Birma Land der 135 Völker

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von etwa 220 Dollar pro Einwohner gehört Birma zu den ärmsten Ländern der Welt. Die 54 Millionen Einwohner leben überwiegend von Landwirtschaft, die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 57 Jahre, der Anteil der Analphabeten ist hoch.

Bis 1948 war das Land Teil des britischen Kolonialreichs. Nach einer kurzen demokratischen Phase übernahm 1962 das Militär die Macht. 1988 wurde die demokratische Opposition des Landes blutig niedergeschlagen; die Wahl zwei Jahre darauf verlor das Militär, hielt sich aber an der Macht. Die Oppositionsführerin Aung San Suu wurde unter Hausarrest gestellt, ein Versuch, dem Land eine Verfassung zu geben, scheiterte und dient dem Militär seither als Rechtfertigung seiner Herrschaft.

Seit 1989 heißt Birma offiziell Myanmar, wobei der zweite Ausdruck lediglich eine andere Schreibweise desselben Wortes ist, das zugleich die größte Volksgruppe bezeichnet. 135 ethnische Gruppen teilen sich das Land, die größten sind die Birmanen (70 Prozent), die Shan (8,5 Prozent) und die Karen (6,2 Prozent). Die Amtssprache ist Birmanisch, aber die einzelnen Volksgruppen sprechen jeweils ihre eigenen Sprachen. 90 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten.

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 27.09.2007 Nr. 40
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    • Schlagworte Birma | Konflikt
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