Mallorca Kampf dem GlibberSeite 4/4

Klimawandel und überfischte Meere: Kein Problem für die Feuerqualle

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Quallen bevölkern seit mehr als einer halben Milliarde Jahre die Weltmeere. Sie gehören zur Gattung der Nesseltiere, bestehen zu 99 Prozent aus Wasser und ernähren sich von Plankton und kleinen Fischen. Ihre langen Fangarme sind mit Nesselzellen ausgestattet, die bei Berührung ein giftiges Sekret absondern, das die Beute lähmt.

Die häufig im Atlantik, der Nord- und der Ostsee anzutreffende weißlich-gelbe, meist tellergroße Ohrenqualle ist für den Menschen ungefährlich. Auch von der in der Ostsee beheimateten Rippenqualle die streng genommen keine Quallenart, sondern ein eigener Tierstamm ist, geht keine Gefahr aus. Ihre zum Teil meterlangen Fangarme haben keine Nesselzellen.

Auf der Hut sein sollte man vor der rötlich-braunen Feuerqualle . Sie kommt im Mittelmeer und in der Nordsee vor, seit Neuestem gelegentlich auch in der Ostsee. Auf der Haut von Badenden hinterlässt das Gift bei Berührung einen brennenden Schmerz sowie Rötungen, die mehrere Monate anhalten können.

Damit keine Narben zurückbleiben, sollte die Stelle nach dem Kontakt mit viel Salzwasser (keinesfalls Süßwasser oder Alkohol) abgespült und mit Sand bedeckt werden. Um zu verhindern, dass die noch nicht geöffneten Nesselzellen platzen, empfiehlt das Giftinformationszentrum Göttingen, die Wunde mit Rasierschaum einzusprühen und vorsichtig mit einer Scheckkarte auszukratzen. Sollte es am Strand eine Erste-Hilfe-Station geben, ist es ratsam, diese gleich aufzusuchen. Bei Allergikern kann das Nesselgift der Feuerqualle zu Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen führen.

Auskunft: Giftinformationszentrum Nord, Tel. 0551/383180

 
Leser-Kommentare
  1. Notruf der Giftzentrale, der unten angegeben ist, ist für Fachpersonal angegeben (homepage Giftzentrale Nord). Patienten wählen besser: 0551/ 19240.

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