Betont unauffällig, in Jeans und mit schwarzer Kunststoffbrille kommt sie die Treppe ihres zweistöckigen Lofts herunter. »Hi, I’m Jane.« Und doch ist gleich alles da, das Sexsymbol, die »Hanoi-Jane«, der Glamour einer Hollywood-Dynastie. Wir gehen ins Wohnzimmer, an einer Wand hängt Andy Warhols Jane-Fonda-Porträtserie, im Original. Aus der langen Fensterfront fällt der Blick auf Downtown Atlanta. Fonda schaut flatternd, sie wirkt sympathisch unsicher, beruhigt sich aber nach einer Weile. Neben ihr auf dem Sofa kugelt sich ihr kleiner weißer Hund, den sie während des Gesprächs hin und wieder krault.

DIE ZEIT: Mrs Fonda, bei der Einreise in die USA muss man den Grund des Besuchs angeben.

Jane Fonda: Und? Haben Sie zugegeben, dass Sie zu mir wollten?

ZEIT: Der Grenzbeamte sagte: »Jane Fonda? Die war in Vietnam. Sie hat sich mit den Feinden der Vereinigten Staaten eingelassen.«

Fonda: Ein Wunder, dass Sie noch ins Land gekommen sind.

ZEIT: Eigentlich wollte der Mann nur diskutieren. Am Ende fragte er, ob ich ihm bei der Ausreise ein Autogramm mitbringen könne.

Fonda: Oh, das sollten Sie auch tun.