Österreich Glück im Glas
Wo die Blaue Wildbacher Traube wächst und der Schilcher gekeltert wird, kann sich der Schlemmer ruhig niederlassen. Eine Genussreise im Schneckentempo durch die südliche Steiermark
Da muss man durch. Von Norden, von Piefkeland her, frisst man sich durch eine Unzahl langer, finsterer Hochgebirgstunnel, bis sich die hochgradig wohllebige Region der Südweststeiermark auftut. Wenn sie geschafft sind, die ganzen irritierenden Pyhrntal-, Gleinalm-, Plabutsch-Röhren, wird man mit dem Gefühl belohnt, in einer Art freundlich besonnter Gegenwelt gelandet zu sein, »auf der anderen Seite« des grauen Alltags. Das Steirische Weinland ist ein kleines Arkadien, eine landschaftliche und kulinarische Premiumecke in Österreichs größtem Bundesland, gesegnet mit einer Gaumenkultur, die Schlürfer- und Schlemmernaturen fast schon überfordert in ihrer Reichhaltigkeit. Durch dieses kleinräumige südweststeirische Kuppenland, das zum Glück noch nicht in Toskanafraktionsstärke überrollt wird, kraucht man schön individualistisch und im Schneckentempo, am angenehmsten unter der Woche, wenn auch die Großstadt-Grazer fernbleiben – und am allerschönsten im Schilcherland, benannt nach dem sonderbarsten Tropfen dieser Weinbauzonen.
Eine ganze Riege prominenter Schriftsteller ist dem Schilcher verfallen
Am besten verlässt man die Autobahn Graz–Klagenfurt bei der Ausfahrt Steinberg, dann fällt man mitten hinein in eine bucklige Wald-Wiesen-Reben-Gegend von staunenswerter Anmut und Verschontheit. Ein rissiges Sträßchen kleinster Ordnung windet sich zwischen Laubwaldgeflimmer und Wiesensenken über Greisdorf in Richtung Stainz, des Hauptorts. Abschüssige Streuobstwiesen und Edelkastanienhaine rahmen spitzgiebelige Holzkaten, große Stille liegt über den endlosen Fernblicken ostwärts. Und dann der Wein – hier trifft man auf das steile Rebland der Blauen Wildbacher Traube, aus welcher man den Schilcher keltert, jenen knackig-reschen, säuerlich-beerigen mineralischen Rosé, der nur an diesen Gneis- und Schieferhängen gedeiht. Fast jeder Neuling verfällt ihm, nach anfänglichem Zusammenzucken und Kopfschütteln schnell und gründlich. Eine ganze Riege prominenter Schriftsteller hat ihre Kapitulation vor der Schilchermagie schon verwundert verzeichnet. Im Landgasthaus Rauch-Hof nahe Stainz hängen reihenweise Fotos von frohgemuten Literatengruppen an der Wand. Péter Esterházy (»am dritten Abend glaubt man zu verstehen, warum man ein, zwei Flaschen bechern muß«) und Felix Mitterer, Urs Widmer, Peter Rosei oder Barbara Frischmuth – sie alle und viele mehr kamen schon zum alljährlichen Stainzer Literatursommer. Sie logierten, kochten, tranken, lasen traditionsgemäß im Rauch-Hof, wo sie öfter gleich »vernarrte« Freunde des sehr charmanten Wirtsleute-Clans wurden. Von der Rauchschen Familieneigenschaft des »Nicht-liegengehen-Wollens«, das heißt, erst sehr spät ins Bett zu finden, ließen sie sich rituell anstecken, wanderten willig mit dem literarischen Lokalmatador und Schilcherphilosophen Reinhard P. Gruber über Rebweglein und in die Buschenschänken des Umlands, wo »die Kurzlesungen immer kürzer und die Aufenthalte immer länger wurden«. Sie sprachen dem Schmölzi (einer aromatischen Kernöl-Eierspeise) beim Weinbauern Schriebl oder dem Verlängerten samt Zitronentorte im Kaffeehaus Lex am Stainzer Hauptplatz zu. Dort kann man unter gläsernen Kugellampen Originale des großen österreichischen Zeichners Günter Brus besehen – auch er ein Habitué des Schilcherlandes.
Selbst gründliche Kenner aller europäischen Weinregionen schwärmen vom winzigen Schilchergebiet (nur 450 Hektar Anbaufläche) als dem vielleicht schönsten Rebland unseres Kontinents. Es sind die Unverdorbenheit und ländliche Frische, die so euphorisieren, das variantenreiche Auf und Ab einer intakten Bauerngegend, in der die rosengeschmückten Weinrieden oft fast versteckt über den Bachtälern, Obstgärten und Kuhwiesen liegen – auf den Kanten und Kämmen mit der stärksten Sonneneinstrahlung, mit den freiesten Veduten. Vor allem aber beglückt die erhaltene Vielfalt der traditionellen Hauslandschaft, auch für Österreich eine Rarität. Allenthalben sind sie in den Wiesen verstreut, stehen wie aufgefädelt über den Rebhängen, die blumenüberwucherten Winzerhäuschen mit weit vorkragendem Spitzgiebel, die verwitterten weststeirischen Holzbauernhöfe, denen man zur Erweiterung oft einen kleinen Queranbau, die Wiederkehr, anfügte.
Gegen Westen, dem Rosenkogel und dem Reinischkogel zu, in Richtung der Koralpe, wird das Hinterland dicht bewaldet, voralpin und menschenleer. Von hier zieht die Bergeskühle herab, die dem Schilcher seine würzige Säure verleiht. Im Herbst fährt man auf den verkehrsarmen, einspurigen Sträßchen öfter durch das Fallobst – alte Apfelsorten wie Maschansker, Kronprinz Rudolf, Schafsnase werden im Schilcherland noch vielfach geerntet und zu Most und Edelbrand verarbeitet. Oder man knirscht über die Stachelschalen der Edelkastanien, geröstet verspeist man die Maroni dann zum himbeerfarbenen Schilchersturm, dem brausenden, gefährlich süffigen Federweißen der Region.
Auf der umrankten Terrasse des Buschenschanks Klug vlg. Voltl, die im verschachtelten Winzerdorf Steinreib eine prächtige Fernsicht präsentiert, sollte man sich allerdings auch der Brettljause widmen. Da liegt es hingebreitet, auf von vielen Messern verkratzter Holzunterlage, das ganze Hausgemachte, das einen steirischen Buschenschank auszeichnet: Grammelschmalz und Verhackerts (ein würziger Schmalz-Speck-Baatz), Geselchtes und kalter Braten, zarter Rohschinken und deftige Knoblauchsalami, grünlicher Kernöl- und rötlicher Paprikaaufstrich, dazu geraspelter Kren und das saftige Hausbrot. Und Weißburgunder oder Morillon aus den Klugschen Rieden sind nebst dem Schüicha auch nicht zu verachten. Das »vulgo« samt Hausnamen gehört im südweststeirischen Weinland zu den meisten Winzeradressen. Andere Steirer Namen lauten Langmann vlg. Lex (einer der renommiertesten Weinproduzenten des Schilcherlandes), Höfer vlg. Puff’n, Knappitsch vlg. Haubensimma, Zmugg vlg. Käsetommerl. Buschenschänken dürfen nach der Zirkularverordnung Kaiser Josefs II. von 1784, über die Jahrhunderte nur unwesentlich modifiziert, keine warmen Speisen auftischen, und die Jausenschmankerl müssen aus eigener Landwirtschaft oder heutzutage zumindest von Direktvermarktern aus nächster Nähe stammen.
Mühelos kann man allein um Stainz herum fünfmal am Tag in lauschige Gastgärten oder Kachelofenstuben einfallen – die Auswahl ist leider unwiderstehlich. Im wahrhaft elysisch gelegenen Engelweingarten lässt sich das Backhendl samt Kernöl-Erdäpfelsalat kaum packen, der Gerngroß in St. Stefan ob Stainz ist für seine Regionalkost haubengekrönt, im Waldidyll des Jagawirts in Sommereben am Reinischkogel gibt es Delikatessen von Waldschwein, Kürbis und Wild zu probieren.
Die Wirtin serviert Rehragout, man hat schon wieder Gusto
Die Goachs vom Jagawirt sind große Tier- und Naturfreunde. Ihre weitläufig-modderigen Schweinegehege zu betrachten ist die pure Wohltat für den massenhaltungsverachtenden Konsumenten. Da suhlen sie sich bis zum Bauch in ihren Schlammkuhlen, die haarigen, gescheckten und gestreiften Muttersäue und Ferkel der raren Mangalitza- oder Turopolje-Wollschweinrassen, schnorcheln sich in urtümlichen Erdställen und in entspannter Seitenlage durch ihre Träume und stecken die feuchten Nasen, neugierig grunzend, durch den Zaun, wenn sich ein Fremdling nähert.
Es ist, als habe das landwirtschaftliche Erziehungsprogramm des sozial und fortschrittlich denkenden Erzherzogs Johann, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf dem großen Barockschloss über Stainz lebte, auch noch nach 150 Jahren seine Wirkung nicht verloren. Schloss Stainz mit seiner weithin sichtbaren doppeltürmigen Pfarrkirche wird heute noch von den direkten erzherzöglichen Nachfahren, den später geadelten Grafen Meran, bewohnt. »Der Meran-Franzi« heißt der derzeitige Habsburgspross auch familiär im Ort; er beliefert die Gastronomie mit Wildbret und wird gelegentlich mit Gesängen zur Ziach, der steirischen Knopfharmonika, geehrt. Sein Verwandter Nikolaus Harnoncourt, ebenfalls ein Gräflich-Meranscher Abkömmling, tritt regelmäßig in Stainz auf: Im Rahmen des Styriarte-Festivals nutzt der große Dirigent die exzellente Akustik der Schlosskirche alljährlich für Aufführungen selten gespielter Barockmusik. Schloss und Kirche von Stainz, mit prächtigem frühbarockem Deckenstuck, den schönen gelb-weißen Arkadenhöfen und Türmchenpavillons, mit Österreichs größtem Jagdmuseum, sind eine gewissensberuhigende Kulturübung. Endlich mal kein Verkosten und Verputzen, eine Ruhepause im unablässig Feinspechtigen dieses Reviers.
Von Ligist bis Eibiswald schlängelt sich, mit braunen Wegweisern versehen, die Schilcher-Weinstraße durch die Region, reizvoll abseitig angelegt, fast immer fern der breiten Durchgangsstrecke der B76, an der sich die üblichen Scheußlichkeiten der Moderne klumpen wie anderswo. Sklavisch folgen muss man ihr dennoch nicht, denn dann entgingen einem winzige, aussichtsreiche Dörfer wie Angenofen oder Rachling. Oder das entlegene Panoramasträßchen vom Stainzer Engelweingarten bis zum Reinischwirt auf 1100 Meter Höhe, das man mutterseelenallein befährt: Scharf gestochene Fernblicke auf die schon beschneite Koralpe und die slowenischen Hügelketten, Wälder voller ockerfarbener Farnbüschel, später Waldglockenblumen, Felsbrocken, einzig einer meckernden Ziegenherde begegnet man. An der Mauer des dankenswert unrenovierten Reinischwirts ist man der einzige Gast auf der Hausbank. Die Wirtin serviert nach frischem Waidwerk schmeckendes Rehragout, unglaublicherweise hat man schon wieder Gusto, und es entwickelt sich das entspannt-offene Plaudern, das hier zu jeder Einkehr gehört – die misstrauische Muffigkeit altbayerischer Wirtsstuben ist dem Steirer Menschen offenbar sehr fremd.
In Trahütten, einem Bergdorf unweit der Bezirksstadt Deutschlandsberg, steht in einem schattigen Park ein verwittertes Fachwerkhaus mit alten Glasveranden, halb Jagdschlösschen, halb Sommerfrischevilla, zwischen 1910 und 1932 das bevorzugte Komponierhäuschen von Alban Berg. Hier schrieb er den Wozzek, einen Großteil seiner Kammermusik und erste Entwürfe zur Lulu. Das Haus war zunächst ein heimliches Liebesnest – Berg traf sich hier gegen väterlichen Willen mit seiner späteren Frau Helene und nannte das Dörflein gern »Selige Gefilde« oder »Heiliges Trahütten«. Auch ein anderes berühmtes Künstlerpaar jener Jahre war in Trahütten gern zu Gast: Franz Werfel und Alma Mahler-Werfel. Heute kann man in der patinierten Alban-Berg-Villa Zimmer mieten, einfachen Komforts, aber reich an Atmosphäre.
Schwanberg, wieder an der Schilcherstraße gelegen, ist ein verschlafenes, biedermeierliches Landstädtchen mit altmodischem Moorbad im ehemaligen Kloster. Hier sollte man sich unbedingt (täglich von 15 Uhr an) bei Andreas Brunner im Riker-Hof einfinden. Sofern man kein Busreisender ist, Busse kann Herr Brunner nicht leiden. Das Brunnersche Greißler-Museum dürfte eine der kuriosesten Sehenswürdigkeiten Österreichs sein, ein kunterbuntes, vollgestopftes Gesamtkunstwerk, informell und privat, nichts ist in Vitrinen versperrt. Andreas Brunner hat die Gesamtbestände von sechs todgeweihten steirischen Dorfläden samt einer alten Apotheke vor der Müllhalde bewahrt. Und so steht man heute, umdrängt von alten Budeln (Ladentischen) und Schubladenregalen für »Fensterhaken, Taschenveitel, Vorlegegabeln«, vor Reihen farbenfroher Emailleschilder »Wer praktisch denkt / Jetzt Schuhe schenkt«, zwischen »Cedar Handmops« und Erdflohpulver-Päckchen, rosa Strapsleibchen und Schulranzen, blechernen Bleistiftdosen, Kinderpuppen im Steirer Gewand und Korkschwimmgürteln aus grauer Vorzeit.
Bis südlich von Eibiswald, schon nahe dem slowenischen Grenzgebirge, ziehen sich die Schilcher-Weinlagen, und der Weinbauer Kuntner vlg. Mottibauer im ruhigen Mugelland des Greith zählt zu den besonders namhaften Produzenten. Dieses wie wellenförmig gestockte Grenzland, lange rückständig und übersehen, war dereinst der Stille Ozean, so ein Romantitel, des Schriftstellers Gerhard Roth. Viele Jahre, seit den späten Siebzigern, hat er in einer schiefen Keusche ohne Fließwasser gelebt, den zeitverlorenen Alltag der seinerzeit oft bitterarmen Häuslerleute und Kleinbauern in Tausenden von Fotos dokumentiert und die Zähigkeit und Bedrohlichkeit des Landlebens in die bilder- und wortgewaltigen Fantasiewelten seines Romanzyklus Archive des Schweigens überführt. Heute stehen im Greith viele pastellig-schmucke Baumarkthäuschen herum, und der 65-jährige Roth ist ein österreichischer Klassiker geworden, auf dessen Spuren literarische Wanderpfade ausgeschildert sind und dessen Lieblingsmenüs man im Gasthof Hasewend in Eibiswald bestellen kann. Häufig kommt er noch aus Wien nach St. Ulrich im Greith, wo auf seine Initiative hin ein spektakuläres Architekturkunstwerk der Moderne entstanden ist: das aus schilcherfarbenem Holz, Glas und Gneis errichtete Kulturhaus Greith, ein aufregender, lichter und generöser Bau des Architektenteams Szyszkowitz + Kowalski. Alfred Hrdlicka, Hermann Nitsch, Oswald Oberhuber hatten hier große Ausstellungen, erstrangige Autoren und Jazzmusiker finden in diese stille Peripherie – aber auch die Kinderbilder und Trachtenkapellen aus dem Dorf haben ihr Forum.
Vom Kulturhaus aus führen die schönen, gut markierten Greith-Wege zu kleinbäuerlichen Heidelbeer- und Kräuterhöfen, zu Honig- und Ribiselsaft-Produzenten, zu Most-Buschenschänken und ländlichen Fremdenzimmern. Und unterwegs sieht man die Bauersfrauen in den Feldern beim Auspatzeln, dem Herausklauben der Kerne aus den großen Ölkürbissen, umgeben von Halden leuchtend orangefarbener Plutzer.
Im Goldlicht des Herbstnachmittags fährt man wenigstens kurz auf den steilen Rücken des Sausals, der nicht mehr zur Schilcherregion gehört, aber nur einen Katzensprung entfernt liegt. Hier wachsen in Urgesteinslagen wunderbar frische und fruchtige Weißweine, häufig prämiert, für die man dem Schilcher gern mal kurz untreu wird. Besonders schön in die blauende Landschaft träumen lässt es sich zum Beispiel im Kellerstöckl zu Höch oder im Wiesengartenparadies des Pichler-Schober in Mitteregg. Germschnecken oder Lendbratl, Topfentascherln oder Käferbohnensalat? Wo immer man dann verhockt in der schrägen Abendsonne, durch gezackte Rebblätter auf die weit gestaffelten Hügelkulissen blinzelt, das kühle Achterl im Stielglas funkelt – man ist geradezu unverschämt erfüllt von einer schwebend-dösigen Daseinsfreude, die sich beim Herrn Nachbarn am nächsten Holztisch in ausgiebigem Räkeln und der Frage artikuliert: »Sogn S’, gibt’s wos Besser’s?«
Zur Heimfahrt gleicht das Fahrzeug wie bei vielen Steiermarkheimkehrern einem Marketenderwagen. Lukullische Hamsterkäufe gegen deutsche Herbstverdüsterungen: Weinkästen, Kürbiskernöl, Maschansker-Edelbrand, Geselchtes und Luftgetrocknetes… Als könnte man sie in Form von Spezereien nach Hause tragen, die sinnliche Schönheit dieses Landstrichs. An der waldversunkenen Erzherzog-Johann-Quelle hinter Marhof bei Stainz füllt man sich immerhin noch zwei Flaschen heilsamen Sauerbrunn ab. Sehr förderlich sei dieser bräunlich-basische Trank bei Übersäuerung und Völlegefühl, hat einem ein einheimischer Quellbesucher verraten. Das wird man brauchen können, nach diesen sybaritischen Tagen. Aber es wird nicht lange währen, bis man sich wieder durch die Tunnel quält, dem Licht entgegen, das die Südweststeiermark so generös bescheint.
INFORMATION
Anreise:
A9 (E57) nach Graz, weiter A2 (E66) in Richtung Klagenfurt, Ausfahrt Steinberg
Unterkunft:
Rauch-Hof (Stainz, Tel. 0043-3463/2882,
www.rauch-hof.at
), DZ ab 30 Euro
Gasthaus Jagawirt (Sommereben, Tel. 0043-3143/8105,
www.jagawirt.at
) alte Häuschen in Waldlage, Bioprodukte, DZ ab 45 Euro
Gasthaus Engelweingarten (Stainz, Tel. 0043-3463/2381,
www.engelweingarten.at
) mit herrlicher Fernsicht, schöne Terrasse, DZ 88 Euro
Winzerhaus Familie Witzmann (Steinreib/ St. Stefan ob Stainz, Tel. 0043-676/5204175,
www.hausmitcharme.at
). Ferienhaus (von denen es viele gibt) pro Tag und Person 43 Euro
Einkehren:
Buschenschank Klug vlg. Voltl (Steinreib, Tel. 0043-3463/6464,
www.klug-voltl.at
) gute Jausen, Weine und Hausgebrannte
Burgrestaurant Deutschlandsberg (Tel. 0043-3462/56560,
www.burghotel-dl.at
) nicht überteuerte Gourmetmenüs eines Lafer-Schülers
Restaurant Kaminstub’n (Deutschlandsberg- Hollenegg, Tel. 0043-3462/6737,
www.kaminstubn.at
), feine regionale Küche
Koschak Wirt & Weinbauer (Heimschuh, Tel. 0043-3456/2401, www.koschak.at ) von Slow Food empfohlen, 20-Autominuten-Ausflug von Deutschlandsberg
Einkaufen:
Das nussig-dunkelgrüne Kernöl gibt es in sehr guter Qualität etwa bei der Ölkuchl Leopold am Stadtrand von Deutschlandsberg, der Ölmühle Lorenz in St. Martin im Sulmtal oder der Ölmühle Herbersdorf bei Stainz
Renommierte Schilcher-Produzenten sind unter anderem Langmann vlg. Lex, Friedrich, Strohmeier (alle St. Stefan ob Stainz), Reiterer in Wies-Lamberg, Kuntner in St. Ulrich am Greith
Regionale Schinkenwaren und Geräuchertes Fleischhauerei Kollar-Goebel (Deutschlandsberg)
Die Brennerei Jöbstl (Wernersdorf) genießt hohes Renommee für ihre edlen Obstbrände
Literatur:
»Steirisches Weinland. Süd-West-Steiermark«. Wanderkarte 1:50000. Verlag Freytag und Berndt, Wien; 6. Aufl. 2005, 6,95 Euro
Klaus Egle: »Steirisches Weinland«. Styria Verlag, Graz 2003; 160 S., 24,90 Euro
Gerhard Roth: »Der Stille Ozean«. Fischer-Taschenbuch, Frankfurt am Main; 6. Aufl. 1992; 242 S., 9,90 Euro
Auskunft:
Region Süd & West Steiermark, Tel. 0043-3462/43152,
www.sws.st
- Datum 12.10.2007 - 02:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 11.10.2007 Nr. 42
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Ich empfinde die Steiermark als einen der schönsten (und zum Glück touristisch wenig überlaufenen) Teile Österreichs - kein Wunder, dass sich Autoren und andere Kunstschaffende hier niederlassen. Es ist aber weder einwohner- noch flächenmäßig das größte Bundesland, wie das im Artikel fälschlich beschrieben wird.
jetzt wollt ich auf diesen umstand hinweisen - den des zwar beliebten superlativs in einer flächenmässig aber nur an österreichs zweiter stelle befindlichen steiermark - und sehe, es wurde schon getan. so bleibt nur, für den artikel zu danken: alles in allem eine recht treffliche schilderung.
ps. kommt bitte nicht alle auf einmal ;)
::: Christian Klepej, Graz
::: http://www.look.at/enlarg...
Daß es bei uns soo schön ist, wird einem Einheimischen gar nicht so bewußt. Unter den vielen sympathischen Beschreibungen unseres versteckten Kleinods wist dieser Artikel wohl eine der treffendsten...und meiner favorisierten Zeitung würdig.Bravo und Danke!
P.s.:Ich selbst bin glücklich im Sausal und teile dieses Glück auch gerne mit vertrauenswürdigen Freunden des Weinlands - ein Blick auf www.teres.at verzaubert auch den eingefleischtesten Toskanafreund - zu Unrecht wird das Steirerweinland oft als Toskan-Äquivalent bezeichnet. auch Quitten sehen aus wie Birnen...in den Adern des Steirers allerdings fließt Schilcher, seine Blutfette sind Kernöl (RPGruber) - nicht Chianti und ExtraVergine.HK
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