Ein ausgefallener Freizeitspaß – es gibt erstaunlich wenige wissenschaftliche Untersuchungen darüber, wie wir Alkohol durch die Haut aufnehmen. Roland Prinzinger, Stoffwechselphysiologe von der Universität Frankfurt am Main, ist sich aber sicher: »Da werden Sie total besoffen!«

Sicher trägt zum Rausch auch die Aufnahme von Alkoholdämpfen über die Lunge bei. Doch Ethanol, der Alkohol im Sekt, passiert als eher kleines Molekül auch die meisten Membranen ohne Probleme, etwa die Haut. »Magen und Mundraum gehören zur Außenhaut«, sagt Prinzinger, und über die nehmen wir beim Trinken den größten Teil des Alkohols auf. Je dünner die Haut ist, desto besser können die Ethanolmoleküle eindringen. Besonders durchlässig ist die Haut zwischen den Zehen und im Intimbereich.

Bei Säuglingen reichen offenbar schon minimale Dosen: Italienische Ärzte berichteten 1991 in der Zeitschrift Pediatric Emergency Care über den Fall eines einen Monat alten Babys, dessen Nabelschnurrest mit alkoholgetränkten Verbänden behandelt wurde. Die Eltern klagten darüber, dass das Mädchen lethargisch sei – tatsächlich war es wohl betrunken. Christoph Drösser

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