Google Die Google-FlüchtlingeSeite 4/4
Der Mann sagt freilich noch etwas anderes. Absolut betrachtet, gehen inzwischen zwar mehr junge Talente von der Fahne oder kommen erst gar nicht. Aber prozentual habe sich wegen des explosiven Wachstums »kaum etwas verändert«. Neunzig Prozent nähmen das Angebot an, nur fünf Prozent verließen alljährlich den »Campus«.
Dem ist hinzuzufügen: Diese Quote ist besser als im Begabtenwettstreit Harvard gegen Stanford. Die kriegen jeweils nur 50 Prozent der Kids, die von beiden Universitäten angenommen werden. Fragt sich nur, wovon die jungen IT-Genies träumen, die sich für »Die Luft der Freiheit weht« (das deutsche Motto von Stanford) entscheiden: von Google oder von einem Start-up, das sie selbst gründen wollen – wie einst die Stanfordianer Sergey Brin und Larry Page.
- Datum 22.10.2007 - 13:17 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 18.10.2007 Nr. 43
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vielleicht haben die Mitarbeiter ein Gewissen?
"Since 2000, Google has recorded your search terms, the date-time of each search, the globally-unique ID in your cookie (it expires in 2038), and your IP address. This information is available to governments on request. "
Alternative wäre z.B. scroogle scraper ( dort erfährt man auch etwas über die Machenschaften von google.
Eigentlich steht ja alles bereits im Artikel und ich kann das wirklich gut nachvollziehen. Warum sollte man sich als begabter junger Mensch einer anderen Firma verschreiben? Was nützt einem das ganze Geld, wenn man seine eigenen Ideen nicht problemlos verwirklichen kann? Und genau das ist der Grund, warum einige Leute wieder gehen. Man wird, wenn man den Drang dazu hat seine eigenen Ideen zu verwirklichen (was gerade in der Softwareentwicklung im Grunde genommen besonders einfach geht, weil man keine großen Anfangsinvestitionen benötigt), als Angestellter womöglich niemals so recht glücklich. Auch wenn Google die eigenen Ideen möglicherweise umsetzt, so erntet Google die globalen Lorbeeren. Man selbst höchstens welche von Kollegen. Da studiert man Jahre, hat technisches Know-How wie kein anderer, platzt fast vor Ideen und kann sie dann nicht unter eigenem Namen umsetzen?
Die Leute machen es genau richtig: 2 oder 3 Jahre Geld verdienen, es zur Seite legen und sich dann selbstständig machen mit dem Geld, was sie verdient haben, um davon ein Jahr (oder länger) zu leben und dabei ihr eigenes Ding aufzuziehen. In das Leben als Angestellter kommt man jederzeit wieder rein - das eigene Unternehmen gründet man aber nicht mehr so leicht, wenn man erstmal Frau, Kinder, Auto und Haus hat.
Wenn man vor Ideen platzt, das Unternehmen wirkungsvoll nach vorne zu bringen, es aber nicht umsetzen kann oder darf (weil das Kücken ja nicht schlauer sein darf als die Henne), flippt man über kurz oder lang aus. Kenn ich aus eigener Erfahrung sehr gut. Viele Unternehmer nutzen diese Chancen nicht, weil das eigene Ego im Weg steht. Traurig.
Dieser Prozess ist organisationslogisch nachvollziehbar. Auf der anderen Seite ist es wirklich wünschenswert, dass Google nicht zu einem Weltwissensmonopol wird. Deshalb ist die Verteilung der Humanressourcen in dem geschilderten Sinne wünschenswert...
Wenn ihr alle solche Genies mit so unglaublich bahnbrechenden Ideen seid, für die ihr euch haltet, findet ihr sicher auch einen Weg, euch zu verwirklichen. Die Anmerkung musste sein.Und überhaupt: Glaubt ihr tatsächlich das ist bei Google eine besondere Situation? Ist das nicht überall so, dass die subjektiv für herausragend befundenen eigenen Ideen, nicht unmittelbar auf Zuspruch stoßen und es ein langwieriger Prozess sein kann, wenn man danach trachtet, diese umzusetzen?Hochqualifizierte Hochschulabsolventen gibt es eine Menge und die müssen auch nicht zwangsläufig von Harvard oder Stanford und der gleichen sein. Das birgt trotzdem nicht automatisch die Eitnrittskarte zu freiem Schalten und Walten.
Zunächst: der Artikel enthält viele sachlichen Fehler (schlecht von anderen abgeschrieben oder die Google Hochglanzbroschüren wohl nicht genau gelesen):1. Die Kita is nicht gratis sondern kostet die ortsüblichen 1000 - 1500$ pro Kind und Monat (je nach Wochentagezahl) - und hat ein mehrjährige Warteliste ...2. Autowaschen kostet ca $50, Ölwechsel, Kleiderreinigung und Haarschnitt sind auch nicht umsonst sondern kosten marktübliche Preise. Was stimmt: die Benutzung der Waschmaschinen ist umsonst und das Waschmittel auch. 3. Krankentage sind unbegrenzt *allerdings* werden Mitarbeiter nach 3 Krankheitstage automatisch auf "disability leave" Status gesetzt, Google zahlt dann also kein Gehalt mehr sondern der State of California zahlt "disability benefits" von denen man im Silicon Valley schwerlich als single und schon gar nicht mit Familie überleben kann. Man wird also besser wieder schnell gesund - für die "early employees" als Google-Millionäre natürlich kein Problem für die meisten aber wohl schon...4. Austern, na ja, hin und wieder, seit einiger Zeit wohl eher öfter "Maccaroni and Cheese"Wie der Artikel am Schluss selbst einräumt, ist von einem Flüchtlingsstrom wohl kaum zu sprechen, im Vergleich zur Mitarbeiterzahl ist der Schwund weiter sehr gering aber damit kann man natürlich keinen reisserischen Artikel aufmachen.
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