Tourismus: Willkommen in der Diktatur
Nicht nur in Birma verachtet die Regierung die Menschenrechte. Warum reisen wir so gern in undemokratische Länder?
Wo bleibt der Eklat? Immerhin haben die Reiseprospekte das Blaue vom Himmel versprochen. Birma, »ein tief religiöses, buddhistisches Land«, »eines der letzten und liebenswertesten Geheimnisse«, »eine weitgehend unberührte Welt«, wo sich »auf wunderbare Weise ein traditionsreiches Stück Asien erhalten hat«. Und nun das. Aber die Empörung wäre geheuchelt. Jeder, der sich für diesen Teil der Welt interessiert, wusste, dass der Vielvölkerstaat zwischen Thailand, Indien und China seit 45 Jahren von einer brutalen Militärdiktatur beherrscht wird und die entmachtete Opposition zum touristischen Boykott aufruft. Es fragt sich also, warum Touristen ihren Urlaub in einem Land verbringen, aus dem viele Einheimische am liebsten flöhen. Und warum die Reisebranche sie darin bestärkt.
Birma betrat die Welt der Hochglanzprospekte um 1996, als die Militärregierung nach Jahren der Isolation zum Besuch des Landes aufrief. Immer mehr Urlauber folgten der Einladung, zuletzt über 264000 im Jahr, davon 18000 aus Deutschland. Viele konnten Gutes berichten. Bequeme Einreise mit dem Billigflieger aus Bangkok nach Rangun. Hilfsbereite Behörden. Keine Militärpräsenz auf den Straßen, kein größenwahnsinniger Despot, der das Land mit seinem Konterfei pflastert. Dafür prächtige Pagoden, Klöster und Kolonialbauten ohne die üblichen knipsenden Massen.
Freilich war der Diktatur nicht an einer Öffnung gelegen, sondern nur an Devisen. Für Menschenrechtsorganisationen war klar, wie die touristischen Einrichtungen so schnell entstanden waren: durch Zwangsumsiedlungen und Zwangsarbeit. Seitdem wurde gehadert: Soll man da hin? Ja, weil es die Privatwirtschaft stärkt und kulturellen Austausch ermöglicht. Nein, weil vor allem das Regime abkassiert, das sich durch die Zusammenarbeit mit westlichen Reiseunternehmen den Anschein der Rechtmäßigkeit gibt. Unterdessen folgten die Veranstalter dem Credo, dass man Reisende nicht aufhalten soll. Ob Neckermann oder Studiosus, fast alle stiegen ein. (Auch der Zeitverlag bietet eine Leserreise an.) Südostasien war im Kommen. Vietnam hatte es binnen weniger Jahre vom Geheimtipp unter Rucksacktouristen zum Massenreiseziel gebracht. Selbst das geschundene Kambodscha entwickelte sich gut. Warum also nicht auch Birma?
Man kann die Debatte beim aktuellen Stand wieder aufnehmen. Vielleicht sind einige der Gewehre, die jetzt Birmanen töten, von unserem Urlaubsgeld bezahlt. Vielleicht ist es aber auch so, dass wir das Unrecht dort nur bemerken, weil die Reisebranche unser Interesse geweckt hat. Der Wahrheit am nächsten kommt wohl die Antwort, die uns am wenigsten gefällt: Es macht politisch keinen Unterschied, ob wir hinfahren oder nicht. Kundenboykotte sind eine stumpfe Waffe, im Fremdenverkehr erst recht. Nur ein einziges Mal, bei der Abschaffung der Apartheid in Südafrika, haben sie etwas bewirkt. Aber die birmanische Junta, die nur wenige Prozent ihrer Einkünfte aus dem Tourismus nimmt und auf ihren Ruf nichts gibt, ist auf diese Art nicht unter Druck zu setzen.
Nun gut, könnte man sagen: Birma ist der tourismusethische Extremfall, eine gastfreundliche Diktatur. Interessant für Gedankenspiele, aber zahlenmäßig ohne Bedeutung. Doch auch in anderen Ländern sind wir die Zuschauer, obwohl das, was hinter der Bühne gespielt wird, alles andere als schön ist. Einige der beliebtesten Fernreiseziele der westlichen Welt pfeifen auf westliche Werte.
Da gibt es zum Beispiel die Strand- und Safari-Diktaturen, deren trauriger Alltag nicht weiter auffällt, weil der Urlauber Einheimische nur als lächelnde Bedienstete trifft. Gern plappern da selbst Reisejournalisten nach, die Malediven seien demokratisch; und niemand wundert sich, warum der Präsident seit bald dreißig Jahren jede Wahl mit überwältigender Mehrheit gewinnt.
Dann die verbliebenen kommunistischen Regime wie Vietnam oder Kuba. Uns machen sie keine Angst mehr. Manchen ihrer Bürger schon.
Auch Wohlstand löst nicht alle Probleme. In den Vereinigten Arabischen Emiraten lebt ein Großteil der Bevölkerung als Gastarbeiter nahezu rechtlos. Singapur verdankt seine Ordnung drakonischen Gesetzen aus der Kolonialzeit, Schläge inbegriffen. Touristen kaufen T-Shirts mit einer Auflistung der absurd hohen Strafen. Für die, die unter ihnen leben, ist es weniger lustig.
Manche Reiseländer sind instabil. Auf Sri Lanka herrscht seit Langem Bürgerkrieg. Thailand ist seit dem Staatsstreich vor einem Jahr im verfassungsrechtlichen Chaos. Im Süden des Landes kämpft das Militär gegen rebellierende Muslime.
All das ist wohlbekannt. Man weiß auch, welche Menschenrechtsverletzungen Angela Merkel China und Russland ankreidet und warum die Türkei so bald nicht in die EU kommt. Trotzdem fahren wir gern hin. Auch schlechte Herrscher können gute Gastgeber sein.
Das weckt einen bösen Verdacht. Arrangieren sich Tourismus und Diktatur bloß miteinander, oder sind sie stille Komplizen? Denn so zynisch es klingt, der autoritäre Staat hat dem Urlauber vieles zu bieten.
Erstens: Er hält die Preise niedrig. Freiwillig, indem er seine Bevölkerung ausbeutet. Oft auch unfreiwillig dadurch, dass er auf den Devisenmärkten nicht mithalten kann. Schwache Währung heißt nun mal: hohe Kaufkraft für den Besucher.
Zweitens können autoritäre Staaten Urlaubern ein Gefühl der Sicherheit geben, weil die Polizei üblicherweise sehr stark ist und vermeintlich »asoziale Elemente« hart angefasst werden, auch wenn sie noch gar nichts getan haben. Wenn etwa Ägypten trotz der Anschläge auf Ferienanlagen als sicheres Reiseland gilt, dann gewiss auch wegen der Notstandsgesetze, die seit einem Vierteljahrhundert in Kraft sind.
Drittens kommt der Geschmack vieler Diktatoren – Prachtbauten, Feste, schöne Fassaden – dem touristischen Blick entgegen. Und Sehenswürdigkeiten entstehen nun mal gerade da, wo das Wohlstandsgefälle am größten ist.
Viertens werden viele Regimes durch schieres Unterlassen denkmalpflegerisch tätig. Sie bewahren das Alte (weil für Neues das Geld fehlt) und das Landestypische (weil die Bevölkerung von der internationalen Entwicklung abgeschottet wird). So kommen die beliebten Oldtimer nach Havanna. Und nichts anderes ist auch gemeint, wenn es in den Prospekten um das »unberührte«, »ursprüngliche« Birma geht.
Gerade Kulturreisende sind empfänglich für den Reiz des Autoritären. Es ist aufregend, Orte zu erkunden, wo es noch kein Starbucks gibt. Wo die Kinder einen anstarren wie einen Marsmenschen. Reich zu sein. Die Lebenskunst der Einheimischen zu bewundern. Sich auszumalen, wie es auch bei uns einmal aussah – vor der Industrialisierung. Über das Imponiergehabe der Staatsmacht zu lachen. Man ist ja nur bei ihr zu Gast und bald wieder glücklich daheim.
Ist das verwerflich? Nein, das ist reisen. Das Fremde suchen. Schönes erleben, das man nicht festhalten, und Schlimmes, das man nicht ändern kann. Neu ist nur, dass die Weltreisenden unserer Tage kaum mehr fürchten müssen, das Schicksal der Einheimischen zu teilen. Denn einer Sache nützt der Tourismus in Diktaturen doch: dem nachfolgenden Tourismus. Er befestigt die Korridore, auf denen wir uns relativ sicher bewegen. Selbst dort, wo scheinbar wahllos geschossen wird, gerät kaum je ein Tourist zwischen die Fronten. Auch die Soldaten in Birma, die außer vielen ihrer Landsleute nun wohl auch einen japanischen Pressefotografen auf dem Gewissen haben, sind offenbar auf das Wohl ihrer Urlauber bedacht. Versuchen wir, darin einen Fortschritt zu sehen.






die art, wie der artikel geschrieben ist, ist extremst provokativ. ich finde ihn gut, weil man zum nachdenken angeregt wird und jeder sich überlegen sollte, ob er nicht wirklich einer dieser grausamen einstellungen selber vertritt. ist dies der fall, sollte man sofort damit aufhören, ausserhalb vom "westen" zu reisen.
persönlich bin ich ("westen" ausgenommen) mehrere monate 'independent' in südost- und ostasien, ostafrika und südamerika gereist.
mit der sicht, die in diesem artikel vertreten wird, kann ich mich nicht identifizieren. einige sachen stimmen einfach nicht. "zweitens" finde ich lächerlich. gefühl der sicherheit? bei organisierten touren vielleicht? vom flughafen abgeholt werden, nie mit einheimischen in kontakt kommen ausser mit dem hotelpersonal, ständig mit führer unterwegs, immer in mitten von touristenmassen, die die gleiche tour gebucht haben.. für alle, die nicht solche touren buchen, ist ein 'gefühl der sicherheit' mit sicherheit nicht gegeben. "drittens" trifft nach meiner erfahrung nicht zu. "Prachtbauten, Feste, schöne Fassaden".. ?! wo waren denn sie???! das meiste aus der nachkolonialen zeit ist hässlich. nur weil die kp china für die olympia schöne prachtbauten erstellt, lässt sich das noch lange nicht auf übrige autoritäre staaten verallgemeinern.
der traurige alltag in "Strand- und Safari-Diktaturen" ist vor allem bei denen der fall, die in den slums wohnen und nicht genug mittel für die ernährung ihrer familie(n) aufbringen können. auch bei denen muss das nicht zwingend der fall sein. der koch einer meiner safaris hat mich anschliessend zu sich nach hause genommen in die slums von nairobi. darauf sind wir aufs land (1.5h bus, 1h wanderung) zu seiner frau und seiner tochter. die menschen haben wenig, sie schätzen aber das wirklich wichtige im leben (familie, liebe, den moment usw.).
der artikel ist nicht schlecht. einfach eine super grundlage für eine diskussion. der (typisch) deutsche pessimismus, der hier durchdringt, ist aber auf jeden fall ganz ganz hässlich.
"Dieser Wohlstand ist Wohlstand der besteht, weil vor 60 Jahren die US-Amerikanische Regierung das ganze etwas anders gesehen hat als sie. Hätten Menschen wie SIE die Verantwortung getragen, würden noch heute Menschen vergasst werden, auf deutschem Boden. Gratulation !"
Nein, hat sie nicht - ich erzeuge, wenn überhaupt, nur sehr wenig Unterdrückung (als Konsument vielleicht etwas). Es sind meist Regierungen und grosse Firmen, die diese Regime stützen - und breite Bevölkerungen, die wiederum diese Staaten stützen und diese Firmen bei uns.
Wissen sie was: ich bin für den Afganistaneinsatz samt Tornatoflieger und ich bin dafür, dass die Militärpräsens z. B. im Irak nicht nur weiter besteht, sondern masssiv verstärkt wird.
Für die Befreiung Europas von den Nazis sind TÄGLICH Tausende gestorben. Wieviel meinen sie denn, was nur die Landung in der Normandie an Menschenleben pro Stunde gekostet hat? Was meinen sie denn, wieviele Kinder und unschuldige Frauen durch die Luftangriffe der Allierten verreckten im wahsten Sinne des Wortes?
Die Allierten konnte Nazi-Deutschland und das damalige Japan schlagen, weil die Allierten bereit waren den Preis dafür zu zahlen - den Preis, der nicht nur aus Geld besteht, sondern aus Menschenleben, auch das von Unschuldigen.
Der Irak wird an ein islamistisches Regime gehen genauso wie Afganistan, wenn es nach einen guten Teil der Deutschen geht, weil wir nicht mehr bereit sind, den Preis dafür zu zahlen - und der besteht in Leichensäcken, in Bildern verstümmelter Kinderleichen, in vertuschten Unrechtstaten usw....
Wir sind auch nicht bereit auf die Touristenreise zu verzichten, wenn sie ein Unrechtsregime oder eine Regierungssystem unterstützt, welches wir von unseren Werten her ablehnen.
Hilfe für Burma besteht nicht in Forumsgerausche, sondern dadrinnen, dass sie z. B. nicht mehr in ein Land fahren, dass irgendwie seine Menschen unterdrückt. Sie tun das sowieso - nun, sie vielleicht, ein ausreichend grosser Teil tut das nicht.
Und das betrifft sehr viele Bereiche nunmal - wir in Deutschland leben sehr vom Export.
Die Frage also besteht darin, welche Opfer sind wir bereit zu leisten bzw. zu zahlen.
Und wie bringen wir unsere "Mitbewerber" dazu, dieselben Preise zu zahlen - denn was nutzt es, wenn wir z. B. aufhören ein Unrecht zu unterstützen und der Nachbar dafür sieht das als Chance an umsomehr noch zuzulangen? Burma wird nicht von der UNO verurteilt wegen dem Veto Chinas - und China hat einen grossen Rohstoffhunger. Das Burmesische Regime weis genau, wer es verhindert, dass sie sanktioniert werden.
Nein, ich stecke niemanden in Gaskammern - aber ich unterstütze auch niemanden, der andere hineinstecken mag. Und ich unterstütze ihn vor allem auch nicht dadurch, dass man so über alles mal reden kann (~ "moderate Talibans" findet) und an ja keiner Kinderleiche Schuld sein mag.
Mir geht das Betroffenheitsgeheule der Medien auf die Nerven - vorallem deshalb, weil eben niemand Konsequenzen bereit ist dabei zu tragen. Mein verbales "Nein" nützt nichts, wenn da nicht mehr raus kommt. Kann da was rauskommen? - nun: versuchen sie doch mal Reiseunternehmen, die Reisen anbieten in Ländern, die gegen die Menschnerechte verstossen, gerichtlich zu belangen - und dann wissen sie genau, wieweit der Widerstand gegen das Regime in Burma in Deutschland geht.
Oder wie wäre es damit, dass Sie entsprechende Gesetze erstmal politisch durchsetzen - wir haben doch so gute Parteien - vielleicht helfen ihnen ja die Grünen oder die SPD - oder wie wäre es mit der CDU/CSU oder FDP? So ein Gesetz, dass es unter Strafe stellt, wenn eine Firma mit irgendeinem Land handel treibt, welches gegen die Menschenrechte verstößt.
Ich befürchte, dass sie dann merken werden, dass in die Richtung gar nichts geht außer hohle Gesten.
Na los, verklagen sie TUI & Co. wegen bewusster Unterstützung von Mordregimen :P.
Und vor sie mich weiter als einen Nazi-Unterstützer indirekt titulieren: ich sage nur, wie ich es sehe - tun tun es andere. Und ein Teil der Wahrheit ist es nunmal das wir davon Leben, gut Leben sogar und das seit Jahrzehnten, und letztendlich auf dieses gute Leben nicht bereit sind zu verzichten - wofür auch? Ich persönlich glaube nicht mehr an die grosse, gerechte Weltgemeinschaft, in der niemand mehr hungert, niemand mehr Unrecht erleidet. Sehr viele Menschen wollen das einfach aus allen möglichen Gründen heraus nicht einmal - Menschen, von deren lebenssituation aus man eigentlich stark vermuten könnte, dass genau die es eigentlich doch anstreben müßten.
Zunächst habe ich sie nicht als Nazisympathisant betitelt, keine ihrer Aussagen würde das rechtfertigen. Das möchte ich ausdrücklich klarstellen. Ich habe lediglich gesagt, dass zum Glück manche bereit sind die Rechnung zu zahlen und gegen Unrechtssysteme anzugehen.
"Es ist heuchlerisch zu denken Friede und Wohlstand kämen umsonst. Den Preis für Freiheit zu zahlen um unserer Wohlstand willen bin ich nicht bereit. Da doch lieber ein paar gesichtslose Tote." - Das ist es was mich ankotzt.
Natürlich kostst Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit Opfer. Jedes Recht, jedes Privileg, alles muß im Leben erkämpft werden. Auch unsere schwindende Demoratie kam nicht von alleine und für ihren fortbestand müsste eigentlich gekämoft werden, mit Zähnen und Klauen.
Als Menschen, die den Zugang zu Bildung und einer Hegelschen Moralphilosphie haben ist es unsere Pflicht auch moralisch zu handeln. Wenn das bedeutet das wir Soldatensärge nach Hause karren, dann ist das so.
Einen Krieg für Bechtel, Lockheed und Konsorten unterstütze ich aber nicht. Darum war ich von Anfang an gegen den Irak-Krieg. Hussein war ein grausamer Diktator, ohne jede Frage und sein Ableben ist kein Verlust für die Menschheit. ABER er hat den Irak frei von Fundamentalisten gehalten. Und vieles von dem was der Mann angestellt hat geschah mit dem Segen der westlichen Mächte. So kündigte der Diktator auch den Einmarsch in Kuwait dem amerikanischen Aussenministerium im Vorfeld an und bekam von der amerikanischen Botschafterin Glaspie grünes Licht. Wie auch immer, ist am Thema vorbei.
In jedem Fall kann man nun tatsächlich nicht einfach mehr den Irak verlassen, wir haben jetzt verantwortung durch den EInmarsch der USA. Verantwortung die hier wieder der Weltgemeinschaft aufgebürdet wird. Die US-Armee nach Abu-Ghreib abzuziehen und den Irak in die Hände von Söldnern wie Blackwater zu geben aber auch ein bischen einfach, oder ? Klar kann die Regierung dann nichts mehr für Folter und Opfer, war ja ein Privatunternehmen, da muss man dann wohl die weitere Zusammenarbeit gründlich prüfen, was ? ALBERN !
Die Welt hat sich seit dem zweiten Weltkrieg massiv verändert. Die USA sind in ihrem militärisch-industriellen Komplex gefangen vor dem Roosevelt immer warnte. Und wir lassen uns kaufen durch die Krümel Wohlstand die man uns hinwirft. Werfen unsere Ideale über Bord für einen Kleinwagen und IKEA-Möbel. Von unserem Wertverlust profiteren allerdings nur einige wenige. Menschen, denen es auf eine Million Euro schon lange nicht mehr ankommt.
Um mein umfangreiches Ausschweifen runterzubrechen:
Stoppen sie ihre LMAA-Mentalität. Übernehmen sie verantwortung. Jeder kann was tun, jeder MUSS was tun, das ist man sich selber schuldig.
Zunächst habe ich sie nicht als Nazisympathisant betitelt, keine ihrer Aussagen würde das rechtfertigen. Das möchte ich ausdrücklich klarstellen. Ich habe lediglich gesagt, dass zum Glück manche bereit sind die Rechnung zu zahlen und gegen Unrechtssysteme anzugehen.
"Es ist heuchlerisch zu denken Friede und Wohlstand kämen umsonst. Den Preis für Freiheit zu zahlen um unserer Wohlstand willen bin ich nicht bereit. Da doch lieber ein paar gesichtslose Tote." - Das ist es was mich ankotzt.
Natürlich kostst Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit Opfer. Jedes Recht, jedes Privileg, alles muß im Leben erkämpft werden. Auch unsere schwindende Demoratie kam nicht von alleine und für ihren fortbestand müsste eigentlich gekämoft werden, mit Zähnen und Klauen.
Als Menschen, die den Zugang zu Bildung und einer Hegelschen Moralphilosphie haben ist es unsere Pflicht auch moralisch zu handeln. Wenn das bedeutet das wir Soldatensärge nach Hause karren, dann ist das so.
Einen Krieg für Bechtel, Lockheed und Konsorten unterstütze ich aber nicht. Darum war ich von Anfang an gegen den Irak-Krieg. Hussein war ein grausamer Diktator, ohne jede Frage und sein Ableben ist kein Verlust für die Menschheit. ABER er hat den Irak frei von Fundamentalisten gehalten. Und vieles von dem was der Mann angestellt hat geschah mit dem Segen der westlichen Mächte. So kündigte der Diktator auch den Einmarsch in Kuwait dem amerikanischen Aussenministerium im Vorfeld an und bekam von der amerikanischen Botschafterin Glaspie grünes Licht. Wie auch immer, ist am Thema vorbei.
In jedem Fall kann man nun tatsächlich nicht einfach mehr den Irak verlassen, wir haben jetzt verantwortung durch den EInmarsch der USA. Verantwortung die hier wieder der Weltgemeinschaft aufgebürdet wird. Die US-Armee nach Abu-Ghreib abzuziehen und den Irak in die Hände von Söldnern wie Blackwater zu geben aber auch ein bischen einfach, oder ? Klar kann die Regierung dann nichts mehr für Folter und Opfer, war ja ein Privatunternehmen, da muss man dann wohl die weitere Zusammenarbeit gründlich prüfen, was ? ALBERN !
Die Welt hat sich seit dem zweiten Weltkrieg massiv verändert. Die USA sind in ihrem militärisch-industriellen Komplex gefangen vor dem Roosevelt immer warnte. Und wir lassen uns kaufen durch die Krümel Wohlstand die man uns hinwirft. Werfen unsere Ideale über Bord für einen Kleinwagen und IKEA-Möbel. Von unserem Wertverlust profiteren allerdings nur einige wenige. Menschen, denen es auf eine Million Euro schon lange nicht mehr ankommt.
Um mein umfangreiches Ausschweifen runterzubrechen:
Stoppen sie ihre LMAA-Mentalität. Übernehmen sie verantwortung. Jeder kann was tun, jeder MUSS was tun, das ist man sich selber schuldig.
Zunächst habe ich sie nicht als Nazisympathisant betitelt, keine ihrer Aussagen würde das rechtfertigen. Das möchte ich ausdrücklich klarstellen. Ich habe lediglich gesagt, dass zum Glück manche bereit sind die Rechnung zu zahlen und gegen Unrechtssysteme anzugehen.
"Es ist heuchlerisch zu denken Friede und Wohlstand kämen umsonst. Den Preis für Freiheit zu zahlen um unserer Wohlstand willen bin ich nicht bereit. Da doch lieber ein paar gesichtslose Tote." - Das ist es was mich ankotzt.
Natürlich kostst Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit Opfer. Jedes Recht, jedes Privileg, alles muß im Leben erkämpft werden. Auch unsere schwindende Demoratie kam nicht von alleine und für ihren fortbestand müsste eigentlich gekämoft werden, mit Zähnen und Klauen.
Als Menschen, die den Zugang zu Bildung und einer Hegelschen Moralphilosphie haben ist es unsere Pflicht auch moralisch zu handeln. Wenn das bedeutet das wir Soldatensärge nach Hause karren, dann ist das so.
Einen Krieg für Bechtel, Lockheed und Konsorten unterstütze ich aber nicht. Darum war ich von Anfang an gegen den Irak-Krieg. Hussein war ein grausamer Diktator, ohne jede Frage und sein Ableben ist kein Verlust für die Menschheit. ABER er hat den Irak frei von Fundamentalisten gehalten. Und vieles von dem was der Mann angestellt hat geschah mit dem Segen der westlichen Mächte. So kündigte der Diktator auch den Einmarsch in Kuwait dem amerikanischen Aussenministerium im Vorfeld an und bekam von der amerikanischen Botschafterin Glaspie grünes Licht. Wie auch immer, ist am Thema vorbei.
In jedem Fall kann man nun tatsächlich nicht einfach mehr den Irak verlassen, wir haben jetzt verantwortung durch den EInmarsch der USA. Verantwortung die hier wieder der Weltgemeinschaft aufgebürdet wird. Die US-Armee nach Abu-Ghreib abzuziehen und den Irak in die Hände von Söldnern wie Blackwater zu geben aber auch ein bischen einfach, oder ? Klar kann die Regierung dann nichts mehr für Folter und Opfer, war ja ein Privatunternehmen, da muss man dann wohl die weitere Zusammenarbeit gründlich prüfen, was ? ALBERN !
Die Welt hat sich seit dem zweiten Weltkrieg massiv verändert. Die USA sind in ihrem militärisch-industriellen Komplex gefangen vor dem Roosevelt immer warnte. Und wir lassen uns kaufen durch die Krümel Wohlstand die man uns hinwirft. Werfen unsere Ideale über Bord für einen Kleinwagen und IKEA-Möbel. Von unserem Wertverlust profiteren allerdings nur einige wenige. Menschen, denen es auf eine Million Euro schon lange nicht mehr ankommt.
Um mein umfangreiches Ausschweifen runterzubrechen:
Stoppen sie ihre LMAA-Mentalität. Übernehmen sie verantwortung. Jeder kann was tun, jeder MUSS was tun, das ist man sich selber schuldig.
Zitat: "Jeder kann was tun, jeder MUSS was tun, das ist man sich selber schuldig."
Eine solche Aussage ist, nett formuliert, reichlich vermessen. Leute die ein derartiges Sendungsbewusstsein haben, das ihnen aufdrängt der Welt Befehle zu erteilen, stoßen bei mir, und vermutlich auch bei vielen anderen, eher auf Abscheu denn auf Gegenliebe.
Das ganze gespickt mit urbanen Legenden (Gaspie) schiebt es, in der Methode, in die Ecke der Leute die auch die "Weisen von Zion" gut finden.
Mann kann über die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen von Zagreus sicher diskutieren. Darin einen Aufruf zum messianischen Kreuzzug zur Rettung zu sehen halte ich für sehr bedenklich. Nicht nur aus medizinischer Sicht.
"Als Menschen, die den Zugang zu Bildung und einer Hegelschen Moralphilosphie haben ist es unsere Pflicht auch moralisch zu handeln. Wenn das bedeutet das wir Soldatensärge nach Hause karren, dann ist das so."
Wie süss^^ wirklich. Sagen sie mal, sie wissen schon, was denn die "Hegelschen Moralphilosphie" ist, ja? Und sie haben auch eine klare Vorstellung davon, wie sich laut Hegel Ideen, oder besser gesagt: Geist-Erscheinungen, durchsetzen?
Also, ich frage auch deshalb, weil ich persönlich noch nie was von einer "Hegelschen Moralphilosophie" gehört habe, von einer Kantischen aber sehr wohl (welche sie wohl auch meinen) - dafür mir aber um so mehr das teleologisch-dialektische Geistkonstrukt klar ist und was da als mögliche Moral des sich selbst erkennenden Geistes auf seinen Gang zu dieser Erkenntnis so herauskommt, könnte so mach einen nicht so als die grosse Friedfertigkeitsbewegung erscheinen.
Was den Rest anbelangt: gegen den Irak-Krieg ging ich ebenfalls auf die Strasse (weil die Begründungen alleine so verlogen waren schon). Raus werden die Amis aber auch wieder gehen, einfach weil ihnen der Preis von rund 3500 Soldaten innerhalb von 3 jahren zu hoch mittlerweilen ist und zerbombte Kinder genauso unerträglich als das bewusstsein, dass ein paar ihrer eignen Soldaten auch ausflippen können, sei es im Gefängnis, sei es bei dem einen oder anderen Massaker an der Zivilbevölkerung.
Der Unterschied zwischen uns und "denen" - unsere Medien berichten es uns; die Schuldigen werden zumindest teilweise verurteilt - wie Luhmann es sagte: die Massenmedien als das Gewissen der westlichen Welt.
Teil bei uns ist aber etwas anderes auch: eine Art Betroffenheitsritual, das Heulen und Zähneklappern, das sich-selbst-beschuldigen.
Die Einheit in den Lichterketten gegen das Böse Regime auf der anderen Seite der Welt - Rituale der Betroffenheit.
Wir wollen unsere Werte verteiligen? Ja.
Tun wir doch - wir fahren doch zu Ikea und der Kleinwagen, also was wollen sie - das sind unsere Werte nunmal.
Nicht Freiheit - das sagen wir blos, weil man das halt so sagt und sich so gut dabei fühlen kann, weil es halt Tradition hat und uns so schon an die nett durchzechten und -durchqualmden Diskussionsnächte erinnert als wir die Welt noch ändern wollten.
"Um mein umfangreiches Ausschweifen runterzubrechen:
Stoppen sie ihre LMAA-Mentalität. Übernehmen sie verantwortung. Jeder kann was tun, jeder MUSS was tun, das ist man sich selber schuldig."
Aber ja doch, wir zünden Lichterketten an und in zwei Monaten denken wir an eine Reise nach... Ägypten oder China?
Meine LMAA-Mentalität kotzt sie an, ja?
Schauen sie sich mal einfach ihr Leben an und fragen sie sich doch mal, auf was sie bereit wären alles zu verzichten damit es Menschen irgendwo anders auf der Welt besser geht.
Wenn sie die Liste dann fertig haben, dann überlegen sie sich, was genau Menschen benötigen, dass sie dann solch ein übrig gebliebenes Leben führen könnten und ob die das denn wollen würden.
Was also genau an Infrastruktur usw... einseits nebst entsprechender Zerstörung der Umwelt berechtigt in Kauf zu nehmen sei und was andererseits diese Menschen alles an sich ändern müssten um so ein Leben auch auf Dauer führen zu können, also welche Sitten, Ansichten, religiösen und weltanschaulichen Bestimmungen usw... - also hegelianische Geisterscheinungen^^ - sie aufgeben oder sich noch aneignen müssten).
Der Autor hat doch Recht - jeder, der es wissen wollte, wusste, dass in Burma eine Militärdiktatur herrscht und das in fast allen Ländern der zweiten, dritten oder gar vierten Welt was faul ist. Und ja, es interessiert keinen, wirklich, ob da ein paar Mönche verrecken - haben halt Pech gehabt. Das passierte die ganze Zeit schon - denn das gehört zu diesen Ländern und wir schauen die ganze Zeit zu. Wir regen uns nur jetzt auf, weil wir jetzt davon Bilder einer direkten Konfrontation sehen.
Und wir schauen zu und verkaufen Gewehre und bekommen Rohstoffe oder billige Waren oder halt einen schönen Urlaub in einem netten Camp. Und wenn wir es nicht machen, dann macht es halt Frankreich oder Russland oder China - es findet sich schon einer der kauft oder verkauft.
Man MUSS gar nichts tun, denn es gibt nichts zu tun - wir können nicht helfen, weil wir diejenigen sind, deren Existenz davon abhängt - abhängt davon, dass da jem. unsere Technik kauft, unsere Gewehre, unsere Traktoren, unser umgesetztes Wissen und wir dafür all das andere, das wir benötigen, bekommen. Und wenn derjenige dafür ein paar Leichen unter seinen Landsleuten produziert schauen wir weg, denn schlimmer wäre es, wenn derjenige selbst die Gewehre oder Traktoren herstellen würde - denn dann müsste er nicht mehr unsere kaufen.
Das mag ihnen jetzt zynisch vorkommen, aber entscheiden ist es, ob es so ungefähr läuft oder anders läuft - und was "anders" denn bedeuten würde - kosten würde, und wer denn den Preis zahlen soll.
@Zagreus
Jupp, war Kant natürlich. Mein Fehler.
Ich fliege übrigens nicht nach Birma in Urlaub, sondern gar nicht. Auto hab ich auch keins, fahre ich aus Umweltgesichtspunkten nicht, dafür fahr ich Bahn, was wiederum recht teuer ist. Ich versuche regionale Produkte zu kaufen und wenn der Geldbeutel es zulässt nicht beim Discounter einkaufen zu gehen. Ich beziehe auch Ökostrom. Ich weiss, dass ich noch vieles besser machen könnte und nicht genug tue, aber ich bin kein Machertyp, betrifft auch alle anderen Lebensbereiche.
Der Preis von dem sie reden, wäre weniger Wohlstand und mehr Menschlichkeit. Damit könnte ich leben. Ich kann auch auf 15 m² leben. Wichtig ist Zugang zu Nahrung, Elektrizität, medizinischer Grundversorgung und Bildung zu haben, und soweit frei zu leben, dass ich keine Angst um mein Leben haben muss und meine Meinung äußern kann. Solange ich damit versorgt bin kann ich auf anderes weitgehend verzichten, wenn dass den wirklich notwendig sein sollte um diese Grundsäulen für alle zu gewährleisten, was ich zu bezweifeln wage.
Wenn sie nicht bereit sind sich einzushränken, ist das ihre Sache, damit müssen sie klar kommen. Aber zu denken, so handeln ja alle, also darf ich das auch ist ein bischen einfach, denn so handeln eben nicht alle.
Wie auch immer, ich glaube aber durchschaut zu haben, dass sie selber gar nicht denken was sie schreiben, sondern lediglich provozieren wollen. Sie sind nur ein desillusionierter Idealist. Ich habe ein wenig länger dafür gebraucht die scheinbare Gleichgültigkeit als Zynismus zu verstehen. Sie verzweifeln an der Ignoranz ihrer Mitmenschen, die so tun als gäbe es all die von Ihnen aufgezählten Probleme nicht und scheinheilig wegschauen. So zu schreiben ist ihr Weg damit umzugehen, richtig ?
@MS
Schön, dass sie sich so gut auskennen und Wissen, was als urbane Legende abzutun ist und was nicht. Ich bin mir da oft nicht so klar darüber. Aber mir fehlt dann eben ihre Weitsicht. Kann ja nicht jeder immer den Überblick haben.
Zu der Glaspie-Sache gibt es unterschiedlichste sich wiedersprechende Quellen. Was hier nun urbane Legende ist und was nicht...nunja ich weiß es nicht. Ich weiß aber das Geschichte geschrieben wird. Und ich habe schön öfter erlebt, dass das was nachher in der Berichterstattung erscheint nicht viel mit dem zu tun hat, was tatsächlich geschehen ist. Dinge wie die Pfahls-Affäre sind schon so mysteriös genug, obwohl es nicht um überragend viel ging. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch Regierungen schonmal an Protokollen und Berichten drehen um den größten Mist von sich fern zu halten. Aber sind wahrscheinlich alles nur urbane Legenden, alles Verschwörungstheorien. Ob Barschel oder Möllemanns Selbstmord, Pfahls-Schreiber Affäre, die ganzen Maffiaverbindungen die zur Ost-Erweiterung der EU geführt haben, die Verwicklungen von Politk und Richtern in der Kinderprostitution in Sachsen, oder angebliche Massenvernichtungwaffen als Vorwand für Kriege.
Wer hier böses denkt, der ist eben ein Verschwörungstheorethiker und geht urbanen Legenden auf den Leim.
Sie wissens, ich nicht. Schade, dass ich sie nicht persönlich kenne. Ich würde mir da gerne viel Zeit nehmen um all die Ungereimtheiten von ihnen erklärt zu bekommen.
Und ob ich ihnen durch den Aufruf sympathisch werde oder nicht, die moralische Verpflichtung etwas zu tun besteht nunmal. Aber wie sooft ist der Überbringer schlechter Nachrichten auch zugleich der Schuldige.
Ich erteile zudem keine Befehle, sondern versuche Leute lediglich dazu zu bringen in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen ob das was man sieht gefällt. Ich denke nämlich, dass viele ihr handeln ändern würden, würden sie sich dafür mal aufrichtig die Zeit nehmen.
Die einzig andere Konsequenz wäre es in jener düsteren Hilflosigkeit zu versinken, die Zagreus hier aufzeigt.
Es gibt nunmal nur die zwei Möglichkeiten mit dem Problem umzugehen: Entweder man versucht so gut wie möglich nicht mitzumachen bei dem Ganzen und überlegt sich wohin man in Urlaub fährt und welche Produkte man kauft.
Oder aber man nimmt in Kauf, dass z.B. nunmal Coltan (Computer, Handytechnik) nur dann so günstig gewonnen wird, wenn Warlords finanziert werden, durch die dann Hundertausende zu Tode kommen, um schön billig sein Handy haben zu können (denn wie wir wissen ist geiz ja geil), oder wie Montesano seine Gentechnik weltweit durchdrückt und Tausende von Kleibauern in den Ruin treibt, nicht nur in der dritten Welt mit Patenten auf Lebewesen, nicht nur Pflanzen auch Tiere.
Wer die Wahrheit nicht kennt ist ein Dummkopf, wer die Wahrheit kennt und Lüge nennt ist ein Verbrecher.
Bis dahin verbleibe ich demütig in meiner Unwissenheit als Dummkopf.
@Zagreus
Jupp, war Kant natürlich. Mein Fehler.
Ich fliege übrigens nicht nach Birma in Urlaub, sondern gar nicht. Auto hab ich auch keins, fahre ich aus Umweltgesichtspunkten nicht, dafür fahr ich Bahn, was wiederum recht teuer ist. Ich versuche regionale Produkte zu kaufen und wenn der Geldbeutel es zulässt nicht beim Discounter einkaufen zu gehen. Ich beziehe auch Ökostrom. Ich weiss, dass ich noch vieles besser machen könnte und nicht genug tue, aber ich bin kein Machertyp, betrifft auch alle anderen Lebensbereiche.
Der Preis von dem sie reden, wäre weniger Wohlstand und mehr Menschlichkeit. Damit könnte ich leben. Ich kann auch auf 15 m² leben. Wichtig ist Zugang zu Nahrung, Elektrizität, medizinischer Grundversorgung und Bildung zu haben, und soweit frei zu leben, dass ich keine Angst um mein Leben haben muss und meine Meinung äußern kann. Solange ich damit versorgt bin kann ich auf anderes weitgehend verzichten, wenn dass den wirklich notwendig sein sollte um diese Grundsäulen für alle zu gewährleisten, was ich zu bezweifeln wage.
Wenn sie nicht bereit sind sich einzushränken, ist das ihre Sache, damit müssen sie klar kommen. Aber zu denken, so handeln ja alle, also darf ich das auch ist ein bischen einfach, denn so handeln eben nicht alle.
Wie auch immer, ich glaube aber durchschaut zu haben, dass sie selber gar nicht denken was sie schreiben, sondern lediglich provozieren wollen. Sie sind nur ein desillusionierter Idealist. Ich habe ein wenig länger dafür gebraucht die scheinbare Gleichgültigkeit als Zynismus zu verstehen. Sie verzweifeln an der Ignoranz ihrer Mitmenschen, die so tun als gäbe es all die von Ihnen aufgezählten Probleme nicht und scheinheilig wegschauen. So zu schreiben ist ihr Weg damit umzugehen, richtig ?
@MS
Schön, dass sie sich so gut auskennen und Wissen, was als urbane Legende abzutun ist und was nicht. Ich bin mir da oft nicht so klar darüber. Aber mir fehlt dann eben ihre Weitsicht. Kann ja nicht jeder immer den Überblick haben.
Zu der Glaspie-Sache gibt es unterschiedlichste sich wiedersprechende Quellen. Was hier nun urbane Legende ist und was nicht...nunja ich weiß es nicht. Ich weiß aber das Geschichte geschrieben wird. Und ich habe schön öfter erlebt, dass das was nachher in der Berichterstattung erscheint nicht viel mit dem zu tun hat, was tatsächlich geschehen ist. Dinge wie die Pfahls-Affäre sind schon so mysteriös genug, obwohl es nicht um überragend viel ging. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch Regierungen schonmal an Protokollen und Berichten drehen um den größten Mist von sich fern zu halten. Aber sind wahrscheinlich alles nur urbane Legenden, alles Verschwörungstheorien. Ob Barschel oder Möllemanns Selbstmord, Pfahls-Schreiber Affäre, die ganzen Maffiaverbindungen die zur Ost-Erweiterung der EU geführt haben, die Verwicklungen von Politk und Richtern in der Kinderprostitution in Sachsen, oder angebliche Massenvernichtungwaffen als Vorwand für Kriege.
Wer hier böses denkt, der ist eben ein Verschwörungstheorethiker und geht urbanen Legenden auf den Leim.
Sie wissens, ich nicht. Schade, dass ich sie nicht persönlich kenne. Ich würde mir da gerne viel Zeit nehmen um all die Ungereimtheiten von ihnen erklärt zu bekommen.
Und ob ich ihnen durch den Aufruf sympathisch werde oder nicht, die moralische Verpflichtung etwas zu tun besteht nunmal. Aber wie sooft ist der Überbringer schlechter Nachrichten auch zugleich der Schuldige.
Ich erteile zudem keine Befehle, sondern versuche Leute lediglich dazu zu bringen in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen ob das was man sieht gefällt. Ich denke nämlich, dass viele ihr handeln ändern würden, würden sie sich dafür mal aufrichtig die Zeit nehmen.
Die einzig andere Konsequenz wäre es in jener düsteren Hilflosigkeit zu versinken, die Zagreus hier aufzeigt.
Es gibt nunmal nur die zwei Möglichkeiten mit dem Problem umzugehen: Entweder man versucht so gut wie möglich nicht mitzumachen bei dem Ganzen und überlegt sich wohin man in Urlaub fährt und welche Produkte man kauft.
Oder aber man nimmt in Kauf, dass z.B. nunmal Coltan (Computer, Handytechnik) nur dann so günstig gewonnen wird, wenn Warlords finanziert werden, durch die dann Hundertausende zu Tode kommen, um schön billig sein Handy haben zu können (denn wie wir wissen ist geiz ja geil), oder wie Montesano seine Gentechnik weltweit durchdrückt und Tausende von Kleibauern in den Ruin treibt, nicht nur in der dritten Welt mit Patenten auf Lebewesen, nicht nur Pflanzen auch Tiere.
Wer die Wahrheit nicht kennt ist ein Dummkopf, wer die Wahrheit kennt und Lüge nennt ist ein Verbrecher.
Bis dahin verbleibe ich demütig in meiner Unwissenheit als Dummkopf.
@Zagreus
Jupp, war Kant natürlich. Mein Fehler.
Ich fliege übrigens nicht nach Birma in Urlaub, sondern gar nicht. Auto hab ich auch keins, fahre ich aus Umweltgesichtspunkten nicht, dafür fahr ich Bahn, was wiederum recht teuer ist. Ich versuche regionale Produkte zu kaufen und wenn der Geldbeutel es zulässt nicht beim Discounter einkaufen zu gehen. Ich beziehe auch Ökostrom. Ich weiss, dass ich noch vieles besser machen könnte und nicht genug tue, aber ich bin kein Machertyp, betrifft auch alle anderen Lebensbereiche.
Der Preis von dem sie reden, wäre weniger Wohlstand und mehr Menschlichkeit. Damit könnte ich leben. Ich kann auch auf 15 m² leben. Wichtig ist Zugang zu Nahrung, Elektrizität, medizinischer Grundversorgung und Bildung zu haben, und soweit frei zu leben, dass ich keine Angst um mein Leben haben muss und meine Meinung äußern kann. Solange ich damit versorgt bin kann ich auf anderes weitgehend verzichten, wenn dass den wirklich notwendig sein sollte um diese Grundsäulen für alle zu gewährleisten, was ich zu bezweifeln wage.
Wenn sie nicht bereit sind sich einzushränken, ist das ihre Sache, damit müssen sie klar kommen. Aber zu denken, so handeln ja alle, also darf ich das auch ist ein bischen einfach, denn so handeln eben nicht alle.
Wie auch immer, ich glaube aber durchschaut zu haben, dass sie selber gar nicht denken was sie schreiben, sondern lediglich provozieren wollen. Sie sind nur ein desillusionierter Idealist. Ich habe ein wenig länger dafür gebraucht die scheinbare Gleichgültigkeit als Zynismus zu verstehen. Sie verzweifeln an der Ignoranz ihrer Mitmenschen, die so tun als gäbe es all die von Ihnen aufgezählten Probleme nicht und scheinheilig wegschauen. So zu schreiben ist ihr Weg damit umzugehen, richtig ?
@MS
Schön, dass sie sich so gut auskennen und Wissen, was als urbane Legende abzutun ist und was nicht. Ich bin mir da oft nicht so klar darüber. Aber mir fehlt dann eben ihre Weitsicht. Kann ja nicht jeder immer den Überblick haben.
Zu der Glaspie-Sache gibt es unterschiedlichste sich wiedersprechende Quellen. Was hier nun urbane Legende ist und was nicht...nunja ich weiß es nicht. Ich weiß aber das Geschichte geschrieben wird. Und ich habe schön öfter erlebt, dass das was nachher in der Berichterstattung erscheint nicht viel mit dem zu tun hat, was tatsächlich geschehen ist. Dinge wie die Pfahls-Affäre sind schon so mysteriös genug, obwohl es nicht um überragend viel ging. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch Regierungen schonmal an Protokollen und Berichten drehen um den größten Mist von sich fern zu halten. Aber sind wahrscheinlich alles nur urbane Legenden, alles Verschwörungstheorien. Ob Barschel oder Möllemanns Selbstmord, Pfahls-Schreiber Affäre, die ganzen Maffiaverbindungen die zur Ost-Erweiterung der EU geführt haben, die Verwicklungen von Politk und Richtern in der Kinderprostitution in Sachsen, oder angebliche Massenvernichtungwaffen als Vorwand für Kriege.
Wer hier böses denkt, der ist eben ein Verschwörungstheorethiker und geht urbanen Legenden auf den Leim.
Sie wissens, ich nicht. Schade, dass ich sie nicht persönlich kenne. Ich würde mir da gerne viel Zeit nehmen um all die Ungereimtheiten von ihnen erklärt zu bekommen.
Und ob ich ihnen durch den Aufruf sympathisch werde oder nicht, die moralische Verpflichtung etwas zu tun besteht nunmal. Aber wie sooft ist der Überbringer schlechter Nachrichten auch zugleich der Schuldige.
Ich erteile zudem keine Befehle, sondern versuche Leute lediglich dazu zu bringen in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen ob das was man sieht gefällt. Ich denke nämlich, dass viele ihr handeln ändern würden, würden sie sich dafür mal aufrichtig die Zeit nehmen.
Die einzig andere Konsequenz wäre es in jener düsteren Hilflosigkeit zu versinken, die Zagreus hier aufzeigt.
Es gibt nunmal nur die zwei Möglichkeiten mit dem Problem umzugehen: Entweder man versucht so gut wie möglich nicht mitzumachen bei dem Ganzen und überlegt sich wohin man in Urlaub fährt und welche Produkte man kauft.
Oder aber man nimmt in Kauf, dass z.B. nunmal Coltan (Computer, Handytechnik) nur dann so günstig gewonnen wird, wenn Warlords finanziert werden, durch die dann Hundertausende zu Tode kommen, um schön billig sein Handy haben zu können (denn wie wir wissen ist geiz ja geil), oder wie Montesano seine Gentechnik weltweit durchdrückt und Tausende von Kleibauern in den Ruin treibt, nicht nur in der dritten Welt mit Patenten auf Lebewesen, nicht nur Pflanzen auch Tiere.
Wer die Wahrheit nicht kennt ist ein Dummkopf, wer die Wahrheit kennt und Lüge nennt ist ein Verbrecher.
Bis dahin verbleibe ich demütig in meiner Unwissenheit als Dummkopf.
politisch etwas bewirken zu wollen, ist edel aber reichlich naiv. Das waere genau so zielfuehrend wie das Abschoepfen von Wasser am Urlaubsstrand mittels Sandkuebel um das Ansteigen des Meeresspiegels zu verlangsamen. Ein Erfolg waere nur auf staatlicher Ebene moeglich (siehe USA versus Kuba) und der ist fragwuerdig. Wollte man fuer Reisen moralische Kriterien anwenden, duerfte man auch nicht in die heutige USA reisen (dort haben zumindestens die Haelfte der Waehler fuer einen Un-Demokraten gestimmt, was fuer Birma nicht zutrifft).
Es gibt nur eine Methode der Wahrheit auf die Schliche zu kommen: Nachdenken. Lernen muss man nur wie das System funktioniert und was (einzelne) Menschen antreibt.
Leider vergessen die meisten Leute, dass sie ein Gehirn haben und lassen sich die Welt von anderen erklären. Und für jede noch so Abstruse Idee gibt es mittlerweile einen Käufer und einen Verkäufer.
Würden sich die Leute daran erinnern, dass menschliches Handeln (vor allem in der Politik) auf Aktion und Reaktion basiert und die Menschen aufgrund von ihrer eigenen Wahrnehmung, Erwartungen und Erfahrungen agieren, würde so mancher Verschwörungsproduzent arbeitslos.
Leider sind viele Menschen so, dass sie möglichst wenig Kalorien verbrauchen wollen und das Gehirn verbrennt Viele beim Denken.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren