Birma Geist gegen Gewalt
China, Philippinen, Birma: Immer wieder schlugen Asiens Despoten friedlichen Protest blutig nieder – und riskierten so ihren Untergang
Kommt die politische Macht aus den Gewehrläufen? Es ist der wohl berühmteste Satz des Vorsitzenden Mao Tse-tung, der das behauptet, und wieder scheint er sich zu bestätigen – dieser Tage in Birma, dessen Generäle ihre Truppen angewiesen haben, jeden Protest niederzumachen. Die Gewehre lieferte ihr enger Verbündeter China. Aber ist Maos lakonisch-brachiale Sentenz denn auch wahr? Oder braucht auch eine Diktatur Legitimität, um zu überleben?
Der General will ein frommer Mann sein, ein guter Buddhist. Auf Fotos, sorgfältig arrangiert wie Blumenbouquets, sieht man ihn beten. Über der Uniform trägt er eine Robe, weiß wie die Unschuld. Und die Staatsmedien singen ihr Loblied dazu: Than Shwe, der Oberste General Birmas, was für ein großmütiger Herrscher er doch ist. Seht, wie viele Klöster er und seine Armee stiften, wie viel Geld sie den Mönchen spenden. Die Armee ist euer Freund, sie wird euch beschützen, komme, was wolle. So gibt sich der General, so sieht er sein Regime. Doch die Mönche haben sich gegen ihn erhoben, die Nonnen, das Volk. Zwei Wochen lang sind sie durch die Städte marschiert und haben den Rücktritt der Soldatenkönige gefordert. Und der General? Lässt auf sie schießen. Er befiehlt seiner Armee, die Klöster zu stürmen.
Mittlerweile sind die Proteste abgeflaut. Es ist ruhig – eine gespannte Ruhe. Die Klöster wirken wie ausgestorben. Menschen verschwinden spurlos, vor allem birmanische Journalisten. Das Regime hat die Internetverbindung gekappt, ausländischen Reportern ist die Einreise verboten. Die Welt soll nicht zusehen, falls die Armee nochmals auf das eigene Volk schießen sollte.
Die Gerüchteküche brodelt. In Macao sollen birmanische Generäle gesehen worden sein, die sich heimlich mit ihrer Familie abgesetzt hätten. Auch in der laotischen Hauptstadt Vientiane glaubt man Angehörige des Obersten Generals Than Shwe erkannt zu haben. Keiner kann sagen, was Wahrheit ist und was nur ein Gerücht. Keiner weiß, wie es weitergeht. Sind die Proteste zu Ende? Kann der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari die Generäle zur Einsicht bewegen? Oder wird es wieder Schüsse geben, gar ein Blutbad wie 1988?
Nonnen beteten den Rosenkranz gegen den Tyrannen
Geist gegen Gewalt. Es ist ein alter Kampf, immer wieder ausgetragen, überall in Asien. Auf den katholischen Philippinnen demonstrierten 1986 Nonnen, Pfarrer, die ganze katholische Gemeinschaft gegen den Diktator Ferdinand Marcos. Tag für Tag druckte die größte Oppositionszeitung das Lied ab, das die Bewegung sang, im ganzen Land: Onward, Christian soldiers, marching as to war. Die Nonnen beteten den Rosenkranz gegen den Tyrannen, die Pfarrer predigten gegen ihn. Opposition wurde zur religiösen Erweckungsbewegung.
Im konfuzianisch geprägten China besetzten Studenten 1989 den Tiananmen-Platz im Herzen Pekings, viele Wochen lang sangen sie, schimpften, hungerten. Sie knieten vor der Halle des Großen Volkes, eine Papierrolle in den Händen, auf dass die Führer herauskämen und ihre Bitten entgegennähmen. Doch niemand kam. Die Welt staunte über die Bilder des Studenten, der sich ganz allein einer Kolonne von Panzern entgegenstellte. Wichen die Panzer ihm aus, tat der Student einen Schritt zur Seite, ihnen wieder in den Weg tretend. Es sah aus wie ein Spiel, doch das war es nicht.
Geist gegen Panzer, ein ungleicher Kampf. Auf der einen Seite Mönche, Nonnen und das birmanische Volk, auf der anderen Seite schwer bewaffnete Soldaten. Die Waffen der Mönche sind kläglich. Was haben sie schon? Ihre safranroten Roben, ihre Bettelschalen, ein paar ärmliche Habseligkeiten. Eigentlich nichts. Und gleichzeitig alles. Denn die geistigen Waffen der Mönche sind scharf. Das Volk vertraut ihnen, es liebt sie. Es hört zu, wenn die Mönche sagen: Dieser Herrscher hat seine Glaubwürdigkeit verspielt. Ein Pfeil, fein, aber giftgetränkt.
Die Waffen der Generäle sind mächtig. Panzer, Gewehre, Wasserwerfer. Leicht könnten sie den Protest niederwerfen. Doch löste das ihre Probleme? Die Generäle sind gefürchtet – und verhasst. Wen von ihnen sollte das Volk auch lieben? Die Generalität hat sich gegen den Personenkult entschieden, er könnte die Armee spalten und zum Putsch führen. Das Heer soll als Ganzes geehrt werden, so die Tradition. Aber wie soll das funktionieren, wo es doch 1988 auf das eigene Volk schoss? Und selbst wenn sich die Führung zu einer Personalisierung der Macht entschließen sollte, wen sollte sie dem Volk präsentieren?
Than Shwe etwa? Jenen General, der erst bei der Post arbeitete, um sich dann in der Armee hochzudienen? Jenen Oberbefehlshaber, der sich – alt, krank, menschenscheu – eine neue Hauptstadt im Dschungel bauen ließ, weil er einen Angriff fürchtete und sein Astrologe ihm andernfalls eine Katastrophe voraussagte? Unwahrscheinlich, dass ihm die Herzen zufliegen könnten.
Geist gegen Gewalt, der Kampf scheint bereits entschieden. Ist es so einfach? Kommt die Macht wieder einmal aus den Gewehrläufen? Oder ist es schwieriger und langwieriger? Braucht sogar eine Diktatur Legitimität, um sich behaupten zu können? Die Generäle haben es lernen müssen. Im Jahr 1962 putschte sich General Ne Win in Birma an die Macht. Als Shu Maung (»Augapfel«) in eine chinesischstämmige Familie geboren, brach er sein Studium ab, verdingte sich wie sein Nachfolger Than Shwe bei der Post, um sich dann bis zum höchsten Posten der Armee hochzuarbeiten. Der passte nun zu seinem Kriegsnamen Ne Win: »Strahlend wie die Sonne«.
Der General verfolgte ein Programm, das sich einer Mischung von sozialistischen, buddhistischen und nationalistischen Idealen verschrieb. Und nahm gleichzeitig den Mönchen viele Privilegien. Die waren empört. Mit ihnen hatten schon Birmas Könige zu rechnen gehabt. Es war ein politisches Spiel auf Gegenseitigkeit. Der König stiftete Klöster und hob verdiente Mönche auf lukrative Beamtenposten. Die Mönche ihrerseits verliehen dem Herrscher Legitimität. Sie wachten darüber, ob er ein guter buddhistischer Herrscher war, und das wollte jeder von ihnen sein. Oder zumindest so erscheinen. Denn ihr Staat, so sehen es die Birmanen, entstand mit der Ankunft des Buddhismus. Keine politische Kraft könnte darauf verzichten, sich buddhistischen Idealen zu verschreiben oder zumindest so zu tun.
Die Mönche drängten den König, harte Strafen aufzuheben. Manchmal wurden sie militant in ihrer Menschenliebe. Im 17. Jahrhundert sollen sie den Justizminister so lange mit Stöcken verfolgt haben, bis er die Flucht ergriff und die Mönche einen zum Tode Verurteilten befreien konnten. Manchem Herrscher war der Einfluss der Mönche nicht geheuer. König Alaunghpaya soll im 18. Jahrhundert seinen Elefanten 3000 widerspenstige Mönche vorgeworfen haben, auf dass sie sie in Grund und Boden trampelten. Die meisten Könige aber suchten die Freundschaft der Mönche. Nur wer sich mit ihnen gut stellte, konnte auf ihre Unterstützung zählen.
Ne Win dachte gar nicht daran. Er glaubte, nicht auf sie angewiesen zu sein. Die Armee stützte ihre Legitimität auf den großen Helden General Aung San, der sie gegründet und den Birmanen die Unabhängigkeit gebracht hatte, wenn auch nicht mit Waffengewalt, sondern in zivilen Verhandlungen. Egal – die Armee feierte sich als Befreier der Nation vom Joch des Kolonialismus. Die Mönche stellten Ne Wins Regime von Anfang an infrage.
Und der General rächte sich dafür. Hunderte von ihnen ließ er verhaften, manche foltern. Ne Win trennte nicht nur den Staat vom Buddhismus, er verbot auch oppositionelle Parteien. Und schuf damit selbst die Allianz, die ihn beinahe zu Fall bringen sollte: Mönche und Studenten verbündeten sich gegen ihn. Ne Win hatte ein reiches Land übernommen und es in 26-jähriger Regierungszeit in die Armut geführt. Schon lange kauften die Menschen nur noch auf dem Schwarzmarkt.
Ne Win reagierte radikal. Am 5. September 1987 ließ er die Banknoten von 25, 35 und 75 Kyat entwerten – ersatzlos. Mit einem Schlag verlor die Bevölkerung 60 bis 80 Prozent ihres Vermögens. Der Diktator führte neue Geldscheine im Wert von 45 und 90 Kyat ein. Eigenartige Werte? Nicht für Ne Win. Wie sein Nachfolger Than Shwe glaubte auch er an die Wahrsagerei. Die Neun war seine Glückszahl, und so schuf er zwei Geldscheine, die sich durch neun teilen ließen. Durch diese Rochade, davon war Ne Win überzeugt, würde er 90 Jahre alt werden. Ne Win ist nicht der Einzige, der an Numerologie glaubt. Auch die Opposition tut das. Viele Oppositionelle versuchten, die böse Magie der Neun mit der guten Magie der Acht auszutreiben.
Zehntausende gingen auf die Straße und forderten Demokratie, an der Spitze Studenten und Mönche. Aung San Suu Kyi gründete die National League for Democracy (NLD), die Demonstrationen wurden zur Volksbewegung. Bis die Soldaten schossen. Am 8. August 1988 kam es zum Blutbad. 3000 Studenten soll die Armee erschossen haben, manche Quellen sprechen von 600 toten Mönchen. Menschen wurden verschleppt, Klöster gestürmt, viele Mönche verhaftet. Und doch ließen sich die Generäle überraschenderweise auf Drängen der Mönche auf Wahlen ein, im Mai 1990. Sie wurden böse überrascht.
Überall meinten die Gläubigen weinende Buddhastatuen zu sehen
Aung San Suu Kyis NLD holte 65 Prozent der Stimmen. Die Generäle dachten gar nicht daran, die Wahl anzuerkennen. Ein Verstoß gegen den Willen Buddhas, glaubten die Menschen. Im ganzen Land meinten die Gläubigen weinende Buddhastatuen zu sehen. Andere behaupteten, den Statuen sei die linke Brust geschwollen. Das Signal war klar: Die nächste Führerin sollte eine Frau sein – Aung San Suu Kyi.
Die Generäle weigerten sich beharrlich, die erste Parlamentssitzung einzuberufen – die Mönche griffen zum letzten Mittel. Sie riefen zum ersten großen Klösterboykott in der Geschichte des Landes auf. 7000 Mönche in Mandalay drehten ihre Almosenschalen um. Fortan wollten sie keine Spenden der Mächtigen mehr annehmen. Sollten sie doch sehen, wie sie weiterkämen im nächsten Leben. Denn ohne Almosen schwindet die Hoffnung auf eine bessere Wiedergeburt. Die Generäle ließen Mönche aus Thailand kommen. Wieder schlugen sie die Proteste mit aller Gewalt nieder. Die gewählte Regierung flüchtete ins Exil, Aung San Suu Kyi wurde unter Hausarrest gestellt. Die alte Gewalt, die alte Willkür. Und doch änderte sich etwas.
Die Generäle spürten den Verlust der Legitimität. Alles, worauf sie ihre Herrschaft gegründet hatten, war verloren. Ihren Helden Aung San hatte ihnen dessen Tochter Aung San Suu Kyi entwunden. Nun sprach sie in seinem Namen, als Aushängeschild der Junta hatte er ausgedient. Und auch die Mönche hatten sich von den Militärs abgewandt. Die Generäle reagierten mit der Säuberung ihres Gründungsmythos. Sie tilgten Aung San aus ihren Reden, ihrem kollektiven Gedächtnis. Nun schmeicheln sie den Mönchen, nun huldigen Zeitungen und Fernsehen dem Buddhismus und können nicht oft genug die buddhistische Güte des Regimes loben. Damit ist es nicht weit her. Die Junta wirtschaftet vor allem in die eigene Tasche. Alle lukrativen Rohstoff- und Devisengeschäfte fließen durch Armeefirmen. Die Moderne wird für die meisten Birmanen zur voyeuristischen Erfahrung. Manche fahren in den Kaufhäusern den ganzen Tag im Aufzug auf und ab, um all die schönen Dinge zu sehen, die sie sich selbst nie leisten könnten.
Die Generäle haben den Buddhismus gekapert. Sie selbst wollen bestimmen, was buddhistisch ist und was nicht. Mönche, die sich gegen sie stellen, sind »falsche« Mönche, Betrüger. Die Junta missbraucht das buddhistische Vokabular für die absurdesten Zwecke. Selbst die weitverbreitete Zwangsarbeit soll damit gerechtfertigt werden. »Freiwillige Dienste sind eine tief verwurzelte birmanische Tradition. Man muss nur in die Gesichter derer schauen, die dort arbeiten, um zu sehen, wie glücklich die Menschen sind«, schwärmt eine Regierungspublikation. Auch politische Opposition ist in den Augen der Generäle unbuddhistisch. Birmas Machthaber konnten noch nie viel mit der Idee einer Opposition anfangen. Als 1874 König Mindon hörte, dass die Partei des britischen Premiers Gladstone die Wahl verloren hatte, sagte er: »Dann ist der arme Ga-la-sa-tong (Gladstone) wohl im Gefängnis. Es tut mir leid für ihn. Ich glaube, er war kein schlechter Kerl.« Auf den Gedanken, dass es eine legale Opposition geben könnte, kam er gar nicht erst. Auch der Militärjunta scheint er fern zu sein.
Um die Religion zu dressieren, haben die Generäle das religiöse in ein kulturelles Revival eingebettet. Und Kultur ist, was der Junta genehm ist. Menschenrechte gehören für sie nicht zum birmanischen Erbe. Sie stehen damit nicht allein. Meist, wenn Machthaber der Region »asiatische Werte« preisen, meinen sie die Unterwürfigkeit des Volkes und den Triumph der Diktatur. Die Generäle wollen den Buddhismus zähmen. Sie haben der Kultur einen Zoo gebaut, und nun soll auch die Religion einen Käfig darin beziehen. Doch das funktioniert nicht. Für große Teile des Volkes sind die Mönche und Aung San Suu Kyi die wahren Buddhisten. Da hilft es auch nichts, wenn die Generäle die Nobelpreisträgerin als Marionette fremder Mächte geißeln und zum Beweis ihrer Verdorbenheit den Inhalt eines Pakets präsentieren, das ihr inzwischen verstorbener britischer Mann ihr geschickt hatte: einen Lippenstift und ein Jane-Fonda-Trainingsvideo.
Die Generäle haben keine Legitimität mehr, sie haben nur noch Macht
In ihrem Kampf um verlorene Legitimität versuchen die Diktatoren, ihren populären Gegnern ihrerseits die Glaubwürdigkeit zu nehmen. Den Mönchen, Pfarrern, Studenten. Als sich in China 1989 die Studenten gegen die Führung stellten, setzte diese alles daran, den Protest zu kriminalisieren. Er sollte keine legitime Bewegung sein wie jene legendäre vom 4. Mai 1919, als Studenten gegen die imperialistischen Mächte aufstanden – die Studenten von einst gelten noch heute als Helden, denn die Bewegung vom 4. Mai brachte dem Land die kulturelle und politische Erneuerung.
Im Jahre 1989 versuchte die Führung diese Assoziationen auszulöschen, indem sie die Proteste als »Aufruhr« verurteilte und damit Erinnerungen an die gefürchtete Kulturrevolution weckte. Chaos statt legitimer Forderungen. Es ist ihr nicht geglückt, die Bewegung von 1989 aus dem politischen Gedächtnis zu löschen. Immerhin konnte sie durch das Wirtschaftswachstum Legitimität zurückgewinnen. Halte den Mund, Volk, und werde reich, zumindest ein wenig wohlhabender als vorher. In Birma ist der Führung nichts dergleichen gelungen. Sie konnte weder die Niederschlagung der Proteste von 1988 rechtfertigen noch durch Wirtschaftswachstum neue Legitimität gewinnen. Sie zog sich eine buddhistische Robe über, was ihr keiner so recht abnimmt. Die Generäle haben keine Legitimität mehr, sie haben nur noch Macht. Wie lange werden sie sich halten können?
»Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.« Mao Tse-tung sagte das 1936, kurz nachdem er, erschöpft vom Langen Marsch, mit seinen Genossen das schützende Lager von Yanan erreichte. Die gegnerische Kuomintang war demnach mächtiger, sie hatte mehr Gewehre als er. Der Roten Armee aber eilte ihr Ruf voraus. Wie anders trat sie doch auf als jene Horden von raubenden, brandschatzenden Söldnern, die die Menschen bis dahin kannten. Die Kommunisten zahlten für jedes Huhn und jede Schale Reis. Und sie sprachen von Gerechtigkeit. Bauern eilten den Marschierenden entgegen, um zu fragen, ob der »Herr Sowjet« nicht auch ihren Weiler befreien könne. Hätte Mao recht gehabt, er hätte wohl nie gesiegt.
- Datum 03.10.2007 - 02:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 04.10.2007 Nr. 41
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Das Volk als Garant des Staates ist die eigentliche Legitimierung jeder Regierung, es hat die Wahl, ob es sich unterdrücken und ausbeuten lassen oder für demokratische Strukturen eintreten will - Beispiele: Die Massenproteste gegen die DDR-Führung 1989, die zu deren Sturz führte oder die "Orangene Revolution" in der Ukraine 2004.
Jedoch erfordert dieser ziviler Ungehorsam, das Eintreten für einen Rechtsstaat, der dem Bürger Grund-, d.h. Menschenrechte gewährleistet, die bewußte Inkaufnahme des Risikos, für diese Ideale mit dem Leben zu bezahlen, möglicherweise lange Zeit währenden Repressionen und sonstigen Gegenmaßnahmen des Regimes ausgesetzt zu sein, wie das Beispiel der seit beinahe 18 Jahren unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zeigt. Jeder, der in einem der (global gesehen) äußerst seltenen demokratischen Rechtsstaaten geboren wurde, sollte sich die Frage stellen, ob er bereit wäre, einen solchen mutigen Aufstand des "zivilen Ungehorsams" für die eigenen Rechte und gegen staatliche Willkürherrschaft zu wagen, wie die Bürger von Birma in den vergangenen zwei Wochen.
Ich wünsche dem birmanischen Volk, daß es den Widerstand gegen sein es beherrschendes, unterdrückendes Diktaturregime schafft beizubehalten; nicht aufzugeben für den Kampf um bessere Lebensbedingungen und Grundrechte, die jedem Menschen zustehen.
Da das Regime in Burma vollkommen von China abhaengig ist und gestuetzt wird, waere der Boykott der Olympischen Spiele eine wohl angemessene Antwort. Was koennen wir sonst tun?
Freunde von mir in Asien arbeiten gerade an den ersten
Boykott Aufrufen. Gibt es solche Ueberlegungen auch schon in Deutschland?
"Gibt es solche Ueberlegungen auch schon in Deutschland?"
Nun ich kann mir nicht vorstellen, dass die deutsche Wirtschaft, die bekanntlich das politische Leben der Bundesrepublik unter Kontrolle hat (durch die unglaubliche Korruption der Politischen Klasse mit den gut dotierten Posten in den Aufsichtsräten) die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Reich der Mitte auf Spiel zu setzen erlaubt.
Business as usuall. Wishi washi, Menschenrechte hin, Menschenrechte her, und es passiert nichts, was Deutschland wirtschaftlich schäden könnte.
Da werden sich ein Paar User in Foren aufregen und Ihre Dampf ablassen. Das war´s.
Und die liebe Claudia Roth wird vielleicht noch mal bei Anne Will heulen, damit der Bundesbürger wider mal ein schlechtes Gewissen hat und vielleicht doch die Grüne wählt (als Verteidiger der Menschenrechte).
"Gibt es solche Ueberlegungen auch schon in Deutschland?"
Nun ich kann mir nicht vorstellen, dass die deutsche Wirtschaft, die bekanntlich das politische Leben der Bundesrepublik unter Kontrolle hat (durch die unglaubliche Korruption der Politischen Klasse mit den gut dotierten Posten in den Aufsichtsräten) die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Reich der Mitte auf Spiel zu setzen erlaubt.
Business as usuall. Wishi washi, Menschenrechte hin, Menschenrechte her, und es passiert nichts, was Deutschland wirtschaftlich schäden könnte.
Da werden sich ein Paar User in Foren aufregen und Ihre Dampf ablassen. Das war´s.
Und die liebe Claudia Roth wird vielleicht noch mal bei Anne Will heulen, damit der Bundesbürger wider mal ein schlechtes Gewissen hat und vielleicht doch die Grüne wählt (als Verteidiger der Menschenrechte).
"Gibt es solche Ueberlegungen auch schon in Deutschland?"
Nun ich kann mir nicht vorstellen, dass die deutsche Wirtschaft, die bekanntlich das politische Leben der Bundesrepublik unter Kontrolle hat (durch die unglaubliche Korruption der Politischen Klasse mit den gut dotierten Posten in den Aufsichtsräten) die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Reich der Mitte auf Spiel zu setzen erlaubt.
Business as usuall. Wishi washi, Menschenrechte hin, Menschenrechte her, und es passiert nichts, was Deutschland wirtschaftlich schäden könnte.
Da werden sich ein Paar User in Foren aufregen und Ihre Dampf ablassen. Das war´s.
Und die liebe Claudia Roth wird vielleicht noch mal bei Anne Will heulen, damit der Bundesbürger wider mal ein schlechtes Gewissen hat und vielleicht doch die Grüne wählt (als Verteidiger der Menschenrechte).
Ich fürchte, dass sie keine Legitimität mehr haben, können die Generäle in Birma nicht erkennen. Ihre Macht ist ihnen Legitimität genug. Schließlich kann man als General an der Macht ganz hervorragend für Frau und Kinder sorgen und ansonsten tun, was getan werden muss. Wenn einen das Volk nicht versteht, ist es selber Schuld daran.
Das Schlimme an Machthabern aller Art ist ja gerade ihre Unfähigkeit, sich das eventuelle Fehlen von Legitimität einzugestehen. Zu groß wäre die Schuld, die sie abzutragen hätten, täten sie es doch.
Wenn man davon ausgeht, dass 70% der Einwohner unserer Bananenrepublik gegen ihre eigentlichen Interessen wählen und sich blenden lassen, befürchte ich, dass die Idee des Boykotts der Olympischen Sommerspiele in Bejing in Deutschland nur wenig fruchten wird, so berechtigt auch das Anliegen ist - leider.
Nur wenige wissen, dass das birmanesische Regime ein von China unterstütztes "Marionettenregime ist". Ohne China wäre es schon längst zerbrochen. Wenn die birmanesische Armut sich fortsetzt, fällt kaum die "Infiltration" durch Chinesen auf. Bei einem Anteil von 20% an der birmanesischen Bevölkerung wird Birma dann den Weg Tibets gehen. Schließlich ist Birma die Landverbindung zum Indischen Ozean. Ein Schelm, wer böses denkt.
Erlauben Sie mir eine Frage: China beansprucht seit langem offiziell die Nordprovinz Birmas als Teil Chinas für sich. Warum ist China hier ruhig, bei Taiwan wird ja auch heftigst mit den Säbeln gerasselt? Könnten Sie sich die Frage bitte beantworten! Für mich ist die Sache klar. Warum sich stressen und sich um nur eine Provinz zanken, das ist ineffektiv. Birma ist schwach, also ran an den Speck, der indische Ozean winkt! Ganz Birma sich einverleiben, das ist ein schöner schleichender Prozess.
China ist nicht weniger imperial (siehew Merkel-Zurechtweisung) als die USA; doch der imperiale Stil ist mentalitätsbedingt etwas anders, indirekter, vielleicht auch schlauer, mehr auch nicht. Man wird sehen ...
Lassen Sie mich mit dem höchst politischen Aufruf schließen: "Freiheit für Tibet. Boykott den olympischen Spielen in Bejing." Die Olympischen Spiele in Bejing sind es wirklich wert, boykottiert zu werden!
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