geworden ist, hat man doch zuallererst die deutschen Interessen im Blick. Oder? Wenn nicht, dann entsteht leicht der "Verdacht", als Deutscher im Solde und Interesse einer fremden Macht zu stehen. Ein trojanisches Pferd sozusagen. Es wundert daher nicht, daß andere Deutsche darauf mehr und mehr sensibel und mißtrauisch reagieren.

    Das sollte nicht verwundern. Verwunderlich dagegen ist, sich - so verhaltend - ais nicht "angenommen" zu fühlen. Das deutet auf eine nicht vollzogene Integration (übersetzt: aufgehen in einem Ganzen) hin. Daran kann niemand stärker arbeiten, als Sie selbst.

    aus meinem unmittelbaren umfeld und für mich selbst kann ich sagen, dass türken nicht als der letzte dreck gesehen werden.
    jeden tag sehe ich, wie in unserem viertel die tuerkischen mitbuerger sehr gut integriert sind.
    ein merkmal: sie sprechen größtenteils deutsch. das macht es auch einfacher. afrikaner haben den vorteil, dass sie gut englisch sprechen. fuer sie ist die sprache nicht so ein hinderniss, wie eben die tuerkische sprache, die von haus aus keinen gemeinsamen nenner mitbringt.
    deswegen moechte ich fragen: was ist an dem punkt, einen sprachkurs zu belegen so falsch? ich bin nach frankreich gefahren und wollte sogar einen sprachkurs machen, weil es mich interessierte und ich wusste, dass ich dort mit franzoesichkenntnissen besser auskomme. ich schimpfe manchmal an der stelle ueber die franzoesische dickkoepfigkeit, aber gleichzeitig schaetze und akzeptiere ich sie auch. das ist toleranz, die an diesem punkt, meiner meinung nach, auch von mir ausgehen muss. die franzoesische toleranz macht sich dann bemerkbar, wenn sie ueber meine holprigen sprachversuche lachen und mich herzlich aufnehmen.

    @ektoec: was ist also falsch an dieser vorgabe, grundlagen der deutschen sprache zu lernen. den nhier geht es ja nicht mal um einen urlaub in den alpen, sondern um einen langen aufenthalt in einer neuen kultur. darauf muss man sich doch irgendie vorbereiten.

    das thema "mindestalter für frauen". dies ist sicher strittig. denn wer sagt denn, dass eine verheiratung mit 18 das rechte maß ist und was sind wirklich greifbare argument dafuer, das eine heirat mit 16 gut ist? gerade unter dem aspekt, dass junge menschen heute frueher reif sind, auch fuer deutsche kein einfaches thema, dies eindeutig zu belegen. ABER: so ist das gesetz hier. und der grundgedanke ist erstmal richtig: man moechte junge frauen schuetzen.
    was also gibt es da zu beanstanden, wenn ich in dieses land komme und mich mit dieser thematik mal kurz auseinandersetze? ich werde sehen, es passt nicht zu meiner kutlur, aber der grundgedanke kann nicht verkehrt sein. und wenn das alter eben zwei jahre hoeher liegt, dann kommt jetzt deine toleranz unserer moral gegenueber zum tragen. denn du moechtest schliesslich hier leben. ich kann in der tuerkei auch nicht rumlaufen und jeden annmachen, weil eine 16 jaehrige zwei meter hinter ihrem mann herlaeuft. ich werde bestimmt nicht versuchen, 75 millionen tuerken zu aendern, sondern zu verstehen, wieso dies ein teil eurer kultur ist.

    letzendlich ist integration immer ein weg und nicht ein gesetz. deswegen kann ich auch nicht in der tuerkei unmittelbar nach meinem wohnsitzwechsel waehlen gehen. ich kenne dasa land schliesslich auch noch nicht, was dem ganzen einen sinn gibt. sollte ich dann aber die tuerkische staatsbuergerschaft bekommen, erhalte ich damit auch das recht zu waehlen. hier ist es nicht anders. und doch nachvollziehbar, oder?

    @ekotec: was also ist ein konkreter punkt, der in dem neuen integrationsgesetzt zur diksriminierung fuehrt? ich moechte gerne darueber nachdenken und auch reden. was laesst dich an dieser stelle in diese phrasen von diskrimienierung verfallen?

  1. Ich weiß, dass die Türken ein stolzes Volk ist. Immerhin haben sie mal über ein schönes Stück der Welt die Macht gehabt. Als Ottomanisches Imperium. Aber die Zeiten sind vorbei. Man muss sich mit der Realität abfinden.
    In Deutschland haben die Deutschen das Sagen und nicht die Ausländer. Ich bin auch ein Ausländer aber ich wusste vorauf ich mir eingelassen habe bevor in nach Deutschland eingewandert bin.
    Und das Ausländergesetz war damals das erste Buch das ich mir nach der Einreise gekauft habe. Somit hat mich kaum was hier überrascht. Und ich war auf alles mental vorbereitet. Hätte ich die Gesetze nicht akzeptiert, wäre ich Deutschland damals verlassen.
    Ich befürchte, dass die Mehrheit von Türken nicht wirklich weiß was ein Ausländergesetz oder Zuwanderungsgesetz ist, und deshalb denkt, dass die nicht EU Ausländer den Deutschen im Sinne des Gesetzes ebenbürtig sind. Es ist nicht so. Wenn man will, kann man das auch Diskriminierung nennen. Nur man muss sich auf eigene Nase fassen und gucken wie die Ausländer in eigenem Heimaltland vom Gesetz und von Behörden behandelt werden.
    Ob stimmt das, dass ein Deutscher in der Türkei, der kaum Türkisch spricht, kein Geld und keinen Job hat die gleiche Rechte hat wie ein Türke.

    Antwort auf "Integration"
  2. Wer einen deutschen Paß besitzt, hat nicht nur ein Ausweispapier, sondern er ist Deutscher im Sinne des Grundgesetzes. Er hat daher die gleichen Rechte eines jeden anderen Staatsbürgers im Lande.Aber auch dessen Pflichten: Und daran muß man sich erst einmal gewöhnen als "neuer" Staatsbürger.
    Es sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben, dass es keine deutsche Rasse gibt, bestenfalls eine indo-germanische, herrührend aus der letzten großen Völkerwanderung, die den überwiegenden Teil Europas umfasst. Und es gibt keine "Urdeutschen", sondern Bürger der Bundesrepublik Deutschland.
    Ihre billigen Anwürfe sind nur ein weiterer Beleg dafür, welche Intentionen die Verbände, die den Gipfel boykottiert haben, in Wirklichkeit hegen. Und das sind die, die für sich in Anspruch nehmen, die Türken hierzulande zu repräsentieren. Diese Anwürfe sagen mehr über Ihren Absender als über den Adressaten aus.

    • SD
    • 12.07.2007 um 9:52 Uhr

    Die Türkischen Verbände haben Falsch gehandelt. OK!
    Aber die genauen Ursachen (und evtl. verständliche Gründe) für dieses Verhalten werden hier leider nicht objektiv erörtert oder überhaupt dargestellt.
    Schade!
    Es liegt eine UNGLEICHBEHANDLUNG von DEUTSCHEN vor ! ! !
    Warum sollen Ausländer Deutsche werden, wenn sie Ausländer bleiben? Und das, auch vor dem Gesetz!

    Objektive und gute Pressearbeit sieht anders aus:
    http://www.sueddeutsche.d...

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    Gute Frage:
    Warum sollen Ausländer Deutsche werden, wenn sie Ausländer bleiben? Und das, auch vor dem Gesetz!

    Gegenfrage: Warum sollen Ausländer in Deutschland bleiben, wenn sie sich ungleich behandelt fühlen und das nicht dulden möchten?

    [An dieser Stelle stand eine Verunglimpfung aufgrund gemeinsamen Herkunftslandes. Bitte unterlassen Sie dies! Redaktion/fl]

    Gute Frage:
    Warum sollen Ausländer Deutsche werden, wenn sie Ausländer bleiben? Und das, auch vor dem Gesetz!

    Gegenfrage: Warum sollen Ausländer in Deutschland bleiben, wenn sie sich ungleich behandelt fühlen und das nicht dulden möchten?

    [An dieser Stelle stand eine Verunglimpfung aufgrund gemeinsamen Herkunftslandes. Bitte unterlassen Sie dies! Redaktion/fl]

  3. Mehr oder weniger gut deutsch sprechende Türken haben das heutige Deutschland mit aufgebaut, und bieten eine Vielzahl Von Dienstleistungen an die von Deutschen nachgefragt werden. Zudem ist den Türken seit über 40 Jahren die EU Mitgliedschaft versprochen, was natürlich auch die Freizügigkeit gegenüber den Einzelpersonen einschließt.

    Nun diese Versprechungen mit immer neuen Winkelzügen zu sabotieren, und anstatt Freizügigkeit zu gewähren Repressionen zu verüben, auch noch durch neue Gesetze abgesichert, um aus niedrigen fremdenfeindlichen Gesinnungen politisches Kapital zu schlagen, das alles zeigt wie wenig ernst es der deutschen Führung tatsächlich ist den Zuwanderern ihre Rechte zu geben. Der gesellschaftliche Frieden soll niedrigen Gesinnungen geopfert werden. Zudem werden über die Hasspropaganda gegenüber Muslimen auch die Türken alle unter Generalverdacht gestellt und stigmtisiert, auch der Mehrheit die unauffällig und angepasst ist wird unterstellt sich nur anzupassen um finsteren Zielen nachzugehen. Deshalb wird sich , wenn sich die Deutschen nicht ändern, und ihre Vernichtungsinstinkte gegen Fremde in den Griff Kriegen die Diskussion solange im Kreis drehen bis es zu weiteren Anschlägen auf die Rechte der Zuwanderern kommt.

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    [Dieser Kommentar entsprach nicht den Regeln für Diskusisonen auf ZEIT online. Der Nutzer hat sich aufgrund mehrfacher Regelverstöße damit für eine Sperrung qualifiziert. / Die Redaktion/fl]

    Lassen Sie doch endlich mal den Unsinn mit der Aufbauleistung der Türken. Die ersten kamen in den 60-er Jahren, als der Aufbau längst abgeschlossen war. Der Zuzug der Türken war Folge eines Wirtschaftswunders mit temporärem zusätzlichen Arbeitskräftebedarf in der produzierenden Industrie, nicht seine Voraussetzung!

    DER EU-Beitritt wurde der Türkei in Aussicht gestellt, wenn sie die erforderlichen Bedingungen erfüllt, er wurde jedoch nie versprochen. Über den Beitritt wird derzeit verhandelt, die Türkei entfernt sich derzeit immer weiter von den Voraussetzungen, weshalb immer wieder die Verhandlungspakete zurückgestellt werden müssen. Drei Millionen nicht integrierte, der autochthonen Bevölkerung gegenüber feindselig eingestellte Türken allein in Deutschland lassen eine Beitrittsperspektive natürlich in immer weitere Ferne treten.

    Eine Mehrheit, die unauffällig ist, aber im Wesentlichen von Sozialtransfers existiert, muß auf die Dauer zu entsprechenden Reaktionen bei denen führen, die die Rechnung zu bezahlen haben.
    Ich habe hier niemanden gehört, der die hier wohnenden, nicht integrierten Türken vernichten will. Wie viele Mitdiskutanten bin ich jedoch auch der Ansicht, daß diejenigen, die diesem Land feindlich gegenüberstehen, doch bitte freiwillig in ihre Heimatländer zurückkehren mögen. Falls das freiwillig nicht funktioniert, muß eben ein zunehmender Druck in diese Richtung aufgebaut werden.

    [Dieser Kommentar entsprach nicht den Regeln für Diskusisonen auf ZEIT online. Der Nutzer hat sich aufgrund mehrfacher Regelverstöße damit für eine Sperrung qualifiziert. / Die Redaktion/fl]

    Lassen Sie doch endlich mal den Unsinn mit der Aufbauleistung der Türken. Die ersten kamen in den 60-er Jahren, als der Aufbau längst abgeschlossen war. Der Zuzug der Türken war Folge eines Wirtschaftswunders mit temporärem zusätzlichen Arbeitskräftebedarf in der produzierenden Industrie, nicht seine Voraussetzung!

    DER EU-Beitritt wurde der Türkei in Aussicht gestellt, wenn sie die erforderlichen Bedingungen erfüllt, er wurde jedoch nie versprochen. Über den Beitritt wird derzeit verhandelt, die Türkei entfernt sich derzeit immer weiter von den Voraussetzungen, weshalb immer wieder die Verhandlungspakete zurückgestellt werden müssen. Drei Millionen nicht integrierte, der autochthonen Bevölkerung gegenüber feindselig eingestellte Türken allein in Deutschland lassen eine Beitrittsperspektive natürlich in immer weitere Ferne treten.

    Eine Mehrheit, die unauffällig ist, aber im Wesentlichen von Sozialtransfers existiert, muß auf die Dauer zu entsprechenden Reaktionen bei denen führen, die die Rechnung zu bezahlen haben.
    Ich habe hier niemanden gehört, der die hier wohnenden, nicht integrierten Türken vernichten will. Wie viele Mitdiskutanten bin ich jedoch auch der Ansicht, daß diejenigen, die diesem Land feindlich gegenüberstehen, doch bitte freiwillig in ihre Heimatländer zurückkehren mögen. Falls das freiwillig nicht funktioniert, muß eben ein zunehmender Druck in diese Richtung aufgebaut werden.

  4. 6. @SD

    Gute Frage:
    Warum sollen Ausländer Deutsche werden, wenn sie Ausländer bleiben? Und das, auch vor dem Gesetz!

    Gegenfrage: Warum sollen Ausländer in Deutschland bleiben, wenn sie sich ungleich behandelt fühlen und das nicht dulden möchten?

    [An dieser Stelle stand eine Verunglimpfung aufgrund gemeinsamen Herkunftslandes. Bitte unterlassen Sie dies! Redaktion/fl]

    • Isaidy
    • 12.07.2007 um 10:08 Uhr

    aber leider noch nicht in der Praxis angekommen. Sicherlich, eigentlich sollte es so sein, dass jeder mit einem deutschen Pass absolut gleiche Rechte und Pflichten hat, aber mal abgesehen von der gesellschaftlichen Verweigerung dieser Tatsache, hört man ja auch immer wieder aus der Politik Stimmen, die fordern, z.B. kriminell gewordenen Neudeutschen die Staatsbürgerschaft wieder zu entziehen, um sie abschieben zu können. Ja was nun? Deutsch oder doch nur halb deutsch? Wer käme auf die Idee, das bei "Urdeutschen" zu tun? Deutschland tut sich schon gesellschaftlich und politisch sehr schwer mit seinen neuen Staatsbürgern. Deshalb ist der Integrationsgipfel wichtig, um diese Haltung aufzuweichen, von den Immigranten Anpassung zu fordern und von den Deutschen die absolute Anerkennung der Tatsache, dass auch Menschen afrikanischer, asiatischer oder sonstiger Herkunft "echte Deutsche" sein können. Der Artikel in der Zeit ist hervorragend geschrieben. Die türkischen Verbände tun sich in der Tat keinen Gefallen, sofort wieder zu protestieren, wenn ihnen Anpassung abverlangt wird. Die Forderungen des Zuwanderungsgesetzes sind absolut in Ordnung und wer kommen möchte hat eben auch eine Bringschuld in Form von Deutschkenntnissen. Zu lange haben wir mit Gleichgültigkeit über Integrationsproblematik hinweggesehen und aus falscher Toleranz geduldet, dass sich Parallelgesellschaften bildeten. Multikulti ist mitnichten gescheitert, man muss vielmehr ersteinmal das Interesse aneinander wecken, um Akzeptanz zu ernten.

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    hört man ja auch immer wieder aus der Politik Stimmen, die fordern, z.B. kriminell gewordenen Neudeutschen die Staatsbürgerschaft wieder zu entziehen, um sie abschieben zu können.

    Wenn man sich solchen unsinnigen Politiker gewählt hat, dann hat man mit ihnen auch zu tun. Es ist deren Beruf Sprüche zu klopfen und jeglichen Unsinn zu verzapfen.
    Der Ströbele kann sich vorstellen Deutschlandslied auf türkisch zu singen. Haben Sie den Unsinn auch bemerkt?
    Was man nicht sagt um die Wählerstimmen zu fangen?

    Wenn die Türken allerdings illegal doppelte Staatsangehörigkeit haben, dann ist das ein Verstoß gegen das Staatsangehörigkeitsgesetz. Dann MUSS man ihnen Kraft des Gesetzes die Deutsche Staatsangehörigkeit aberkennen.
    Das Recht ist von den Politikern beschlossen worden, die das Deutsche Volk gewählt hat. Und vielleicht Ihnen das nicht passt, aber dann sind Sie in der Minderheit. In der Demokratie aber entscheidet die Mehrheit. Wenn Sie das nicht akzeptieren dann legen sie den Axt an die Wurzel der Demokratie.

    __________________________________________

    »Das Problem ist: mach einem Bekloppten klar, dass er ein Bekloppter ist!«

    (Dieter Bohlen)

    0163 1737743

    hört man ja auch immer wieder aus der Politik Stimmen, die fordern, z.B. kriminell gewordenen Neudeutschen die Staatsbürgerschaft wieder zu entziehen, um sie abschieben zu können.

    Wenn man sich solchen unsinnigen Politiker gewählt hat, dann hat man mit ihnen auch zu tun. Es ist deren Beruf Sprüche zu klopfen und jeglichen Unsinn zu verzapfen.
    Der Ströbele kann sich vorstellen Deutschlandslied auf türkisch zu singen. Haben Sie den Unsinn auch bemerkt?
    Was man nicht sagt um die Wählerstimmen zu fangen?

    Wenn die Türken allerdings illegal doppelte Staatsangehörigkeit haben, dann ist das ein Verstoß gegen das Staatsangehörigkeitsgesetz. Dann MUSS man ihnen Kraft des Gesetzes die Deutsche Staatsangehörigkeit aberkennen.
    Das Recht ist von den Politikern beschlossen worden, die das Deutsche Volk gewählt hat. Und vielleicht Ihnen das nicht passt, aber dann sind Sie in der Minderheit. In der Demokratie aber entscheidet die Mehrheit. Wenn Sie das nicht akzeptieren dann legen sie den Axt an die Wurzel der Demokratie.

    __________________________________________

    »Das Problem ist: mach einem Bekloppten klar, dass er ein Bekloppter ist!«

    (Dieter Bohlen)

    0163 1737743

  5. @ekotec,
    keine Ahnung, ob Sie Ausländer, oder Deutscher sind. Mir fällt nur auf, daß eingebürerte ehemalige Türken sich als Deutsche mit deutschem Pass, mit allen Rechten und Pflichten, sich dennoch fortwährend als Türken fühlen und angesprochen fühlen.

    Und das ist merkwürdig. Wenn man Deutscher geworden ist, hat man doch zuallererst die deutschen Interessen im Blick. Oder? Wenn nicht, dann entsteht leicht der "Verdacht", als Deutscher im Solde und Interesse einer fremden Macht zu stehen. Ein trojanisches Pferd sozusagen. Es wundert daher nicht, daß andere Deutsche darauf mehr und mehr sensibel und mißtrauisch reagieren.

    Das sollte nicht verwundern. Verwunderlich dagegen ist, sich - so verhaltend - ais nicht "angenommen" zu fühlen. Das deutet auf eine nicht vollzogene Integration (übersetzt: aufgehen in einem Ganzen) hin. Daran kann niemand stärker arbeiten, als Sie selbst.

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    bei ihnen sickert leider immer wieder diese schlechte eigenschaft der deutschen durch, diese ur-angst vor anderem.
    bei ihnen kommen direkt solche analogien wir "trojanisches pferd", wenn jemand ihnen nicht absolut offen und als eindeutig deutscher entgegentritt.
    es gibt auch etwas dazwischen. ansonsten teile ich die meinung, das mehr integrationsbereitschaft von tuerkischer seite zu bringen ist. von deutscher seite auch - und das beginnt damit, wie man ueber die probleme redet. ob man durch polemik jemanden die tuer, die man oeffnen meochte, vor den kopf haut oder aber differenziert diskutiert, warum bestimmte dinge notwendig sind.

    bei ihnen sickert leider immer wieder diese schlechte eigenschaft der deutschen durch, diese ur-angst vor anderem.
    bei ihnen kommen direkt solche analogien wir "trojanisches pferd", wenn jemand ihnen nicht absolut offen und als eindeutig deutscher entgegentritt.
    es gibt auch etwas dazwischen. ansonsten teile ich die meinung, das mehr integrationsbereitschaft von tuerkischer seite zu bringen ist. von deutscher seite auch - und das beginnt damit, wie man ueber die probleme redet. ob man durch polemik jemanden die tuer, die man oeffnen meochte, vor den kopf haut oder aber differenziert diskutiert, warum bestimmte dinge notwendig sind.

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