Rund vier Milliarden Euro jährlich hat der Bund für das neue Elterngeld eingeplant. Im ersten Quartal 2007 profitierten davon auch 4.000 Männer, die einen Antrag stellten. Jeder Dritte erhielt mehr als 1.000 Euro im Monat für die Betreuung des neugeborenen Kindes. Von den rund 54.000 Müttern erhielten nur acht Prozent so viel Geld. Die scheinbare Ungerechtigkeit ist der Berechnung des Elterngeldes geschuldet. Das beträgt 67 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns, höchstens jedoch 1.800 Euro. Weil Väter vor der Antragstellung häufiger als Mütter erwerbstätig waren und meist auch ein höheres Einkommen erhielten, bekommen sie eine höhere Finanzspritze. BILD