Umwelt: Kampf der Klimaretter
US-Präsident Bush eröffnet in Washington seine eigene Klimaschutz-Konferenz. Amerika und Europa streiten sich: Wie soll der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden?
Es ist ein Club mit zweifelhaftem Ruf, der sich an diesem Donnerstag in Washington trifft. Die 17 größten CO2-Verschmutzer der Welt, eingeladen vom amerikanischen Präsidenten George W. Bush, wollen zwei Tage lang beraten, wie dem Klimawandel beizukommen ist. Dabei sind die acht mächtigsten Industriestaaten der Welt ebenso wie die G5-Staaten Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika, die Europäische Union sowie Australien, Indonesien und Korea. »Am Tisch sitzen vor allem die Umweltferkel und nicht die, die unter dem Dreck leiden«, sagt ein deutscher Regierungsvertreter. In der Tat: Die Ärmsten der Armen in Afrika und Südostasien, die schon heute unter Flut und Dürre leiden, sie sind unerwünscht auf Bushs Konferenz.
Der Zeitpunkt für das Treffen in Washington war von Bush mit Bedacht gewählt worden. Erst Anfang dieser Woche war UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Gastgeber einer weltweiten Klimakonferenz in New York. Bush war dort nur zum Abendessen erschienen. Symbolik, selbstverständlich. Denn Amerika gefällt es nicht, dass die Sorge um das Klima immer mehr Staaten erfasst und die Bereitschaft wächst, sich unter Führung der Vereinten Nationen auf verbindliche Ziele zur Reduzierung des Klimagases CO2 einzulassen. Im Dezember werden sich Abgesandte aus vielen Staaten der Erde auf der indonesischen Insel Bali treffen, um im besten Fall ein Mandat zu beschließen, mit dem dann im Jahr 2008 die Verhandlungen für das neue Klimaschutzabkommen aufgenommen werden können. Diese neue Vereinbarung, die Experten Post-Kyoto-Protokoll nennen, soll spätestens 2012 in Kraft treten und das heute auf einigen Teilen der Erde gültige Klimaschutzprotokoll von Kyoto aus dem Jahr 1997 ablösen.
Die USA haben Kyoto bis heute nicht ratifiziert. Das hat sie weltweit zum klimapolitischen Außenseiter gemacht. Jetzt sehen sie sich unter Druck, die Konferenz auf Bali mitzugestalten. Condoleezza Rice, Bushs Außenministerin, konnte deshalb auch vor den Vereinten Nationen die Bereitschaft Amerikas aussprechen, auf Bali »aktiv dabei zu sein«. Zum ersten Mal sieht es so aus, als ob sich die Regierung Bush in die Richtung eines verbindlichen Klimaschutzes bewegt.
Die Welt ist vereint in der Sorge ums Klima. Aber sie ist geteilt in der Frage, wie dem Klimawandel am besten begegnet werden soll. Es ist, wenn man so will, der Kampf zweier Linien. Auf der einen Seite die Amerikaner. Sie wollen den Klimawandel durch energiesparende Technologien begrenzen. Jedes Land, wie es will. Freiwillig. Verbindliche Ziele zur Reduzierung von CO2 lehnt Amerika ab. Auf der anderen Seite stehen die Europäer. Sie wissen auch, dass ohne technische Innovation nichts geht. Aber ohne verbindliche vertraglich fixierte Reduktionsziele eben auch nicht. Europa hat sich bereits im März unter der Präsidentschaft von Angela Merkel darauf geeinigt, bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent weniger Treibhausgase als noch 1990 zu emittieren.
Jetzt werben sie weltweit für ihren Weg – Amerika und Europa. Beide bemühen sich um die Zustimmung der Schwellenländer China und Indien. Und um die Stimmen der Entwicklungsländer Afrikas und Südostasiens.
Die lauteste Vertreterin der Europäer und damit die schärfste Gegenspielerin von George W. Bush im Kampf um die Rettung des Weltklimas ist Angela Merkel. Als Lobbyistin für den Klimaschutz reist sie derzeit durch die Welt. Da trifft es sich gut, dass sie in diesem Jahr auch amtierende G8-Präsidentin ist. Kürzlich war sie in China, jetzt fährt sie nach Afrika und Indien. Am Montagabend auf der Klimakonferenz der UN versprach sie den Regierungschefs, Europa, auf jeden Fall Deutschland, sei bereit, beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen. Merkel weiß den britischen Premier Gordon Brown an ihrer Seite, ebenso den sprunghaften und sonst unberechenbaren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.
Dass sich die Europäer schließlich so einig wurden, hat viel mit einer Studie des britischen Ökonomen und Wissenschaftlers Sir Nicolas Stern zu tun. Er hat in einer aufsehenerregenden Arbeit die zerstörerische Wirkung des Klimawandels auf die Wirtschaft nachgewiesen. Um 5 bis 20 Prozent würde sich der Wohlstand ohne konsequenten Klimaschutz verringern, erklärte Merkel am Montag in New York. Klimaschutz sei also »ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft«.
Mit diesem Argument hat Angela Merkel den Kampf gegen die Erderwärmung endgültig aus der Agenda grüner Umweltpolitik herausgelöst. Der Wahlslogan der Umweltpartei »Mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben« hat erst unter Merkel einen mehrheitsfähigen Klang bekommen. Die CDU-Chefin argumentiert an der Heimatfront mit der Gefahr des Wohlstandsverlustes durch Nichtstun. So wird Klimaschutz ein Wirtschaftsthema und damit Teil konservativer Politik.
Wohlstand ist aber auch das Stichwort, mit dem Angela Merkel die Regierungschefs in China, Indien, Indonesien und Afrika zumindest zum Zuhören bringen will. Vor den UN stellt die Kanzlerin die für sie rhetorische Frage: »Können wir Wirtschaftswachstum und Wohlstand steigern und gleichzeitig die Emissionen halbieren? Manche zweifeln. Ich halte beides für möglich.«
Manche zweifeln? Viele zweifeln. Allen voran die großen Wachstumsländer Indien oder China. Die Chinesen hören Angela Merkel höflich zu, wenn sie über CO2-Minderung spricht, aber sie misstrauen ihrer Logik. Die Chinesen, das Volk der Kopisten, kopieren auch das westliche Wachstumsmodell. Und das gründet bis heute auf steigenden Emissionen und Ressourcenverbrauch. Mit welchem Recht also, fragen die Chinesen, wollt ihr Europäer, die ihr bis heute große Umweltsünder seid, uns zum Verzicht bewegen? Warum sollten wir euch jetzt »ähnliche Regeln beim Zugang zu Rohstoffen« zubilligen, wie das Angela Merkel in China gefordert hat? Wo ist eure Vorleistung?
Merkel ist, stellvertretend für alle Europäer, in Erklärungsnot. Sie weiß, dass man die Schwellenländer gewinnen muss, weil sonst der Kampf ums Klima verloren ist. Doch man muss sie auf Augenhöhe gewinnen, nicht durch Verzichtsforderungen. Sind China und Indien nicht zum Umdenken bereit, kann die Erderwärmung nicht gestoppt werden. Deshalb betont die Kanzlerin zunächst stets, dass jedes Land dasselbe Recht habe, für seine Bürger Wohlstand zu schaffen.
Was aber hat Europa anzubieten? Nichts außer guten Argumenten. Merkel hat deshalb, unabgesprochen, gleichsam auf eigene Rechnung, einen Vorschlag gemacht, der die Blockade zwischen Europa und den aufstrebenden Ländern in der Klimapolitik aufbrechen soll: Alle Erdbewohner, sagt sie, sollten langfristig das gleiche Recht auf CO2-Emission haben. So dürften die Schwellenländer noch eine Weile wachsen, die Industrienationen allerdings müssten jetzt schon verstärkt Treibhausgase abbauen. Erst wenn Gleichstand erreicht ist, sollen gleiche Regeln gelten. Seit die Kanzlerin diesen Stein ins Wasser geworfen hat, wartet sie auf Reaktionen. Sie weiß die Inder auf ihrer Seite. China schweigt.
Wo Merkel um Vertrauen für einen gemeinsamen verbindlichen Weg wirbt, setzt George W. Bush auf Wachstum durch innovative Technologien. Das bringt zwar nichts für die Entwicklungsländer, in denen steigende Meeresspiegel heute schon die Dörfer überfluten. Aber es ist verlockend für die Schwellenländer, die sich davon ungebremstes ökonomisches Wachstum versprechen. Und es ist lukrativ für die amerikanische Wirtschaft, die inzwischen massiv in Umwelttechnologie investiert. Deshalb sollen die zur Konferenz nach Washington geladenen Umweltverschmutzer erklären, was sie zum künftigen Schutz des Klimas beitragen wollen. Jedes Land soll diejenigen Technologien benennen, die es erforschen und künftig einsetzen will, um seine Emissionen zu senken.
Angela Merkel ist nicht nach Washington zu Bushs Klimakonferenz gekommen. Umweltminister Sigmar Gabriel vertritt sie. Er soll unter den amerikanischen Senatoren für die europäische Idee langfristiger, verbindlicher Reduktionsziele werben. Europa sucht das Gespräch mit den USA. Trotz der widerstreitenden Interessen.
Denn ohne eine Kooperation mit den Amerikanern, ohne deren Bereitschaft drastisch CO2 einzusparen, wird der Wettlauf gegen die Erderwärmung nicht zu gewinnen sein. Auch nicht mit der innovativsten Technologie.





Offensichtlich hegen die beiden Autorinnen des Artikels keine große Begeisterung für Präsident Bush. Anders sind ihre Ausführungen nicht zu verstehen.
Es war der Vorgänger Bushs, Clinton , der das Kyoto Abkommen nicht zur Ratifizierung vorlegte, nachdem vorher der Senat mit 98 : 0 Stimmen das Abkommen einstimmig abgelehnt hatte. Bush setzte nur die amerikanische Politik fort, auch, weil sich keine neue Mehrheit im Senat gefunden hat, um das Kyoto-Abkommen zu ratifizieren. Selbst Hillary Clinton hat ein solche Abstimmung nicht beantragt.
Die USA haben zusammen mit Indien, China, Süd-Korea, Australien und Japan die
Asia-Pacific Partnership on Clean Development and Climate gegründet, die eine Begrenzung des globalen Ausstoßes von CO2 nicht durch vereinbarte Obergrenzen beim CO2-Ausstoss erreichen will, sondern durch die Entwicklung und den Einsatz moderner Technologien.
Demgegenüber steht die EU mit dem System des „Caps and Trade“ also Deckelung des CO2 Ausstoßes. Dabei scheint das amerikanische System derzeit besser zu funktionieren.
So haben die EU-25 den CO2 Ausstoss von 2000 bis 2005 um 177.7 MMT erhöht, die USA lediglich um 133,5 MMT. Selbst wenn man die EU-15 Länder, eine kleinere Volkswirtschaft als die der USA, betrachtet, so haben diesen Länder ihren Ausstoß um 161,67 MMT erhöht, wobei die USA ein wesentlich stärkeres Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatte.
Frau Merkel hat also mit ihren Forderungen der generellen Deckelung von CO-Emissionen keineswegs die besseren Karten.
Da hilft auch der Stern-Report nicht weiter. Der Stern-Report war ein politisches Auftragswerk der britischen Regierung. Er ist dann auch von den führenden Umweltökonomen wie Nordhaus und Tol regelrecht zerrissen worden.
Und ob CO2 wirklich die von Merkel vorgebrachten Folgen haben wird, muss doch bezweifelt werden. Jüngste Umfragen unter Wissenschaftlern zeigen, dass kaum einer die Katastrophen-Szenarien unterstützt.
Gerade heute kommt eine Meldung, veröffentlicht durch „Nature“, über die Bildung von Ozon, deren Kampf zur angeblichen Verhinderung gerade 20 Jahre andauert, und die zeigt, wie wenig man vom Klima wirklich versteht.
Dazu Quirin Schirmeier, News@Nature, 26. September 2007
Während die Welt 20 Jahre nach der Gründung des Montreal-Protokols zum Schutz der Ozon-Schicht feiert, hat „Nature“ aufgrund von Experimenten erfahren, die die etablierten Theorien der Ozon-Chemie erschüttern werden. Wenn die Daten korrekt sind, so werden die Wissenschaftler ihr Verständnis, wie das Ozon-Loch entstanden ist, überprüfen müssen, ebenso wie die Verbindung zum Klimawandel.
Und Markus Rex :
If the measurements are correct we can basically no longer say we understand how ozone holes come into being.
--Markus Rex, News@Nature, 26 September 2007
Our understanding of chloride chemistry has really been blown apart.
--John Crowley, Max Planck Institute of Chemistry, 26 September 2007
[Von der Redaktion gelöscht: Bitte ersparen Sie uns solche Vergleiche. Danke. Die Redaktion / fl]
Lächerlich machen Sie sich nur, wenn Sie einen Kommentarschreiber als Göbbels bezeichnen, weil er andere Meinung als Sie hat. Das kann böse Folgen für Sie haben.
Es liegt in der Verantwortung der ZEIT-Online Redaktion, ob sie solche Verunglimpfungen passieren lässt oder nicht.
Zur Sache selbst.
Die Amerikaner, wie auch die Chinesen und Inder, sehen das EU System des “caps and trades” als wenig effektiv an. Die Kanadier kündigen zur Zeit ihre Auflagen durch das Kyoto-Abkommen und schließen sich der “Partnerschaft” an. Dies sind alles keine gute Vorzeichen für die Erfolgsaussichten von Frau Merkel.
Zum Ozon Loch
Interessant sind die Ausführungen Schiermeiers über die jüngsten Erkenntnisse, was das Ozon-Loch betrifft.
Schirmeier ist der Europa-Vertreter von “Nature”. “Nature” ist nun bei den Klimaschützern zusammen mit “Science” erste Adresse, was ihre Anliegen betrifft.
Wenn Schiermeier sich dem Problem in dieser Weise widmet, dann ist darin ein erhebliches Potential an wissenschaftlichem, aber nicht nur dort, Sprengstoff vorhanden.
Es bedeutet nicht mehr oder weniger, dass die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen falsch, oder zumindest nicht ausreichend sind. Was wiederum bedeutet, dass die Maßnahmen gemäss Montreal-Protokoll wissenschaftlich nicht ausreichend begründet waren.
Es wird einmal interessant sein, wie sich die Wissenschaftsredaktionen der einzelnen Publikationsorgane dazu verhalten werden. Und natürlich hat das Auswirkungen auf die Klimapolitik.
Obwohl der Artikel von Schiermeier bereits vor zwei Tagen veröffentlicht wurde, kann man bisher noch keine Reaktion feststellen.
Lächerlich machen Sie sich nur, wenn Sie einen Kommentarschreiber als Göbbels bezeichnen, weil er andere Meinung als Sie hat. Das kann böse Folgen für Sie haben.
Es liegt in der Verantwortung der ZEIT-Online Redaktion, ob sie solche Verunglimpfungen passieren lässt oder nicht.
Zur Sache selbst.
Die Amerikaner, wie auch die Chinesen und Inder, sehen das EU System des “caps and trades” als wenig effektiv an. Die Kanadier kündigen zur Zeit ihre Auflagen durch das Kyoto-Abkommen und schließen sich der “Partnerschaft” an. Dies sind alles keine gute Vorzeichen für die Erfolgsaussichten von Frau Merkel.
Zum Ozon Loch
Interessant sind die Ausführungen Schiermeiers über die jüngsten Erkenntnisse, was das Ozon-Loch betrifft.
Schirmeier ist der Europa-Vertreter von “Nature”. “Nature” ist nun bei den Klimaschützern zusammen mit “Science” erste Adresse, was ihre Anliegen betrifft.
Wenn Schiermeier sich dem Problem in dieser Weise widmet, dann ist darin ein erhebliches Potential an wissenschaftlichem, aber nicht nur dort, Sprengstoff vorhanden.
Es bedeutet nicht mehr oder weniger, dass die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen falsch, oder zumindest nicht ausreichend sind. Was wiederum bedeutet, dass die Maßnahmen gemäss Montreal-Protokoll wissenschaftlich nicht ausreichend begründet waren.
Es wird einmal interessant sein, wie sich die Wissenschaftsredaktionen der einzelnen Publikationsorgane dazu verhalten werden. Und natürlich hat das Auswirkungen auf die Klimapolitik.
Obwohl der Artikel von Schiermeier bereits vor zwei Tagen veröffentlicht wurde, kann man bisher noch keine Reaktion feststellen.
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Es liegt in der Verantwortung der ZEIT-Online Redaktion, ob sie solche Verunglimpfungen passieren lässt oder nicht.
Zur Sache selbst.
Die Amerikaner, wie auch die Chinesen und Inder, sehen das EU System des “caps and trades” als wenig effektiv an. Die Kanadier kündigen zur Zeit ihre Auflagen durch das Kyoto-Abkommen und schließen sich der “Partnerschaft” an. Dies sind alles keine gute Vorzeichen für die Erfolgsaussichten von Frau Merkel.
Zum Ozon Loch
Interessant sind die Ausführungen Schiermeiers über die jüngsten Erkenntnisse, was das Ozon-Loch betrifft.
Schirmeier ist der Europa-Vertreter von “Nature”. “Nature” ist nun bei den Klimaschützern zusammen mit “Science” erste Adresse, was ihre Anliegen betrifft.
Wenn Schiermeier sich dem Problem in dieser Weise widmet, dann ist darin ein erhebliches Potential an wissenschaftlichem, aber nicht nur dort, Sprengstoff vorhanden.
Es bedeutet nicht mehr oder weniger, dass die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen falsch, oder zumindest nicht ausreichend sind. Was wiederum bedeutet, dass die Maßnahmen gemäss Montreal-Protokoll wissenschaftlich nicht ausreichend begründet waren.
Es wird einmal interessant sein, wie sich die Wissenschaftsredaktionen der einzelnen Publikationsorgane dazu verhalten werden. Und natürlich hat das Auswirkungen auf die Klimapolitik.
Obwohl der Artikel von Schiermeier bereits vor zwei Tagen veröffentlicht wurde, kann man bisher noch keine Reaktion feststellen.
Immer wieder erstaunlich, mit welcher Begierde sich die diversen Klimawandel- / Ozon- und sonstigen Umweltskeptiker auf jede Nachricht stürzen, die sie in der Annahme bestärkt, es sei alles in bester Ordnung. Sei's drum. Solange endlich mal wieder jemand wie Angela Merkel odert der künftige Präsident der USA, Al Gore, sich im Gegensatz zu den Nur-Lobby-Hörigen um die Probleme kümmern, könnten wir Glück haben. Wer ebenfalls Gore als Welt-Präsident haben möchte: www.algore2008.de
Es war ja nun nicht DIE ZEIT, die auf das völlige Auseinanderlaufen der Auffassungen der Klimaforscher hinwies, sondern DIE WELT mit einem Artikel von Kepplinger und Post am 25.09.07.
Da die Auffassungen bezüglich des menschlichen Einflusses auf die klimatischen Bedingungen, des OB überhaupt, des WODURCH und notwendigerweise noch des WIE EINSCHRÄNKEN völlig strittig sind, zumal keinerlei belastbare Beweise für die Vorstellungen der klimabeeinflussenden Wirkungen der Menschheit vorliegen, ist es doch sehr zweifelhaft, wie man denn das Klima schützen könne. Unbestreitbar sind bislang nur Erkenntnisse, daß das "Stadtklima" etwas vom Klima in wenig berührten Landschaften abweicht, und daß riesige Stauseen wie der vor dem Assuan-Damm lokale Klimaeinflüsse haben. Aber Klimabeeinflussung (besser: Klimate) generell? Weshalb? Sicher nicht durch den CO2-Gehalt der Luft in den Städten oder in der Umgebung von Stauseen.
Wenn Klimaschutz betrieben werden soll, ohne daß man die Ursachen für das kennt, geschweige denn verlässlich kennt, was sich verändert hat, was will man denn da machen? Vergleichbar ist das doch nur mit dem Handlungsnotstand eines Chirurgen, der einen Patienten mit Beinschmerzen betreut und nun nicht weiß, ob er dem das rechte oder das linke Bein amputieren soll, oder sollte er ihm vielleicht besser noch ein, zwei zusätzliche Beine annähen? Was tun, wenn man nicht weiß, was Ursache des vermuteten Leidens ist, nicht weiß, welches Handeln welche Folgen haben wird?
Da kann man sich eigentlich nur noch auf den naturwissenschaftlichen Sachverstand - so denn vorhanden – berufen und die Behauptungen über die eingetretenen Wetterveränderungen (welche langfristig das Klima kennzeichnen) auf Wahrheit prüfen (und von älteren Mitbürgern dabei hören: „alles schon mal da gewesen“) und versuchen, Wirkungszusammenhänge zu erkennen. Eine Klima-Wirkung des farb- und geruchslosen Gases CO2 kann dabei ausgeschlossen werden, denn soweit die veröffentlichte Fachliteratur das hergibt, sind erhebliche Schwankungen des CO2-Gehaltes der Luft für den Zeitraum seit Beginn solcher Messungen (so ab 1830) belegt; das heutige Niveau war bereits in mehreren Intervallen festgestellt worden. Und für die erdgeschichtliche Skala ist zuverlässig belegt, daß als Folge von Erwärmungen der CO2-Gehalt der Luft angestiegen ist, der CO2-Anstieg also keinesfalls die Ursache der Erwärmung gewesen sein kann.
Alle Aktivitäten bezüglich "Klimaschutz" sind auf dem heutigen Wissensstand bestenfalls lächerlich. Ob man damit nicht Schäden anrichtet, die über die Schädigung des Wohlstandes und der Entwicklungschancen der Menschheit hinausgehen, bleibt abzuwarten.
Für alle, die am menschengemachten Klimawandel zweifeln:
- Bericht von nur 2500 Wissenschaftlern für den UN Klimarat
- Königlich Britische Gesellschaft (gleich auf der ersten Seite gibt es einen Link für Klimawandelskeptiker-Dummies)
- European Space Agency
Da mögen so viele Schulabbrecher-Schlaumeier kommen wie wollen.... :-)))))
www.algore2008.de/zitate.php
Oh Gott, oh Gott, was hat sich da germans want gore einflüstern lassen? Wenn er doch wenigstens mal die Zeitungen aufschlagen würde, so z.B. die Welt vom 25.Sept. 07, in der auf S 3 die völlige Nichtübereinstimmung der Klimaforscher zahlenmäßig belegt wird. Daß die von der UNO (d.h. von unsern Steuern) bezahlten 2500 Mann, zum größten Teil Nicht-Wissenschaftler, sondern Propagandisten, einhellig der Meinung sind, die die UN zum weiteren Aufblähen ihres Apparates braucht, ist doch wohl logisch. Wer von diesen Leuten würde denn auf seinen hochdotierten, mit Luxusreisen in die entferntesten Ecken der Welt verbundenen Job in Frage stellen, nur weil er keinen dramatischen Klimawandel feststellen kann. Bis die Menschheit gemerkt hat, daß sie hier nur als Zahlmeister für die Vergnügungen gewissenloser Schmarotzer genutzt wird, sind diese Leute doch schon längst im weiter wohlfinanzierten Ruhestand. Nur Autor von germans want gore und wir alle werden dann weiter die Zeche bezahlen müssen. Übrigens, schon mal was vom Klimamanifest von Heiligenroth gehört?
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