MBA Lohnender Stress nach Feierabend
Alles, was man über ein berufsbegleitendes Studium wissen sollte.
Wann ist ein berufsbegleitendes Studium ratsam?
In Zeiten eines rasanten wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts sind akademische Weiterbildungsprogramme vor allem für Fachkräfte sinnvoll, um beruflich am Ball zu bleiben. Auch wer sich selbstständig machen will oder einen Aufstieg im Unternehmen anstrebt, kann seine Karrierechancen durch ein Studium erhöhen.
Wie ist so ein Studium aufgebaut?
Ein berufsbegleitendes Studium dauert in der Regel zwei bis zweieinhalb Jahre und teilt sich in Präsenz- und Selbstlernphasen. Während der Präsenzphasen nimmt man in Kompaktveranstaltungen von Freitagnachmittag bis Sonntag typische Problemstellungen und Herausforderungen aus dem beruflichen Alltag durch. In Phasen des Selbststudiums kann der Stoff dann direkt im Unternehmen vertieft und angewandt werden. Die Abschlussarbeit, zum Beispiel eine Master-Thesis, schreibt man dann in der Regel über eine Fragestellung aus dem eigenen Arbeitsfeld.
Können die Präsenzphasen auch durch ein Fernstudium ersetzt werden?
Ja, so machen es derzeit zum Beispiel 4600 Weiterbildungsstudierende an der Fernuni Hagen. Das Fernstudium dauert ebenso lange wie die Weiterbildung an einer Präsenzuniversität, kann aber noch flexibler gestaltet werden. Das Wissen eignet man sich durch interaktive Kurse im Internet, per CD-ROM und DVD an; gelernt wird immer dann, wenn der Terminplan es zulässt. Mündliche Prüfungen können per Videokonferenz erfolgen; nur zu den Klausuren muss man in eines der rund 60 Studienzentren reisen. Ein Teilzeitstudium an der Fernuni Hagen kostet ungefähr 200 Euro pro Semester.
Muss ich vorher schon ein Studium abgeschlossen haben?
Die meisten Anbieter setzen einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss voraus, um ein angemessenes Studienniveau garantieren zu können. Es gibt allerdings auch Weiterbildungsstudiengänge, bei denen besonders qualifizierte Berufstätige über eine Eignungsprüfung zugelassen werden. Der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf und berufliche Praxis gelten dann als Mindestvoraussetzungen. Auch ein berufsbegleitendes Zertifikatsstudium kann ohne Hochschulabschluss begonnen werden.
Sollte man einen Master eher im Vollzeitstudium oder berufsbegleitend absolvieren?
Wer seinen Master neben dem Job macht, beweist ein hohes Maß an Belastbarkeit und Engagement – Eigenschaften, die Arbeitgeber schätzen und honorieren. Hinzu kommt, dass man Gelerntes sofort anwenden kann. Auf freie Wochenenden, Feierabende und Familienurlaube sollte man als Nebenbei-Student aber weitestgehend verzichten können.
Wer bezahlt das Studium?
Für ein zweijähriges Weiterbildungsstudium sollte man mit 20000 Euro rechnen. Wer dafür aufkommt, hängt ganz von der Absprache mit dem Arbeitgeber ab. Ist die Fortbildung für eine interne Beförderung gedacht, wird er die Studiengebühren vielleicht übernehmen. Gängig ist aber auch, sich die Kosten zu teilen – vor allem, wenn es primär der Wunsch des Arbeitnehmers war, sich fortzubilden. Wer das Studium komplett selbst finanziert, kann sich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung über Bafög und Stipendien informieren.
Wie finde ich das passende Angebot?
Da das Angebot momentan noch recht unübersichtlich ist, sieht man sich am besten zunächst das Programm der Hochschulen an, die in der Nähe des Wohn- und Arbeitsortes liegen. In der Regel haben die Unis einen Onlineauftritt, auf dem ihre berufsbegleitenden Studiengänge skizziert und Ansprechpartner genannt werden. Darüber hinaus lohnt es sich, herauszufinden, ob der eigene Arbeitgeber schon mit einer Hochschule kooperiert und regelmäßig Teilnehmer entsendet.
Bernd Wagner, Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer an der Universität Augsburg:
»Die Teilnehmer einer akademischen Weiterbildung sind berufserfahren und oft kritischer und anspruchsvoller als junge Studenten. Sie bringen Expertenwissen aus der Praxis mit, das für fruchtbare Diskussionen sorgen kann. Der Professor nimmt eher die Funktion eines Moderators ein und wird gezwungen, seinen Elfenbeinturm zu verlassen.«
- Datum 04.04.2008 - 02:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.11.2007 Nr. 46
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...lohnen tut es sich fast nie, sowas sollte man nur machen wenn man sich sehr langweilt, ein konkretes Angebot vom AG hat oder dringend die Firma wechseln möchte. Die, für die es wirklich lohnend wäre, die müssen bereits jetzt soviel arbeiten, dass sie nach Feierabend keinen Nerv mehr zum Pauken haben und bei einer Familie ist es zeitlich idR sowieso nicht durchhaltbar (ich kenne mehrere, die wegen ihren Kindern, kurz vorm Abschluß, ihre Weiterbildung abbrechen mussten, weniger als 4 h Schlaf sind auf Dauer einfach zu wenig).
Was soll denn bitte eine so lieblos zusammengeschusterte Copy-Paste-Aktion bei der ZEIT? Wo ist die redaktionelle Leistung?Eine Wolke voller Geblubber und dann ein Zitat als "Beweis" hinten dran geklatscht...
Auch mit Familie, ich spiele jeden Tag min 2h mit meinem Sohn LEGO; Auch mit engagiertem Beruf, ich bin täglich 10,5h Stunden im Auftrag meines Arbeitgebers unterwegs, Auch mit äußerst knappem Schlaf, es sind selten mehr als 5h, macht jede einzelne (gut, das ist gelogen ;) Seite der Skripte und Lehrbriefe Spaß. Einzige Voraussetzung ist: "Ich muss mir das richtige Programm ausgesucht haben". Es bringt einfach gar nichts, einen MBA zu machen, weil deutsche Unternehmen evtl. mal danach verlangen könnten. Es gibt unzählige weitere Studiengänge aus vielen Bereichen, die bei entsprechender Persönlichkeit, jeden weiterbringen. Ich kann es jedem empfehlen - am Ende des Semesters dann alle Prüfungen "im Sack" zu haben ist ein bisschen so wie Marathon laufen....es macht den Kopf frei und lässt alle anderen Sachen, die augenscheinlich zu kurz kommen, wesentlich effektiver gestalten.
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