Wiedervereinigung Platz der Enttäuschungen
Leipzig möchte an die friedliche Revolution von 1989 in Sachsen erinnern – die Frage ist nur: Wie?
Mehr als 70000 Menschen waren es, die am 9. Oktober 1989 über den Leipziger Innenstadtring zogen und mit Rufen wie »Wir sind das Volk!« gegen das SED-Regime demonstrierten. Auch Panzer schreckten sie nicht ab. Die friedliche Revolution läutete den Anfang vom Ende der DDR ein und hat seither ihren festen Platz in den Geschichtsbüchern. Nur in der einstigen Heldenstadt ist davon nicht mehr viel zu spüren. »Wir bieten Stadtführungen zum Thema Herbst 1989 an, und an der Nikolaikirche hängt eine Schautafel, glaube ich«, sagt Leipzigs Touristikchef Volker Bremer. Ganz sicher ist er aber nicht.
Rund um die Nikolaikirche – Ort der Friedensgebete, die den Montagsdemonstrationen vorangingen – wird zwar an diese Ereignisse erinnert und weitergebetet (mittlerweile gegen Armut, Sozialabbau und für Abrüstung). Doch ansonsten müssen sich Touristen mühsam zu den geschichtsträchtigen Orten durchfragen.
Wenn auch das Geschichtsbewusstsein für eine lebendige Erinnerungskultur nicht reicht, den Notwendigkeiten des Stadtmarketings verschließen sich die Leipziger nicht. Nun sucht die Stadt einen Ort mit dem nötigen Prestige, einen Platz der friedlichen Revolution zum Beispiel. Infrage kommt aus Sicht von Oberbürgermeister Burkhard Jung nur der Augustusplatz, einer der größten Plätze Deutschlands, gelegen zwischen den Prachtbauten von Gewandhaus, Oper und dem künftigen Hauptgebäude der Universität.
»Die Leipziger müssten unglaublich stolz und aufgeschlossen sein bei der Umbenennung eines historischen Platzes«, sagte der OB voller Optimismus. Doch welche Überraschung! Jung musste für seinen Vorschlag heftige Schelte einstecken. Einerseits ist nun einmal der nahe gelegene Nikolaikirchhof die Keimzelle der friedlichen Revolution, nicht der Augustusplatz. Andererseits hatte Letzterer im Lauf der Zeit einfach schon zu viele Namen.
In der DDR stand Karl Marx als Namenspate – ebenso wie für die Universität. Seit 1990 heißt der Platz wieder Augustusplatz, was die Leipziger als gute Revolutionäre stolz macht – auch wenn die Mehrheit wohl nicht weiß, welcher August gemeint ist. »98 Prozent glauben an Kurfürst August den Starken. Doch gemeint ist Friedrich August von Wettin«, erklärt Historiker Rainer Eckert, Chef des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. Jener sächsische Kurfürst also, der mit dem Eroberer Napoleon 1806 Frieden schloss und zur Belohnung zum ersten sächsischen König ausgerufen wurde. 1813 zogen die sächsischen Truppen an der Seite Napoleons in die Völkerschlacht, und erst angesichts der drohenden Niederlage der Franzosen wechselte ein Teil wieder die Seiten. August, ein Vaterlandsverräter und Kriegsverlierer also? Für Eckert, einen Vorreiter der Umbenennung, ist der Augustusplatz daher »ein Name der Schande«.
Wie sich zeigte, fehlte es nicht an Ideen, wie diese Schande getilgt werden könnte. Die Vorschläge reichen von »Glückliche Wendestraße« bis zum »Platz der nicht erfüllten Erwartungen«. Weshalb sich OB Jung in der überraschenden Lage wiederfindet, nicht für den Ort seines Revolutionsplatzes, sondern für seinen Namensvorschlag werben zu müssen. »Der 9. November ist für Deutschland, für Europa von elementarer Bedeutung«, sagt er und spricht von einem »Fanal für die Zukunft«. Wenn 2009 die 20. Wiederkehr des Mauerfalls gefeiert wird, will Leipzig ein Stück vom Kuchen abbekommen. Mit den bunten Fernsehbildern der Menschen, die überglücklich von Ost- nach Westberlin strömen, kann Leipzig nicht mithalten. Hier gibt es nur düstere TV-Aufnahmen vom Innenstadtring, vielen Kerzen und finsteren Mienen. Umso nötiger ist ein symbolträchtiger Ort.
Die Stimmung ist aufgeheizt, die Parteien haben sich positioniert, der Oberbürgermeister hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt. An einen großen Wurf glaubt er längst nicht mehr. »Meine Prognose ist: Wir werden keinen postalischen Abschnitt umbenennen, sondern einer bestehenden Adresse eine Unterzeile hinzufügen.« Zum Beispiel: Augustusplatz – Platz der friedlichen Revolution.
Es hätte noch eine ganz andere Lösung gegeben: Die Leipziger hätten den Innenstadtring neu benennen können, die Route der Demonstrationen von 1989. Doch OB Jung ist dagegen. Schließlich seien die Abschnitte des Rings früheren Oberbürgermeistern gewidmet.
- Datum 28.09.2007 - 02:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 27.09.2007 Nr. 40
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Auf die erste Phase der Umwälzung die noch auf eine sozialistische Veränderung setzte, oder auf die 2. Phase die das Kapital für sich entschied?
Das erstere wird hier nicht gewollt, das zweite war die Entmündigung der Massen.
steht derart Schwachsinn in der Jungen Welt oder in der Jungen Freiheit?
steht derart Schwachsinn in der Jungen Welt oder in der Jungen Freiheit?
steht derart Schwachsinn in der Jungen Welt oder in der Jungen Freiheit?
Ich habe inständig gehofft das wir diese Kampfbegriffe und Lagermentalität von wegen Kapitalisten und Sozialisten zusammen mit den Lava-Lampen in den 70ern gelassen haben. Vielleicht muss man das alles in den neuen Ländern nun nachholen, wer weiss. Zumindest gibts keinen Erkenntnisgewinn dabei, ist ja Ihr recht davon überzeugt zu sein nur es tausendmal runterzubeten macht es für andere dennoch nicht überzeugender.
Übrigens waren die Ossis vor 89' in keiner Weise "mündig". Und selbst wenn Erich der demokratischen Geist gepackt hätte, häts Gorbi nicht gegeben dann hätte Moskau eben Panzer geschickt, wie in anderen sozialistischen Bruderstaaten davor schon geschehen. Ganz zu Beginn der DDR am 17. Juni wollten die Ossis übrigens mal "mündig" sein, der Arbeiter und Bauern Staat hat dann Panzer gegen seine Arbeiter und Bauern auffahren lassen nachdem diese bessere Arbeitsbedingungen gefordert haben. Es gab übrigens Arbeitszwang in der DDR, bei verstoß landete man vor Gericht - ohne demokratisch verbriefte Grundrechte und unter so manche Willkür.
Das Sie in diesem Forum überhaupt so offen Ihre durchaus streitbare Meinung artikulieren können und sich keinerlei Gedanken um jegliche Repression machen müssen ist nur eins der sichtbarsten Zeichen was sich alles positiv Verändert hat. Reduzieren Sie den Einigungsprozess allerdings aufs Geld und Messen alles am ehemaligen Westdeutschland dann kommt man natürlich zum Jammern. Vergleicht man Sachsen 89' mit Sachsen 2007 dann kommt man zu gänzlich anderen Schlussfolgerungen. AUCH beim Geld.
Bei allen "großen Worten" und äußerst akademischen Diskussionen kann man nur eins feststellen das die Leute mit den Füßen abgestimmt haben und der Garten-Eden wie der Sozialismus wohl von Ihnen gesehen wird eine Mauer bauen musste um die Bevölkerung im Paradies zu halten. Da können Sie reden bis Weihnachten, die Realität damals und noch heute in den verbliebenen sozialistischen Staaten spricht mehr als tausend Worte. Und der Ostblock ging nicht aufgrund "des Westens" zugrunde, sondern aus einer eigenen inneren Schwäche heraus. Die DDR war noch der wohlhabendste Staat in diesem Block, dennoch war auch die DDR anfang der 80er schlicht Pleite und Geldzahlungen aus dem Westen haben das überleben noch bis ende der 80er verlängert. Bürokratie, Steuern und Geld sind Systemübergreifend, zumindest solange es noch Menschen gibt und diese ein funktionerendes Gemeinwesen wollen.
Aber ich weiss, alles nur amerikanische Propaganda..
der Massen ist das Ergebnis. Das merkt jetzt jeder Ossi an seinem Arbeitsplatz soweit er noch einen hat.
Aber es gibt ja noch subtilere Mittel der Entmündigung.
Das die dümmsten Kälber zur Schlachtbank laufen wissen wir doch.
Was heißt es aber ohne Bluvergießen ein System zu beseitigen? Der Staat war Werkzeug der Volksmassen. Heute ist das nicht so.
Im übrigen haben auch 1953 die Sowjets die Panzer geschickt. Ulbricht war schon auf der Reise ins neue Exil.
Zum Thema Arbeitszwang empfehle ich das Arbeitsgesetzbuch der DDR zur Lektüre. Auch hier gab es Phasen.
Zum Thema Meinungsfreiheit. Ein beachtenswerte Errungenschaft der bürgerlichen Gesellschaft die es auch in Krisenzeiten zu verteidigen gilt. Im übrigen, auch in diesem Kontext gab es in der DDR nicht nur schwarz, weiß.
Die derzeitige Reichweite einzelner kritischer Stimmen ist ja nun auch nicht so das sie irgend etwas bewirken könnte was die Hegemonie gefährden könnte.
Warum soll man nicht mehr von Kapital und Lohnarbeiter reden. Gibt es sowas nicht mehr?
@plamen: Sie beschämen einem, warum bin ich nicht selbst auf eine solch geniale Wortschöpfung gekommen. Ich meine das wirklich ehrlich, denn mit diesem Begriff erfassen Sie jenes Phänomen, das man auch als das postfaschistisch/(real)sozialistische Trauma eines jenen Volkes bezeichnen könnte, das in seinem Leben noch nie eine Revolution - und eben auch nicht die Konterrevolution - aus eigener Kraft geschafft hat, unübertrefflich exakt. War doch die erste, ergo: die Konterrevolution einem gewissen österreichischen Grenzgänger zu verdanken, und die zweite, nämlich die sozialistische eigentlich Stalins Armeen. Und die dritte, für welche mir gar die richtige Begrifflichkeit noch fehlt, ähnelte doch mit ihren Lichterketten wesentlich mehr einer katholischen Prozession (Zum Hl. Martin zum Beispiel), sodass diese vermutlich eher von jener bekannt-unbekannten "unsichtbaren Hand" gelenkt erschien! Und wohin mündet denn dann ein solch all zu oft ungefragtes Volk? Nirgend wohin, denn es entmündet! Und nicht nur das: wir werden heute überhaupt nicht mehr so banal entmündigt, und wer macht das eigentlich nicht mit uns? – denn auch wir „entmünden“ wohl bald! Meinen Respekt! Das war für heute der fruchtbarste Beitrag! – ich habe das Wort gerade meinem Microsoft-Word-Rechtschreibprüfer aufgedrängt!
Nein das tut es nicht. Das ist eine Vorstellung aus dem letzten Jahrhundert. Das "Kapital" ist nichts anderes als Geld, vielleicht kann man normaler reden wenn man aufhört Fremdwörter zu benutzen. Geld sind Zahlen auf Papier oder Metallstücke, das "beherrscht" garnichts. Ich bin gelernter ChemiefachARBEITER (ja, so meine Berufsbezeichnung). Ich finds nämlich immer toll wenn Politologen, Großbürgerkinder, Berufspolitiker etc. denken genau zu wissen was der "Arbeiter" und der "kleine Mann" (ich bin 190 cm groß) denken und wollen würde. Und ich weiss genau, ohne die riesigen extrem teuren Produktionsanlagen (in denen viel Arbeit von anderen drinsteckt), die Labors, die Chemiekalien die angeliefert werden und ohne das ich eine gute Ausbildung bekam könnte ich nicht einmal Steinsalz herstellen. Wo soll da meine oder meiner Kollegen originäre alleinige Wertschöpfung liegen? Ohne die Forschung z.B. der Ingenieure aus der F&E kann ich kein einziges Produkt herstellen, ohne das die Eigentümer (in diesem Fall die Aktionäre; Aktien = Unternehmen geteilt durch die Zahl der Aktien) die Anlagen bereit stellen auch nicht. Aktien sind kein Lottoschein ohne Risiko. Genauso viele wie damit Reich werden, verlieren damit auch alles. Und auf diese Risikobereitschaft sind wir angewiesen, das sich viele Leute mit ihrem Geld zusammentun und in neues investieren. Die Welt ist einfach sehr viel komplexer als Sie es darstellen. Und die Frontlinie Arbeiter vs. "Kapital" wurde in einer Zeit aufgestellt als es nicht einmal Demokratie in unseren Landen gab und wir eine Feudalwirtschaft in der Industrie hatten. Zumal die überaus komplexe heutige Wirtschaft den großen Vorteil hat das Arbeitnehmer eben nicht nur angelernte Hilfskräfte sind die einfache Handgriffe in einem Arbeitsheer erledigen (ERSETZBAR wären), das gibts spätestens seit den 70ern nicht mehr in tragender Form. Wir sind alle mehr oder weniger Hochqualifiziert, jeder Unternehmer der auch Morgen noch Geld verdienen will hat ein elementares Interesse uns zu halten. Und Einzelfälle in denen etwas falsch läuft sind nicht dazu geeignet die Welt auf den Kopf zu stellen. Andersrum wird immer behauptet der Sozialismus wäre in der DDR, Sowjetunion, Nordkorea, usw. nur "falsch" umgesetzt gewesen. Es gab noch nie einen erfolgreichen sozialistischen Staat in dem die Lebensbedingungen für die Menschen also das ganz reale Leben besser gewesen wäre als in vergleichbaren marktwirtschaftlichen Ländern.. Also da hat unsere Wirtschaftsordnung zu einem erheblich höheren %-Satz die Tauglichkeit bewiesen. Und obwohl der Sozialismus bisher immer gescheitert ist und das Alltagsleben der Menschen dadurch nirgends besser wurde behaupten Sie immer noch das wäre die Lösung, dann dürften Sie der Marktwirtschaft nicht gleichzeitig die Ausnahmefälle vor die Füße legen in denen Leute mit krimineller oder zumindest zweifelhafter Energie das System ausnutzen. Das liegt an diesen Menschen, nicht am "System". Das ist nicht per se gut oder schlecht sondern was die Menschen daraus machen. Und diese kriminelle Energie bleibt gleich, egal wie Sie das System drumrum bezeichnen. Auch brauchen Sie nicht glauben es gäb im Sozialismus auf einmal keine Korruption, in die eigene Tasche wirtschaften etc mehr. Ich sag nur Waldsiedlung Wandlitz. Und Castro war letztens bei einem Interview in einen stylischen adidas-Trainingsanzug gekleidet. Seine Bevölkerung kann sowas aber nirgends kaufen. Auch fährt die Regierung von Cuba in dutzenden neuen AUDIs umher, der eigenen Bevölkerung verbietet sie aber jegliche Autos zu fahren die nach der Revolution vor Jahrzehnten gebaut wurden usw. Es ist auch ein Merkmal des Sozialismus immer gewesen eine art Führerstaat aufzubauen wo alles auf eine Person an der Spitze zuläuft, mit einer Führungskaste dahinter die selbst gerne alle annehmlichkeiten des "Westens" in Anspruch nimmt aber der eigenen Bevölkerung selbiges verwehrt und auch öffentlich dagegen hetzt.
Zumal Sie außerdem vergessen das wir schon lange in keiner Industriegesellschaft mehr leben. Das "Malochen" stirbt derzeit endgültig aus in Europa, zusammen mit den letzten Kohlebergwerken und hoffentlich bald auch der Kohle bzw. den fossilen Energien. Zum Glück für uns, wer will sich schon kaputtarbeiten.
Sie würden niemals eine Volksabstimmung gewinnen ob Marktwirtschaft oder Sozialismus, das müssen Sie akzeptieren. Genauso wie jedes Volk in der Vergangenheit bereits dadurch abgestimmt hat das es jedem denkbaren sozialistischen Staat davongelaufen ist wo es nur konnte und jede Gelegenheit nutzt um diese Regime wieder abzuschaffen. Was ist Ihr "Paradies" wert wenn es nur bestand hat indem Sie die Menschen dazu zwingen? Im übrigen ist sogar die offizielle Definition von Faschismus wenn man die Interessen vieler grundsätzlich über die von wenigeren stellt. Auch ist mir grundsätzlich diese Staatsgläubigkeit fremd. Der Staat hat den Bürger zu begleiten, nie zu bevormunden. Und das der Staat irgendwas besser kann als die Bürger ist eine sehr kühne Meinung. Das dies bei vielen nicht gegenwärtig zu sein scheint, zeigen schon Begriffe wie "Vater Staat". Jeder Sozialhilfe-Empfänger im ehemaligen Westdeutschland hatte einen höheren Lebensstandard als irgend ein Normalbürger in der ehemaligen DDR. Ganz zu schweigen von Rechten und einer offenen Gesellschaft. Auch im Westen gabs Kritik am Staat, nur war die nicht nur erlaubt sondern teil des öffentlichen Lebens und es gab dadurch fortwährend Reformen. Die Republik Adenauers war eine gänzlich andere als die von Brandt.
Es gab auch im 3. Reich offiziell die gleiche Gesetzgebung wie in der sehr demokratischen Weimarer Republik. Papier ist geduldig sagt man doch. Und hätten die Gefangenen in dern Stasi Gefängnissen sich auf die offiziell bestehenden Rechte berufen, die Wachen hätten maximal gelacht und in preziösem sächsisch irgendwas höhnisches zugerufen. Auch gabs natürlich "Wahlen" in der D. Demokratischen Republik.. die SED hat den Wahlsieger nur schon vorher bestimmt. Also bitte, das sind doch wirklich spielchen die wir 17 Jahre nach dem ganzen nicht mehr spielen sollten.
So sind die Leser der "Jungen Welt" alles andere als Jung, ebenso wie die Köpfe in der "Neuen Linken" mitnichten "neu" in der Politik sind. Das ist Gedankengut aus dem vorletzten und letzten Jahrhundert daran ändern auch die wenigen jungen Leute die sich davon überzeugen lassen und seitdem bis zum erbrechen in jede Kamera gehalten werden nichts. Das ist schlicht nicht die Zukunft. Die Zukunft ist eine ohne Ideologie in der die Bürger von Einzelfall zu Einzelfall eine Entscheidung treffen, nicht zuletzt dieses Medium das Internet hat unsere demokratische Kultur vollkommen verändert. Nirgendwo auf der Welt sind Bürger noch auf offizielle Medien angewiesen, Zensur ist Wirkungslos geworden, ebenso staatliche Propaganda.
gibt es nicht mehr? Naja wird jeder der im Callcenter arbeitet anders sehen. Ob Lohnarbeiter in einer Industriegesellschaft oder Lohnarbeiter in einer Diesntleistungsgesellschaft macht im Prinzip keinen Unterschied. Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit bleibt. Und es ist ja nicht so das es in der Dientsleistunggesellschaft nicht zu einer Art Indusrialisierung kommt, Fließbandarbeit gibt es in der Softwareindustrie, siehe den Artikel in der Zeit, Fließbandarbeit gibt es im Callcenter, siehe Wallraffreport. Die Form der Arbeitsteilung bleibt bestehen. Kreativ die Herrschenden, mononote Ausführung die anderen.
Und nur weil derzeit eine Ideologie uneingerschränkt herrscht(in letzter Zeit aber schon nicht mehr) heißt es nicht das wie Ideologiefrei leben.
Und wie gesagt die Mittel der Zensur sind heute viel subtiler , und das geht von Ignorieren bis zur wirklichen Zensur im deutschen Universitätsbetrieb.
Ich will jetzt hier nicht mit einer Diskussion über "Akkumulation" und "ursprünglicher Akkumulation" anfangen.
Aber eines noch. Der Sozialismus von 1917 bis 1990 war notwendig. Der Sozialismus war eine Leitungsgeselschaft. "Jeder nach seinen Fähigkeiten jeder nach seinen Bedürnissen." Kommunisten sind keine Asketen. Und die Produktionsmittel waren halt im fruchtbaren Schoße des Kapitalismus noch nicht ausgereift.
Bis die Tage.....
Wenn man eine Weltverschwörung sieht kann man vielleicht schon zu dieser Meinung kommen..
.. Sie sprechen etwas interessantes an. Kommunisten sind keine Asketen. Die Sowjet und DDR Wirtschaft hat dermaßen Raubbau an der Natur betrieben, noch heute sind "Landschaftsbauer" in den neuen Ländern damit beschäftigt die Wunden in der Natur zu schließen. Der Mensch ist ein bequemes Tier aber Marktwirtschaft hat den Vorteil das alles einen Preis hat und gibt man Dingen einen Preis dann werden diese weit weniger verschwendet. Mit sozialistischem Wirtschaften entzieht sich der "neue Mensch" die eigene Lebensgrundlage, wir sind ein Teil der Natur und von ihr abhängig - sie aber nicht von uns. Diese leider erst relativ neue Erkenntnis in der breiten Gesellschaft hat natürlich nicht Eingang in eine Ideologie aus dem 19. Jahrhundert gefunden, als man noch davon ausging alles wäre machbar und alle Ressourcen unerschöpflich.
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