Cellisten Fahrstuhl zum HimmelSeite 2/2

Die Alarmmeldung, die jungen Cellisten von heute musizierten häufig »seltsam beiläufig, unaufgeregt und ohne existenzielle Dringlichkeit«, scheint wirklich verfrüht; ein Kenner der Szene wie Eggebrecht muss doch wissen, dass mancher Musiker erst im Lauf des Lebens in die Zonen seines Eigentlichen vordringt und für seine Jugend nicht voreilig gescholten werden sollte.

Nach Formulierungen wie »unwiderstehliche Mischung aus Kraft, Geschmeidigkeit, Sentiment und Humor« möchte man den großen Rucksack Sprache, den der Autor mitführt, ein wenig leeren – um danach zu animierter Lektüre umgehend wieder Platz zu nehmen – wenn auch nicht auf der »vordersten Stuhlkante«, Eggebrechts lustigstem Konstruktionsfehler.

Harald Eggebrecht: Große Cellisten

Piper Verlag, München 2007; 407 S., 24,90 €

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 08.11.2007 Nr. 46
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    • Schlagworte Literatur | Musik | Cello
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